Eine verschwundene Madonnenstatue, ein abgetrennter Finger, eine Frauenleiche, mit einem Rosenkranz ans Chorgestühl der Dorfkirche gefesselt - im idyllischen Schattenbach inmitten... mehr
Madonnenstatue, ein abgetrennter Finger, eine Frauenleiche, mit einem Rosenkranz ans Chorgestühl der Dorfkirche gefesselt - im idyllischen Schattenbach inmitten der Weinb...
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Pro: Amüsant, ganz spannend Kontra: etwas langsamer Einstieg
Nachdem ich vor einiger Zeit mal wieder Lust auf einen österreichischen Krimi hatte, hielt ich nach einem neuen Autor Ausschau und so fiel mir der Krimi "Schattenbach" ins Auge
Aufmachung:
"Schattenbach" ist ein Hardcover Buch mit Schutzumschlag und ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Lebens auf dem Lande erzählt Christoph Wagner in seinem Kriminalroman Schattenbach. Schattenbach ist ein fiktiver Ort in Niederösterreich, vermutlich in der Wachau. Im Mittelpunkt steht dabei das Heimathaus mit seiner Mineralien- und Nachttöpfesammlung sowie einer sechsfingrigen gotischen Madonna, die verschwindet. Als zwei Frauen aus dem Asylantenheim ermordet aufgefunden werden, wird Mario Carozzi, Doktor der Archäologie und Kustos am Heimatmuseum, als Hobbydetektiv aktiv. Rasch zählen der Bürgermeister, der Pfarrer und der Dechant sowie ein reicher Geschäftsmann zum Kreis der Verdächtigen. Auf Carozzi warten einige Abenteuer, die den Leser höchst amüsieren, den Kustos allerdings in gleichem Maße isolieren und verärgern. Immer dann, wenn die Frustrationsgrenze erreicht ist, baut er seine Aggressionen mit Schärfe, sprich dem Gewürz Chili, ab, schiebt ein Huhn oder Garnelen samt Reisring ins Rohr und hackt Zwiebeln fein. Wer, wenn nicht Christoph Wagner, der langjährige ständige Gourmet-Kolumnist, der Autor zahlreicher Bücher kulinarischen Inhalts, wüsste nicht besser, dass man mittels Schärfe Aggressionen in den Griff bekommt. Auch ist der Theaterkritiker und Autor von Kabarettprogrammen sowie Theaterstücken vertraut mit kleinstädterischer Bigotterie, Fremdenfeindlichkeit und unsauberen Geschäften. So konnte an dem Debütroman nichts schief gehen. Die Figuren sind aus einem Guss, besonders die Figur des Carozzi, der zumindest als Liebhaber in Schattenbach geschätzt wird. Wenn auch die Bewohner manchmal mit einer übertriebenen Geschwätzigkeit auftreten -- das Buch bereitet Vergnügen, und die Spannung hält bis zur letzten Seite durch. Und der Hobbydetektiv verlässt Schattenbach, da hilft kein noch so scharfes Gericht mit Chili. --Elfriede Quell