Es gibt Besseres von Stephen King...
19.05.2001
Pro:
Später doch recht interessant
Kontra:
am Anfang fast langweilig
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Niveau
Stil
Unterhaltungswert
Spannung
mehr
 Simone79
Über sich:
Mitglied seit:17.09.2000
Erfahrungsberichte:84
Vertrauende:35
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 43 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
So, jetzt habe ich es endlich geschafft, mal wieder ein Buch, das ich noch nicht gekannt habe, von meinem Lieblingsautor Stephen King aufzutreiben (ohne es selber kaufen zu müssen, das kann ich mir mit meinem Azubi-Gehalt nämlich nur in Ausnahmefällen leisten). Wie ihr aufgrund der Kategorie wohl schon erraten habt, rede ich von dem Roman „Sara“. In diesem Buch geht es um den Schriftsteller Michael, genannt Mike Noonan, der regelmäßig jedes Jahr ein Buch veröffentlicht, das ebenso regelmäßig auf den Bestsellerlisten landet; zwar nicht auf den ersten Plätzen, aber irgendwo auf den Plätzen 10 – 15 sind seine Werke in der Regel schon zu finden. Dadurch sind er und seine Frau natürlich auch recht wohlhabend.Dieses jährliche Veröffentlichen eines neuen Romans hat abrupt ein Ende, als seine Frau Johanna, die von allen Leuten nur kurz „Jo“ genannt wird plötzlich stirbt, nachdem sie gerade mit dem von beiden lang ersehnten Kind schwanger geworden ist, was Mike erst nach ihrem Tod erfährt. Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau wird Mike von mit dem Schlimmsten heimgesucht, was einem Schriftsteller passieren kann: von einer Schreibblockade. 4 Jahre lang schafft er es, diese zu vertuschen, da er in 4 besonders guten Jahren jeweils zwei Bücher geschrieben hat, welche er dann auch veröffentlicht. Schließlich beginnt er, vom Haus „Sara Lacht“ zu träumen, in dem er und seine Frau regelmäßig den Sommer verbracht haben und kehrt dorthin zurück. Dort ist aber nicht alles „normal“, man könnte sagen, in diesem Haus spukt es. So hört er z.B. nachts Stimmen oder die Magnetbuchstaben am Kühlschrank werden wie von Geisterhand zu Worten bewegt. Außerdem wird seine Schreibblockade aufgehoben und er beginnt einen neuen Roman. Er lernt die junge Mutter und Witwe Mary Devore, genannt „Mattie“ kennen, als er ihre 3-jährige Tochter Kyra, genannt „Ki“, welche allein auf der Straße spazieren geht, auf den Arm nimmt, damit sie nicht überfahren wird. Mattie wohnt allein in einem großen Wohnwagen, ist also eher ärmlich, aber dennoch eine gute Mutter. Ki scheint bei sich zuhause ähnliche Phänomene (z.B. die „Kühnschwankleute“, also die „Kühlschrankleute“) zu bemerken. Außerdem entwickelt sie eine sehr große Zuneigung zu Mike.Der sehr reiche Vater „Devore“ ihres verstorbenen Mannes will ihr Ki aber wegnehmen (mit Hilfe seiner Haushälterin „Rogette“) , weniger weil er das Mädchen so sehr liebt, sondern weil er es gewohnt ist, immer alles zu bekommen was er will. Als Mattie ihm ihre Tochter aber nicht „verkauft“, beginnt ein Sorgerechtsstreit. Mike besorgt Mattie einen Anwalt. Als sich der alte Devore plötzlich selber umbringt, sind natürlich alle erleichtert. Allerdings hat er vor seinem Tod die Ermordung von Mattie geplant, welche auch relativ schnell durchgezogen wird. So, mehr werde ich jetzt zum Inhalt nicht schreiben, so dass für alle zukünftigen Leser unter euch noch einige Fragen offen bleiben, die ihr schon selber nachlesen müsst, z.B. wer diese „Kühnschwankleute“ sind, was es mit der unheimlichen Rogette auf sich hat, warum Mike plötzlich wieder schreiben konnte und warum das Buch trotzdem nie fertiggestellt wird, ob Mike das Sorgerecht für Ki bekommt.Ich nehme mal an, für alle, die dieses Buch noch nicht kennen, denen aber Stephen King ein Begriff ist, klingt das alles jetzt nicht so sehr nach einem typischen Stephen-King-Horror-Roman, sonder eher nach einem Krimi mit etwas mysteriösen Aspekten. Und ich muss zugeben, bis auf die letzten ca. 100 Seiten ist es wirklich kein typisches Stephen-King-Werk. Der Anfang ist sogar ziemlich langweilig zu lesen, so dass es mich bei den ersten 100-200 Seiten schon fast Überwindung gekostet hat, überhaupt weiterzulesen. Im Großen und Ganzen bin ich von diesem Buch etwas enttäuscht, da ich von Stephen King wirklich schon Besseres gelesen habe. Die Ausgabe, die ich mir ausgeliehen hatte, ist ein Taschenbuch von Heyne mit fast 640 Seiten und hat 16.90 DM gekostet.Tschüssi, Simone
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12.06.2001 23:39
Ja, und was hat nickolle an diesem wirklich, wirklich guten Bericht über das Buch, das ich nicht kenne und das für mich nicht so toll klingt, nicht gefallen? Der is doch super! Naja. Mein Liebslingsbuch von Stephen King ist immer noch "Feuerkind, aber auch die "Dunkler-Turm-Reihe" ist wirklich gut. Tschaui... JamJam
22.05.2001 10:48
Hi,Simone.Dieses Buch kannte ich bis jetzt noch nicht,aber deiner ausführlichen Beschreibung nach,werde ich es mir trotdem zulegen.Gruss frogqueen
19.05.2001 18:04
Stephen King lese ich sowieso nicht sogerne. Aber eine gute Meinung von dir. Bye DjObzoen