Erfahrungsbericht über

Samsung NC10

Gesamtbewertung (32): Gesamtbewertung Samsung NC10

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zwei Jahre Miniklappi - R.I.P.

4  21.05.2009 (09.01.2011)

Pro:
handlich, leicht, schön

Kontra:
Tastenbelegung

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Kontraste

Festplatten-Kapazität

Gewicht

Installation

Software-Ausstattung

Support/Service

mehr


hubbie

Über sich: "Vivir al día." ...

Mitglied seit:23.11.1999

Erfahrungsberichte:226

Vertrauende:166

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 157 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Dass ich gerne reise und entsprechend viel unterwegs bin ist anhand entsprechender Berichte in diesem Forum klar erkennbar, weil ich aber ohnehin zwei PCs an meinen beiden Standorten Wien und Orihuela Costa betreibe, war ich lange Zeit überzeugt ohne „Schlepptop“ auszukommen, da ich die Dinger nicht nur zu schwer sondern auch viel zu teuer befand. Unterwegs konnte aber immer öfter das Bedürfnis, Mails abzurufen, zwischendurch ein „Joker 40 Diebe“ zu spielen oder ein paar aktuelle heimische Nachrichtenseiten im Web zu lesen, nicht befriedigt werden – einerseits weil die Hotels zwar Gratisnetzzugang (mit Kabel oder WiFi) im Zimmer oder teuer an den PC ihrer Businesscenter boten, andererseits fanden sich auch nicht immer günstige Internetcafés oder Bibliotheken mit kostenlosem Surfangebot.

Als ich mich im Herbst des vorvergangenen Jahres wieder einmal über die sauteure Nutzung eines Hotelcomputers ärgerte, reifte in mir der Entschluss, eines dieser Mininotebooks anzuschaffen.
Im Lastenheft standen: neueste Technologie, geringes Gewicht, Preis -> € 400, Display matt mit 10“, leistungsstarker Akku und Bluetooth-Tauglichkeit, Windows XP, ansprechende Haptik und ebensolches Design.

Wenn ich elektronischen Schnickschnack anschaffe erstelle ich zuerst mein persönliches Anforderungsprofil und beginne die mühsame Recherche in den verschiedenen Testforen, wo ich mich dann bald ob mit Techsprech überladener Rezensionen wieder ausklinke, aber zumindest mit Basisinfos bezüglich des „Könnens“ der angepeilten Gerätschaft versorgt werde.
Im nächsten Schritt konsultiere ich so genannte „Erfahrungsberichte“ von Usern und vergleiche die Preisentwicklung auf Seiten wie amazon oder geizhals.at, wo ich noch die Lieferfähigkeit abrufe, bevor ich dann bestelle.

Lange haben ich gesucht, verglichen und recherchiert, bis feststand, dass mein „Miniklappi“ (copyright by Sindimindi) ein Netbook aus dem Hause Samsung sein würde. (Laut jüngsten gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Psion und Intel dürfen die handlichen Kleinstcomputer ja gar nicht mehr Netbooks heißen, obwohl dieser Begriff inzwischen in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen ist).

Ich habe mich zu Weihnachten des vorvergangenen Jahres quasi

Bilder von Samsung NC10
  • Samsung NC10 413852_00_1025_zp58up07 - Samsung NC10
  • Samsung NC10 413852_zb_1006_zp58up12bdi - Samsung NC10
  • Samsung NC10 413852_zb_1023_zp58up07 - Samsung NC10
Samsung NC10 413852_00_1025_zp58up07 - Samsung NC10
Samsung NC10
selbst damit beschenken wollen, bis Mitteleuropa waren die Koreaner aber nur mit dem Grundmodell ohne Bluetooth vorgedrungen, das hieß für mich weiter Geduld an den Tag zu legen, auch mit der Hoffnung, der Preis würde in der Zwischenzeit noch (ver)fallen. Da fügte es sich aber anlässlich einer Nahostreise im Februar, dass ich in der gigantischen Dubaier „Mall of the Emirates“ in den Samsung Flagshipstore stolperte und sofort auf die Netbookabteilung zusteuerte. Hier lag also das Objekt meiner Begierde: blaumetallic, das Silver Nano Keyboard mit zusätzlichen arabischen Schriftzeichen, mattem Display und viel schöner als auf den Fotos von der Vegas Messe.
Was mir aber besondere Freude machte war neben dem geringen Gewicht und der wertigen Rauhlederhülle das Preisschild, das im Rahmen einer Promotion während des gerade zu Ende gehenden Dubaier Shopping Festivals für umgerechnet € 385 noch ein externes optisches Laufwerk mit Brenner inkludierte, Die Gesamtersparnis belief sich also auf etwa € 125 gegenüber den günstigsten damaligen heimischen Angeboten.

Hier nun die Modellvorstellung Samsung NP-NC 10-KA02AE:

Netbook / Serie: Samsung anyNet / Recheneinheit (CPU): Intel Atom N270 / Taktrate: 1.600 MHz / Arbeitsspeicher: 1.024 MB DDR-2/ Speicher: 160 GB / Bildschirm: 10,2 Zoll superbright, LED-Backlight/ Displayauflösung: WSVGA (1024 x 600) / Displayart: Non-Glare TFT / Grafikkarte: Intel GMA 950 / Grafikkartenspeicher: Shared Memory max. 358 MB / Laufwerk optisch: extern / Verständigungen: Bluetooth, Ethernet LAN 10/100, W-LAN 802.11 b,g / Betriebssystem: Microsoft Windows XP Home Edition / Anschlüsse: 3 x USB 2.0, VGA D-Sub (HD-15) / Extra: 3in1 Card Reader für SD/SDHC/MMC, Webcam 1.3 Megapixel, antibakterielle Tastatur / Akku-Laufzeit: 8,0 h / Gewichtsangabe: 1,33 kg / Design: Saphirblau / Akkus: 6 Zellen, Lithium-Ionen, 5200 mAh

Wie gesagt, das sind die offiziellen Werksangaben, die ich bis auf die optimistische Akkulaufzeit bestätigen kann. Die 8 h sind wohl nur im abgedunkelten Standbybetrieb zu erreichen, damit also etwas praxisfern, in meinem Mischbetrieb bei voller CPU-Power und hellstem Display reicht der 6-Zellen-Akku 5-6 Stunden, was meinem Spitzentagesbedarf bei weitem genügt, denn arbeiten muss ich mit dem Ding ja nicht (mehr)....

Apropos Arbeiten: Kritiker in verschiedenen Foren haben moniert, dass die Tastatur (angenehmer Anschlag und mit Silberionen antibakteriell beschichtet) kein anständiges Arbeiten zulasse, ich kann das nicht beurteilen, aber man muss schon ausgesuchte „Würstelfinger“ haben, damit man sich darauf verheddert. Weiters haben diese Läusesucher beanstandet, man müsse ohne eingebauten Akku nur am Netzkabel hängend mit einem wackligen Chassis rechnen, da die Stützfüße im Akku integriert sind und begründen dieses Ansinnen mit der Schonung des Akkus, also wenn das Ding sonst keine Probleme macht....

Das Gerät bietet schon beim Aufklappen einen soliden Eindruck, da wackelt und klappert nichts, auch nach inzwischen dreiundzwanzigmonatigem Gebrauch ist da nichts zerkratzt oder abgeschabt. In gestoppten 28 Sekunden fährt das XP hoch und die Bluetooth Connectivity, die von mir getestet bei mindestens 10 Metern Entfernung in einem anderen Raum noch mit Maximalstärke funktioniert, ist ebenfalls schon betriebsbereit. Aus dem Standby dauert die Prozedur nicht einmal 10 Sekunden.

Der Bildschirm, dessen Helligkeit über die Fn und die Pfeil-hoch-Taste reguliert wird, ist durch das LED Backlight sehr hell und absolut augenfreundlich, er schaltet bei Inaktivität bald auf Sparbetrieb und ist bei der leisesten Mausbewegung sofort wieder da.

Die Tasten sind an sich für den arabischen Raum konzipiert und enthalten alle Buchstaben und Zahlen doppelt, sie sind bis auf die F und die Page up/down Tasten ausreichend dimensioniert – Samsung sagt sogar, dass 93% einer normalen Tastatur zur Verfügung stünden -, nach kurzer Zeit habe ich mich auch daran gewöhnt, wo die deutschen Umlaute zu finden sind, lästig ist nur die qwerty statt der gewohnten qwertz Anordnung, also dass das „z“ an der Stelle des „y“ steht. Dafür sind aber auch unsere Umlaute mit der Alt-Taste abrufbar.

Das Trackpad ist hingegen schon etwas klein geraten, aber überzeugt auch beim Scrollen vollauf. Für mich wäre das ohnehin kein negatives Kriterium, da ich hauptsächlich eine Bluetooth Nano Maus von Logitech verwende, der Winzling mit zwei Tasten und Scrollrad hat beim Surfen im Bett – natürlich nur, wenn meine Frau noch schläft – nicht einmal auf faltenreichen Leintüchern Probleme.

Das beigelieferte optische Samsung Laufwerk habe ich schon zum Datenüberspielen benützt, es ist mit 120 Gramm ebenfalls sehr leicht und hält mitsamt der Nanomaus das zu schleppende Gesamtgewicht inklusive Akku und Ladegerät bei knapp 1,8 kg, was ich unterwegs als sehr komfortabel empfinde, so habe ich das kompletten Set vom Netbook über Digi Kamera und Camcorder mit Peripherie im Minirucksack verstaut, den ich immer als Handgepäck ins Flugzeug mitnehme.

Die Digital Motion Camera an der oberen Rahmenmitte für die Webtelefonie konnte ich mangels geeigneter Gesprächspartner selbst noch nicht benützen, beim Probelauf in Dubai funktionierte sie jedenfalls fast ruckelfrei.

Dass bei einem solchen Winzling keine High End Lautsprecher eingebaut werden können hat der Hersteller mit der Anschlussmöglichkeit für Kopfhörer und Mikro wettgemacht, damit spart man schon einmal die Mitnahme eines MP3 Players oder Walkmans.

Auch die Servicefreundlichkeit von Samsung soll laut mehreren Tests in der Fachpresse hervorragend sein, zum Glück musste ich sie noch nicht in Anspruch nehmen, außerdem entfällt bei mir hier in Europa die Collect & Repair Variante, da ich das Ding ja in Dubai erstanden habe.

Wer sich einmal über die vielen Tests und Benchmarkprozeduren schlau machen möchte lese darüber in Laptopmag.com, da findet er eine ausgezeichnete Beurteilung und den Spitzenplatz in einer Netbookwertung, den das NC 10 nur mit dem Asus Eee Pc 1000HE teilen muss. Ebenso fehlt nicht der Hinweis auf das Nachfolgemodell NC 20, das mit einem 12“ Display, einer 1280 x 800 Auflösung und einem leistungsfähigeren Prozessor namens Via Nano schon an der Notebookgrenze kratzt. Ich aber bescheide mich weiter mit dem leichteren, kleineren Bruder NC 10, das mit seinen Eigenschaften für mich und meine eher anspruchslosen mobilen Kommunikationsanforderungen wie maßgeschneidert ist.

Update 9.1.2011: Kurzfazit - still going strong

Mein jetzt fast zwei Jahre alter, unerlässlicher, handlicher und funktioneller Begleiter in diversen Businesslounges internationaler Flughäfen hat mich noch nicht enttäuscht, die Connectivity - egal ob mit Kabel oder über Bluetooth - ist nach wie vor hervorragend, das beginnt bei der kurzen Einwahlzeit und endet beim stabilen Halten auch schwacher Signale, die Akkulaufzeit hat sich unter Maximalbedingungen zwar etwas verkürzt, mein Tagesbedarf an "Saft", der so etwa zwischen drei und fünf Stunden liegt, wird aber immer noch abgedeckt.

Auch beim Spielen oder Surfen im Bett ist das Ding handlich und bequem, da verkrampft beim alten Windowsspiel "Spacecadet" kein Finger, wenn man die Belegung der Tasten halbwegs ergonomisch vornimmt, es ist allerdings darauf zu achten, die Belüftungsschlitze frei zu halten, denn dadurch dass sich eine Bettdecke ziemlich an den Unterboden anlegt und die Öffnugen verschließt ist bei längerem Benutzen ein Hitzetod der CPU wohl unvermeidlich...

Ein bis jetzt nicht zum Tragen gekommenes Manko werfe ich den "Bezettlern" - copyright österr. Post - vor, die das XP-Pickerl mit dem Balkencode so blöd angebracht haben, dass die Softwareidentifizierung durch das permanente Aufliegen der Stützfinger unmöglich gemacht wurde.

Last Update 1.1.2012: nur 5 Minuten nach Mitternacht setzte ich mich auf das Display, welches darauf hin in allen Regenbogenfarben schillerte und den Betrieb auf Dauer verweigerte.....R.I.P.

Die Bilder stammen von Neckermann.de


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Whitesnake83

Whitesnake83

23.05.2012 09:23

Ausgezeichnet formuliert (Lastenheft). Ich gehe ein bisschen anders vor. Ich habe zwar ein paar Grunddaten, aber ich schweige von denen manchmal ab, wenn es das Produkt erforderlich macht. Es ist sonst wirklich schwer das passende zu finden. Was mich im Bericht interessiert hätte - was aber mit dem Bericht nichts zu tun hat - ist wie du das mit dem Zoll geregelt hast. Der Wert übersteigt ja die Grenze (kannst mir auf private Nachricht schicken, hat hier im Bericht sowieso nix verloren). Und meine bessere Hälfte hat vorgestern mit ihrem Dell auch einen elektronischen Todesfall, der Bildschirm zeigte nichts mehr. Und auch nach dem Zerlegen fand ich das Problem nicht, ich tippe auf eine kalte Lötstelle. BH von mir weil dein Bericht ein echter Praxistest ist, keine theoretische Abhandlung.

billywilder2

billywilder2

25.04.2012 14:28

wo ist mein Kommentar? Billy

billywilder2

billywilder2

25.04.2012 14:27

Schlepptop und Miniklappi, du erweiterst meinen Horizont! BH und LG Billy

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