Saxophon - Tipps

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Nachdem ich von mehreren ciao-Mitgliedern gebeten wurde, einen Bericht über die Geschichte des Saxophon und deren Klang-Charakteristik zu schreiben, habe ich micht aufgrund einer Grippe-Niederstreckung dazu durchgerungen, diesen jetzt zu schreiben. Die Geschichte Adolphe Sax’ kann ich natürlich ... Bericht lesen





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Ich möchte Saxophon lernen - Was ist ein Saxophon?
Erfahrungsbericht von billjoel49 über Saxophon - Tipps
20.02.2005


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Pro: man kennt die Geschichte dieses Instruments
Kontra: extrem langer Bericht  .  .   -   .  .  tut mir ECHT leid, aber ihr müsst da durch !

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Nachdem ich von mehreren ciao-Mitgliedern gebeten wurde, einen Bericht über die Geschichte des Saxophon und deren Klang-Charakteristik zu schreiben, habe ich micht aufgrund einer Grippe-Niederstreckung dazu durchgerungen, diesen jetzt zu schreiben.

Die Geschichte Adolphe Sax’ kann ich natürlich nicht nocheinmal erfinden. Ich habe deswegen verschiedene Quellen zurate gezogen und daraus eine zusammengefriemelte Biografie geschrieben. Somit wird die eine oder andere Phrasierung mit google noch einmal zu finden sein. Spart Euch die Zeit zu suchen. Ich habe mich allerdings bemüht, meine eigene Ausdruckweise auch in die Biografie hineinzubringen. Da die Suche im Internet für mehr als einen viel mühsamer ist als diesen inzwischen ellenlangen Bericht zu lesen, glaube ich einen Bedarf gestillt zu haben.

Ich habe auf jeden Fall auch in die Biografie einiges an Rekopilations-Arbeit hineingesteckt.

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Und nu' der Bericht!
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Die geschichte des Erfinders
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Ich habe diese Daten aus verschiedenen Quellen gezogen, zB Wikipedia, musikschule-weil-am-rhein, einsiedl.net. Leider war es mir nicht möglich, mich mit Adophe Sax face to face zu unterhalten. Deshalb wird jeder dieses verstehen.

Antoine Joseph Sax, genannt Adolphe wurde am 6. November 1814 in Dinant a. d. Maas gebohren. Die Familie Sax war eine belgische Instrumentenbauerfamilie. Ein Jahr später übersiedelte die Familie nach Brüssel. Adolphe wurde in musikalischen Fächern und auch im Instrumentenbau ausgebildet. Sax wuchs sozusagen in der Werkstatt seines Vaters auf.
Im Konservatorium in Brüssel und studierte er Flöte, Klarinette, Gesang und Harmonie.

Sax war überdies ein sehr begabter Musiker auf seinen Instrumenten, es wurden viele Stücke für ihn geschrieben, die nach ihm keiner mehr aufführte, da sie als zu schwer erachtet wurden.

Seine erste selbstständige Arbeit als Instrumentenbauer in der Werkstatt seines Vaters war die Vervollkommnung von Klarinette und Bassklarinette (1840). Noch in Brüssel störte ihn die klangliche Lücke zwischen den Holz- und Blechblasinstrumenten im Harmonieorchester.
Um 1838 fing er mit Experimenten an, die in der Folge diese Lücke geschlossen haben. 1841 hatte er schon den Baß eines neuen Instruments geschaffen, das er Saxophon nannte. Beim Saxophon wird ein Mundstück mit Einzelrohrblatt, dem der Klarinette ähnlich, auf ein Metallinstrument mit weiter konischer parabolischer Bohrung gesetzt. Von Anfang an hatten die Tonlöcher die richtige Größe und mussten somit durch Klappen abgedeckt werden. Das heutige Saxophon besitzt 24 Klappen. Die Applikatur hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Böhm-System.

Ohne Mittel, da sein Vater viel Geld verbrauchte durch seine Experimente und mehrmals von der Regierung unterstützt wurde, ging er 1842 nach Paris, nahm als einzige Empfehlung ein Exemplar eines von ihm erfundenen völlig neuen Instruments (das Saxophon), und erregte bald die Aufmerksamkeit verschiedener Häupter der Pariser musikalischen Welt (Fromental Halévy, Daniel-François-Esprit Auber etc.). In dem sehr neugierigen Komponisten Hector Berlioz fand er einen tatkräftigen Helfer dem sich auch bald Sponsoren anschlossen.

Seine Erfahrungen, beziehungsweise die seines Vaters bezüglich der besten Resonanz der Röhren übertrug er sodann auf die Konstruktion der Trompeten, Hörner, Tuben etc., welche dann in ihrer neuen Gestalt die Namen Saxtromba, Saxhorn, Saxtuba etc. erhielten, die als "Familie der Saxhörner" bekannt wurden.

Am 28. Juni 1846 erhielt Sax ein Patent in Frankreich für seine Verbesserungen und gelangte schnell zu großer Berühmtheit; seine Instrumente wurden besonders in der französischen Militärmusik eingeführt. Vielfache Anfechtungen der Originalität seiner Verbesserungen waren die natürliche Folge des Neides der Konkurrenten, denen er den Rang ablief; doch fielen die gerichtlichen Entscheidungen immer zu gunsten Sax' aus.

Adolphe Sax beantragte 1846 das Patent auf seine, in 8 verschieden Baugrössen gefertigten, Saxophone, welches im für zunächst 15 Jahre auch erteilt wurde. Dieses Patent verlängerte er kurz vor Ablauf um weitere 5 Jahre. Im selben Jahr wurden von ihm bereits Saxophone in acht Größen hergestellt: Sopranino, Sopran, Alt, Tenor, Bariton, Baß, Kontrabaß und Subkontrabaß. Das Saxophon war in erster Linie für das Harmonieorchester bestimmt, das meistens in B-und Es-Dur spielt.

Im Jahre 1854, 2 Jahre nach seinem ersten gerade noch abgewendeten Konkurs 1852, konnte Sax das französische Militär gewinnen, und stattete nun die Militärkapellen mit seinen Saxophonen aus.

1857 wurde Sax Saxophon-Lehrer am Pariser Konservatorium. Leider wurde diese Stelle aus Geldmangel 1871 eingestellt und erst 1942 wieder neu besetzt. Er gab außerdem Publikationen für das Saxophon-Spiel und der von ihm erbauten Instrumente heraus. Ab 1858 war Sax Direktor des Bühnenorchesters der Pariser Oper.

Durch die Niederlage des französischen Militärs 1870 und der darauf folgenden schlechten wirtschaftlichen Lage, geriet Sax abermals in finanzielle Schwierigkeiten und konnte auch einen 2. drohenden Konkurs 1873 gerade noch abwenden. Doch nur 4 Jahre später im Jahre 1877 musste Adolphe Sax nun endgültig Konkurs anmelden.

Am 7. Februar 1894 starb Adolphe Sax absolut verarmt in Paris. Er hatte zwar nie das große Reichtum erlangt. Aber die von ihm erfundene Instrumenten-Familie sollte fortan aus der populären Musik nicht wegzudenken sein.

Leider wurden Saxophone in den Klassischen Kompositionen nie auf breiter Flur eingesetzt. Allerdings, dadurch dass Musicals der heutigen Zeit langsam aber sicher in den Weg der Klassik gehen dürfte es nicht sehr lange dauern bis sich dieses ändert. Klassische Musik war immer und ist auch heute eine idealisierte Sicht der aktuellen Zeit. Somit ist es nicht zu vermeiden, dass auch Saxophone in den nächsten Jahren mehr und mehr in der „E-Musik“ „hineinkomponiert“ werden.

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Der Sound
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Obwohl doch vollkommen aus Metall, gehört das Saxophon trotzdem zu den Holzblasinstrumenten. Dies liegt in der Anblastechnik begründet, denn genau wie bei den Klarinetten wird der Ton durch ein Schnabelmundstück mit einfachem Rohrblatt erzeugt. Die Klappenmechanik ist aber eher mit der der Flöte als mit der einer Klarinette verwandt.

Bei dem Sopran-Saxophon kann man die Ähnlichkeit mit dem Grundlagen-Instrument, der Klarinette sehr gut hören. Die lieblichen Töne sind bei beiden vorhanden. Allerdings, anders als bei der Klarinette, hat das Saxophon einen „pieksigeren“ Sound. Dieser Sound geht, gerade bei den hohen Tönen des Instrumentes durch Mark und Bein. Wer einmal Kenny G ganz alleine im Wohnzimmer bei voller Lautstärke gehört hat, wird mich verstehen.

Die Saxophone niedrigerer Tonlagen erzeugen einen immer rauchigeren Sound. Das war auch der Grund weswegen dieses Instrument bei den Blues und Jazz-Instrumentalisten wachsend Gefallen fand.

Bereits ein „C“ (eigentlich ein B) beim Tenor geblasen erzeugt einen so durchdringenden Ton, auch wenn er nicht laut geblasen wird, dass man „schwach“ wird. Allerdings, das C muss unbedingt ein wenig mehr Luft bekommen als andere Noten, um nicht „abzusterben“ weswegen es natürlich auch immer ein wenig lauter als das C2 gespielt werden wird.

Bei den aktuell verbreitesten Saxophon-Tonlagen werden nur Sopran, Alt und Tenor als Melodie-Instrumente benutzt. Ab Bariton-Saxophon, welches in den 50er und 60er Jahren in der populären Musik sehr vertreten war werden die Instrumente ausschließlich als Taktgeber/Bassinstrumente benutzt.

Der Ton des Saxophons ist von verschiedenen Faktoren abhängig.
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1. Der Bau des Saxophons selbst.
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Heutzutage werden zum Beispiel in ebay sehr viele Instrumente angeboten (gerade die Tonlagen Alt & Tenor) zu einem Preis von 250,- bis 350,- Eur. Ich will nicht sagen, dass man ein solches Instrument absolut nicht kaufen soll. Allerdings, durch das dort verwendete dünne Metall wird auch ein dünner blecherner Ton entstehen. Wer’s mag, der soll.

Bei Instrumenten namhafter Hersteller wie Selmer, Keilwerth, Yaganisawa, Yamaha, etc. und den nur noch als Gebraucht-Instrumenten zu bekommenden Adophe-Sax, Buescher, Buffet, Conn, Conesnon, Dolnet, Benedikt Eppelsheim, Grafton, Holton, Hohner, King, Kohlert, Leblanc And Beautnier, Malerne, Martin, FE Olds & Son, Pierret, SML, etc. (ich mag die eine oder andere Marke vergessen haben) wird der Korpus des Saxophons aus teilweise dreimal so dickem Material gefertigt. Dadurch schwingt der Ton innerhalb des Saxophons, ohne die Wände des Sax extrem mitschwingen. Dadurch wird der Sound runder, weicher und durchdringender, ohne blechern zu werden.

Es werden in ebay jede Menge neue und preisgünstige Saxophone für 200-400 € (Alt) und 300-600 € (Tenor) angeboten. Meistens, wie bei den Marken Antigua, Helios, Liang, Roy Charles, und andere sind sie in China gefertigt, mit minderwertigen Blechen und mit einem reduzierten Qualitäts-Standard. Ob man ein solches Saxophon trotz mehrfacher Beteuerungen der sehr guten Qualität seitens des Verkäufers kauft, bleibt wohl jedem einzelnen überlassen. Ich persönlich würde wohl eher ein wenig länger warten und mehr Geld ausgeben um ein höherwertiges Saxophon bei einem bekannten und eventuell spezialisierten Händler wie http://www.sander-saxophon.de/ in Dortmund kaufen.

Dort werden dann zum Beispiel auch von Keilwerth (unter der Marke Evette) in China gefertigten Saxophone angeboten. Auch andere aus Fernost, aber mit hervorragendem Qualität/Preis-Verhänltnis. Dann gibt man wohl für ein Alt ab € 800,- aus aber hat doch etwas vernünftiges.
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2. Das Mundstück
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Die ersten Mundstücke die mit Adolphe-Sax Saxophonen ausgeliefert wurden waren noch aus vorzugsweise Ebenholz gefertig. Dieses Holz hatte die Eigenschaft durch den hohen Fettgehalt wasserabweisend zu sein und somit sich nicht „aufweichen“ können. In diesem Material liefert heute nur noch eine Firma, Lebayle.

Später wurde Ebonit (der erste „natürliche“ Kunststoff) dafür eingesetzt, da er noch bessere Wasser-Wiederstandskraft besaß. Anders als bei der Klarinette werden beim Saxophon aber auch Metall-Mundstücke verwendet.

Da in dem Mundstück bereits der Ton erzeugt wird der durch die Röhre des Saxophons anschließend „bearbeitet“ wird, ist es klar dass von diesem Bauteil in hohem Grad der Sound abhängig ist.

Als ich mein erstes neues Mundstück kaufte, um einen besseren Sound zu erzielen war ich geplättet zu hören wie viel mich das Metall-Mundstück gekostet hat. Ich habe seinerzeit ca DM 350,- hingelegt. Aber das Resultat war frappierend!

Es werden heutzutage Ebonit/Kunststoff-Mundstücke für einen weicheren Sound eingesetzt. Dieser Sound ist vorrangig für Big-Band oder Klassische Musik der richtige. Der dadurch erzeugte Sound ist allerdings dumpfer, die Anblas-Geräusche kommen dann auch natürlich im Verhältnis zu den erzeugten Tönen viel stärker zur Geltung.

Für New-Jazz, Free-Jazz, Saxophon als Solo-Insturment wird vorzugsweise Metall eingesetzt. Solche Mundstücke erzeugen einen helleren, volleren, aggressiveren Sound. Natürlich kann auch ein solches Mundstück in der Big-Band eingesetzt

Der Sound, sowie auch das Anblasen wird auch sehr stark von der Bahn eines Mundstückes Beeinflusst. Eine engere Bahn wird mehr Kraft erfordern, eine breitere Bahn weniger. Eine engere Bahn erzeugt einen aggressiveren Ton, eine breite einen runderen.

Somit ist die Wahl des Mundstückes nicht nur abhängig von der zu spielenden Musik und gewünschten Ton, sondern auch von der Erfahrung des Saxophon-Spielers.

Wichtig ist: wenn man das Mundstück austauscht, verhält sich das Instrument anders als man es bis dahin gewohnt ist. Es bedarf (vor allem für den nicht so erfahrenen Saxophonisten) einige Zeit, bis er die Einschwingzeit, Anblasverhalten etc. des neuen Mundstückes einschätzen kann. Also NICHT vor einem Auftritt das Mundstück wechslen!

Meine hier unten aufgeführten Ausführungen werden durch das Bild eines Mundstückes/Blättchens (siehe gaaaaanz unten) ergänzt.

Hier einige Infos zu Mundstücken
2.1 Material
Im Mundstückbau werden sehr unterschiedliche Materialien verwendet. Es besteht die Wahl zwischen Ebenholz, Kautschuk/Ebonit, Kunststoff, Messing, Bronze und Stahl. Jedes Material erzeugt aufgrund seiner Zusammensetzung eine eigene Klangcharakteristik. Auch die Art der Oberflächenveredelung beeinflußt das Resonanzverhalten und somit den Klang.
Metall klingt heller (und lauter) als Kautschuk

2.2 Tonkammer / Bohrung
Der Raum im Inneren des Mundstückes beeinflußt das Einschwingverhalten der Luftsäule im Instrument. Er ist mitverantwortlich für die Anzahl und die Intensität der Obertöne im Klangspektrum. Je kleiner das Volumen (der Raum) im Mundstück ist, desto heller wird der Klang. Auch die Gestaltung der Tonkammer spielt eine Rolle. Wichtig hierbei ist die Form des Tonkammerdaches, also der Stelle im Mundstück, auf die der Luftstrom zuerst trifft. Konvexe (zur Blattunterseite gewölbte) Formen erzeugen einen schärferen Klang, auch sind sie dazu geeignet, mehr Lautstärke zu produzieren. Konkave (zur Bißplatte gewölbte) Formen bewirken das Gegenteil.
weite Bohrung (große Kammer) = dunkler, weicher Klang
enge Bohrung (kleine Kammer) = heller, scharfer Klang
Anmerkung:
Mit dem Wechsel des Mundstückes verändert man das Volumen < schwingenden Luftsäule im Instrument. Dies beeinflußt die Intonation. Extrem große oder kleine Tonkammern sind oft nur schwer "in Stimmung" zu spielen.

2.3 Bahnöffnung
Die Größe der Bahnöffnung bestimmt die Distanz, innerhalb derer das Blatt als "Generator" schwingen kann. Ist die Distanz groß, sollte man ein biegsames (leichteres) Blatt verwenden und umgekehrt. In jedem Fall muß das Verhältnis Bahnöffnung / Blattstärke harmonieren. Ein zu leichtes Blatt klingt quäkig oder pfeift, ein zu schweres Blatt erzeugt Luftgeräusche, tiefe Töne lassen sich gar nicht oder nur sehr laut produzieren.
große Bahnöffnung = leichtes Blatt
kleine Bahnöffnung = schweres Blatt

Je größer die Bahnöffnung ist, desto leichter ist es zu variieren (Noten zu ziehen, Bindungen zu spielen, Lautstärke zu produzieren). Man hat solistisch mehr Möglichkeiten. Deswegen werden solche Mundstücke sehr oft bei Jazz und Pop gespielt. Allerdings wird es schwieriger, die Intonation zu kontrollieren, und man brauchr mehr Luft. Bei extrem offenen Bahnen ist es zudem kaum noch möglich, leise zu spielen.
große Bahnöffnung = mehr Variationsmöglichkeiten
kleine Bahnöffnung = leichter zu kontrollieren, weniger Kraftaufwand

Zum Kennzeichnen der Bahnöffnung verwenden die Hersteller einen Zahlencode. Dabei hat jeder ein eigenes System. Dazu gibt es bei Sander Saxophon im Netz eine wunderbare Tabelle.

2.4 Bahnlänge
Die Länge der Bahn wird von der Mundstückspitze bis zu dem Punkt gemessen, wo die Bahnkrümmung aufhört, oder anders gesagt, wo die Blattunterseite (im Ruhezustand) das Mundstück berührt. Diese Bahnlänge ist sehr unterschiedlich und richtet sich funktionell nach der Bahnöffnung. Je größer die Bahnöffnung, desto kürzer die Bahnlänge. Dies ist grundsätzlich so. Einige Hersteller bieten andere Bahnlängen zur Auswahl, die sich dann jeweils um ca. 1 mm unterscheiden. Hier gilt:
lange Bahn = für sehr starken Ansatz
mittlere Bahn = für normalen Ansatz
kurze Bahn = für schwachen Ansatz (Klang wird dünner)

2.5 Tips zur Mundstückauswahl
Nach der Lektüre der vorhergehenden Info habt Ihr vielleicht schon eine Vorstellung davon, wie Euer neues Mundstück aussehen (oder viel mehr klingen) soll. Man muss natürlich dabei beachten, daß die beschriebenen Faktoren von Musiker zu Musiker sehr unterschiedlich ausfallen können. So nehmen zum Beispiel auch die Form des Kiefers, des Mundinnenraumes, ja selbst die Stellung der Zähne und die Ausbildung der Ansatzmuskulatur wie auch Ihre Atmung entscheidenden Einfluß auf den gespielten Ton.

Zunächst einmal sollte man sich darüber klar werden, für welche Musikrichtung man dieses neue Mundstück erwerben möchte. Ist man ein Allround-Musiker, der ein Mundstück sowohl für den klassischen Bereich als auch für Bigband-, Unterhaltungsmusik und Jazz sucht, oder hat man sich in eine bestimmte Richtung spezialisiert? Als klassischer Saxophonist wird man ein Mundstück wählen mit mittlerer Tonkammer und einer mittleren oder sogar engen Bahnöffnung. Das Tonkammerdach sollte möglichst flach verlaufen. Als "Jazzer" hingegen wird man eine offene Bahn bevorzugen, mit gewölbtem Tonkammerdach. Sicherlich bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel.

Man kann nun alle Kombinationsmöglichkeiten, die jeder Hersteller anbietet, durchspielen, um das richtige Mundstück zu finden. Allerdings würden einige Beispiele zum Beispiel MEYER und BERG LARSEN den Saxophonisten an die Grenzen seiner Geduld stoßen lassen. Das einfachste für den der ein Mundstück abweichend vom Standard, das mit dem Saxophon heute in der Regel mitgeliefert wird, kaufen will wird wohl sein, wenn man sich erst einmal an den mittleren Bahnen orientiert, um dann zu entscheiden, in welche Richtung man weiterprobieren möchte
.
Auch die Wahl des richtigen Blattes darf nicht unerwähnt bleiben. Eine Vielzahl unterschiedlichster Blättersorten ist auf dem Markt.

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3. Das Blättchen
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Die Wahl des Blättchens ist zuallererst abhängig von dem beim Saxophon eingesetzten Mundstück. Das hatten wir ja oben.

Nachfolgend eine Auswahl sehr gängiger Saxophon-Blätter:

RICO Blätter (amerikanischer Schnitt) sind verhältnismäßig preiswert, zuverlässig und leicht spielbar. Sie werden sehr gern von Schülern verwendet.
Das RICO ROYAL hat etwas mehr Herz und eine gefeilte Schulter. Der französische Schnitt macht dieses Blatt nicht nur für den Jazzer, sondern auch für den klassischen Saxophonisten sehr interessant. LA VOZ (amerikanischer Schnitt) ist das Blatt für den zeitgenössischen Musiker und Jazzer. Außerordentliche Tragfähigkeit und Dynamik kennzeichnen dieses Blatt.
Das SYMMETRICUT (amerikanischer Schnitt) ist ein speziell für Anfänger konzipiertes sehr günstiges und leicht spielbares Blatt. Vom Schnitt her ähnelt es RICO, erzeugt aber einen viel runderen und dunkleren Ton, was es durchaus auch für den fortgeschrittenen Spieler interessant macht.
Frederick L. HEMKE (französischer Schnitt) richtet sich an den professionellen Spieler, kommt überwiegend in Orchestern, symphonischen Bands aber auch im Jazz-Bereich zum Einsatz. Es wird aus erstklassigem französischen Schilfrohr hergestellt und von Hand selektiert.

Neu sind die Blätter RICO JAZZ und RICO SELECT JAZZ. Für die Herstellung wird nur allerbestes Holz verwendet. Beide Serien haben ein sehr starkes Herz. RICO JAZZ ist in den gewohnten Halbstärken nur mit ungefeilter Schulter erhältlich und richtet sich an den fortgeschrittenen Musiker. RICO SELECT JAZZ ist gemäß den Bedürfnissen der professionellen Musiker noch feiner abgestuft. Die Blätter sind in 1/3 Stärken erhältlich und können mit gefeilter und ungefeilter Schulter bezogen werden.

Hervorzuheben ist weiterhin das LEVELL. Hergestellt aus erlesenen französischen Hölzern, spricht es sehr leicht an und zeichnet sich durch sehr gute Tonqualität und überdurchschnittliche Haltbarkeit aus.

Nicht nur Holzblätter, sondern auch Kunststoffblätter gehören heute zur Ausrüstung eines Saxophonisten. Jahrelange Forschungen machten es möglich, Kunststoffe zu entwickeln, die in ihrer Struktur und somit auch dem Klang- und Spielverhalten der traditionellen Holzblätter sehr nahe kommen. An dieser Stelle sei das FIBRACELL erwähnt, das Kunststoffblatt aus Kevlarfasern (ein Material, welches ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt wurde) mit quergelagerten Glashohlkügelchen in Kunstharzemulsion. Es spricht sehr gut an und hält sehr lange. Eine Neuentwicklung ist das HAHN aus mehrschichtigem HFC Hohlfasergewebe. Es zeichnet sich aus durch extrem lange Haltbarkeit, exzellente Klangqualität, hervorragende Ansprache und saubere Intonation in allen Lagen.

Eine Zwischenstellung nimmt hier das RICO PLASTICOVER ein, ein Holzblatt, das mit einer Kunststoffschicht überzogen ist. So ist das Blatt vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt und hält so auch etwas länger als ein gewöhnliches Holzblatt.
Generell sei gesagt, daß für offene Mundstückbahnen leichte Blätter, umgekehrt für enge Bahnen schwerere Blätter mit viel Herz und dünner Blattspitze verwendet werden (siehe auch Kapitel 2.3). Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Zur Beurteilung der Klangpersönlichkeit des neuen Mundstückes wird man wohl um einen Test der einzelnen Mundstücke in Verbindung mit unterschiedlichen Blättern wohl nicht umhinkommen. Fragt bei Eurem nächsten Fachhändler nach entsprechenden Testmöglichkeiten!

Ich benutze VANDOREN-Blättchen. Diese sind schon ein wenig teurer als oben angegebene. Allerdings wird dort auch hochwertiges französisches Schilfrohr zur Herstellung verwendet. Dieses bedingt dann eine sehr hohe Haltbarkeit und einen sehr guten Ton. Neu ist die Serie ZZ, welche noch ein wenig härter ist als die Vandoren-Standard.

Mit Kunststoff-Blättchen habe ich keine guten Erfahrungen. Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll. Aber der damit erzeugte Ton ist meiner Meinung nach sehr künstlich. Meine bescheidene Meinung.

Es wäre auch töricht zu sagen, dass die Wahl eines Musikers für alle gilt. Man muss halt ausprobieren.

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Ist das Saxophon-Spiel mit dem Trompetenspiel verwandt?
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N E I N ! ! ! !

Saxophon wird nicht wie die Trompete mit Luft aus dem Mund, sondern mit dem Zwerchfell gespielt. Ich habe schon Fotos von Helge Schneider gesehen, wo er mit aufgeblasenem Mund Alt-Saxophon spielt. Netter Versuch! Aber falsch. Weil nur mit dem Zwerchfell können dann lange Noten mit derselben Intonation gespielt werden.

Ich verwende dieses Instruments für Soli zwischen Gesangsparts, die ich selbst singe. Dafür sollte der Musiker gute Atemübungen machen, um somit das Volumen und somit die Ausdauer zu stärken. So ist es natürlich für den, der einen vernünftigen Gesangslehrer hat der natürlich dann immer Atemübungen macht leichter, längere Noten zu spielen. Dieses ist, gerade wenn höhere Töne der zweiten Oktave gespielt werden wichtig, da man ansonsten die Intonation verliert. Dann „piepst“ oder „quakt“ das Saxophon.

Also ist auch für den Saxophon-Spieler Yoga von Vorteil, es fördert eine korrekte Atmung. Dieses ermöglicht dann eine vernünftige Intonation. Dass dadurch noch eine persönliche Ausgewogenheit fördert ist in diesem Falle ein günstiger Nebeneffekt. Man sollte ihn aber nicht vernachlässigen.

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Ich will Saxophon lernen – Welche Literatur nehme ich?
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Es gibt von vielen Verlagen gute und bessere Saxophon-Lern-Literatur.

Als ein sehr gutes Buch für das Erlernen hat sich
Das Saxophonbuch
Klaus Dapper
Voggenreiter Verlag
erwiesen.

Es gibt dieses Buch in zwei Schwierigkeitsstufen, wenn man beide durch hat, ist man so weit, dass man Einzel-Partituren spielen wird. Man hat die Grund-Lehre abgeschlossen.
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Fazit – was halte ich vom Saxophon?
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Ich habe mich jahrelang nicht getraut Saxophon zu beginnen, da ich dachte es wäre zu schwer. Dem ist nicht so.

Derjenige, der bereits irgendwann mal ob in der Kindheit oder später Flöte gespielt hat, dem werden die Griffe sehr bekannt vorkommen. Aufgrund dessen, dass die Griffe exakt der Lage auf der Klaviatur eines Pianos folgen, wird auch ein Pianist oder Keyboarder leicht ins Saxophon einsteigen.

Saxophon ist für mich, als Musiker der 70er-Generation, als Rock und Hard Rock Leitlinien waren das absolute Instrument. Aber da es auch die leiseren Töne beherrscht, sobald man es vernünftig spielen kann, bietet es dem Solisten, Jazzer oder klassischem Musiker ungeahnte Möglichkeiten.

Ich persönlich möchte das Saxophon nicht mehr missen. In der heutigen Zeit, wo meistens alle möglichen Musiker gehänselt werden mit: „das kommt ja eh von der Kassette“ oder „Du spielst doch nur MIDI-Files“ zeigt das Spielen eines solchen Instrumentes, dass man tatsächlich Naturmusiker ist.

Das ist auch sehr gut, wenn man nebenberuflich oder hauptberuflich Musik macht. Weil dadurch kommen mehr Aufträge. In der heutigen, für Künstler aller Art extrem harten Zeit, da „Geiz ist Geil!“ regiert, ein wichtiger Faktor.

Man kann das Saxophon eins zu eins mit dem Akkordeon vergleichen. Beide Instrumente sind meistens in der populären Musik vertreten, beide sind gut transportabel, beide können nur „natur“ gespielt werden.

Ich hoffe ich kann mit diesem Bericht dem der Saxophon lernen will oder dieses Instrument besser kennen lernen wollte helfen. In der heutigen „Casting-Zeit“ wo wir sogar die Musik aus der Mikrowelle bekommen, ist es sehr wichtig dass mehr Leute ein Instrument lernen. Auch wenn es nur als Ausgleich für die tägliche Arbeit ist, nur um die Seele baumeln zu lassen.
Weil

MUSIK … IST … MEDIZIN
LACHEN … IST … MEDIZIN
FREUNDE … SIND … MEDIZIN

Und all dieses drei Faktoren kann man mit einem Instrument wie das Saxophon zusammenbringen.

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050312: einige Erläuterungen bezüglich 1. Der Bau des Saxophons selbst angefügt
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© billjoel49 – 3587 Wörter
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Instrumentalspiel, das
Bewertung für Saxophon - Tipps von Schatten25

Pro: Es macht unheimlich viel Spaß
Kontra: recht teuer, man braucht viel Geduld beim Lernen!

...Salöm meine Freunde! Heute mal ein Update, ja das muss auch mal wieder sein!!! ^^ Dieser Bericht war in der rohfassung mal mein erster "Höhepunkt" und brachte mir derzeitig die ersten BH's ein! Um so stolzer bin ich darauf! *g* Es geht um das Saxophon - ... Bericht lesen

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28.04.2004
(07.03.2005)
www.music-oldtimer.com positive Erfahrung b vintage Saxophon Kauf
Bewertung für Saxophon - Tipps von saxologe

Pro: schneller professioneller service, sehr gutes Fachwissen und toller Umgan mit Kunden
Kontra: keine

...Mit http://www.music-oldtimer.com habe ich eine tolle und sehr positive Erfahrung gemacht. Ich spiele seit 25 Jahren Sopran Saxophon und davon 15 Jahre professionell. Seit 10 Jahre suche ich das richtige amerikanische Sopran Sax aus den Jahren 20er / 30er ... Bericht lesen

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26.05.2010

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