Eines der besten Handy`s von Samsung!!
28.04.2003
Pro:
leicht, klein, praktisch
Kontra:
menu
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Ausstattung
Klang
Empfangsqualität
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Design
mehr
 vinc_k
Über sich:
Mitglied seit:18.04.2003
Erfahrungsberichte:18
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Lieferumfang ************ Das Samsung Handy kommt in einem kleinen Karton mit viel Inhalt: - Handy - Slim Akku 570mAh - Standard Akku 800mAh - Headset - Datenkabel - Reiseladegerät - Jew. 3 gute Handbücher (WAP, Software, Handy) in D und Engl. - CD mit EasyGPRS Software Vers. 2.0.7 Allgemeines / Design ********************** Das Samsung SGH-S300 ist wie schon erwähnt ein Klapphandy. In edlem Grau gehalten mit einer kleinen Antenne (die überhaupt nicht stört) und zusätzlichem Display an der Außenseite. In Sachen Größe ist das Gerät ein richtiger Winzling: 8cm lang, 4cm breit und 2cm dick. Mit Standard-Akku wiegt das Gerät 78g, mit Slim-Akku (der gleich mitgeliefert wird) nur 74g. An der linken Seite befinden sich neben der Lautstärkeregelung auch die Buchse für die Freisprecheinrichtung und die Infrarotschnittstelle. An der Unterkannte befindet sich die obligatorische Ladebuchse. Das Front-Display sitzt leicht erhoben auf dem Deckel und zeigt eingehende Anrufe entweder per Namen an (sofern im Telefonbuch gespeichert) oder per Nummer. Direkt oberhalb des Displays gibt es ein kleines Lämpchen, dass in bunten Farben signalisiert wenn ein Anruf eingeht, kontinuierlich blinkt wenn eine SMS empfangen wurde oder permanent rot leuchtet, wenn das Handy in ausgeschaltetem Zustand geladen wird. Als kleiner Gag wurde hinter das Frontdisplay ein Spiegel eingebaut. Sobald das Display also erlischt, hat man (natürlich auch Frau) einen kleinen Handspiegel. Viel sieht man natürlich aufgrund dessen geringer Größe nicht. Von hinten sieht das Handy relativ unspektakulär aus. Der Akku bildet die Rückwand, auf dem das Samsung-Logo eingeprägt ist.
Von innen sieht das kleine Wunder dafür um so interessanter aus. In der oberen Hälfte befindet sich das vollfarbige Display (65.536 Farben, 128x128 Pixel) und der Lautsprecher, in der unteren sämtliche Tasten (die mit Kurzwahlen belegbar sind) sowie das Mikrofon. Neben den normalen Zifferntasten finden sich hier auch die beiden sogenannten "Softkeys" (ähnlich Nokias "Menü"-Taste), ein Steuerkreuz (das in den Telefoneinstellungen programmierbar ist!), die obligate "C"-Taste, Hörer Abnahme- sowie Auflegetaste und eine Shorttaste um online zu gehen. Trotz der (optischen) Ähnlichkeit zum iMode-"i" geht’s aber per WAP online Technische Daten ***************** Ich gestehe: Für diesen Abschnitt habe ich 1-zu-1 bei Xonio.com abgeschrieben. Man möge mir verzeihen ;-). Die Rechte für die folgenden Zeilen liegen also dort.
Netzstandards (Megahertz): 900/1.800/1.900 Gewicht (in Gramm): 79 Größe (mit Antenne): 104 x 41 x 23 mm Anschluß externe Antenne: ja Akku-Typ: Li-Io Max. Stand-by-Zeit (Stunden) laut Hersteller:150 Max. Gesprächszeit (Stunden:Minuten) laut Hersteller: 05:00 Max. Gesprächszeit (Stunden:Minuten) laut Akku-Test: 03:20 Display (genutzte Fläche): 28 x 26 mm (128 x 128 Pixel, 65.536 Farben) Austauschbare Oberschale: nein Lieferumfang (über Standard): Headset, Datenkabel, Slim-Akku, Sync-Software Telefonbucheinträge (ohne SIM): 500 Kurzwahl: ja Sprachwahl: nein Sprachsteuerung: nein Freisprecheinrichtung: nein Profile: ja Gruppenfunktionen: ja SMS-Eingabehilfe: ja (T9) SMS-Speicher: ja (50 + SIM) Austauschbare Logos/Icons: ja/ja Klingeltöne fest/empfangen/senden/komponieren/aufnehmen: 45/7/nein/nein/nein Vibrationsalarm: ja Kalender: ja Wecker: ja Spiele: 4 (Honey Ball, Hamster Box, Bowling, MIDP-Man) Anklopfen/Makeln/Halten: ja/ja/ja Konferenz: ja Serielle Schnittstelle: ja Infrarot-Schnittstelle: ja Bluetooth: nein WAP-Browser: ja (1.2) E-Mail-Client: nein Modem: 14,4 kbit/s HSCSD (max. downstream/upstream): nein GPRS (max. downstream/upstream): 53,6/28,8 kbit/s Funktionen ************ Um zu den verschiedenen Funktionen zu kommen (von denen das S300 *einige* hat), muß man die Softkeytaste „Menü“ betätigen. Sofort kommt man zu den einzelnen Punkten:
- "MessageLine": Hier gibt (mehr oder weniger) interessante News und Informationen, die man beim Netzprovider bestellen kann. Bei mir wären dies "debitel Info", "debitelEmail" und "debitelBörse". Mangels Interesse meinerseits habe ich die 3 Punkte allerdings noch nie ausprobiert und kann daher recht wenig dazu sagen. - "SMS und Voicemail": Das "typische" SMS Menü. Von "SMS lesen" und "SMS schreiben" über "Vorlagen" etc. findet der geneigte Fingerakrobat hier alles. Natürlich lassen sich auch einige Presets (Voreinstellungen) treffen. Also der ähnlich Funktionsumfang wie bei anderen Handys auch. Das SMS schreiben selbst ist meiner Ansicht nach etwas umständlicher als bspw. bei Nokia-Handys, darauf möchte ich aber später noch eingehen. Nicht zu vergessen: Das S300 kann mit dem Vorgänger von MMS, EMS umgehen. Es ist also möglich kleine Bilder und Töne in die SMS zu packen. Von den Möglichkeiten einer MMS ist man allerdings noch ein Stück entfernt.
- "Anrufliste": Hier finden sich Auflistungen der entgegengenommenen Anrufe, der getätigten Anrufe, unbeantwortete Anrufe, Gesprächszeiten etc. Auch hier wird das Rad nicht neu erfunden. - "Toneinstellungen": Jetzt wirds interessant. Das S300 ist ein wahres Klangwunder. Das kleine Soundwunder kann bis zu 40 Töne gleichzeitig abspielen. Im Vergleich dazu: Ein "Standard-Nokia" wie das 3310 kann einen Ton abspielen. Im Prinzip also eine kleine Musikbox. Vielleicht kennt ja jemand die Werbung für das Sharp GX-10 und Vodafone-Live. Als die etwas betagteren Damen und Herren gemütlich in einer Runde sitzen und plötzlich das Handy anfängt "Sexbomb" von Tom Jones zu spielen. So in etwas klingt das S300 auch. Viele der Sounds lassen sich auch für SMS verwenden, allerdings nicht alle. Leider bietet das Handy nicht (direkt) die Möglichkeit, eigene Melodien zu komponieren. In Verbindung mit dem Datenkabel, passenden Tools aus dem Internet und etwas können im Umgang mit MIDI-Editoren kann man über Umwege aber doch eigene Melodien in das Handy bringen. Das zu beschreiben würde den Rahmen hier aber bei weitem sprengen.
- "Einstellungen": Unter diesem Menüpunkt befinden sich die Punkte, die für die Konfiguration des Handys zuständig sind. Sicherheit, Sprache, Begrüßungsmeldungen, Display-Einstellungen etc. können hier vorgenommen werden. Technikverliebte werden hier auf jeden Fall Spaß haben ;-) - "Organizer": Hier findet der streßgeplagte Anwender alles, um seinen Tagesablauf etwas zu organisieren. ToDo-Listen, Kalender, Datum und Uhrzeit, Alarm, Taschenrechner und Währungsrechner sollen beim täglichen Planen helfen.
- "Netzdienste": In den Netzdiensten findet man dann so kuriose Dinge wie Anrufumleitung, Anruf sperren, Anklopfen, Netzwahl, Übertragung der eigenen Rufnummer, Bandauswahl etc. Die meisten Dinge wird der Privatanwender wahrscheinlich nicht benötigen, Busineßkunden finden hier aber durchaus nützliches. - "Funbox": Hier soll es dann spaßig werden. Gleich 4 Spiele in Farbe bringt das Telefon mit. Unter anderem "Pacman", eines der ersten (und besten) Computerspiele aller Zeiten. Außerdem Bowling und zwei weitere Games. Durch die integrierte Java-Technologie soll es möglich sein, sich Spiele aus dem Internet zu laden, ausprobiert habe ich diese allerdings noch nicht. In der Funbox befindet sich außerdem der WAP-Browser nach dem Standard 1.2. Warum sich dieser aber ausgerechnet in der Funbox befindet, wird wohl Samsungs Geheimnis bleiben.
Das Handy geht per GPRS ins WAP-Netz, was den Vorteil hat, dass man nicht mehr nach Onlinezeit bezahlt, sondern nach übertragenem Datenvolumen. Eine relativ teure Spielerei. Wenn ich mich recht erinnere, ca. 15 – 30 Cent pro 10 KB. Ist soweit aber trotzdem ganz nett, wenn die Freundin mal wieder endlose "Klamotten-Anprobier-Sessions" im Kaufhaus hat, und man sich als Mann sowieso nur langweilt ;-) Positives ************ Im Vergleich zu den "alten" Handys, ist das SGH-S300 natürlich schon ein kleines Wunder. Allein die farbigen Displays machen schon einiges her. Die polyphonen Klingeltöne tun Ihr übriges dazu. Man möchte fast nicht rangehen, wenn es klingelt ;-) Positiv überrascht war ich, dass der Akku innerhalb von guten 2 Stunden komplett geladen war. Dagegen steht allerdings die doch recht knapp bemessene Standby-Zeit. Nach ca. 3-4 Tagen (im 24h Betrieb) mag das gute Stück wieder etwas Nahrung haben. Mein altes 3310 war hier sparsamer. Außerdem gehöre ich zu den Wenigtelefonierern und schreibe auch nicht viele SMS. Bei entsprechender, häufiger Nutzung könnten die Zeiten also noch geringer ausfallen. Die Bedienung ist im Großen und Ganzen sehr einfach und logisch, Nokia-Umsteiger (so wie ich) dürften keine größeren Schwierigkeiten haben. Einziger Kritikpunkt ist das SMS schreiben, dazu aber später mehr. Die Größe empfinde ich als einen weiteren Pluspunkt. Wenn man das Gerät zusammengeklappt in der Tasche hat, stört es gar nicht (trotz Antenne!), beim telefonieren und SMS schreiben ist es aber angenehm groß und nicht so klein wie die aktuellen Nokias.
Negatives ************ Aber natürlich hat das Gerät auch einige Nachteile, die (je nach Anwendung/Benutzer) mehr oder weniger ins Gewicht fallen. Die Standby-/Sprechzeit ist, wie schon erwähnt, relativ kurz. Nach 3 Tagen kann da schon mal Schluß sein. Das Senden einer SMS an mehrere Leute gleichzeitig ist ultra-umständlich: Erst die SMS schreiben und speichern und dann für jeden Benutzer die SMS aufrufen und schicken, da das Handy nach jeden SMS automatisch auf den Startbildschirm zurückkehrt. Ich bin zwar kein Vielschreiber in Sachen SMS, aber das Fehlen dieser Funktion finde ich doch sehr negativ. Im übrigen ist das S300 kein MMS-Handy, für solche Spielereien bietet Samsung das SGH-V200 an. Der für mich negativste Punkt: Das Handy hat keine Sprachwahl. Beim Autofahren darf ich ja nicht am Handy rumfingern. An sich ok, eine FSE ist ja dabei. Wie soll ich aber wählen, wenn die Klappe zu ist? Ärgerlich ist auch, dass das SMS schreiben relativ schwierig ist (verglichen mit einem Nokia 3310). Das Umschalten zwischen T9/Zahlen/Sonderzeichen/GROSSBuchstaben/kleinBuchstaben ist sehr umständlich. Die Menüpunkte rollen nur sehr langsam durch, wenn sie länger sind als das Display breit ist. Ungeduldige können hier mit der Zeit schon die Nerven verlieren. Als letzten Punkt fiel mir auf, dass das äußere Display nicht permanent aktiv sein kann (Wie bspw. bei dem A800). Die aktuelle Uhrzeit bspw. bekommt man erst, wenn die Lautstärketaste an der Seite eine Sekunde lang gedrückt wird.
Preis ******* Tja, zum regulären Preis würde ich das Handy nie und nimmer kaufen. Ohne Vertrag liegt der empfohlene Preis des Herstellers bei sage und schreibe knapp 500,- Euro. In Verbindung mit einem neuen D2 Vertrag bekommt man es jedoch schon für 49,- Euro. Man bekommt für den Preis zwar einiges geboten, die Kritikpunkte sollte man aber natürlich nicht außer Acht lassen.
Fazit: ******** Ein schönes Handy mit vielen Features, die ich nicht unbedingt benötige. Für die Spassgeneration genau das Richtige ;-). Mit dem Sound wird man zumindest in den nächsten Monaten noch einige Leute verwirrt schauen sehen. Wer das Vogelzwitschern eingestellt hat, sollte aber aufpassen es auch zu hören und nicht mit den realen Geräuschen der Vögel im Frühling zu verwechseln;-)
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sehr ausführlicher Bericht! Werde mir das Handy vormerken, brauch bald ein neues. Gruß Bernhard