Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
NICHTS |
| Kontra: |
Einfach alles ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! Schmerzen, Fieber . . . . . . |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Hallo liebe Leser
Letztes Jahr gab es eine ZEit, da ging es bei mir zu Hause drunter und drüber und ich
dachte mir, ich berichte Euch mal darüber.
Mein Sohn war fast 4 Jahre alt und ging in den Kindergarten.
An einem Wochenende konnte der Kindergarten bei einem Wettlauf teilnehmen und wir haben unseren Sohn dafür angemeldet.
Es war an dem Tag sehr warm und er kam mir sehr unfit vor, wobei er doch sonst gerne und viel läuft.
Er kam sehr kaputt im Ziel an, was mich eigentlich wunderte.
Ich muß vielleicht noch erwähnen, das es für Kinder in seinem Alter
400 Meter sind, es also schon machbar ist und diese Strecke die Kinder eigentlich nicht überfordert.
Den Rest des Tages war er aber ganz normal und wir haben uns nicht weiter Gedanken darüber gemacht.
In der Nacht aber, ist er 4 mal aufgewacht und hat ganz viel getrunken,
war leicht fiebrig und hatte Halsschmerzen.
Am nächsten Morgen kam er weinend aus seinem Zimmer und hat gesagt, das er starke Halsschmerzen hat.
Ich bin dann mit ihm zum Hausarzt gegangen und hab gesagt, das ich vermute das er sich bei der Hitze gestern mit dem Laufen etwas überanstrengt hat und er deswegen Fieber hat.
Er hat ihn dann untersucht, gesagt er soll 2 Tage vom Kindergarten zuhause bleiben, Fiebersaft nehmen und sich schonen.
Falls das Fieber am 3. Tag noch nicht weg ist soll ich nochmal kommen.
Also ging ich heim und legte meinen Sohn in´s Bett, gab ihm Globuli und hoffte, das es besser wird.
Ich hab ihn sogar fern sehen lassen, damit er seine Halsschmerzen vergißt und das heißt was, denn ich will eigentlich nicht das er unterm Tag fern sieht.
Er tat mir so leid, wollte nicht essen und hat nur geweint das ihm der Hals so weh tut.
Mittags konnte ich ihn dann überzeugen das er etwas schlafen soll,
damit es ihm wieder besser geht.
Ich hab ihm im Schlaf ein paar mal an die Stirn gelangt und er wurde immer heißer.
Hab dann mal beim Kindergarten angerufen und bescheid gegeben das er wahrscheinlich diese Woche nicht mehr kommen wird.
Der Kindergärtnerin hab so geschildert was los ist und da bekam ich DEN Tipp.
Es könnte Scharlach sein
Ich bin aus allen Wolken gefallen, denn damit hab ich nicht gerehnet.
Dachte eben er ist geschwächt oder hat sich ne fetzen Erkältung eingefangen.
Ich hab mich dann sofort an den Computer gesetzt und Scharlach gegoogelt.
Ich las und las und las....
Und war total platt, er hat Scharlach !!!
Nachdem er nach 2 Stunden immer noch geschlafen hat, hab ich ihn aufgeweckt und bin mit ihm zum Kinderarzt gefahren.
Hab ihn erstmal vor der Türe stehen lassen um drinnen bescheid zu sagen das ich ein Kind mit vermutlich einer ansteckenden Krankheit vor der Türe stehen habe.
Aber ein jammerndes Kind, dem es überhaupt nicht gut geht irgendwo stehen zu lassen ist ja nicht so einfach, denn in so einer Situation braucht man die Mama ja jede Sekunde.
Naja, als wir das dann doch geschaft hatten, wurden wir in ein extra Zimmer verbannt, damit wir die anderen Kinder die grad da waren nicht anstecken können.
Als wir dann dran waren, kam der Arzt rein und ich hab gesagt das ich glaube das mein kleiner Schatz Scharlach hat.
Hab ihm dann erklärt was bis jetzt alles so war und was ich im Internet gelesen habe.
Da kam ein Grinsen vom ihm :
Ach der Internet Doktor !!!
Er hat ihn angeschaut, hat ihn untersucht und hat dann auf seine Leiste geschaut.
Schaut mich an und grinst wieder:
" Na was hat den der Dr. Internet alles gesagt? "
Wie aus der Pistole geschossen kam von mir:
" Aussschlag in der Leistengegend "
Da mußte er erstmal los lachen.
Das hat meinem Sohn dann erstmal kurzzeitig sein Leid vergessen lassen.
Der Ausschlag war zum Glück aber nicht da.
Als er dann in seinen Hals geschaut hat, hat er mir dann auch die weißen Pusteln auf den Mandel gezeigt die im Internet auch beschrieben waren.
Also war es klar, er hatte sicher Scharlach.
Er hat ihm dann Antibiotika verschrieben ( InfectoCillin Saft ) und gesagt, das er nach 2 Tagen nicht mehr ansteckend ist, er eigentlich wieder in den Kindergarten dürfte.
Konnte ich mir aber nicht vorstellen, so schlimm wie es meinem Sohn im Moment ging.
Wir haben ihm also das Antibiotikum 3 x am Tag gegeben und es dauerte wirklich 2 Tage bis es ihm besser ging.
Aber diese 2 Tage waren wirklich schlimm für ihn, er hatte immer wieder gejammert das ihm der Hals so weh tut.
Wir mußten ihn 2 x am Tag noch zusätzlich Fiebersaft geben, damit er wenigstens etwas schlafen konnte und ihm die Schmerzen für eine paar Stunden genommen wurden.
Ich fand es ganz schlimm mein Kind so zu sehen.
Aber am 3. Tag ging es aufwärts.
Er hatte schon wieder Blödsinn im Kopf und der hätte eigentlich wirklich wieder unter Kinder gekonnt, er war wieder fit.
Hab ich aber nicht getan, ich hab ihn noch den Rest der Woche zuhause gelassen, damit er sich ganz erholen kann und das fand ich auch richtig so, würde es wieder so machen.
Der Hautausschlag kam bei ihm nicht und auch die himbeerfarbene Zunge nicht, da wir sehr zeitig beim Arzt waren und mit dem Antibiotika begonnen haben.
Wenn das Krankheitsbild nicht eindeutig ist, kann der Arzt einen Abstrich machen oder mit einer Blutanalyse Scharlach nachweisen.
Das war unser Erlebnis mit Scharlach.
Ich möchte Euch aber noch schreiben was ich im Internet so gelesen habe, finde ich interessant und hilft vielleicht Euch diese Krankheit bei Eueren
Kindern schnell zu erkenne.
Scharlach ( Scarlatina )
Verursacher
Die Krankheit wird von Bakterien ( Steptokokken ) ausgelößt
Es gibt mehrere Arten davon deshalb kann ein Mensch in seinem Leben mehrfach an Scharlach erkranken.
10 - 20 % aller Menschen tragen die Keime in sich ohne Sympthome
Anfällig sind
Meist Vorschulkinder oder Schulkinder, weil sie in Einrichtungen sind in denen viele Kinder aufeinander treffen.
Säuglinge bis zum 6ten Monat bekommen es nicht, da sie noch den Schutz der Mutter haben.
Kinder bis zum 2. Lebensjahr bekommen es relativ selten.
Es kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.
Erkennungsmerkmale
- Kopfschmerzen
- Halsschmerzen
- roter Rachen mit weißen Pusteln auf den Mandeln
- Schluckbeschwerden
- Lymphknoten am Hals dick angeschwollen
- hohes Fieber
- Zunge erst weiß, nach 2 - 3 Tagen " Himbeerzunge ", das heißt die Zunge
nimmt einen himbeerfarbigen Ton an
- evtl. Bauchweh
- 2-4 Tage nach Krankheitsbeginn kann ein Hautausschlag kommen mit
kleinen Rötungen, die meist in der Leistengegend oder in den
Achselhöhlen beginnt
Bei ganz schlimmen Fällen überzieht der Ausschlag den ganzen Körper
und nur um den Mund bleibt die Haut frei.
Dieser Ausschlag wird durch die toxischen Ausscheidungen der Bakterien
ausgelößt.
Nach 3 - 5 Tagen verschwindet der Ausschlag und nach ca 1 Woche fängt
die Haut an sich zu schuppen.
Vor allem an Händen und Füßen
Das Schuppen kann über einen längeren Zeitraum gehen.
Behandlung
Behandelt werden MUSS mit Antibiotika, meist Penicillin.
Sollte eine Penicillin - Unverträglichkeit sein, kann man auch
Erythromycin verwenden.
Das Penicillin MUSS 10 Tage eingenommen werden
Nach 2 Wochen nochmal zum Arzt zur Kontrolle.
Was kann passieren, wenn man das Antibiotikum nicht ausreichend lang oder in ausreichender Menge einnimmt?
Nach 2 Wochen kann es zu schwerwiegenden Krankheiten kommen:
An Herz, Nieren, Gelenken und Schock.
Rheumatisches Fieber:
Kann den Herzmuskel befallen
--> Langzeitfolgen Narben an den Herzklappen
--> Folge kann sein Herzklappenfehler
Entzündung der Nierenkörperchen
--> in extrem Fällen Nierenversagen
neurologische Beschwerden:
Nicht unterdrückbare Überbewegung
--> durch Antibiotika bei uns nicht mehr sehr verbreitet,
kommt in Entwicklungsländer leider noch häufig vor.
Schäden bei toxischem Scharlach
--> besonders schwerer Verlauf der Krankheit:
- Hohes Fieber
- Hauteinbutung
- Muskelkrämpfe
- Schock
- kann tödlich sein
Übertragung
Tröpfcheninfektion
Die Bakterien werden durch Tröpfchen übertragen,
das heißt beim Sprechen, Niesen, Husten...
Ansteckung --> Ausbruch:
Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Zeitpunk des Ausbruchs der Krankheit können 1 - 4 Tage vergehen.
Ansteckungsdauer:
Bei Verwendung von Antibiotika ist man nach 2 Tagen nicht mehr ansteckend
Ohne Antibiotika sind Erwachsenen und Kindern 4 - 5 Wochen ansteckend
Weiter Behandlung Zuhause:
- im Bett bleiben
- Fieber mit Wadenwickel oder Fiebermittel (z.B. PAracetamol) senken
- Brei oder ähnliche weiche Speisen essen
- Viel Trinken ( 2 Liter pro Tag ohne Fieber - pro ° Fieber, halber Liter mehr )
Vorbeugen:
Kann man eigentlich nicht, nur wenn man den Kontakt mit Erkrankten vermeidet.
Bei engem Kontakt mit erkrankten Personen vorsorglich mit Penicillin behandeln ( Lehrer, Kindergärtnerinen, Krankenschwestern.. )
2 Tage nach Behandlung und fern bleiben der Symptome kann die Arbeit in der öffentlichen Einrichtung wieder aufgenommen werden.
So, jetzt hoffe ich, ich konnte Euch sensibilisieren falls die Krankheit Euch heimsucht (was ich nicht hoffe ), damit ihr sofort wißt was los ist und gleich zum Arzt geht.
Ich war damals froh so viel Infos durch´s Internet zu bekommen und hoffe, daß ich jetzt auch jemandem helfen konnte
Schöne Grüße
kurtmahr2001
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