Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Man lernt etwas über Schach |
| Kontra: |
Man muss viel trainieren |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Zum Glück gibt es immer mehr Leute, die sich entschließen, Schach zu lernen. Da ich nun auch schon bereits zwei Berichte über Schachprogramme geschrieben habe, dachte ich mir, es wäre jetzt mal an der Zeit, etwas zum Spiel selbst zu schreiben. Dieser Bericht soll über Tipps und Tricks zu Schach gehen.
Eine paar Dinge vorweg: Die Vorraussetzung, um diesen Bericht zu verstehen, sind die simplen Schach Grundregeln. Man muss also wissen, wie die einzelnen Schachfiguren ziehen können und welche Regeln es gibt. Wer diese Regeln nicht kennt, aber trotzdem diesen kleinen Kurs verstehen möchte, kann sie auf allen möglichen Seiten nachlesen, man muss einfach nach ,Schach Regeln' suchen.
Leider erlaubt Ciao es nicht, Diagramme mitten in den Text zu platzieren. Das erschwert natürlich das Verstehen. Deshalb habe ich diese Diagramme als Anhang an diesen Bericht gepackt, im Bericht findet man die Verweise auf die Bilder.
Dieser Bericht richtet sich an Einsteiger - an all die, die zwar die Regeln kennen, aber nicht so recht wissen, wie sie im Schach gewinnen sollen. Natürlich kann so ein Bericht auch für fortgeschrittene Spieler interessant sein, da diese sich so an ihre Anfänge erinnern können.
Notation:
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Um Züge zu notieren wird eine spezielle Notation bei Schach verwendet, die eindeutig festhält, welche Züge in einer Partie gemacht wurden. Um diese zu verstehen, muss man das Schachbrett kennen. Stellt man es vor sich hin, ist ganz unten links ein schwarzes Feld. Nehmen wir einmal an, wir sitzen jetzt an der Seite mit den weißen Steinen. Da heißt dieses Feld a1. Das bedeutet: Das Feld liegt auf der a - Linie und gleichzeitig auf der 1 - Reihe. Jede Linie hat einen anderen Buchstaben, von links nach rechts gesehen wäre das a, b, c, d, e, f, g und h. Genau so hat jede Reihe eine andere Zahl. Von unten nach oben wäre diese 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 8. Damit lässt sich jedes Feld genau bestimmen.
Ein Beispiel: Die vier Felder in der Mitte des Schachbrettes heißen e4, d4, e5 und d5.
Bei der Schachnotation gibt man an, welche Figur auf welches Feld zieht. Die Figuren werden folgendermaßen abgekürzt:
Springer = S
Läufer = L
Turm = T
Dame = D
König = K
Alles sehr logisch. Bei Bauernzügen spart man sich den Buchstaben. Schließlich schreibt man noch die Nummer des Zuges vor dem Buchstaben. Eine Notation sieht dann z.B. so aus:
1. d4 Sf6
2. c4 e6
3. Sf3 d5
und so weiter...
Das bedeutet: Im 1. Zug spielt Weiß seinen Bauern nach d4. Welcher Bauer das genau ist, ergibt sich aus den Regeln, es gibt immer nur einen Bauern, der auf ein bestimmtes Feld ziehen kann, ohne eine Figur zu schlagen.
Schwarz spielt im 1. Zug seinen Springer auf das Feld f6. Es gibt nur einen Springer, der dieses Feld erreichen kann.
Im 2. Zug spielt Weiß seinen Bauern nach c4 und Schwarz zieht seinen Bauern nach e6.
Und so weiter...
Nehmen Sie sich mal ein Schachbrett und bauen sie die normale Startposition auf (Diagramm 1). Danach versuchen Sie die obigen Züge nachzuspielen.
Was ist aber, wenn zwei Figuren auf dasselbe Feld ziehen/schlagen können, aber es nur eine bestimmte machen soll? In diesem Fall gibt macht man noch eine Angabe von der Position, von der die Figur steht, die man bewegen möchte.
Ein Beispiel: Weiß hat einen Springer auf dem Feld c6 und einen anderen Springer auf dem Feld e6. Beide können das Feld d4 erreichen. Soll nun der Springer von c6 nach d4, schreibt man Scd4. Das ,c' nach dem ,S' sagt eindeutig aus, dass der Springer, der nach d4 ziehen soll, vorher auf der c - Linie stand. Soll der andere Springer ziehen, schreibt man Sed4.
Wissen sie schon, was die Rochade ist? Wenn nicht, sollten Sie sich noch einmal die Grundregeln anschauen. Die kurze Rochade notiert man als O-O und die lange Rochade notiert man als O-O-O.
Nun eine kleine Übung: Spielen Sie folgende Partie nach:
1. Sf3 c5
2. e4 d6
3. d4 cxd4
4. Sxd4 Sf6
5. Lg5 e6
6. f4
Vielleicht ist Ihnen das ,x' z.B. bei cxd4 oder Sxd4 aufgefallen. Sicher können Sie sich nach dem Nachspielen schon denken, was das heißt: Das ,x' bedeutet, dass eine Figur auf dem nachfolgendem Feld geschlagen wurde.
Zur Kontrolle, ob Sie richtig nachgespielt haben, können Sie Ihre Stellung mit Diagramm 2 vergleichen.
Die Eröffnung:
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Allgemein:
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Hier möchte ich nur ein paar Grundideen zur Eröffnung sagen, es gibt weit über tausend Bücher zu diesem Abschnitt des Schachspiels. Überhaupt gibt es mehr Bücher zu Schach, als zu allen anderen Sportarten zusammen. Zögern Sie beim Interesse am Spiel nicht daran, mal eines zu kaufen.
Die Eröffnung ist der erste Abschnitt einer jeden Schachpartie. Ziel der Eröffnung ist es,
- das Zentrum (e4, d4, e5, d5) zu besetzten und zu kontrollieren
- möglichst viele Figuren in Richtung Zentrum zu bringen
- den eigenen König in Sicherheit zu bringen.
Seinen Gegner sollt man natürlich gleichzeitig an diesem Vorhaben hindern.
Das Zentrum besetzten und kontrollieren: Das Zentrum ist der wichtigste Ort in der Eröffnung. Im Zentrum können die Figuren eine große Anzahl Felder kontrollieren. ,Kontrollieren' heißt im Schach, dass die Figuren jeder Zeit auf dieses Feld ziehen (schlagen) können. Bauern sind ideal um ins Zentrum vorzustoßen und dort Felder zu kontrollieren, um den eigenen Figuren einen ,Stützpunkt' zu sichern und den gegnerischen Figuren den Zuritt zu verwehren.
Ein General wäre sehr dumm, wenn er seine Soldaten, Panzer und Flugzeuge nur in seinem Hangar behalten würde.
Möglichst viele Figuren in Richtung Zentrum zu bringen: Hier ist das ,in Richtung' zu betonen. Es reicht oft aus, wenn die Figuren ein paar Felder des Zentrums kontrollieren. Stehen sie im Zentrum, können sie oft leicht von gegnerischen Bauern wieder weggestoßen werden.
Den eigenen König in Sicherheit zu bringen: Wie Sie schon wissen, beendet ein Matt die Partie sofort. Deshalb sollte man seinen König vorerst schützen. Dabei hilft oft die Rochade.
Die Grundidee:
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Nehmen wir einmal an, Schwarz dürfte nicht ziehen. Wie sollte man die Partie beginnen? Zuerst sollte man e4 und d4 spielen. Die beiden Bauern besetzten das Zentrum und kontrollieren die Felder c5, d5, e4 und f5. Außerdem sind nun die Diagonalen für die beiden Läufer offen.
Als nächstes sollte man seine Springer ,entwickeln'. ,Entwickeln' heißt grob gesagt ,herausbringen, ins Spiel bringen'. Also Springer nach f3 und c3. Es wäre ein Fehler, den Springer nach h3 zu entwickeln, da er von dort keinen großen Einfluss auf das Spiel hat und von dort aus weniger Felder kontrolliert. Man sollte in der Eröffnung Springer vor Läufer entwickeln, da Springer weniger Felder für ihre Entwicklung zur Auswahl haben, als Läufer.
Jetzt sind die Läufer dran! Sie haben viele freie Felder zur Entwicklung, welches das Beste ist, hängst von der Stellung ab. In diesem Fall hier empfehle ich die Felder c4 bzw. f4.
Jetzt noch schnell den König in Sicherheit bringen. Das geht super mit der Rochade. Die Rochade bringt außerdem noch den Turm ins Spiel.
Zu guter letzt sollten die Türme verbunden werden. Dazu muss die Dame nur ein oder zwei Felder nach oben. Da die Dame die wertvollste Figur ist, sollte man sie lieber nicht in die Nähe der gegnerischen Steine bringen, da sie dort leicht verscheut werden kann.
Natürlich ist dies nur eine Traumvorstellung. Der Gegner hat schließlich auch Züge. Aber jetzt kennen Sie die grobe Idee, die hinter den meisten Eröffnungen steckt.
Wichtig: Man sollte versuchen, seinen Gegner am Erreichen dieser Ziele zu hindern.
Der Wert der Figuren:
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Im Schachspiel kommt es oft zum Abtausch von Figuren und Bauern. Alle Figuren haben aber einen unterschiedlichen Wert. Damit man einen Überblick vom Wert einer Figur hat, gibt es folgende Angaben zum Wert von Figuren. Die Werte sind in ,Bauerneinheiten', also den Wert eines Bauern angegeben:
Bauer: 1
Springer: 3
Läufer: 3
Turm: 5
Dame: 9
König: unendlich
Diese Werte sind natürlich nur zur Orientierung. Der genaue Wert einer Figur hängt konkret von der Stellung ab. Manchmal ist ein Bauer sogar mehr wert als eine Dame.
Es kommt öfter vor, dass der Läufer stärker ist als der Springer, aber in etwa einem von Zehn Fällen ist der Springer wieder stärker.
Stehen viel Bauern auf dem Brett, die sich nicht bewegen können (man nennt das: geschlossene Stellung), ist der Springer stärker als der Läufer. Sind wenig Bauern auf dem Brett (offene Stellung) sind meist die Läufer stärker. Ein Läuferpaar (also beide Läufer) sind in offenen Stellungen auch mehr Wert, als ihre einzelnen Werte addiert.
Sie werden später bestimmt einmal ein Gefühl für den Wert einer Figur bekommen. Es ist z.B. schon jetzt klar, dass eine Dame mehr wert ist als ein Läufer, da die Dame in ihrer Bewegung viel uneingeschränkter ist, als der Läufer.
Ein paar Fragen:
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Nun können Sie ihr bisheriges Wissen testen! Bauen Sie die Startposition auf und sagen Sie mir, welches der beste erste Zug ist:
a) 1. Sa4
b) 1. f3
c) 1 .d4
Lösung:
a) Kein Guter Zug. Der Springer kann am Rand nicht viel zum Spielgeschehen beitragen, außerdem kann Schwarz ihn mir 1... e5 sofort mit seinem Läufer angreifen
b) Auch sehr schwach. Der Zug öffnet eine Diagonale zum eigenen König, die die schwarze Dame ausnutzen könnte. Außerdem kontrolliert der Zug nicht das Zentrum.
c) Der beste unter den drei Zügen. Er kontrolliert das Zentrum und öffnet noch die Diagonale für den c1 Läufer.
Was spielt Schwarz?
a) 1... e5
b) 2... Sf6
c) 3... a5
Lösung:
a) Der Zug geht zwar in Richtung Zentrum, aber Weiß kann den Bauern einfach schlagen, 2. dxe5 und Schwarz hat einen Bauern verloren.
b) Ein guter Zug. Schwarz entwickelt seien Springer, bereitet also die kurze Rochade vor und Kontrolliert d5 und e4 mit dem Springer.
c) Ein Anfängerfehler. Sie wollen ihren Turm herausziehen, oder? Nach 2. e4 ist der Traum vorbei, denn der f1 Läufer kontrolliert nun das Feld a6, wo ihr Turm hin sollte. Überhaupt sollte der Turm während der Eröffnung möglichst hinter den Bauern sein.
Es gibt noch eine weitere wichtige Faustregel für die Eröffnung: Jede Figur sollte möglichst nur einmal ziehen. Der Grund: Man sollte möglichst viele Figuren entwickeln, wenn man aber eine Figur zweimal hintereinander zieht, verzichtet man somit darauf, stattdessen eine andere Figur zu entwickeln. Hier ein Beispiel:
1. e4 e5 2. Lc2 Sf6 3. Lb5
Weiß zieht den Läufer zweimal hintereinander, obwohl er auch gleich nach b5 ziehen könnte. Weiß verschwendet also einen ganzen Zug. Man sagt, er verliert ein ,Tempo'. Gerade in der Eröffnung ist es wichtig, diese Tempi zu haben.
Ich möchte ihnen gerne in einer Beispielpartie zeigen, wie wichtig das richtige Spielen in der Eröffnung ist. Es ist eine Partie zwischen dem ehemaligen Weltmeister ,Bobby' Fischer und R. Fine. Gespielt wurde in New York 1963. Fischer führt die weißen Steine.
1. e4 e5
2. Sf3
Der Springer greift den e5 Bauer an.
2... Sc6
Der schwarze Springer wird entwickelt und deckt gleichzeitig e5.
3. Lc4 Lc5
4. b4
Weiß opfert einen Bauern. Aber um den Bauern zu schlagen, muss Schwarz seien Läufer noch einmal ziehen und er verliert somit ein Tempo. Man nennt solche Eröffnungen, indem man einen Bauern für andere Vorteile opfert, ein Gambit. Diese Eröffnung heißt ,Evans Gambit'.
4... Lxb4
5. c3
Und wieder muss der Läufer ziehen.
5... La4
6. d4
Fischer greift im Zentrum an und öffnet gleichzeitig Linien für seine Figuren.
6... exd4
7. O-O
Weiß kann den Bauern nicht zurücknehmen, da sonst der Läufer den König schlagen könnte. Weiß opfert also einen weiteren Bauern, diesmal für Königssicherheit.
7... dxc3
Schwarz frisst den dritten Bauern. Er hat nun zwar drei Bauern mehr, ist aber vollkommen unentwickelt und der König ist auch nicht in Sicherheit.
8. Db3
Dame und Läufe greifen beide das Feld f7 an. Weiß entwickelt also seine Dame und zwing Schwarz damit seine Stellung weiter zu verschlechtern.
8... De7
Die Dame verteidigt mit dem König das Feld f7.
9. Sxc3
Fischer holt sich einen geopferten Bauern zurück und entwickelt gleichzeitig seinen Springer.
9... Sf6
10. Sd5
Der Springer greift die schwarze Dame an. Diese muss aber auf ihrem Feld bleiben um f7 zu verteidigen.
10... Sxd5
11. exd5 Se5
12. Sxe5 Dxe5
13. Lb2
Weiß ist komplett entwickelt, alle seine Figuren stehen für den Angriff bereit.
13... Dg5
Schwarz versucht noch das Feld g7 mit der Dame vor dem Angriff des Läufers auf b2 zu decken.
14. h4!
Das Motiv der Ablenkung: Nimmt Schwarz den Bauern, kann er g7 nicht mehr verteidigen.
14... Dxh4
15. Lxg7
Schwarz ist verloren. Der König steht schutzlos im Zentrum und seine Figuren stehen nicht bereit ihm zu helfen.
15... Tg8
16. Tfe1+
Nutzt die Gunst der Stunde und bringt eine weitere Figur mit Tempo in den Angriff.
16... Kd8
17. Dg3!!
Ein brillanter Zug! Schlägt Schwarz die Dame mit 17... Dxg3 kommt 18. Lf6 und Matt. Schwarz kann das sichere Matt noch mit 17... De7 etwas herauszögern, verliert aber nach 18. Txe7 seine Dame.
Das war doch eine schöne Partie, oder?
Eröffnungsfallen:
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Man kann seinem Gegner in der Eröffnung oft ein paar Fallen stellen, um die Partie schnell für sich zu entscheiden.
Es gibt über hundert Eröffnungsfallen. Sie zielen haben immer eines dieser drei Ziele: Das Matt, den Materialgewinn oder den Positionsvorteil. In diesem Beispiel möchte ich mal eine kleine, sehr unbekannte Eröffnungsfalle zeigen, die schon sehr früh in der Partei zuschnappt.
1. d4 Sf6
2. Lg5 e6
3. Sc3 c5
4. dxc5 Lxc5
5. Se4
Und schon ist die Falle fertig. Weiß droht den schwarzen Springer zu schlagen. Er denkt, dass Schwarz den Springer auch nicht wegziehen kann, da sonst der Läufer auf g5 einfach die Dame schlagen kann. Aber Schwarz hat eine Überraschung:
5... Sxe4!!
Bestimmt denken Sie jetzt: Oh, Schwarz verliert seine wertvollste Figur, die Dame. Aber auf 6. Lxd8 folgt 6... Lxf2 Matt.
Um das Matt zu verhindern muss Weiß 6. Le3 spielen, wonach er wirklich sehr schlecht steht.
Eröffnungsbeispiel:
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Sie kennen jetzt schon ein paar Grundlagen, mit denen Sie die ersten paar Züge Ihrer Partie überlegen sollten. Das Gelernte möchte ich nun noch einmal anhand eines Eröffnungsbeispieles demonstrieren. Die gespielte Eröffnung nennt sich ,Sizilianische Verteidigung', gekennzeichnet durch die Zugfolge 1. e4 c5.
1. e4
Ein sehr guter erster Zug. Er öffnet Linien für den weißen Läufer und für die Dame. Außerdem kontrolliert er ein wichtiges Feld im Zentrum (d5).
1... c5
Auch Schwarz kontrolliert ein Feld im Zentrum.
2. Sf3
Entwickelt den Springer und bereitet die kurze Rochade vor.
2... Sf6
3. d4
Weiß fordert den c5 Bauern heraus.
3... cxd4
4. Sxd4
Der weiße Springer muss nun zweimal ziehen, bekommt aber dafür eine gute Position im Zentrum.
4... Sf6
Schwarz entwickelt seinen Springer und greift gleichzeitig den weißen e4 Bauern an.
5. Sc3
Verteidigt den Bauern und entwickelt ebenfalls den Springer.
5... d6
Öffnet die Diagonale für den Läufer.
6. Lc4 e6
7. Le3 Le7
8. De2 O-O
9. O-O-O Dc7
Die Könige sind nun sicher und die Eröffnung ist abgeschlossen.
Schlussworte:
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Dies war nun ein kleiner Ausflug in die Welt der Eröffnungen. Sie sollten nun Ihre ersten Partien gegen ein Computerprogramm versuchen, um mehr über Eröffnungen zu lernen. Eröffnungen sind der Teil im Schach, indem es mehr um das Auswendiglernen von Varianten ankommt, als um das eigentliche ,Schachspielen'. Dies ist der Grund, warum es viele gibt, die eine möglichst unbekannte Eröffnung spielen, um seinen Gegner auf unbekanntes Terrain zu bringen.
In der Eröffnung spiegelt sich auch oft der Stil eines Schachspielers wieder. Es gibt sehr ruhige Eröffnungen, sehr riskante Varianten, Gambits werden oft von Angriffsspieler gespielt und mache Eröffnungen sind so langweilig, das sie nur gespielt werden, um die Partie möglichst schnell zum Remis (Unentschieden) zu erklären.
Ich empfehle Ihnen, nur einen sehr kleinen Teil Ihres Studiums an Eröffnungen zu verwenden. Eröffnungen spielen heißt nicht Schach spielen, sondern nur Auswendig lernen. Es gibt Spieler, die sich fast nur der Eröffnung widmen. Sie kommen vielleicht mit ein oder zwei Bauern mehr aus der Eröffnung, aber mit jedem weiteren Zug, der gespielt wird, verlassen sie ihr Spezial Gebiet und man kann diese Spieler im Mittel- oder Endspiel schlagen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man auch mit angeblich schlechten Eröffnungen erfolgreich seien kann. Dies liegt daran, dass der Gegenspieler meist nicht auf diese Eröffnungen vorbereitet ist und deshalb im umbekannten Terrain tastet.
Sie sollten Ihr Eröffnungswissen vorerst auf ein paar Eröffnungen beschränken. Dies lässt sich machen, indem sie z.B. als Weißer mit 1. d4 eröffnen und die entstehenden Stellungen analysieren. Somit schließen Sie sämtliche Varianten, die nach 1. e4 kommen, aus. Danach können Sie immer mehr Varianten, die Ihnen als schlecht vorkommen, ausschließen.
Bei Ihrem Studium werden Sie vielleicht merken, dass alle Eröffnungen unterschiedliche Namen haben. Z.B.: Italienisch, Damen Gambit, Königsindisch, Königs Gambit etc. Lassen Sie sich von den z.T. komisch klingenden Namen nicht verwirren, sie bezeichnen einfach Stellungen, die nach bestimmten Zugfolgen entstehen und dienen Einfach der Übersichtlichkeit.