Nun habe ich schon fast meine komplette Büroausstattung beschrieben ohne auch nur ein Sterbenswörtchen über den wirklichen Blickfang zu verlieren, denn wie könnte ich sinnvoll arbeiten ohne etwas zu sehen?
Daher habe ich im Austausch für meinen 19 Zoll LCD Belinea Flachbildschirm nun einen Samsung SyncMaster S24A300BL bekommen.
Ich hatte die Auswahl zwischen einem neuen 19 Zöller oder diesem 24 Zölligen Bildwerfer, wobei ich dann gerne zum größeren griff.
Ankunft und Verpackung
Da der Samsung wie bereits erwähnt zu meiner Arbeitsaussattung gehört musste ich die rund 150€ die er auf dem freien Markt kostet nicht bezahlen, den Preis sehe ich aber als absolut gerechtfertigt an.
Geliefert wurde er in einer Kiste von Samsung, die nur unwesentlich größer als der auseinandergebaute Monitor selbst ist. Hier wird also viel Wert auf wenig Transportvolumen gelegt.
Das Gerät war in dem Karton sehr gut gepolstert und hatte demnach auch keine Beschädigungen.
Im Lieferumfang befinden sich neben dem
Monitor nebst Fuß, das zugehörige externe Netzteil, VGA und DVI Kabel sowie eine CD mit Bedienungsanleitung und Zusatzprogrammen, die recht umfangreich ist.
Der Monitorfuß ist im Lieferzustand nicht angeschraubt - hierfür wird dann tatsächlich ein Schraubendreher benötigt. Der Fuß ist nicht sonderlich schwer, aber bei dem geringen Gewicht des Monitors ist das vertretbar - ich stelle ihn ja nicht bei Sturm nach draußen.
Da er ein ziemliches Leichtgewicht ist besteht natürlich wie immer die Gefahr des Diebstahls, also hat Samsung den Monitor ebenfalls mit einem Kensington Schloss auf der Gehäuserückseite ausgerüstet.
Anschluss gesucht - und gefunden
Was soll man an einen Monitor schon groß anschließen?
Mein Laptop zum Beispiel.
Hier habe ich am Monitor die Qual der Wahl zwischen dem guten alten VGA Anschluss und dem digitalen DVI Anschluss. Siehe hierzu auch Bild 5.
Ich habe sie beide mit meinem Notebook getestet und konnte in der empfohlenen Auflösung von 1920*1080 Bildpunkten keine qualitativen Unterschiede feststellen.
Ob Mitte, ob
Bilder von Samsung SyncMaster S24A300
Rand - hier ist alles scharf.
Bewegungen sind dank der 5 ms Reaktionszeit des Panels absolut klar und nichts verschmiert.Daher habe ich mich dafür entschieden, den klassischen Weg zu gehen und ihn per VGA mit meinem Notebook zu verbinden.
Warum? Das erkläre ich Euch nach der nächsten Maus... Nein, in einem späteren Abschnitt.
Niemand hat die Absicht einen Lautsprecher anzuschließen
Na sicher, brauche ich nicht unbedingt Lautsprecher im Monitor um sinnvoll arbeiten zu können, aber ich war doch ein wenig schockiert als ich erkennen musste, dass mein Monitor keine eingebauten Lautsprecher hatte.
Hätte ich ihn selbst gekauft wäre ich mir darüber natürlich im Klaren gewesen.
Die Anschlüsse beschränken sich auf D-SUB und DVI.
Den Ton muss als weiterhin mein Laptop liefern oder ich schließe ein paar gute alte Lautsprecher an die Docking Station an.
Samsung entscheidet sich im Produktdesign also gegen Lautsprecher - dafür behalte ich einen halben Stern ein - Basta!
Tatschrand - die Bedienung
Wie auf Bild 2 sehr schön erkennbar ist hat der Samsung eine hochglänzende Plastikoberfläche (der Marketingmensch spricht auch von Klavierlackfinish) auf der wirkliche Tasten natürlich so fehl am Platze wirken würden wie ein Rückgrat bei Politikern.
Daher versieht Samsung etliche seiner Modelle mit Touch Elementen, die nicht nur die ansprechend in Oberfläche der Geräte integriert sind sondern diese dann durch Bedienung auch immer wieder mit schicken Fingerabdrücken verzieren lassen.
Bei realen Tasten merke ich immer, wenn ich gedrückt habe und erwarte eine prompte Reaktion. Bei den Sensortasten von Samsung bin ich mir da nie ganz sicher.
Glücklicherweise wird mein Monitor aber mit einer Steckdosenleiste komplett zusammen mit dem Notebook geschaltet, so dass ich den Monitor nur bei längeren Pausen aus- bzw. wieder anschalten muss.
Dieser Malus kostet den Samsung noch einen halben Stern.
Mitgelieferte Software
Um diesen Problemen mit den Bedienelementen aus dem Weg zu gehen kann man von der beigelegten CD die Software Magic Tune installieren, die die Einstellung des Monitors per Maus und Tastatur ermöglicht.
Leider ist diese Software nicht zu meinem Windows XP Notebook kompatibel, so dass ich sie nicht testen konnte.
Mit der mitgelieferten Software
MultiScreen kann der Bildschirm in verschiedene Abschnitte eingeteilt werden, also quasi ein Mehrschirmbetrieb auf einem einzigen Bildschirm.
Für mich war es weniger sinnvoll, da ich gerade diese Bildschirmgröße sinnvoll finde und nicht noch mehr Informationen hineinpacken möchte als notwendig ist.
Des weiteren wird die Software Natural Color angeboten, die nur in Verbindung mit Samsung-Produkten eingesetzt wird. Hiermit kann die vom Gerät angezeigten Farben eingestellt und an die Farben der Druckbilder angepasst werden.
Ohne Samsung Drucker für mich also ziemlich nutzlos.
Mehrwert durch mehr Wert
Hier kommt nun die Erklärung für meinen Beweggrund, warum ich den Monitor mit Notebook lieber mit den einfachen analogen VGA Kabel anbinde und nicht per DVI:
Ich kann den Monitor als
perfekten Full-HD Bildschirm für meinen Entertain Media Receiver verwenden und somit nach der Arbeit auch noch entspannt meine Lieblingsserien gucken.
Natürlich bin ich dann auf die externen Lautsprecher angewiesen, da der Monitor ja keine eigenen hat und das
HDMI auf DVI Kabel ohnehin keinen Ton übertragen kann.
Nun kann aber nicht jeder Monitor mit HDMI oder DVI Eingang alle digitalen Signale verarbeiten bzw. wiedergeben.
Woran liegt das?
Die Antwort ist in einer Abkürzung verborgen und heißt HDCP.
HDCP wer braucht denn so etwas?
HDCP steht für
High-bandwidth Digital Content Protection und ist einfach gesagt ein digitaler Kopierschutz, der den Schutz des ach so wertvollen Inhalts z.B. der privaten Fernsehkanäle wie RTL, Pro7& Co ermöglicht.
Ebenso findet er bei DVD- und BluRay Playern mit HDMI Schnittstelle Verwendung um unerlaubtes Kopieren der Filme zu verhindern.
Mit Hilfe von HDCP "spricht" das ausgebende Gerät (in meinem Fall der Media Receiver) mit dem annehmenden Gerät (mein Monitor) ob es denn ein vertrauenswürdiges Gerät ist - also keine Möglichkeit der Aufnahme oder Weiterverarbeitung vorsieht.
Versteht der Monitor oder Fernseher diese Anfrage und steht er nicht auf der "Blacklist" des ausgebenden Gerätes wird das Bild des geschützten Kanals wiedergegeben.
HDCP ist auch der häufige Grund für Verzögerungen beim Wechseln der Kanäle am heimischen HD Fernseher, denn erst wenn der komplette HDCP Handshake durchgeführt wurde wird das Bild wiedergegeben.
Ich will jetzt hier nicht in das komplette Protokoll von HDCP eingehen - die genannten Fakten sollten das Grundprinzip eigentlich gut nachvollziehbar erklärt haben.
Technische Daten
Wie soeben gelernt hat der Samsung nicht nur eine Full HD Auflösung sondern er ist auch in der Lage HDCP geschützte Inhalte wiederzugeben.
Hier die Liste der allgemeinen technischen Daten meines Monitors:
- Display-Typ: LCD-Monitor / TFT-Aktivmatrix LED-hintergrundbeleuchtet
- Diagonalabmessung:59.9 cm ( 23.6" - also gerundete 24 Zoll)
- Seitenverhältnis:Breitwand - 16:9
- Native Auflösung:1920 x 1080 (es werden aber alle gängigen VESA Modi unterstützt bis hinunter zu VGA und IBM Auflösung)
- Helligkeit:250 cd/m2
- Kontrast:1000:1 / 5000000:1 (dynamisch)
- Farbunterstützung:16,7 Millionen Farben
- Reaktionszeit:5 ms
- Horizontaler Betrachtungswinkel:170
- Vertikaler Betrachtungswinkel:160
- Farbe:Glänzend schwarz
- Abmessungen (Breite x Tiefe x Höhe):56.9 cm x 5.3 cm x 34.2 cm - ohne Fuß
- Schnittstellen:VGA; DVI-D
- Stromversorgung:
- Leistungsaufnahme im Betrieb:27 Watt
- Leistungsaufnahme im Standby/Ruhezustand:0.3 Watt
Woher kommt denn die Bezeichnung in der Überschrift?
Ich habe mich nicht nur der Größe wegen für den Samsung Monitor entschieden sondern vielmehr wegen der LED Hintergrundbeleuchtung, die deutlich sparsamer ist als die Beleuchtung meines alten Monitors, der bei "nur" 19 Zoll Bilddiagonale doch sagenhafte 50 Watt verbrauchte.
Der Samsung hingegen begnügt sich mit maximal 27 Watt, die man durch das Einschalten von Energiesparmodi noch weiter senken kann.
Ich habe den Samsung seit seiner Inbetriebnahme auf 75% Helligkeit eingestellt und gerade einmal testweise die "Öko Funktion" deaktiviert und wurde sofort mit gleissend hellem Licht abgeschreckt.
Alles eine Frage des Blickwinkels
Man kennt es noch aus den Anfangstagen der Flachbildschirme, als man nur aus absolut exaktem Winkel von vorne auf sie gucken konnte. Alles andere hätte dann zu Farbverfälschungen oder abgedunkeltem Bild geführt.
Diese Probleme kennt der Samsung ebenfalls nicht mehr, aber das grundsätzliche Vorhandensein der Blickwinkelproblematik hat den Spieltrieb der Samsung Ingenieure auf den Plan gerufen.
Also wurde das Panel so konstruiert, dass es per Menü auf verschiedene Aufstellungsorte angepasst werden kann ohne Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen. So kann man beispielsweise den Modus aktivieren, dass man den Monitor von der Seite noch besser sehen kann als von vorne, oder das Bild für die Montage nahe der Decke optimiert haben möchte.
Tolle Spielereien, für mich aber nicht relevant.
Fazit
Der Samsung S24A300 ist ein wirklicher Monitor mit Mehrwert, wenn er auch einen Stern in der Gesamtwertung wegen der fehlenden Lautsprecher und der für mich unhandlichen Bedienelemente verliert.
Ein Full HD Panel mit HDCP Unterstützung und einer Reaktionszeit von 5 Millisekunden sind in dieser Preisklasse eher eine Seltenheit.
Im Preis- Leistungsverhältnis steht er sehr gut da und verdient von mir daher auch die volle Kaufempfehlung.
15.12.2012 11:38
Ich hab nen acer-Breitbild Monitor und bin sehr zufrieden damit. Bh und LG von Sly
05.12.2012 22:54
BH!
21.11.2012 14:20
BH