UPDATE: Absoluter Härtetest in New York
25.01.2004 (31.05.2004)
Pro:
Bildqualität, einfache Installation, robust, 3 - fach optischer Zoom, Preis
Kontra:
teilweise deutliche Schwächen in der Bedienung und der Anleitung
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 Shutt
Über sich:
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Erfahrungsberichte:41
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 33 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo zusammen! Nach einer Phase der intensiveren Nutzung und einem echten Härtetest während einer Reise nach New York habe ich den Bericht aktualisiert und als Kostproben auch noch Bilder angefügt.
Heute berichte ich über mein derzeitigen technischen Neuerwerb, einer kleinen Digitalkamera von Sanyo des Typs Xacti VPC-S1. Es handelt sich um eine 3,2 Megapixel-Handkamera. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Gerät, das seit September 2003 auf den Markt ist, liegt bei ca. 350 Euro, bei amazon.de bekommt man diese Kamera schon für knapp 190 Euro. Ein echtes Schnäppchen, so scheint es. So stelle ich Euch die Kamera erstmal vor:
1. Allgemeines, technische Angaben Die Sanyo Xacti VPC-S1 ist eine äußerst kompakte Digitalkamera: Sie mißt 99.8 x 63 x 30 mm und ist mit etwas über 140 Gramm ohne Akkus bzw. Batterien wahrlich kein Schwergewicht.
Die Kamera besitzt einen optischen 3-fach-Zoom mit 36-108 mm sowie einen digitalen 4-fach-Zoom bei der nachträglichen Betrachtung des angefertigten Bildes (dazu komme ich noch). Die Lichtstärke ist 2,8f. Verfügbar für das Fotografieren sind zwei Sucher - zum einen der übliche optische Sucher, zum anderen verfügt das Gerät über einen 1,6-Zoll großen Display (80.000 Pixel), mit der man auch die angefertigten Fotos und Filme anschauen und ggf. sogar etwas nachbearbeiten kann. Die Kamera kann man per USB-Kabel (Standard 1.1) an den PC anschliessen, damit können Fotos (die übrigens im jpeg-Format vorliegen) schnell übertragen werden. Außerdem gibt es eine Anschlussmöglichkeit für den Fernseher.
Gespeichert werden die Fotos bzw. Filme auf Speicherkarten, man hat die Wahl, eine SD-Card oder eine sogenannte Multimedia-Card einzusetzen. Mitgeliefert wird eine 16 MB-SD-Card, für den Anfang reichts, aber man sollte sich eine Karte mit mehr Speicherkapazität besorgen, um auch viele Fotos in höchster Qualitätsstufe speichern zu können. Neben der Speicherkarte werden ausserdem eine Bedienungsanleitung, eine kleine Ledertasche, USB-Kabel, zwei Batterien im Mignon(AA)-Format und einer Software-CD mitgeliefert.
Die Bedienungsanleitung ist im DIN A6-Format vor, über 155 Seiten stark ist das gebundene Buch, das man sich zumindest etwas genauer anschauen sollte, will man die Kamera mit allen ihren Möglichkeiten nutzen. Die Anleitung ist
Bilder von Sanyo Xacti VPC-S1
ausserdem auch auf CD im pdf-Format verfügbar. Sie ist durchaus verständlich, wobei nicht ganz so übersichtlich wie ich das von anderen Anleitungen gewohnt bin. 2. Inbetriebnahme, Fotografieren & Filmen
Man drückt einmal auf den On/Off-Schalter und schon kann man dann auch loslegen. Natürlich hat das Gerät eine interaktive Benutzerführung mittels eines Menüs, der nach der ersten Inbetriebnahme noch in Englisch erscheint. Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Digitalkameras kann man dem Menü die deutsche Sprache einverleiben und die Bedienung etwas vereinfachen. Zudem kann man auch einige Einstellungen vornehmen: Zum Beispiel der manuelle Weissabgleich (nimmt die Kamera sonst automatisch vor), die automatische Auslösung, die Auflösung der Fotos und vieles mehr. Für die Fotos hat man verschiedene Auflösungen zur Verfügung, die natürlich einen unterschiedlich hohen Speicherbedarf erfordern: Die höchste Auflösung ist 2880x2160, dann folgt 2048x1536 und 1600x1200, zu guter Letzt kann man auch auf 640x480 zurückgreifen. Die höchste Auflösung bietet in der Bearbeitung allerdings nur eingeschränkte Möglichkeiten. Letzteres ist vorallem für Fotos geeignet, die extrem wenig Speicherbedarf bieten und vornehmlich für die Veröffentlichung ins Internet gedacht sind. ausserdem sind Serienaufnahmen - eine Abfolge mehrerer Fotos in wenigen Sekunden - möglich. Egal welche Auflösung - alle Fotos bestechen durch eine überraschend gute Bildqualität, sogar ist die Kamera in der Lage, dank Blitz schöne Aufnahmen in dunklen Räumen zu machen. Für Einsteiger und Gelegenheitsfotographierer reicht die Sanyo Xacti VPC-S1 vollkommen.
Mit dieser Kamera kann man sogar Kurzfilme aufnehmen: Die Aufnahme erfolgt in der maximalen Auflösung 320x240 Pixel und in 15 Bildern pro Sekunde, auch sind Aufnahmen in 160x120 möglich. Die Filmaufnahme kann man ebenso auf den PC laden, sie liegt dann im Quicktime-Format (Apple) vor. Will man diese Funktion häufig nutzen, empfiehlt sich eine Anschaffung einer grossen Speicherkarte mit 512MB. Auf diese Funktion lege ich zur Zeit keinen Wert - für Filmaufnahmen greife ich lieber doch auf eine digitale Videokamera zurück. Für Just-for-Fun ist diese Funktion aber genial. Um diese Funktion zu nutzen, muss man im Menü vom Einzelbildmodus in den Filmmodus umschalten. Hat man Fotos oder Filmaufnahmen gemacht, können diese mit einem Knopfdruck sofort betrachtet, bearbeitet (z.B. Zoomen des Fotovorlage) aber auch gelöscht werden. Insgesamt ist die Bedienung äußerst einfach, man muss nicht unbedingt gleich ins Handbuch schauen, vieles findet man von selbst heraus.
Es gibt aber auch Schwächen in der Bedienung - so muss man recht lange auf den Auslöser drücken, bis das Foto wirklich gemacht wird - einmal kurz klicken reicht da nicht aus. Ausserdem gibt es hin und wieder Verzögerungen bei der Menüauswahl- wobei dies auch abhängig vom Ladezustand der Batterien ist. 3. Installation am PC
Je nach Betriebssystem muss eine Treiberinstallation vorgenommen werden. Ausserdem findet man dort eine Softwareversion des Ulead PhotoExplorer 7.0SE Platinum (nutzbar ab Windows 98) bzw. 2.0 für Mac, Quicktime von Apple in der Version 5 sowie USB-Treiber für die Kamera, die man aber nur für Windows 98 benötigt und die Betreibsanleitungen in sämtlichen Sprachen. Ich habe Windows XP, somit brauchte die Kamera nur mit dem Kabel an dem USB-Port anschliessen und schon wird die Kamera als zusätzliches Laufwerk erkannt: Sämtliche Bilddateien können einfach per Drap&Drop auf dem PC heruntergeladen werden. Für die Bildbearbeitung nutze ich andere Programme, die CD habe ich bisher überhaupt noch nicht benötigt.
4. Mein bisheriger Alltag mit der Kamera Die Kamera habe ich erst seit vier Wochen und es ist nicht so, dass ich diese täglich nutze. Bisher habe ich sie für Aufnahmen benutzt, die fürs Internet gedacht sind. Inzwischen habe ich mir zwei Sätze spezielle Foto-NiMH-Akkus besorgt, um die Einsatzzeit der Kamera beträchtlich erhöhen zu können. Trotz Energiespamodus (Kamera schaltet sich nach wenigen Minuten in den Stand-By Modus, Display wird abgeschaltet) habe ich den Eindruck, dass die Kamera nicht sehr sparsam mit der verfügbaren Energie umgeht - so war der mitgelieferte Satz Batterien schnell verbraucht. Zusätzlich habe ich mir eine weitere SD-Speicherkarte besorgt, die bietet 256 Megabyte Kapazität und somit sehr viel Platz für sehr viele Fotos. Wahrscheinlich werde ich die Kamera demnächst bei einer Urlaubsreise mitführen.
5. Fazit Mehr brauche ich nicht - mit der Kamera bin ich trotz einiger kleinen Schwächen in der Bedienung äußerst zufrieden und ich kann mich bisher darauf verlassen. In der Hand habe ich eine recht robuste Kamera mit einer guten Ausstattung und Funktionsvielfalt. Die Bildqualität ist für meinen Anspruch bisher als ausgezeichnet zu bezeichnen. Für fünf Sterne reicht es zwar nicht, aber für sehr gute vier und mit einer uneingeschränkten Empfehlung für Einsteiger und Gelegenheitsfotographierer.
6. UPDATE vom 31.05.2004 Die Kamera habe ich, ausgestattet mit zwei weiteren Speicherkarten á 256 MB, mit nach New York genommen, entsprechend hatte die Kamera viel zu tun und hatte innerhalb einer Woche knapp 1.300 Fotos in der Rohfassung von der Skyline und allen möglichen Eindrücken aus der Stadt, die niemals schläft, gemacht - ein echter Härtetest für die Kamera. Und sie hat es, was Verarbeitung und Zuverlässigkeit angeht, perfekt gemeistert.
Und sie hat es insgesamt gut gemeistert. Ob nun Aufnahmen von der Skyline, der Freiheitsstatue oder dem Times Square bei Nacht - die meisten Aufnahmen vermochten zu überzeugen, traumhafte Schnappschüsse sind auch dabei. Die Aufnahmen bei Nacht sind noch aktzeptabel. Die meisten Bilder (Tag) wurden mit der Vollautomatik gemacht (man überlässt die Kamera die optimale Einstellung in puncto Weissabgleich etc.), Spezialprogramme, vorallem das Programm für Nachtaufnahmen, kamen auch zum Einsatz. Es empfiehlt sich aber, sich ausführlich in der Anleitung über diese Funktionen zu informieren. Die Serienbildfunktion mit der Einstellung "Best" liefert noch bessere Ergebnisse - kostet aber auch mehr Speicher!
Übrigens kam die Kamera auch zum runden Geburtstag meines Vaters zum Einsatz (90 Fotos) und vergleicht man die Aufnahmen mit einer Kamera mit 4 Megapixeln und mehr (sowie mehr Features) ist der Unterschied doch beträchtlich. Trotzdem gebe ich der Kamera in puncto Bildqualität keinen Abzug, ich denke, für eine günstige 3 Megapixel-Kamera ist diese trotzdem sehr gut. Bei der Auswertung der Aufnahmen stießen wir auf ein Phänomen - ich erwähnte bereits, dass man den Auslöser lange drücken muss. Weil die Anzeige der restlichen Kapazität mir vorgaukelte, dass kein Foto gemacht wurde, drückte ich eben halt nochmal auf den Auflöser, bis ich die Gewissheit hatte, dass das Foto auch aufgenommen wurde - in Wirklichkeit wurde das Foto bereits schon gemacht, deshalb kam auch die ungewöhnlich hohe Zahl der Fotos (1284) zustande - zählt man die Anzahl lt. Anzeige der Kamera zusammen, hat man ca. 900. Dafür muss ich ein Abzug in puncto Bedienung geben - durchschnittlich!
Die Akkulaufzeit hat sich hingegen etwas verbessert (was wohl auch an den Akkus liegt), immer noch nicht so lang, wie ich es gerne haben würde aber für 200 Tagesaufnahmen reicht es dicke. Da gebe ich eine Aufwertung. Anzumerken ist aber, dass der Stromverbrauch bei dunklen Aufnahmen in Vergleich zum Tageslicht deutlich erhöht ist. Trotz der deutlichen Schwächen in der Bedienung und aufgrund der weitreichenden Bestätigung der Ersteindrücke bleibe ich in der Wertung bei vier Sternen, jedoch von fünf Sternen um einiges weiter entfernt als zuvor.
Unten habe ich vier Fotos eingefügt als kleine Kostprobe. Bitte beachtet aber, dass die Fotos verkleinert worden sind. Vielen Dank fürs Lesen und viel Spass mit der Kamera :)
© by Shutt, 31.05.2004
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08.02.2004 00:00
Toller Bericht!!! Habe mich nun endlich für dieses Gerät entschieden, da mir hier das Preis-Leistungs-Verhältnis mehr als angemessen zu sein scheint!!! ***VG INZHAGI***
01.02.2004 14:01
Guter und Informativer Bericht. Gruß Mike
25.01.2004 20:29
Einen Satz zur Auslöseverzögerung (also der Zeit, die die Cam braucht, um nach dem Berühren des Auslösers auch tatsächlich ein Bild zu machen) hätte ich mir noch gewünscht, ansonsten wirklich guter Bericht! *greetz* Marc A.