Das Cover dieses Buches ist ansprechend und der Titel „Schattenkind“ macht neugierig. So erging es mir, als ich dieses Buch kaufte. Die Beschreibung auf der Rückseite läßt Spannung erahnen, auch wenn das Thema nicht gerade interessant ist (eine Frau entführt kurzentschlossen ein Kind). Man ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von kroetenfieber über Schattenkind / Blumenthal, Valerie 19. November 2003
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
durchschnittlich
Unterhaltungswert:
recht gering
Spannung:
durchschnittlich spannend
Humor:
wenig humorvoll
Aufmachung:
schön
Pro:
Buchcover, Buchtitel
Kontra:
Unterhaltungswert nicht sehr hoch, zeitweise langweilig
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Das Cover dieses Buches ist ansprechend und der Titel „Schattenkind“ macht neugierig. So erging es mir, als ich dieses Buch kaufte. Die Beschreibung auf der Rückseite läßt Spannung erahnen, auch wenn das Thema nicht gerade interessant ist (eine Frau entführt kurzentschlossen ein Kind). Man hätte jedoch einiges daraus machen können. Doch was war da in der Vergangenheit, wenn bei der Titelbeschreibung versprochen wird, die Hauptfigur Isabella würde nicht nur das Geheimnis der Vergangenheit eines fremden Kindes enthüllen, sondern sie würde auch ihre eigene Kindheit mit anderen Augen sehen. Nach dem Lesen des Buches halte ich diese Vorankündigung für zu dick aufgetragen, es wird mehr versprochen, als die Geschichte hält.
Valerie Blumenthal --------------------- Über die Autorin läßt sich so ohne weiteres nicht viel erfahren. Im Buch steht lediglich, daß sie Artikel für die Oxford Times geschrieben hat, Schriftstellergruppen organisiert und Inhaftierte eines Gefängnisses in kreativem Schreiben unterrichtet. Zudem gibt sie Englischunterricht für Nicht-Muttersprachler. Sie hat eine Tochter und lebt in Oxfordshire. Neben „Schattenkind“ hat sie noch Romane mit Titeln wie „Echo der Erinnerung“ und „Mein Bruder Ben“ geschrieben.
Die Geschichte ----------------- Isabella ist eine Frau und Ende Dreißig. Sie ist mütterlicherseits Engländerin und väterlicherseits Italienerin. Als Dolmetscherin und Übersetzerin wohnt sie in London. Sie hat einen Liebhaber, der wesentlich jünger ist als sie und führt eine lockere Beziehung, die eigentlich nur die körperliche Liebe einbezieht. Es scheint keine Verbundenheit zwischen ihr und ihrem Schauspieler Peter vorhanden zu sein. Isabella lebt in ihrer Wohnung zusammen mit ihrem Kater Garibaldi.
Isabella führt ein recht zufriedenes Leben, kann sich bei den Übersetzungen ihre Zeit relativ frei einteilen, kauft regelmäßig ihre Zeitung bei einem Kiosk um die Ecke, und zunächst passiert nichts besonderes als eine (routinierte) Liebesnacht mit Peter.
Sie war zwar einmal verheiratet, hat jedoch keine Kinder und auch keine besondere Beziehung zu Kindern. Am Kiosk steht ein Kinderwagen. In diesem Kinderwagen sitzt ein kleines Mädchen, das von niemandem abgeholt wird und mutterlos zu sein scheint. Sie sieht dem Kind Hannah in die Augen und ist hin und weg. Sie schnappt sich kurzerhand den Kinderwagen und bringt das Kind nach Hause statt zur Polizei. Ab jetzt ist sie eine Kindesentführern. Sie findet einen Brief der Mutter vor, stellt fest, daß das Kind am ganzen Körper geschlagen worden ist und flieht mit Hannah in ein kleines Dorf am Meer. Da sie dort ihre Übersetzungen weiter bearbeiten kann, mietet sie dort ein altes Haus und nimmt sich vor, mehrere Monate lang dort zu bleiben. In dem kleinen Ort, in dem jeder über jeden spricht und die Welt ganz anders ist als in der Großstadt, lernt sie etliche Menschen kennen, darunter (natürlich auch) einen Mann, mit dem sie eine Beziehung eingeht, und es geschehen allerhand Dinge. An dieser Stelle möchte ich die Inhaltsbeschreibung beenden.
Mein Eindruck ------------------ Ich habe nicht gegen fiktive Geschichten, wenn sie gut und wirklich spannend geschrieben sind - oder zumindest so, daß das Buch fesselt und den Leser auf irgendeine Art und Weise mitreißt, ob nun mit Spannung oder ohne. All diese Dinge habe ich in „Schattenkind“ vermißt. Als Leser möchte man zwar wissen, was nun aus der Entführungsgeschichte wird, doch ist dies der einzige Grund, warum ich das Buch überhaupt zuende gelesen habe. Ansonsten hätte ich spätestens in der Mitte der Geschichte aufgehört, mich mit „Schattenkind“ zu beschäftigen.
Zunächst ist die Geschichte recht langatmig. Isabella kommt in das Dorf, und dort wurde es für mich erst einmal mehr oder weniger langweilig. Später überhäufen sich einige Vorkommnisse, von denen man zu sehr den Eindruck hat, sie seien völlig aus der Luft gegriffen und sind vollkommen unrealistisch und teilweise auch kitschig. Einfach nur Dinge passieren zu lassen, reichte mir nicht aus. Der Schreibstil war einfach nicht so, daß er mich beeindruckte oder unterhielt. Ich habe den Eindruck, daß Valerie Blumenthal versucht hat, hier und dort Lockerheit aufkommen zu lassen, doch ist es einfach nur Oberflächlichkeit. Wenn man bedenkt, daß Valerie Blumenthal andere Menschen in kreativem Schreiben schult, so kann ich mir fast vorstellen, daß sie lehrt, der Phantasie freien Lauf zu lassen und sich „irgendwas“ einfallen zu lassen. Ob etwas dabei herauskommt, ist jedoch eine andere Sache. Ihr selbst ist dies in „Schattenkind“ nicht sehr gelungen.
Die Beschreibung von erotischen Szenen gibt dem Buch auch keinen Pfiff. Diese Szenen sind nicht angenehm zu lesen, an manchen Stellen schon etwas pervers und einfach nicht besonders schön oder gar anregend. Ich kann Isabellas Einstellung - sowohl gegenüber der körperlichen Liebe als auch ihrer sonstigen Einstellung - nichts abgewinnen. Sie hat zwar an einer Vergangenheit zu knapsen, in der es um ein Ereignis geht, in der sie Opfer ist, doch ein „Aufarbeiten“, wie es angekündigt wurde, findet nicht wirklich statt. Sie denkt einfach nur an diesen schlechte Teil ihres Lebens zurück, doch das war es dann auch. Die „Auflösung“ über Hannahs Vergangenheit ist dermaßen aus den Fingern gesogen und langweilig, daß ich darauf hätte verzichten können.
Das Buch ist in der Gegenwartsform und in dritter Person geschrieben. Was mich gestört hat, ist, daß die Autorin am Ende des Buches den gleichen Satz noch einmal wiederholt, der bereits zu Beginn des Buches vorkam - und das muß nicht sein. (Es ist der Satz gleich zu Beginn der Leseprobe, die ich aus verschiedenen Passagen zusammengestellt habe.) Es galt an diesen beiden Stellen nicht, dadurch etwas zu betonen, sondern es ist einfach nur ein doppelter Satz. Bei der Suche nach einem interessanten Ausschnitt für die Leseprobe habe ich mich ziemlich schwer getan. Wenn man nach dem Lesen noch einmal hier und dort blättert und kleine Passagen zum wiederholten Mal liest, wird einem die Mittelmäßigkeit der Geschichte noch ein wenig deutlicher:
Leseprobe ------------ „Die übliche Routine: Wasserkessel aufsetzen, Kaffeebohnen mahlen, Vorhänge aufziehen - endlich einmal heller Sonnenschein. Draußen auf der Veranda verlieren die Geranien in ihren Terracotta-Übertöpfen den letzten Nachttau. Trocken ihr Mund, trocken die Haut am frühen Morgen. Die heranrückenden mittleren Jahre trocknen sie aus. Gott sei Dank noch nicht überall. Nimmt Garibaldi auf den Arm und knuddelt ihn. (...) Allerdings fühlt sie sich an diesem Morgen recht erschöpft und ein wenig niedergeschlagen - Gefühle, die sie nicht analysiert, als sie in ihren siebzehn Jahre alten MG GT steigt. In Gedanken ist sie mehr damit beschäftigt, den Motor zum Laufen zu bringen: ‚Komm schon. Wenn du nicht aufpaßt, verkauf ich dich. Hab schon genug Geld in dich gesteckt...’ (...) ’Na du, wo ist denn deine Mami?’ Worauf das Kind sein Spielzeug fallen läßt. Isabella hebt es auf und gibt es ihm zurück. ‚Da, dein Häschen.’ Und dann passiert es. Der éclat: Das Lächeln des Kindes ist ein strahlend heller Blitz. Als die Kleine die Finger um den Hasen krümmt, ist ihr Gesicht mit einem Mal wie in Sonnenlicht getaucht. Wie erstarrt verharrt Isabella in der Hocke, einem der Opfer von Pompeji gleich, versengt von einem überwältigenden Ansturm der Gefühle. Langsam erhebt sie sich, läßt den Ellbogen leicht auf der Lenkstange des Buggys ruhen. Innerhalb dieser wenigen Sekunden ist die Verwandlung vollzogen. Aus Isabella ist eine andere Frau geworden, und tief in sich spürt sie ein unerklärliches, in seiner Intensität fast schmerzhaftes Sehnen. (...) Dann legt sie der Kleinen den Sicherheitsgurt an, vergewissert sich, daß er straff sitzt, und verriegelt die Tür. Prüft zweimal, ob sie auch verschlossen ist. ‚Das reicht, das muß reichen. O Madre!’ “
Dieses ständige “Madre” ging mir nach zigfachen Wiederholungen schnell auf die Nerven. Das Ende des Buches ist nicht sehr erquickend, es läßt einiges offen, doch ist m.E. nicht gut gelungen. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht darüber verraten. Der Unterhaltungswert ist insgesamt nicht gerade hoch, was durch meine Ausführungen wohl auch deutlich geworden ist.
Fazit ------ Ein schemenhaftes, gut gestaltetes Buchcover und ein nicht uninteressanter Titel - jedoch ist die Geschichte „Schattenkind“ zu sehr erdacht und teilweise unrealistisch - vor allem aber wenig unterhaltsam. Am Ende des Buches kommt tatsächlich ein wenig Spannung auf, doch finde ich die Geschichte recht dünn und nicht besonders lesenswert. Da mir auch der Sprachstil nicht gut gefällt, empfehle ich das Buch nicht.
Valerie Blumenthal: Schattenkind (2000) RM Buch und Medien Vertrieb GmbH ISBN: 3-442-35378-5 382 Seiten 7,45 EUR
Pro: Angenehm zu lesen Kontra: nicht kritisch genug, stellenweise vorhersehbar
...Fazit:
Das Schattenkind ist kein herausragender Roman, doch er ist auch keinesfalls schlecht. Stellenweise wird versucht, sozial-kritisch an die Themen Kindesentführung, Vergewaltigung, Kindesmissbrauch und Snobismus im Reichtum heranzugehen. Doch um wirklich tiefgründig zu wirken, hätte die Autorin näher auf diese Bereiche eingehen müssen und nicht nur kurz anstreifen dürfen. Dennoch ist es kein schlechtes Buch, auch wenn man einige Entwicklungen, ... ...zugeben, dass Valerie Blumenthal geschickt bestimmte Personen in Szene gesetzt hat, um das Ende so "hinzubiegen", das es einfach passt.
Ich werte daher das Buch als gutes Mittelmaß. Es ist durchaus als leichte Sommerlektüre zu gebrauchen. Es gab nicht eine Stelle, an der ich als Frau ein Taschentuch gebraucht hätte, auch wenn ich dies zunächst - beim Kauf z.B. erwartet hätte. Ich kann allerdings aus meiner Sicht behaupten, dass es kein Buch für ...
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Pro: schneller Spannungsaufbau, interessantes Thema Kontra: zu viele unnötig mit eingeschobene Themen
Heute möchte ich über einen Roman schreiben, den ich rein zufällig beim Stöbern in einem Buchladen fand, und dessen Klappentext mir doch ziemlich gefiel. Es handelt sich um das Buch "Schattenkind" , das im englischen Original "Saturday's Child" heisst. -------------------
Autorin, Übersetzer
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Das Buch wurde von Valerie Blumenthal geschrieben, die, bevor sie Schriftstellerin wurde, Artikel für die Oxford Times schrieb. "Heute ... ...und lehrt Englisch als Fremdsprache" heisst es weiter in der Autoren-Information in dem Buch. Der Übersetzer wird angegeben als Matthias Jendis. Weitere Informationen werden nicht gegeben. -------
Verlag -------
Ich persönlich habe die Der Club Bertelsmann - Taschenbuchausgabe. Bei amazon.de wird die Blanvalet - Ausgabe standardmäßig verkauft. Die ISBN-Nr. lautet 3442353785; das Buch ist erschienen im November 2000.
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Preis, Umfang
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Der Roman über den ich einen Bericht schreiben möchte, heißt "Schattenkind" geschrieben von Valerie Blumenthal.
Zur Autorin
Valerie Blumenthal, von der ich leider kein Geburtsdatum weiß, schrieb ursprünglich als Journalistin für die Oxford Times, bevor sie zur Schriftstellerei kam. Heute unterrichtet sie Inhaftierte in Schriftstellerei, organisiert Schriftstellerrunden und lehrt Englisch als Fremdsprache. Sie lebt in einem Dorf in Oxfordshire.
... ...gehalten und zeigt eine Frau am Strand, die einem kleinen Kind die Hände entgegenstreckt, einfach aber passend.Der Roman umfasst 382 Seiten.
Das Buch habe ich im Buchclub für 5,90€ erworben
Zum Roman
Der Roman handelt von einer selbstbewußten, ihr Leben völlig im Griff habenden Enddreißigerin mit Namen Isabella. Isabella lebt in London, arbeitet als Übersetzerin frei zu Hause und ist auf Partys ein gern gesehener Gast. Mit ihrer italienischen ...
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Der Roman Schattenkind handelt von Isabella und der kleinen Hannah. Das Buch sieht auf den ersten Blick ziemlich vielversprechend aus und auch der Klappentext hört sich gut an. Deshalb nahm ich es auch von der Bibliothek mit nach Hause. Beim Lesen kam ich dann aber allerdings nicht sehr weit, da ich noch spannendere Bücher zu Hause hatte, welche ich unbedingt lesen wollte und legte dieses Buch deshalb wieder zur Seite. Dies liegt ein wenig an dem ... ...so sehr interessiert hat. Das Buch ist aber nicht schlecht, ich hatte nur einfach bessere. Wenn ich dann vielleicht wieder einmal Zeit habe, kann es sein, dass ich es zu Ende lesen werde, aber es muss nicht sein.
Inhalt:
Isabella ist eine selbstbewusste, 40 Jahre alte Frau. Sie hat einen jungen Lover, von dem sie aber denkt, dass er bald Schluss machen wird. Als sie nach der wahrscheinlich letzten Nacht mit ihrem Lover zu Freunden fährt, kommt ...
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...Folgendes:
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Titel / Autorin: Schattenkind / Valerie Blumenthal
Preis /Verlag: 5,90€ / Club Bertelsmann
Seitenanzahl: 382 Seiten
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HANDLUNG
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Isabella geht auf die 40 zu, ist eine selbstbewußte Übersetzerin die ein gerngesehener Partygast und lebt zusammen mit ihrem ater Garibaldi in London.
Sie hat italienisches blut und die roten Haare ihrer ... ...Sie steht mit beiden Beinen im Leben und hat immer wieder heiße Liebesaffären.
Ihr Leben findet sie perfekt so wie es ist, und ein Kind hat sie nie geplant.
Eines Tages macht sie Einkäufe und entdeckt ein kleines Kind im Kinderwagen vor einem Laden, dass anscheinend allein ist.
Nachdem sie bereits alle Einkäufe erledigt hat und schon etliche Zeit vergangen ist, steht das Kind immer noch an gleicher Stelle.
Da macht Isabella für sie etwas ganz ...
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Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich
24.12.2004
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