Schindlers Liste

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Auf der Suche nach authentisch oder nicht

5  16.09.2001

Pro:
siehe text

Kontra:
siehe text

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


Theresa

Über sich:

Mitglied seit:17.02.2000

Erfahrungsberichte:185

Vertrauende:60

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 134 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Authentisch oder nicht,stellte sich mir immer wieder die Frage bei dem Film und so machte ich mich auf die Suche um mir selbst diese Fragen beantworten zu können.

Der Film
********
wir schreiben das Jahr 1939. Die Truppen Hitlers besetzten Polen. Spielberg stellt hier eine Person in den Vordergrund- Oskar Schindler,der 1200 Juden das Leben in dieser Zeit rettete. Oskar Schindler,selbst Mitglied der NSDAP und in erster Linie nur an seinen Profit denkend übernimmt eine beschlagnahmte Emailefabrik.
Aber Oskar kann noch menschlich denken und mit viel Geschick und unter großer Gefahr rettet er immer mehr Juden vor dem sicheren Tod. Viele der Juden waren den Anforderungen der Arbeit in der Fabrik gar nicht gewachsen. Als seine Fabrik geschlossen wurde,kämpfte Oskar um eine neue Fabrikeröffnung in Brünnlitz. Hierbei gelang es ihm,viele Juden mitzunehmen aus unterschiedlichen Konzentrationslagern.

....viele wissen wie der Film ausgeht,für die wenigen die es noch nicht wissen...seht selbst das Ende.


Szenen
*******
immer wieder taucht ein rotes Mädchen in dem s/w Film auf. Und ich fragte mich,was es mit ihr auf sich hat. Sehen wir sie irgendwann tot auf einen Wagen liegen.
Authentisch?......nein....
dieses kleine Mädchen,auch als "das rote Mädchen" bekannt geworden überlebte 1942 das Krakauer Ghetto,wurde dann aber auch sie starb später in Auschwitz. Was aber wollte Spielberg dann damit darstellen?.....einfach,wie Kinder mit ihrem natürlichen Instinkt lernten zu Überleben.

Da fällt mir noch das Hausmädchen von Amon Göth ein. Helena im Film genannt. Sexuelle Belästigungen musste sie über sich ergehen lassen.
Authentisch????......nein....denn Amon Göth hasste Juden. Übrigens heißt sie im wahren Leben wirklich Helena und wurde real aber nicht Helena von Amon Göth genannt,sondern Susanna,weil Göth schon ein Hausmädchen Names Helena hatte.Aber zurück zu den Tatsachen. Göth haßte so die Juden,das er sie nicht anfasste,berührte noch normal anredete geschweige denn sexuell belästigt hätte,da sie keine Menschen für ihn darstellten.

in diesem Zusammenhang fällt mir der kleine Junge ein,der erschossen wurde vor Amon Göths Haus.

Authentisch??????....ja......Göth hatte Besuch,ein Gestapo Mann,der dem kleinen Jungen befahl Pferd und Wagen zu holen. Das tat dieser auch umgehend. Göth erschoß ihn,weil er ihn vorher nicht gefragt hatte. Der kleine Junge hatte null Chance sich zu verteidigen.

Auch die Schlußszene stimmt nicht so ganz.....denn die Arbeiter von Brünnlitz wurde befreit von einem einsamen Reiter,auf dem ein Russe saß und der ihnen die Nummern von den " Uniformen" riß und sagte : " Ihr seit frei! "

Dies könnte ich noch ein wenig forführen,es gibt noch mehrere Stellen die nicht authentisch sind.


Gedanken darüber
**************

wieso nun Spielberg gewisse Tatsachen anders gedreht hat,habe ich mir gemacht. Holocaust,ein Thema was Fingerspitzengefühl erfordert und besonders wenn man einen Film darüber dreht. Spielberg hat Oskar Schindler in den Vordergrund gestellt, um Ausdruck zu verleihen,das es in einer so harten und schweren Zeit es sich trotzdem lohnt,an das Gute im Menschen zu glauben,auch wenn der Mensch uns als Feind erscheint.

Spielberg zeigte uns,wie Menschen in Angst handeln ( siehe die Ghettoszenen ),zeigt uns aber auch,wie erfinderisch Menschen in ihrer Angst werden können,wie stark ein Überlebenswille sein kann. ( wir erinnern uns an die Szenen,wo Menschen sich überall versteckt haben)

Mut, Angst und Verzweiflung waren so nah beieinander!!!

Ich denke es war nicht wichtig für Spielberg dies nun genau so darzustellen wie es real wirklich wahr. Wichtig war das schockierende Ausmaß der Vernichtung von Menschen darzustellen,die trotz ihrer hoffnungslosen Lage unter Einsatz ihres Lebens kämpften um andere Menschen zu retten,Menschen die ihnen fremd waren oder aber auch Menschen,die der Familie angehörten.
Und in dieser Zeit hatten diese Menschen einen Hoffnungsschimmer,einen Stern,der ihnen den Weg leuchtete-Oskar Schindler.

Der sich einsetzte für " seine" Juden um ihnen die Stunden der Arbeit so angenehm wie möglich zu machen,der sich einsetzte ,bis zum letzten Tag,das seinen Schützlingen nichts passierte und der 1200 Menschen von ihnen rettete.


Die " Schindlerjuden" dankten es noch viele Jahre ihrem Lebensretter und wie im Film schon dargestellt,waren wirklich viele hunderte von Ihnen da,um ihn sein letztes Geleit zu geben.


Fakten
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freigegeben ab 12 Jahren ( wobei mir das zu früh erscheint um so einen Film zu verstehen)
Laufzeit: 187 Minuten
Darsteller: Oskar Schindler hervorragend gespielt von Liam Neeson
Amon Goeth wurde gespielt von Ralph Fiennes
Itzhak Stern sollte man noch erwähnen,der die Liste zusammen stellte gespielt von Ben Kingsley

Regie führte wie schon oft bemerkt : Steven Spielberg,der hier bewies,das er nicht nur Horrorfilme drehen kann,sondern durchaus sich auch mit solchen ernsten Themen auseinander setzten kann. Den Spielberg ist selbst Jude und man stelle sich nur mal vor,wie er sich bei den Dreharbeiten gefühlt haben muss.

Gedreht wurde an Ereignisorten der Geschehnisse ...in Krakau, In Schindlers Wohnung. Bewusst wurde auf Holywood Größen verzichtet,man wollte einfach Leute darstellen.


Fazit
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nicht nur sieben Oskars hat dieser Film verdient,der durch und durch eine Gänsehaut erzeugt. Auch wenn es hier "nur" Film ist,sind es doch Tatsachengeschehnisse und manch einer wird sich gefragt haben,wieso dies überhaupt so weit kommen konnte.Es ist unglaublich,wie ein einzigster Mann, ( Hitler) Scharren um sich versammeln konnte,die zu solchen Taten fähig waren.
Es war Hass und Hetze die sie dazu trieben,denn was sie taten,war freiwillig. Sie sahen Menschen nicht mehr als Mensch,sondern als Individium,was es in ihren Augen nicht verdient hatte weiter zu leben. Spielberg appellierte noch einmal mit seinem Film ,das dies sich nie wieder wiederholen dürfte. Ein Meisterwerk,was noch viele Jahre als solches gelten wird. Und eine einzigartige Darstellung eines Menschens Namens Oskar Schindler.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
The_Ghostwriter

The_Ghostwriter

13.12.2005 20:13

Ein guter und ergreifender Film. In meinen Augen gehört Mut dazu ihn zu bewerten. Man kann viel falsch machen. Das ist bei dir nicht der Fall. Gruß, TG

storm110878

storm110878

14.08.2005 15:47

Dieser Film ist für mich der beste Film, den ich jemals gesehen habe. Ich habe ihn damals im kino gesehen, im Fernsehen und habe ihn mittlerweile auch auf DVD. Ich kann ihn mittlerweile fast auswendig. Er faziniert mich immer wieder und als ich ihn die ersten Male gesehen habe, hatte auch ich Tränen in den Augen. Spielberg hat hier ein sehr wichtiges Thema angepackt, um sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen und deswegen ist es zumindest für mich nicht sehr wichtig gewesen, das einige "Kleinigkeiten" nicht authentisch sind. Lg

anahata

anahata

16.04.2002 09:23

Ich finde die Frage authentisch oder nicht als Ansatz zu einer Filmkritik nicht fruchtbar. Damit wirst du dem Film nicht gerecht.

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