Erfahrungsbericht über

Sapphire RADEON HD 4350

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Sapphire RADEON HD 4350

 

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Cool, günstig, solide.

5  13.02.2010

Pro:
Preis/Leistungsverhältnis

Kontra:
nicht unbedingt für Gamefreaks geeignet

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

3D-Beschleunigung:

Installation

Kompatibilität:

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KingSparko

Über sich: 1:1? PGB! - Aber nur, wenn ihr anfangt. Ich lass mich nich mehr veralbern. Kann man diese Produktli...

Mitglied seit:13.08.2004

Erfahrungsberichte:369

Vertrauende:111

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 335 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Neulich des nächtens klagte mir mein PC sein Leid in Form von seltsamen Nebengeräuschen. Kurz drauf sprang er nicht mehr an: die Grafikkarte hatte nach 3 Jahren quasi Dauerbetrieb den Löffel abgegeben. Und mir dabei noch gleich einen meiner PCI-E Slots gekillt. Schick nicht wahr? Gottseidank hab ich zwei davon und konnte dann mit einer neuen Grafikkarte mein System wieder zum Laufen bringen.

Sapphire Radeon HD4350

Da mein Board technisch nicht das neuste und tollste ist und ich nicht spiele, brauche ich keine 150 Euro High-End-Grafik. Ich kaufte die vorliegende Sapphire im örtlichen Fachhandel für 29,99 Euro.

Ein paar technische Informationen:
  • 512MB DDR2 Speicher
  • DirectX 10.1 Unterstützung
  • PCI-Express 2.0
  • ATI CrossfireX Dual-Mode-fähig (ginge der andere Slot noch, könnte ich zwei davon im Verbund nutzen)
  • HDMI Ausgang mit 7.1 Sound Unterstützung
  • DVI Ausgang
  • VGA Ausgang
  • UVD2 BluRay Unterstützung
  • 80 Stream Prozessoren
  • Taktfrequenz 600MhZ
  • Speichertakt 400 Mhz
  • passive Kühlung

Mitgeliefert sind Low Profile Slotbleche, um die Karte in einem kleineren Gehäuse betreiben zu können. Dazu gibt es noch die Installations CD und einen Quick Install Guide in gefühlten 50 Sprachen, der kurz erläutert, wie die Karte in den PC kommt und die Software installiert wird und was man machen soll, wenn der PC danach nicht mehr will.
Weitere Fakten und Daten gibts beim Hersteller (auf englisch): http://www.sapphiretech.com/presentation/product/?psn=000101&pid=210

Systemvorraussetzungen:
  • PCI-Express basiertes Mainboard
  • mind. 300Watt Netzteil (Karte benötigt keine eigene Stromversorgung)
  • 1GB System-RAM
  • Windows XP, Vista, XP X64, Media Center Edition 2005 oder 7
  • für bestimmte Vorhaben natürlich DVD oder BluRay Laufwerk, CD Rom für die Install-CD, wenn benötigt entsprechenden HDTV oder HD Monitor, VGA und Standard TFT selbstverständlich auch geeignet.

Installation

Ich zupfte einfach die alte Grafikkarte raus und steckte die neue in den funktionierenden PCI-E Slot; mit sanfter Gewalt festgedrückt und das Slotblech am Gehäuse angeschraubt, sitzt die Karte bombenfest im Slot. Sobald das Windows gestartet ist (habe XP Prof), meldet er sich direkt, er habe neue Hardware gefunden. Ich lege die Treiber CD ein und wähle den entsprechenden Menüeintrag für die Windows Treiber. Die Software installiert sich quasi von alleine, dauert ein paar Minuten und verlangt danach nach einem Rechner Neustart. Ist dieser erfolgt, grinst mich eine 800x600 Zumutung an. Also fluchs wieder auf die 1280er Auflösung hochgeschraubt.

Wer von einer OnBoard Grafik auf die Radeon wechselt, muss gegebenenfalls vorher die OnBoard Karte im BIOS deaktivieren bzw. nach dem Einbau im BIOS auf den PCI-E Slot umstellen.

Einrichtung

Theoretisch, da mein Monitor über DVI angeschlossen ist, benötigt es keiner umständlichen Anpassung der Ausgabe. Trotzdem kann ich über Rechtsklick auf dem Desktop das ATI Catalyst Menü aufrufen, um Farben, Helligkeiten, Kontraste anzupassen. Die Grundausgabe unterscheidet sich doch etwas von meiner alten NVidia, daher muss ich das Bild leicht aufhellen indem ich den Gammawert einen Punkt nach oben setze. Mehr ist gar nicht nötig, um das Bild nach meinem Geschmack anzupassen.

Im Catalyst Controlcenter gibt es noch etliche weitere Informationen und Einstellungen. So kann man hier technische Fakten über Grafikkarte und Monitor (sofern dieser das unterstützt, mein LG tut es) ansehen und entsprechende Einstellungen vornehmen, wenn einem die Standards nicht passen. Ich lass die Finger davon, für meine Anwendungsgebiete ist Standard vollkommen in Ordnung.

Für 3D Spieler sind hier viele Möglichkeiten gegeben, einzelne Einstellungen zu verändern und die Vorgaben von Spielen damit zu überschreiben. Was genau hier welche Auswirkung hat, weiss ich nicht und da ich exakt 0,0 dieser Spiele spiele, interessiert es mich rein gar nicht. Zumal ich persönlich denke, dass echte Gamer sich eine weitaus leistungsfähigere Karte zulegen würden.

Die Anzeige läßt sich drehen oder auf mehrere Monitore verteilen, ebenso können hier Einstellungen für die HD Ausgabe über den HDMI Anschluss vorgenommen werden. Dieser unterstützt auch die Übermittlung von 7.1 Surround-Sound. Mit einem angeschlossenen HDTV kann hier also HD in vollem Genuss angeschaut werden; idealerweise in Verbindung mit einem BluRay Laufwerk im Rechner.

Bei der Arbeit

Was mir am allerbesten gefällt, ist die passive Kühlung. Meine alte Grafikkarte hatte einen winzigen, aber dafür mordsmäßig lauten Lüfter, der als erstes kaputtging und noch ekligere Geräusche verursachte. Jetzt ist wortwörtlich endlich Ruhe im Karton. Ich dachte erst, okay,ich habe etliche Gehäuselüfter verbaut, die geben in der Summe schon ein ordentliches Rauschen. Nein, es ist einzig und allein dieser kleine fiese Grafikfan gewesen, der diesen Mordskrach veranstaltet hat. Ich bin fast entsetzt, wie leise mein Rechner jetzt läuft.

Die Karte sieht durch den riesigen Kühlkörper sehr monströs aus, passt aber trotzdem problemlos in den einzelnen Slot. Praktischerweise besitzt sie nun natürlich keine beweglichen Teile mehr, die durch Verschleiss kaputtgehen, wie eben ein Lüfter. Leider besitzt die GPU keinen Temperaturfühler, so kann ich die exakte Wärmeentwicklung nicht sehen. Da aber der direkt dahinter sitzende Fühler des Prozessors und Mainboards um jeweils 3-4 Grad weniger zeigt, gibt die Grafikkarte offensichtlich weit weniger Wärme ab, als meine alte. Ergo gibt es hier eine deutlich niedrigere Wärmeentwicklung, was natürlich auch die Lebensdauer wesentlich verlängern kann.

Das einzige Programm, was bei mir intensiv auf die Grafikkarte zugreift, ist Adobe Photoshop. Es kommt schon mal vor, dass ich mehrere RAW Dateien (Stück 25MB) zu einem Panorama rechnen lasse. Bei der alten Grafikkarte hiess dies Warten, bis das Endbild berechnet ist und dann bekomme ich es zu sehen. Mit der neuen Karte, die viermal soviel Speicher besitzt wie meine alte und zwar eigenen und nicht auf den RAM des Rechners greifen muss, werden mir nun auch die berechneten Zwischenschritte während des Zusammensetzens angezeigt.

Auch Ulead Photo Impact nutzt den Speicher der Grafikkarte, wenn ich einzelne Objekte innerhalb einer Arbeitsfläche bewege. Diese Bewegungen waren früher abgehackt und beim Ziehen verschwanden die Objekte zwischenzeitlich, das ist jetzt nicht mehr der Fall. Bewegungen werden flüssig und ohne Aussetzer angezeigt.

Auch in der Magix videobearbeitung ist die Vorschau jetzt wesentlich detailreicher und Veränderungen sind schneller sichtbar.

Dabei verbraucht sie laut Hersteller im normalen Betrieb schlappe 7 Watt und unter Volllast gerade mal 20 Watt. Kann ich insofern bestätigen, als dass meine Verbrauchsanzeige auf dem Stromzähler geringfügig nach unten ging.

FAZIT

Sorry für die Zahlenfanatiker, dass es hier keine mordsmäßigen Benchmarks gibt, aber ich bin ein Normalanwender, der vorrangig Office, Internet, ein wenig Foto/Video betreibt und den PC nicht mit 3D Spielen quält sondern schlichtweg damit arbeitet. Für mich ist wichtig, dass ich große Bilder schnell und detailreich anzeigen und verarbeiten kann und die Farbdarstellung natürlich ist, damit ich meine Bilder gut bearbeiten kann. Diese Punkte erfüllt die Karte voll und ganz. Sie bietet ein gutes Preis/Leistungsverhältnis, ist aber natürlich für 3D-Gamer nicht das richtige Gerät, heutige Spiele sind weitaus grafiklastiger und brauchen viel mehr Leistung, um dem Spielefreak zu gefallen. Für Office, Bilder und Videos hingegen ist die Karte völlig ausreichend. Sie ist bereits seit anderthalb Jahren auf dem Markt, läuft laut Hersteller unter XP/Vista/7 und ist damit auch immer noch eine gute Kaufentscheidung, gerade für Leute wie mich, die auch ansonsten kein totales High-End-Power-System betreiben. Für ein solides Arbeitssystem ist die Grafikkarte eine gute Wahl. Sie ist günstig, bietet viele Einstellungsmöglichkeiten und bringt sogar einen HDMI Ausgang mit. Wer ein BluRay Laufwerk und einen entsprechenden HDTV besitzt, kann hier also auch ein kleines Heimkino starten. Alternativ läßt sich über HDMI zB. auch ein Beamer anschliessen, was weitere Nutzungsmöglichkeiten eröffnet.

Die Karte bietet zu gutem Preis ein vernünftig geschnürtes Paket an Funktionen und Möglichkeiten, ist passiv gekühlt und damit lautlos und erhält von mir volle Punktzahl und eine Empfehlung - jedoch nicht zwingend für Game-Freaks, die die Grenzen der Karten vermutlich schnell erreichen werden. Mir persönlich bietet sie jetzt etwas mehr Komfort bei meinen Bildern und Grafiken und vor allem Ruhe im Rechnergehäuse. Ich bin vollauf zufrieden mit der Karte!

KingSparko / LittleSparko 2010
Bilder von Sapphire RADEON HD 4350
  • Sapphire RADEON HD 4350 radeon1 - Sapphire RADEON HD 4350
  • Sapphire RADEON HD 4350 radeo1a - Sapphire RADEON HD 4350
  • Sapphire RADEON HD 4350 radeon2 - Sapphire RADEON HD 4350
  • Sapphire RADEON HD 4350 radeon3 - Sapphire RADEON HD 4350
Sapphire RADEON HD 4350 radeon1 - Sapphire RADEON HD 4350
Kiste - Sapphire RADEON HD 4350


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
lehnin

lehnin

09.01.2011 13:15

Ich hatte jahrelang ATI (AGP) im Betrieb. War recht zufrieden damit. Jetzt werkelt eine nVidea GeForce (PCI) 295 GTX im PC. Die schnellste DirectX 10 Karte aller Zeiten. Hier hat man zwei 265er auf einer Plantine verbaut. Karte ist praktisch NEU nicht bekommen.

jobodi

jobodi

30.12.2010 17:53

Klasse Bericht. LG Joachim

Summertime_1981

Summertime_1981

17.11.2010 02:14

bh

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