Unbegrenzte Möglichkeiten für Gamer und Grafik-Profis. Mit dem brillanten 17 Zoll Display und der überragenden Leistungsfähigkeit ist das Multimedia-Notebook ein vollwertiger... mehr
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Reflexionsgefahr im Display, Vista frisst Ressourcen, Netzteil scheint nicht besonders effizient
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Kompletter Erfahrungsbericht
Ach, es hat doch immer etwas Erhebendes, einen neuen Computer in Betrieb zu nehmen. Das Gerät ist in seinem Tragekarton schön geschützt, rundum sind noch Schutzfolien aufgeklebt, um Kratzer zu vermeiden, und eine Reihe von kleinen Stickern unterhalb der Tastatur wirbt für Windows, den Prozessor und die Grafikkarte. Der dezente Geruch fabrikneuen Kunststoffs macht sich bemerkbar; es ist ungefähr so, als ob man ein neues Auto zum ersten Mal fährt.
Genau das mache ich heute mit dem 'Samsung R710-Aura T3200 Diella'. Der R710 ist bei Samsung in einem halben Dutzend Varianten erhältlich, die sich z. B. in der Grafikkarte und dem Prozessortakt unterscheiden. Das Gerät wird vom Hersteller als 'Desktop-Ersatz' positioniert, verspricht also die Leistung eines ausgewachsenen Tischrechners im Laptop-Format. Der 'Diella' hat dabei einen leichten Multimedia-Einschlag, erkennbar an der eingebauten Grafikkarte Nvidia GeForce 9600M GT und der serienmäßigen Webcam. Das Glanzlicht ist der 17-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1440 x 900 Pixel. Als Prozessor wird ein Intel Pentium Dual CPU T3200 mit 2,00 GHz befeuert, und anstelle eines Betriebssystems (kleiner Scherz) finden wir das unvermeidliche Windows Vista Home Premium vor.
Ansonsten gibts 3 GB Arbeitsspeicher, eine 250 GB große Festplatte (da würde man von einem Desktop-Ersatz wohl etwas mehr erwarten) sowie ein fest integriertes DVD-Super-Multi-Dual-Layer-Laufwerk, das unter anderem DVD±R-Scheiben mit achtfacher Geschwindigkeit beschreiben und CD-Rs mit 24-facher Geschwindigkeit lesen kann. Das Ganze wiegt ca. drei Kilo, ist knapp 40 cm breit, 28 cm tief und -- in zugeklapptem Zustand -- knappe vier cm hoch.
Der Diella ist in den Elektronikmärkten für runde 800 Euro zu haben; im Internet gehts derzeit runter bis ungefähr 750 Euro.Anschlüsse am Gerät:
4 x USB
Monitoranschluss (D-Sub, 15-polig)
Ethernet-Anschluss
Telefonkabelanschluss für das integrierte Modem
Netzgerät
HDMI-Anschluss, mit dem z. B. DVDs auf einem Fernseher wiedergegeben werden können
Mikrofonbuchse, Kopfhörerbuchse
Kartenschacht für SD-, SDHC-, MMC-, MMC-Plus-, xD-karten sowie Memory Stick und Memory-Stick Plus
Steckplatz für Express-Karten
Serieller Anschluss (durch einen Gummideckel geschützt)
Kensington-Schloss (Diebstahlsicherung)
Dazu sind eine 1,3-Megapixel-Webcam und ein Mikrofon vorhanden.Der erste Kontakt
Erster Schritt: Wir stecken das Netzteil zusammen und verbinden es mit Rechner und Steckdose. Eine LED beginnt zu leuchten, die bei näherem Überlegen wohl den Stecker eines Netzteils und damit den laufenden Ladevorgang symbolisiert.
Das Gerät macht insgesamt einen wertigen Eindruck. Der Deckel in Klavierlack-Optik, mit eingelassenem, metallisch glänzendem Samsung-Schriftzug. Die Unterseite besteht aus Standard-Hartplastik. An der Vorderseite befindet sich eine weinrote Zierblende mit den diversen LEDs für Festplattenzugriff, WLAN-Status etc. Hier findet sich auch der Riegel, mit dem das Gerät im zusammengeklappten Zustand arretiert ist. Im Auslieferungszustand sind die potentiell gefährdeten Stellen mit Schutzfolien versehen, damit auch nichts zerkratzt.
Ich klappe den R710 auf -- das Scharnier arbeitet sauber und geräuschlos -- und finde einen großzügig dimensionierten Ein-/Ausschalter vor, darunter eine Standard-Notebook-Tastatur mit abgesetztem Zehnerblock. Zwei Funktionstasten sind blau hervorgehoben, darauf sind ein kleines Arztköfferchen (für den 'Samsung Magic Doctor', ein Programm zur Systemdiagnose) und ein flüchtender Mensch (hierunter verbirgt sich der 'Easy SpeedUp Manager', eine Art Regler, mit dem man zwischen Stromsparen und maximaler Systemleistung umschalten kann) zu sehen. Das Touchpad ist zentrisch unter der Haupttastatur angeordnet, liegt also außerhalb der Mitte des gesamten Notebooks. Das irritiert zunächst. Die Tastatur ist laut beiliegendem Marketing-Material mit Silberionen beschichtet, was den Bakterienbefall im Zaum halten soll. Wenn ich so etwas lese, frage ich mich immer, wie die Menschheit die zwanzig Jahre überlebt hat, die seit dem Sinclair ZX vergangen sind, denn der hatte so was bestimmt nicht. Wie auch immer, die Tastatur fühlt sich gut an und erlaubt die ermüdungsfreie Eingabe auch von längeren Texten.
Nun denn, es ist Zeit, den Ein-/Ausschalter zu betätigen. Der Schalter beginnt blau zu leuchten, und mit einem sehr dezenten Festplatten- und Lüftergeräusch (das ich zu keinem Zeitpunkt als störend empfinde) setzt sich das Gerät in Gang. Auf dem Bildschirm erscheint kurz ein Samsung-Logo, bevor Windows Vista die Kontrolle übernimmt. Nach kurzer Zeit erscheint die Windows-Einrichtung, in der man Zeitzone, Benutzernamen und andere Einstellungen vornehmen kann. Danach empfängt mich Vista mit einem 'Begrüßungscenter' (das ich mit einem Mausklick sofort abstelle). Nach kurzer Zeit meldet sich auch der McAfee Virenscanner mit dem Hinweis, dass ein 90-Tage-Abo installiert sei, das bei Gelegenheit verlängert werden müsse.
Bei späteren Neustarts stelle ich fest, dass das Gerät im Auslieferungszustand für einen kompletten Kaltstart gute zweieinhalb Minuten benötigt. Das kommt mir persönlich etwas lang vor, aber ich nehme an, dass hier Vista seinen Tribut fordert.
Wie heutzutage üblich, finden sich diverse vorinstallierte Programme auf dem Rechner. In diesem Fall handelt es sich um ein Update-Tool für die Treiber des Systems (sinnvoll) sowie eine kleine Software, um mit der eingebauten Kamera kleine Schnappschüsse und Filme zu erzeugen (weniger sinnvoll; um die Kamera wirklich zu nutzen, muss man sich ja eh einen Messenger oder Skype installieren).
Elektronische Dokumentation: Sehr gut
Was mir positiv auffällt, ist das elektronische Benutzerhandbuch. Gut gestaltet und gegliedert, erklärt es alles, was es zu beachten gibt, von der korrekten Sitzhaltung beim Arbeiten bis zum Einrichten des Gerätes im WLAN.
Die Akkulaufzeit würde ich bei normaler Anwendung auf ca. zwei Stunden beziffern. In der Werkseinstellung fährt das Gerät die Bildschirmhelligkeit im Akkubetrieb generell etwas herunter und reduziert weiter, wenn man den Samsung eine halbe Minute nicht benutzt. Der Akku ist entnehmbar und verfügt über eine Testfunktion mit fünfstufiger LED-Anzeige, so dass man den Ladezustand des Akkus auch ohne Computer überprüfen kann.
Das Display des R710 ist hell, scharf und angenehm. Die Oberfläche des Displays erscheint relativ glatt. Bei normaler Umgebungshelligkeit ohne direkt einfallende Lichtquellen ist das kein Problem. Je dunkler der Bildschirm eingestellt ist, desto mehr machen sich Reflexionen bemerkbar. Mit dem Rücken zum Fenster sitzen sollte man definitiv nicht.
Die Wiedergabe von DVDs funktioniert über das Windows Media Center einfach und problemlos. Von den eingebauten Lautsprechern darf man naturgemäß nicht zu viel erwarten. Die üblichen Windows-Töne werden sauber wiedergegeben, und insbesondere die Höhen kommen relativ gut. Im Bassbereich ist das Ganze allerdings stark limitiert, so dass man beim Anschauen eines Actionfilms keinerlei 'Wummern' erwarten sollte. Auch die Lautstärke des Gerätes insgesamt ist begrenzt, aber für den Betrieb in Büro oder Arbeitszimmer vollkommen ausreichend.
Ich installiere nun Skype 4.0, um die eingebaute Kamera nebst Mikrofon zu testen. Ich benutze normalerweise eine sehr hochwertige Logitech-Kamera und bin daher sehr verwöhnt. Die Kamera aus dem Samsung liefert im Skype-Videogespräch ein befriedigendes Bild. Helligkeit, Kontrast und Farbgebung sind okay, die Auflösung überzeugt mich nicht ganz, obwohl ich die Kamera auf 1,3 Megapixel eingestellt habe. Trotzdem für den Normalanwender sicher mehr als ausreichend. An der Audioqualität gibt es nichts zu beanstanden.
Tücke im Detail
Als nächstes versuche ich ein separat gekauftes Microsoft-Office-Paket zu installieren. Da auf dem Samsung eine 90-Tage-Testversion von Microsoft Office zu finden ist, stellt sich die Frage: Was tun mit der Testversion? Ich beschließe, sie zu deinstallieren, bevor ich die gekaufte CD einlege. Mein Setup läuft danach problemlos durch. Beim Start von Word, Excel und Powerpoint meldet sich allerdings ein Office-Plugin und beanstandet eine falsche Office-Versionsnummer. Ich bemühe die Supportseiten von Microsoft, und die Problembehebung ist einfach: Die Anwendungen je einmal als Administrator laufen lassen und die Fehlermeldung mit 'OK' bestätigen. Danach taucht sie nie wieder auf. Trotzdem, hier erwarte ich als Benutzer eine klarere Anweisung, was ich tun muss, wenn ich ein gekauftes Office über die vorhandene Testversion installieren möchte.
Die Office-Anwendungen laufen flüssig und ohne Probleme.
Schließlich probiere ich noch ein paar ressourcenfressende Anwendungen wie Bildbearbeitung mit Photoshop und Picasa und das Rippen von CDs. Der R710 gibt sich keine Blöße; Rechenpower ist mehr als ausreichend vorhanden, und das Notebook arbeitet zügig und souverän alle gestellten Aufgaben ab.
Fazit
Trotz seines überdrehten Namens ist der Samsung R710-Aura T3200 Diella ein schön gestaltetes, wertiges Gerät der gehobenen Mittelklasse das einen Akzent in Richtung Multimedia-Anwendungen und Video-Telefonie setzt.
Die grundlegenden (Display, Lüftergeräusch, Plattengeschwindigkeit) und weniger grundlegenden (Webcam, DVDs abspielen) Funktionen sind ordentlich bis überdurchschnittlich umgesetzt. Der Computer verfügt für den Hausgebrauch über großzügige Leistungsreserven.
Wie leider heutzutage üblich, verbringt man am ersten Tag erstmal ein, zwei Stunden, um alles abzuschalten oder zu deinstallieren, was man nicht braucht. Zur vorinstallierten Testversion von MS Office vermisse ich -- wie oben beschrieben -- eine klare Information, wie man ein selbst gekauftes MS Office darüber installieren soll. Unerfahrene Anwender stehen hier potentiell vor einem Problem.
Verbesserungspotential sehe ich beim Akku, der ruhig etwas länger halten düfte. Und, falls Samsung mal einen Blick bei Dell riskieren möchte: Es wäre total praktisch, wenn der Computer an der Vorderseite Bedientasten hätte, mit denen man Musik oder Filme wiedergeben, anhalten etc. könnte. Die älteren Inspirons haben das alle, und einem Multimedia-Gerät mit 17-Zoll-Monitor würde das sicher total gut stehen.
Insgesamt macht das Gerät aber viel Spaß, daher eine klare Empfehlung.
||||| SAMSUNG R710 AURA |||||
||| EINLEITUNG |||
In meinem ersten Erfahrungsbericht geht es um das Notebook „R710 Aura“ der Firma Samsung, welches ich mir vor ca. einem Monat in einem Elektrofachmarkt erworben habe.
||| Technische Daten ||| ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich