wenn Entwickler mitdenken
03.05.2005
Pro:
(fast) alles, was man braucht
Kontra:
Speicher nicht erweiterbar
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Ausstattung
Klang
Empfangsqualität
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Design
mehr
 Beatfreak
Über sich:
Alles wird gut :-)
Mitglied seit:30.09.2003
Erfahrungsberichte:56
Vertrauende:33
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 144 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Heute möchte ich mal wieder die Welt mit einem Bericht von mir beglücken, natürlich mit einem technischen Thema. Es geht diesmal um ein Handy. Nun stehe ich Handyberichten grundsätzlich eher skeptisch gegenüber, da diese selten die Aspekte beleuchten, die mir wichtig sind. Aus diesem Grund wird der Leser (hoffentlich) bemerken, dass meine Akzente etwas anders gesetzt sind als normalerweise. Wie schon im Titel erkennbar handelt es sich um das Samsung SGH D500. Warum dieses Handy? Dazu erläutere ich hier mal meine Auswahlkriterien: - Das Handy muss klein sein, nicht dass man beim Joggen die Hosen verliert - Es muss über Vibrationsalarm verfügen - Das Display sollte schon etwas gefällig sein - Der Sound sollte stimmen, also der Klang des Handyklingelns - Kamera wäre schön, muss aber nicht - genug Datenspeicher - problemlose Datensynchronisation mit dem PC per Bluetooth
Vorgänger ======== Auch wenn das nicht Gegenstand dieses Berichts ist, möchte ich hier noch einmal auf mein Vorgängerhandy eingehen. Somit wird auch klar, warum ich gewechselt habe, denn dieses war eigentlich nicht so schlecht. Ich benutzte vorher ein Siemens S55. Dieses Handy verfügte über ein Farbdisplay und sehr guter Klangqualität. Aber warum wieder kein Siemens, wenn ich doch zufrieden war? Die Lösung: Ich war es nicht, denn allein schon die Siemensfirmware war extrem schlampig programmiert. So kam es häufiger vor, dass sich mein Handy beim Lesen einer SMS einfach abschaltete, weil diese offenbar Zeichen enthielt, mit der die Firmware nicht klarkam. Ein weiterer Zugriff auf das Postfach war dann nur noch über den PC möglich, damit konnte ich die SMS dann löschen. Stichwort PC: Die Software für diesen war eine Zumutung. Anders kann man die Siemens Smartsuite nicht beschreiben, dessen Name sich in keiner Weise rechtfertigt, denn das Programm ist keine Suite sondern ein undichter Wohnwagen mit Außentoilette, von smart mal ganz zu schweigen. Wenn Interesse besteht, kann ich darauf ja mal in einem gesonderten Bericht genauer eingehen. Hinzu kam, dass das Handy mit ca. 130 SMS komplett ausgelastet war (inklusive Nutzung des SIM-Kartenspeichers), wobei man den Postausgang mit dazurechen musste. Das Speichern von Bildern, die man mit der extern ansteckbaren Kamera machen konnte, war dann auch mehr eine Entschuldigung als ein Feature, denn mehr als 5 oder 6 Stück nahm das Telefon nicht auf.
Also: ein neues Handy musste her, aber welches? Die Wahl des Handys ================= Ich wollte eigentlich bei Siemens bleiben, denn Siemens bot, im Gegensatz zu Nokia, den direkten Zugriff aufs Dateisystem. Man war also nicht gezwungen, Bilder kostspielig als Email oder MMS an seinen PC zu verschicken sondern konnte diese direkt auf den PC kopieren. Aber das Zugpferd S65 war mir einfach zu klobig, abgesehen vom katastrophalen zischeligen Sound. Was nützt einem eine raffinierte Klingelmelodie, wenn sie wie eine Dampfmaschine klingt? Das Siemens SL65 kam mir da schon eher gelegen, nicht aufgrund des Sounds, aber immerhin war es kompakt. Aber Siemens hat sich mit diesem Modell ins Knie geschossen, denn man kann es in vielen Handyforen lesen, dass es dort viele bedauern, dass Siemens seine SL-Serie wieder nicht mit Bluetooth ausgestattet hat. Somit war dieses Handy also auch keine Option. Ich wagte also den Blick über den Siemenstellerrand und erblickte das D500. Es war irgendwie Liebe auf den ersten Blick. Kommen wir also zu den Einzelheiten.
Ausstattung ========= Diese fällt nicht unbedingt üppig aus. So fehlt leider ein serielles Verbindungskabel zum PC, es muss extra bestellt werden. Mit geliefert wird natürlich das Netzteil zum Laden, ein Headset sowie ein winziger Lautsprecher, der an das Handy angesteckt werden kann und das Freisprechen erleichtert. Die Optik ======= Das Handy sieht sehr schick aus, soviel kann man sagen. Es ist im edlen Schwarz gemischt mit dunklem Metallicblau gehalten. Die einzelnen Tasten sind z.T. silber hervorgehoben und wirken dadurch sehr gediegen. Die Größe ist durchaus annehmbar, leider ist es für meinen Geschmack eine Spur zu dick, aber es geht noch gerade so. Pfiffig und praktisch finde ich, dass der Kopfhörerausgang mit einem kleinen Schieber vor Verschmutzung und Beschädigung geschützt ist. Die Daten- und Ladebuchse ist ebenfalls durch eine Plastikkappe geschützt, allerdings ist diese nicht fest mit dem Gehäuse verbunden, kann also leicht verloren gehen.
Handhabung/Ergonomie =================== Das Handy wird über einen sog. Slider aufgeschoben, es handelt sich also dabei nicht um ein Klapphandy. Slider gefallen wir persönlich auch wesentlich besser, aber das dürfte Geschmackssache sein. Aber wer Matrix gesehen hat, weiß, dass Slider einfach cool sind: "Tank, wo ist der nächste Ausgang?" ;-) Darüber hinaus finde ich diese auch einfach praktischer, weil weniger Platz zum Öffnen benötigt wird als beim Klappen. Das Handy "slidet" angenehm weich auf, nicht so ein lautes "Schnapp", wo man am besten seine Finger vorher in Sicherheit bringt. Dass die Entwickler ihre Hausaufgaben gemacht haben, zeigt sich auch in so kleinen Details wie einer winzigen Gummilippe auf der Gehäusevorderseite, die das Aufschieben erleichtert. Handymenü ========= Die Bedienung eines Handys steht und fällt mit der Gestaltung und Struktur des Menüs. Was die Gestaltung angeht, so nutzen die Entwickler das Potentials des Displays aus, was auch nicht weiter verwundert. Trotz einer gewissen Verspieltheit sind die (glücklicherweise dezent animierten) Icons doch übersichtlich angeordnet, die Bedienung ist intuitiv. Weiterhin sind die Menüs nicht unnötig verschachtelt, Funktionen sucht man also nicht lange. Die Anleitung kann man somit getrost beiseite legen. Ich erwähne hier gerne wieder mein altes Siemens, welches jetzt meine Mom geerbt hat. Die Frage, als sie den animierten Menüeintrag für SMS sieht "wo fliegt denn der Umschlag hin?" spricht für sich, was dezente(!) Animation angeht. ;-)
technische Daten/Features ===================== Ich komme nun zu den einzelnen Punkten der Technik, wobei ich auf die, welche sich positiv wie auch negativ hervortun, ausführlicher eingehe. Display: ---------- Das Display ist für ein Farbdisplay sehr gut lesbar, auch ohne Hintergrundbeleuchtung. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um ein transflexives Modell, mein altes S55 war ohne Hintergrundlicht so gut wie nicht lesbar. Es verfügt über eine Farbtiefe von 18 Bit (262.144 Farben), also mehr als ausreichend für ein Display dieser Größe. Die Auflösung liegt bei 176x220 Pixel, also hochauflösend. Das macht sich vor allem beim Kalender, Fotos und den Menüs bemerkbar. Es besitzt sehr schnelle Schaltzeiten, was sich durch eine gute Wiedergabequalität von Videos bemerkbar macht.
Es hätte mich auch gewundert, wenn das Display Mängel hätte, schließlich ist Samsung führender Hersteller von TFT-Panels, die ihrerseits wiederrum von vielen anderen Firmen in TFT-Bildschirmen und Handys verbaut werden. ;-) Messaging- und Datendienste: ---------------------------------------- MMS, EMS, SMS, GRPS, WAP2.0, Email (POP3, IMAP4, SMTP), USB
Was die Bluetoothfunktionalität angeht, so ist diese sehr gut, wenn auch nicht ganz fehlerfrei gelöst. Der Zugriff vom PC sowie auf andere BT-Geräte funktioniert reibungslos, die Anzahl der integrierten BT-Dienste lässt keine Wünsche offen. Allerdings versteckt sich noch ein kleiner Firmwarebug, den ich bisher nicht reproduzieren konnte. Dass es ihn gibt, ist aber Fakt, denn er ist auch Gegenstand in einigen Handyforen. Und zwar kann es passieren, dass BT nach längerer Aktivität sich nicht mehr einschalten lässt. Das Handy liefert dann die vielsagende Meldung "Daten verbunden". Die Anleitung schweigt sich auch darüber aus. Aber das Problem lässt sich leicht beheben, in dem man das Handy aus- und wieder einschaltet (also der berühmte Reset *g*). Die IrDA-Funktion ist soweit ok, die Anbindung meines alten S55 gelang problemlos. Allerdings ist IrDA nur 60 Sekunden lang aktiv, wenn kein Datentransfer erfolgt, was ich schon arg kurz finde. Während ich also in meinem alten Handy nach der nächsten Nummer stöbere, die ich übertragen möchte, deaktiviert sich mal eben der Port am D500. Man muss ihn erst wieder umständlich aktivieren, damit man den nächsten Kontakt übertragen kann. Eine Möglichkeit, den Timeout einzustellen, habe ich nicht gefunden.
Das Schreiben von SMS ist gut implementiert, die Schrift liest sich sehr gut. So macht das schon Spaß. Was mich grundsätzlich nur abnervt ist die Tatsache, dass jeder Handyanbieter die Sonderfunktionen und -zeichen anders ablegt. So liegt das Leerzeichen bei Siemens anderswo als bei Nokia oder Samsung. Satzzeichen liegen wieder woanders, und die Sonderzeichentabelle, welche bei Siemens sehr einfach eingeblendet werden kann, ist bei Samsung nur durch das Ausschalten der T9-Funktion (3 Tastendrücke) erreichbar. Da muss Samsung eindeutig noch nachbessern, das ist nicht ergonomisch. Weiterhin stört eindeutig, dass das Handy über keine Cut&Paste-Funktion verfügt. Man kann zwar Telefonnummern von Anrufern direkt ins Adressbuch einfügen, aber das Ergänzen von bestehenden Einträgen scheint nicht möglich zu sein. Hat man z.B. bereits die Person mit einer Festnetznummer gespeichert, und man möchte nach einem Anruf der Person mit ihrem Handy diese Nummer ergänzend hinzuspeichern, so gibt es nur die Möglichkeit, diese als neuen Adressbucheintrag abzulegen. Ergänzungen wären nur manuell möglich, also Nummer auf einen Zettel schreiben und im Adressbuch den Eintrag zur Bearbeitung öffnen und eintippen. Da müßte auch noch nachgearbeitet werden, ich kenne sonst kein Handy, was nicht über eine Zwischenablage für Text bzw. Nummern verfügt. Der Organizer ------------------- Er verfügt über die üblichen Funktionen, besticht aber, bedingt durch die hohe Displayauflösung, mit einer großen Informationsfülle und Übersichtlichkeit, schon fast wie bei einem Pocket PC.
Die Ruffunktionen u.a. ----------------------------- Es sind die handyüblichen, darauf werde ich nicht weiter eingehen. Erwähnenswert wären hier noch folgende, teilweise nicht weiter getestete Funktionen: Video Messaging, Video Player (sehr gute Wiedergabequalität), MP3-Player, 64-polyphone Klingeltöne, Freisprechfunktion, Java, Anruferfoto Speicher ------------ Der interne Speicher ist mit 96 MB mehr als üppig bemessen. Darin lassen sich massig SMS, MMS, Fotos, Klingeltöne usw. ablegen. Leider ist dieser nicht erweiterbar, so dass die ansich gut gemeinte MP3-Funktion nicht ernsthaft zum Musikhören eignet, denn dafür sind 96 MB doch etwas mager.
Kamera ----------- Die Kamera ist ein nettes Merkmal des D500, allerdings auch nur ein Gimick. Zwar verfügt diese über eine maximale Auflösung von 1,3 MPixeln, aber ist der Focus bei dieser Auflösung extrem langsam. Es vergehen also noch gut 2 Sekunden, bis das Handy auslöst. Das Motiv hat sich bis dahin schon etwas verändert, soweit es beweglich ist. In den niedrigeren Auflösungen ist das Auslösen schneller. Die 1.3 MPixel sind also nix für Strandspanner, die mal eben einen schicken Bikini fotografieren möchten, denn dafür müsste man zu lange draufhalten. ;-) Die Qualität der Bilder ist, zumindest für ein Handy, ordentlich, wenn nicht sogar überdurchschnittlich, kann sich aber durchaus mit der diverser Billig-Digicams messen. Nützlich ist das integrierte Fotolicht, welches zwar nicht mit einem Blitz mithalten kann, ein nahliegendes Motiv aber durchaus etwas erhellen kann. Kleine Videos kann man mit der Cam auch aufnehmen, allerdings habe ich diese Funktion nicht weiter getestet.
Praktisch ist, dass die Fotofunktion direkt durch eine Taste am Gehäuse erreichbar ist. Man muss sich also nicht durch das Menü wursteln. Sound --------- Ein Punkt meiner Wahl war der Sound des Handys, eine vielleicht etwas merkwürdiges Merkmal, aber ich bin da sehr eigen. Damit meine ich nicht etwa die technischen Daten, also ob das Handy 1000-polyphone Töne oder MP3 kann, sondern dass der Klang der Klingeltöne gefällig und angenehm ist. So ist es anscheinend bei den meisten, derzeit erhältlichen Handy üblich, dass diese extrem hochtonlastig klingen. Ein MP3-Klingelton kann da schon mal zur Zischorgie ausarten, so dass zum Unglück des stolzen Besitzers der neue Charthit nur für ihn und nicht für die umstehenden erkennbar ist. Was diesen Punkt angeht, und wo mein altes S55 ungeschlagen war, punktet das D500 ganz klar vor seinen Konkurrenten. Der Klang ist ausgewogen, auch Mitteltöne sind hörbar und werden nicht von übertriebenen Hochtönen überdeckt. So macht es mir auch viel Spaß, meinen Lieblingsklingelton zu installieren: Die Melodie des alten Atarispiels "Gates of Jambala" :o)
Die technischen Vorteile auf einen Blick: ----------------------------------------------------- - Spitzendisplay - guter Sound - mp3 - Slider - Bluetooth - Infrarot - großer interner Speicher - gute Sprachqualität - nur 90 Minuten Akkuladezeit Die technischen Nachteile auf einen Blick: ------------------------------------------------------- - Starke Auslöseverzögerung bei der Kamera bei Höchstauflösung - kein UMTS - MP3 und Vibration nicht gleichzeitig möglich - Speicher ist nicht erweiterbar - kein direkter Massenimport von Adressbucheinträgen möglich wie etwa bei Siemens - IrDA ist nur 60 Sekunden aktiv, wenn nichts passiert - die Sonderzeichentabelle für SMS ist nur umständlich erreichbar - ein Druck auf den OK-Button von der Standardanzeige führt ohne Vorwarnung direkt ins WAP-Portal. Das kann ziemlich teuer werden. Eine Möglichkeit zur Veränderung der Belegung dieser Taste konnte ich nicht finden.
Bugs: ------- - Der Fehler beim Einschalten von Bluetooth, der evtl. auftreten kann: "Daten verbunden" - Wenn man eine SMS geschrieben hat, und man schiebt den Slider während der Bestätigungsmeldung, dass die SMS verschickt wurde, zu, dann wird die SMS als Entwurf gespeichert, also als wenn sie nicht versandt, sondern die Bearbeitung abgebrochen wurde. Die Software ========== Samsung liefert die Software zu diesem Handy nicht mit. Das ist zwar nicht schön, stört aber im Zeitalter von DSL&co nicht wirklich. Im Gegensatz zu Siemens versucht Samsung erst gar nicht, alle Themen mit einer Software abzudecken. Für jedes Thema existiert ein eigenes Programm: - Easy Studio 2.0 Installation Guide 1,8 MB - USB Driver 0,3 MB - Easy Studio 2.0 Image Editor 22 MB - Easy Studio 2.0 Internet Access 11 MB - Easy Studio 2.0 PC Sync 58 MB - Easy Studio 2.0 PIM & File Manager 28 MB
Man sieht es schon an den Speichermengen der jeweiligen Programme, dass diese entweder verschwenderisch programmiert sind, oder bis ins Detail ausgefeilt sind. Nun, alle konnte ich nicht testen, aber für die getesteten gilt letzteres. Ein absolutes Kompliment an die Softwareentwickler! Die Programme sind durchweg optisch perfekt gestylt, wobei sich die Icons ein wenig an der optischen Gestaltung des Handymenüs orientieren, und sie lassen sich intuitiv bedienen. Ganz im Gegensatz zur Siemens Smartsuite, die den Eindruck macht, als ob sie durch einen Informatik-Erstsemestler erstellt wurde, der mehr Wert auf optische Spielereien als auf Bedienbarkeit legt, sind hier alle Elemente in Funktion und Bedienung durchdacht. Bei Siemens hat man z.B. nicht daran gedacht, dass Fenster auch skalierbar sind. Und warum? Weil dann die verspielten Gestaltungselemente mit skaliert werden müssten, und dafür war man einfach zu faul. Aber das nur als Randbemerkung. ;-) Ich habe bisher nur ein Programm ausführlich getestet, und das ist der File Manager. Ich habe ihn für folgende Aktivitäten benutzt:
Erfassung und Reorganisation von Telefonbucheinträgen ---------------------------------------------------------------------------- Wenn man sein Telefonbuch von Handy zu Handy mitschleppt, ist es unvermeidlich, dass die eine oder andere Karteileiche anfällt. Das Programm präsentiert sich hier extrem übersichtlich, und man kann einfach per Drag&Drop entscheiden, ob der Eintrag im Telefonspeicher, der SIM-Karte oder nur auf dem PC vorhanden sein soll. Alle Aktionen geschehen online, d.h. die Aktionen werden sofort über die BT-Verbindung im Handy umgesetzt. Die Wartezeit, die dabei vergeht, ist kaum spürbar. Der Arbeitsablauf erscheint absolut flüssig. Ebenso werden Änderungen der Einträge direkt auf dem Telefon umgesetzt. Transfer von Dateien ---------------------------- Klingeltöne, Bilder usw. lassen sich absolut einfach mit dieser Funktion transferieren. Hier bemerkt man schon, dass BT doch nicht so schnell ist, denn mein Lieblingsklingelton brauchte mit seinen ca. 1MB etwa 2-3 Minuten. Aber so oft schiebe ich MP3s ja nicht durch die Gegend, jedenfalls nicht auf mein Handy. So einfach, wie der Transfer aufs Handy ist auch die Übertragung von Dateien auf den PC. Bilder, die man mit der Cam gemacht hat, lassen sich so beispielsweise zum PC kopieren.
Der Umgang mit Dateien ist hier absolut einfach, da das Programm direkt die Ordnerstruktur des Handys anzeigt und verwaltet. Die Synchronisation mit Outlook habe ich nicht getestet, da diese Aufgabe bei mir ein PDA übernimmt. Allerdings macht die Software hier, zumindest optisch, einen ansprechenden Eindruck.
Export von SMS --------------------- Dieser Punkt war bisher ein heikles Thema, hier jedoch ist das alles ein Kinderspiel - sofern man sich mit MS Access auskennt. ;-) Die Datenbank, die die SMS-Einträge (die man vorher per Drag&Drop auf dem PC kopiert hat) aufnimmt, heißt ES20.mdb. Glücklicherweise litten die Programmierer nicht, wie so manch andere, an einem übertriebenen Datenschutzbewußtsein und haben die DB nicht mit einem Passwort gesichtert. Da ich meine SMS schon früher aus meinem S55 mit einer eigenen Programmierung(!) in eine Access-Datenbank exportiert habe, stellt diese Handhabung der Daten natürlich eine imense Erleichterung dar. Tabellenverknüpfung zu dieser DB erstellt, fertig ist die Datenbankverbindung zur SMS-Datenbank. :-))) Wenn dazu Fragen sind, helfe ich gerne mit näheren Infos weiter. Nachteilig ist einzig, dass die Software, zumindest in der Version 2.0, nur mit SMS-Einträgen klarkommt, die 160 Zeichen nicht überschreiten. Ist das doch der Fall, bekommt man nur den Hinweis, die Nachricht direkt auf dem Handy zu lesen. Da muß Samsung eindeutig noch nachbessern.
Fazit ==== Sicher besteht hier noch einiger Nachbesserungsbedarf für Samsung. Aber kleine Patzer, die hier zutage treten, lassen sich bei weitem nicht mit den Schnitzern vergleichen, die Siemens in seine Handys sowie in die PC-Software schlägt. Wer Wert auf Fotos legt, ist bei Handys (derzeit) sowieso nicht gut beraten. Ebenfalls sägt sich das D500 als MP3-Player selbst den Ast ab, weil es nicht über Erweiterbarkeit des Speichers, beispielsweise mit einer SD- oder Multimediakarte verfügt. Wer hingegen einfach ein technisch durchdachtes und optisch durchgestyltes Handy sucht, ist mit diesem Gerät optimal bedient.
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05.01.2007 18:46
Extem ausführlicher, super geschriebener Bericht! Habe viele Freunde, die dieses Handy besitzen, kann dir in jedem Punkt zustimmen. "Besonders hilfreich".
30.09.2006 11:13
Seh ich da etwas ein glitzernes Steinchen? Na dann Glückwunsch zum Brilli! Toller Bericht! LG
08.04.2006 17:17
ich finde es sehr gut, dass der Autor auf die Siemens-Softwareprobleme eingegangen ist!