Ratgeber für Feldherren

5  28.04.2005

Pro:
gute Grundlage

Kontra:
kein Patentrezept gegen alle Gegner

Empfehlenswert: Ja 

Mr.Evil3000

Über sich:

Mitglied seit:29.03.2004

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Vertrauende:11

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Ich mache mir mal die Mühe, ein paar Tricks und Tipps zu "Schlacht um Mittelerde" verfassen.

Es soll hier im Wesentlichen um Winkelzüge im Multiplayer-Spiel gehen.

Wenn gleich die KI recht stark ist, mache ich mir nicht die Mühe, hier jede Mission zu erklären, ich beschränke mich auf Helms Klamm, Minas Tirith und Schwarzes Tor.

Was nachher die Beschreibung der Helden angeht, beschränke ich mich auf die wichtigsten Fähigkeiten.

Spiele gegen die KI
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>Kampagne böse<

Die Missionen spielen sich allesamt ziemlich gleich, auch die Story-Missionen. Im ersten Story-Abschnitt, wo man Isengard spielt, sollte man eine große Zahl gut ausgerüsteter Lanzenträger und vor allem Armbrustschützen haben.
Zwei Lanzen- Armbrustträger-Horden sollte man noch kombinieren, dann steht dem Sieg Isengards nicht mehr entgegen.

Beim zweiten Abschnitt (Mordor) stets gleich zu Beginn einer Mission haufenweise die kostenlosen Orks produzieren und damit die obligatorische Anfangsattacke des Gegners abwehren.
Sinnloses verheizen der übrigen Truppen ist nicht sinnvoll, da die eigene Armee sonst kaum etwas wert ist, wenn sie vor Minas Tirith ankommt.
Wichtig ist, wie gesagt, dass man das Einheitenlimit zum Schluss einer Mission immer voll erreicht hat, damit man möglichst viele Truppen in den nächsten Level mitnimmt.
Sinnvoll ist eine gute Mischung aus Trollen, Olifanten, Rhun-Soldaten und Ork-Bogenschützen mit Feuerpfeilen. Die restlichen Kommandopunkte sollte man für normale Orks verbraten.


>Kampagne gut<

Die Missionen mit Rohan sind einfach zu meistern. Fünf oder sechs Bataillone Reiter ausbilden (Eomer mit in die Gruppe packen), später kommen zwei oder drei Bogenschützen-Reiter-Bataillone hinzu, gegen die Lanzenträger. Diese mit Feuerpfeilen ausstatten (wenn KP voll sind, wertlose Einheiten verheizen, Bogenschützen bauen, diese wieder verheizen, usw. bis man Schießstand Stufe 2 hat und Feuerpfeile kaufen kann). Gleich zu beginn Später, nach Helms Klamm, gesellen sich dann die Elbenschützen hinzu.

Mit Gondor, im Hinblick auf die späteren Missionen, sechs Bataillone Ritter ausbilden und voll ausrüsten.
Die restlichen KP in Bogenschützen/Waldläufer mit Feuerpfeilen investieren, da Mordor mit seinen Trollen und Olifanten bei Feuerbogis dicke Backen macht.
In die Reitergruppe Faramir und Gandalf integrieren.
Auf Soldaten und Turmwachen kann man getrost verzichten.


|Helms Klamm|
Diese Mission gilt als die härteste im Spiel. Ich habe sie auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad im zweiten Anlauf gemeistert und zwar wie folgt:
Gehöfte bauen, bis noch zwei Bauplätze übrig sind, diese zwei Plätze für Rüstkammer und Stallungen nutzen. Dann Bogenschützen produzieren, bis Elbenkrieger möglich sind, dann auf diese umsteigen. Ein oder zwei Bataillone Reiter rekrutieren und vor dem Tor postieren (die kommen zum Einsatz, wenn die Ramme kommt).
Die Bogenschützen und alle Helden auf dem Klamm Wall postieren (wo die Truppen Isengards drauf zu laufen), dann die Flüchtlinge mit den herbeieilenden Elben Retten und die Belohnung kassieren. Dann die Bogis mit Feuerpfeilen ausstatten und, wenn das Geld reicht, in schwere Rüstungen investieren.
Sobald die Belagerung beginnt (bis dahin dürften die ersten Truppen schon da sein), lässt man die Bogenschützen sich ausschließlich auf die Leitern konzentrieren. Dabei sollte man die Bogis rechts halten, weil da die meisten Truppen aufkreuzen. Sollte die Leiter, die von ganz links kommt, die Mauer erreichen, ist das nicht weiter tragisch, da dort wenige Feinde kommen. Die Mitte zu halten ist sehr wichtig. Die übrige Leiter können Aragorn und Boromir plätten.
Während des Kampfes die Elben immer wieder heilen und nachproduzieren.
Sobald man eine Fackel rennen sieht, schießt Legolas seinen Doppelpfeil. Somit entgeht man der Explosion der gefährlichen Mine.
Kommen endlich Eomer und Gandalf, ist die Mission so gut wie geschafft.


|Minas Tirith|
Zuerst möglichst viele Gehöfte bauen, dann eventuell einen Schießstand und einmal Stallungen, sowie zwei Brunnen (im ersten Ring und im zweiten Ring). Alle Abwehrpositionen mit Wachtürmen ausbauen, da die immun gegen Pfeile sind, im Gegensatz zu Katapulten.
Sobald Mordor eintrifft, mit den Rittern, sowie Gandalf und Faramir ins Feld ziehen und die beiden Lager plattmachen, außerdem möglichst viele Orks ummähen.
Diese Hit-and-Run-Taktik so lange beibehalten, bis die Übermacht erdrückend wird und man die Belagerungstürme und Katapulte nicht mehr zurückhalten kann.
Dann, bevor der Grond (Riesenramme) kommt, mit Mann und Maus in den zweiten Ring. Da der zweite Ring einen geringeren Radius hat als der erste, fällt die Verteidigung entsprechend leichter.
Die Bogenschützen mit ihren Feuerpfeilen auf die linke Seite ziehen, da hier praktisch alle Gegner entlang laufen, sobald die Trolle das Tor geknackt haben.
So lässt man die feindlichen Truppen nacheinander ins Verderben rennen. Wenn Rohan bereitsteht, diese nicht rufen, da sich vor Minas Tirith ein ziemlicher Pulk gebildet haben dürfte, der die Rohirrim nur unnötig aufreibt. Stattdessen auf Aragorn warten und dann mit der Armee der Toten so richtig aufräumen.


|Schwarzes Tor|
Vor Beginn dieser Mission, alle Einheiten und vor allem die Helden (insbesondere Gandalf und Aragorn) möglichst auf Level 10 bringen und sämtliche Fähigkeitspunkte des Elbensterns erspielen.
Ich empfehle, mit Gondor die Mission zu beginnen.
Alle Bogenschützen sofort ins Gondor-Lager zurückziehen, dort einen oder zwei Brunnen bauen, ebenso im Rohan-Lager.
Die ersten Ork-Trupps lassen sich mit der Reiterei bezwingen. Legolas hilf gegen Ork-Feuerbogis.
Die zweite Welle kann man mit Aragorn und seiner Spezialfähigkeit "Eidbrecher" erledigen.
Gelegentliche Ausschwünge des Feindes, die Richtung Rohan-Lager gehen, mit den Rittern abfangen.
Die Trolle, die zumeist in 3er-Trupps angreifen, haben gegen die Bogenschützen keine Chance.
Wenn die dritte Welle mit Haradrim und Olifanten anrollt, die Armee der Toten beschwören und die Olifanten damit kaltstellen.
Sobald dann Rohan eintrifft, geht's los:
Ein endloser Strom an Feinden kommt ununterbrochen auf uns zu.
Dazu alle Truppen zum Rohan-Lager bringen (denn darauf zielen es die Feinde zunächst ab) und zwei Gruppen Reiter bilden, einmal die Rohan-Reiter und einmal die Gondorritter.
Ebenfalls werden zwei Gruppen Bogenschützen gebildet, einmal die Elbenkrieger und einmal die Waldläufer/Bogenschützen.
Mit den Reitern greift man abwechselnd die Orks an und wenn ein Reiter-Trupp an der Grenze zum Exitus ist, schnell zurück zum Brunnen und die Gondor-Ritter vorschicken.
Elben, Waldläufer und Bogenschützen kümmern sich um den Rest, vor allem um die Trolle und Nazgul.
Um den Truppen Heilungspausen zu verschaffen, gelegentlich die "Eidbrecher" mit Aragorn beschwören und Gandalfs "Wort der Macht" sprechen.
Ich habe die letzte Mission mit nur einem verlorenen Bataillon bestanden.

Multiplayer-Spiele
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Kommen wir nun zum Herzstück dieser Tipps.
Gleich vorweg:
Ein Patenrezept zum Sieg gegen sämtliche Spieler gibt es natürlich nicht. Somit handelt es sich hier wirklich nur um Tipps.
Ich werde hier nicht speziell auf einzelne Karten eingehen, denn das würde den Rahmen sprengen.
Zudem beziehen sich die Tipps auf die überwiegend gespielte Form "1 gegen 1". Zum Schluss werde ich aber noch zu Sonderformen des Spiels, z. B. "Jeder gegen jeden" oder "Teamplay", z.B. "2 gegen 2" kommen.

Ich werde speziell auf die einzelnen Völker eingehen und welche Taktiken jeweils am erfolgsversprechendsten sind.

>>Allgemein<<
Zunächst sollte man immer vier bis fünf Gebäude zur Rohstoffversorgung bauen und mit den Starteinheiten neue Siedlungen sichern.
Hat man fünf rohstoffproduzierende Gebäude, so kann man später, wenn die Kasse stimmt, zwei davon abreißen, um neue Gebäude bauen zu können.


>Gondor<
Gondor entfaltet seine volle Power erst im Lategame.
Das liegt daran, dass die vielen guten Updates Gondors viele Gebäude als Voraussetzung haben und die Upgrades an sich auch nicht gerade billig sind.
Und nicht zuletzt kostet der super-starke Gandalf auch nicht weniger als 6000 Gold, wenn man keine Heldenstatuen besitzt.
Gandalf ist der wohl stärkste Held in Schlacht um Mittelerde. Kombiniert mit der Fähigkeit "Gandalf der Weiße" kann er schlachtentscheident sein. Dank seiner Fähigkeit "Licht der Istari" kann er Nazgul mit einem Angriff vernichten. Gemeinsam mit den Adlern ist er sogar in der Lage, den mächtigen Balrog zu töten. Dies ermöglich im späteren Verlauf eines Kampfes gegen Isengard oder Rohan, dass man sich die Armee der Toten aufsparen kann und die nicht gegen den Balrog in den Kampf zu schicken braucht. Ganz besonders stark ist sein "Wort der Macht" ab Stufe 10, welches alle Einheiten auf dem Bildschirmausschnitt tötet oder zumindest stark beschädigt. Damit kann Gandalf sogar die Armee der Toten bezwingen.
Ein weiterer Held auf Gondors Seite ist Faramir, der mit 1200 Gold zu Buche schlägt.
Faramir kann man als Bogenschütze, Schwertkämpfer und Ritter verwenden.
Ab Stufe 5 verleiht er den umliegenden Truppen +50% Rüstung.
Somit ist Faramir neben Gandalf der wichtigste Held und ist sowohl im Angriff auf befestigte Lager, als auch bei Abwehrkämpfen auf der Mauer einzusetzen.
Pippin, der Hobbit, kostet nur 100 Gold, ist aber dennoch recht zäh und kann mit seiner Steinwurf-Attacke gut austeilen.
Boromir, 1400 Gold, verleiht einen 100% Schadensbonus, sobald er Stufe 5 erreicht, außerdem kann er ab Stufe 2 das Horn von Gondor blasen, was Feinde in die Flucht schlägt.
Da er ausschließlich als Schwertkämpfer zu Fuß unterwegs ist, ist seine Bedeutung für erfahrene Gondor-Spieler arg begrenzt.
Denn als Gondorianer sollte man immer auf ein starkes Ritterheer setzen und auf nur 4 Bataillone Bogenschützen mit Feuerpfeilen.
Ein voll ausgerüstetes Ritterheer (mit Faramir und Gandalf darin) ist nicht nur sehr angriffsstark, sondern auch sehr flink.
Dies ermöglicht vor allem gegen Isengard oder Mordor (die keine Mauern haben) schnelle Angriffe auf das Hauptlager mit dem Ziel, Produktionsstätten zu zerstören und den Feind aushungern zu lassen.
Die für Ritter gefährlichen Lanzenträger kann man zügig umgehen, werden es zu viele, kann Gandalf ein paar Zauber aussprechen.
Kämpfe gegen Gondor oder Rohan sind meist sehr langwierig, da es einem mit den Gondor-Katapulten gelingen muss, die Befestigungen des Feindes zu knacken.
Kämpfe gegen den Spiegel werden meist nicht in Belagerungen sondern auf dem Feld entschieden, so dass man seine Truppen sehr gut im Griff haben muss. Grundsätzlich rate ich, mit den Rittern die Standardformation beizubehalten. Die Keilformation richtet zwar mehr Schaden an, gleichzeitig muss man aber auch Rüstungswert-Verlust hinnehmen. Da gut ausgestattete Ritterverbände feindliche Fußtruppen eh im ersten Anlauf plätten, sollte man ruhig eher auf die Gesundheit achten, damit die eigenen Ritter "länger können".
So kann man dann eine Siedlung/Vorposten nach dem anderen einnehmen und sich dann auf die letzten Basen konzentrieren.
Bei Kämpfen gegen Mordor sollten die 4 Bogenschützen immer bereitstehen, damit sie Olifanten und Trolle abwehren können.

>Rohan<
Rohans offenbare Stärke sind die vielen Helden.
Schlachtentscheidend ist aber, dass man, mit vielen Gehöften, schnell und günstig die starken Rohirrim-Reiter rekrutieren kann.
Komme ich aber erst mal zu den sieben Helden:
Merry, der Hobbit kostet 100 Gold, und kann wie Pippin, mit Steinen werfen.
Eomer ist der erste Held, den man ausbilden sollte. Er ist ein zäher Reiter, der sofort nach dem Bau der eigenen Kavallerie +100 Schaden zuteilt. Ab Rang zwei gibt's für jeden besiegten Gegner Geld.
Hinzu gesellt sich dann König Theoden (1200 Gold), den man ebenfalls zur Kavallerie schickt. Er verbessert die Rüstungs- und Erfahrungswerte der Einheiten und kann außerdem ab Rang 4 seinen "Ruhmreichen Angriff" durchführen. Dies macht alle verbündeten Einheiten in seiner Nähe unverwundbar und zwar lange genug, um ein halbes Orklager umzureißen. Da Theoden recht langsam ist, muss man immer darauf achten, dass ich nicht zu weit zurückbleibt, da der "Ruhmreiche Angriffe" sonst seine Wirkung verfehlt.
Welcher Held nun kommt, hängt von der individuellen Spieltaktik ab.
Eowyn jedenfalls, 1200 Gold, sollte nur in Kämpfen gegen Mordor rekrutiert werden. Ab Rang 3 kann sie ebenfalls reiten, allerdings hat sie schon ab Rang 1 ihren "Zerschmettern"-Angriff, der besonders für Nazgul eine tödliche Gefahr darstellt.
Gimli ist für 2500 Gold ein extrem widerstandsfähiger Kämpfer, der aber auch gut austeilen kann. Ab Stufe 2 beherrscht er den mächtigen "Sprung", mit dem man Gegnerpulke "explodieren" lassen kann. Fast noch tödlicher ist der "Vernichter" ab Stufe 5, der Gimli +200% Geschwindigkeit und +150 Kampfkraft verleiht. Der Sprung ist auch von Mauern herab möglich und eignet sich, um Belagerungen empfindlich zu stören.
Kommen wir zu Legolas: Legolas steigt extrem schnell auf und ist die reinste Tötungsmaschine. Er erledigt ein ganzes Bataillon Feinde, bevor die überhaupt in seiner Nähe sind. Ab Level 2 wird er zum Nahkämpfer, aber erst der "Pfeilhagel" auf Stufe 7 macht seinen Einsatz zu einem echten Erlebnis, wenn er gleich mehrere Bataillone des Feindes gleichzeitig eliminiert.
Last but not least: Aragorn.
Mit der Fähigkeit "Anduril" macht er jeden Gegner im Handstreich platt. Der Schwertmeister (Stufe 2) verschafft ihm nochmals +150% Schaden und Rüstung, so dass er dadurch selbst Gebäude in Rekordzeit zu Kleinholz machen kann. Die mächtigste Fähigkeit ist "Eidbrecher" auf Stufe 10. Hier beschwört Aragorn eine "kleine" Armee der Toten, die weniger zahlreich ist als die des Elbensterns, aber nichtsdestotrotz sehr effektiv.
Ebenso wie bei Gondor liegt Rohans Stärke in der Reiterei.
Gut ausgerüstete Reiter ermöglichen, in Kombination mit Theoden und Eomer, schnelle Hit'n Run-Attacken. Gegen Isengard oder Mordor ist auch hier die Taktik der Wahl, schnelle Angriffe gegen die Lager durchzuführen mit anschließendem Rückzug in die Festung zum Brunnen - nur um dann sofort wieder zuschlagen zu können und den Feind Stück für Stück in den Ruin zu treiben.
Gegen Gondor oder Rohan benötigt man Ents (ein Entthing kostet stattliche 5000 Gold und wird an Siedlungsplätzen errichtet), um die Mauern knacken zu können. Ein Entthing liefert gleichzeitig vier Ents mit, die aber nur zeitlich begrenzt zur Verfügung stehen. Ist die Zeit abgelaufen, muss man neue Ents produzieren (1500 Gold bzw. 2000 Gold für Baumbart).
Die Ents können ihre Felsen auf die feindlichen Befestigungen werfen, ohne Gefahr zu laufen, von Feuerpfeilen beharkt zu werden.
Reiter sollten die Ents vor eventuellen Ausbrüchen feindlicher Bogenschützen abschirmen.
Bei Kämpfen gegen Mordor sollten die 4 Bogenschützen immer bereitstehen, damit sie Olifanten und Trolle abwehren können.

Grundsätzlich gilt für Gondor als auch für Rohan:
Im Abwehrkrieg stets die Mauern mit Bogenschützen bemannen, aber, sobald Katapulte/Ents angreifen, die Bogenschützen zurückziehen, da sie auf der Mauer ein gefundenes Fressen für Katapulte jedweder Art sind.
In diesem Fall ist ein schneller Ausbruch mit Reitern nötig, um das Belagerungsgerät zu vernichten.
Befinden sich die Bogenschützen noch auf der Mauer, hat die Abwehr von Belagerungstürmen/Leitern oberste Priorität, um zu verhindern, dass Schwertkämpfer die Mauerverteidigung aufreiben.

>Isengard<
Isengard hat zu Beginn einen entscheidenden Nachteil:
Da sie nur über ein Uruk-Bataillon verfügen, ist die Expansion eingegrenzt.
Ist aber kein Problem.
Man benötigt nur eine Uruk-Grube und eine Rüstkammer, den Rest kann man mit Schmieden ausbauen.
Schmieden sind wichtiger als Schlachthöfe, da Schmieden die Kosten der Upgrades senken, die bei Isengard sehr teuer sind.
Auf Wargreiter kann man guten Gewissens verzichten.
Lurtz kostet nur 1200 Gold und ist somit schon sehr früh verfügbar. Er kann mit seinem Bogen schon auf lange Distanz die Gegner dezimieren, ehe er dann zum Nahkämpfer wird.
Die Fähigkeit "Verkrüppeln" ermöglicht es ihm ab Stufe 2, Helden bewegungsunfähig und somit zu einem Ziel für Bogenschützen zu machen.
Saruman kostet 5000 Gold und hat die "Druckwelle" parat, die auch Gandalf aussprechen kann, sowie Feuerbälle (Stufe 2), die effektiv gegen Helden sind. "Grima Schlangenzunge" bekehrt schon ab Rang 4 Gegner (Saruman startet im Mulitplayer schon auf Rang 5, hat also schon alle Fähigkeiten!) in einem kleinen Radius für eine gewisse Zeit, d.h., diese Einheiten kann man dann kurz steuern, wie eigene Truppen. Diese Fähigkeit lohnt, wenn starke, gut ausgerüstete Feindverbände an die Tür klopfen. Entweder kann man die Truppen dann nutzen, um andere Feinde zu bekämpfen, oder was ratsam ist, wenn die bekehrten Truppen sehr stark sind (viele Upgrades, hoher Level), sie einfach in den sinnlosen Tod in die feindliche Basis schicken.
Eine gute Taktik mit Isengard ist es, fünf Bataillone Bogenschützen auszubilden, diese voll auszustatten (dauert etwas) und dann Lurtz dahinterzustellen, der mit seiner "Führerschaft" ab Rang 5 für +150% Schaden sorgt. Helden sind dann kein Problem mehr.
Im Kampf gegen Gondor und Rohan darf man die Ausbildung von mindestens 3 Bataillonen Lanzenträgern nicht vergessen, die man ebenfalls gut upgraden sollte. Dann lässt man sie die "Stachelschwein-Formation" einnehmen und Reiter sind keine Gefahr mehr.
Die Ballisten ermöglichen eine schnelle Einnahme feindlicher Festungen.
Wichtig ist, dass man sich die Zeit verschafft, um die wichtigen Upgrades kaufen zu können.
Dazu bildet 3 Bataillone Uruks aus, die man in die Block-Formation setzt, sowie frühestmöglich Lurtz. Anschließend die Speerträger. Da feindliche Reiter noch keine nennenswerten Upgrades haben können, bis man selbst über Lurtz verfügt, können Pferde keine große Gefahr darstellen, da Lurtz nicht überrannt werden kann.

>Mordor<
Ein guter Mordor-Spieler gewinnt seine Schlacht in den ersten 10 Minuten.
Gleich zu Beginn zwei Ork-Gruben ausheben und kostenlos Orks am Fließband produzieren, dann erst Rohstoffversorgung sichern und, gegen Gondor oder Rohan, auf Katapulte hinarbeiten.
Kämpft man gegen Isengard oder Mordor, kann man schon gleich zu Beginn mit den Orks anrollen.
Die Taktik Mordors besteht darin, denn Gegner durch den frühen Sturm der Orks so unter Druck zu setzen, dass die Verteidigung alles Gold des Gegners verschlingt.
Auf Gollum kann man verzichten, es sei denn, man kämpft gegen Isengard oder Mordor. Dann kann Gollum die Sägewerks-Arbeiter killen.
Wer mit Mordor umgehen kann, der wird erst gar nicht dazu kommen, die beiden Nazgul (jeweils 5000 Gold) oder den Hexenkönig (satte 8000) zu rekrutieren. Das Geschrei der Nazgul schlägt Gegner in die Flucht und hilft, die Linien aufzuweichen.
Bei Kämpfen Mordor vs. Mordor wird es aber sehr wahrscheinlich dazu kommen, da diese Art Gefecht häufig extrem lange dauert.
Wenn ein Nazgul sich in einen Nahkampf stürzt, dann haut er leider auch die eigene Truppen aus den Latschen. Darum mit den Flugbestien immer auf den Nachschub stürzen.
Ein guter Trick gegen Mordor ist es, sich einen oder zwei Belagerungstürme zu bauen und sich damit durch die gegnerischen Orks hindurchzupflügen. Das beschert dem Feind schwere Verluste und kann spielentscheidend sein (als ich diesen Trick zum ersten Mal sah, wurde er gegen mich angewandt und ich hatte 5 Minuten später verloren). Denn die normalen Orks machen keinen Stich, wenn sie versuchen, den Turm abzuwehren.
Verbaselt man den Spielstart, wird ein Sieg mit Mordor nahezu unmöglich.
Jeder gute SuM-Spieler wird beim Kampf gegen Mordor zur Abwehr auf Feuerpfeile setzen, was einen Angriff mit Nazgul, Olifanten und Trollen, den eigentlich starken Einheiten Mordors unmöglich macht.
Setzt der Feind auf Reiter, so kann man auf die Rhun-Soldaten gut verzichten. Ein Troll ist effektiver gegen Reiter als zwei Bataillone Rhun-Soldaten!
Kommen wir noch mal zu dem Fall zurück, wenn man den Spielstart verpatzt hat:
Irgendwie sollte man dann versuchen, den Gegner fortwährend zu schwächen, bis man vielleicht mal zum Balrog kommt. Dann kann man die Feuerbogis einfach rösten.
Da ein solches Unterfangen allerdings nur gegen unerfahrene Spieler gelingt (kein erfahrener Spieler wird seine Truppen leichtfertig verheizen), sollte man als Mordor-Spieler immer alles daran setzten, der Schlacht so früh wie möglich ein Ende zu machen.


>>Sonderformen<<

>Jeder gegen jeden<
Gehen wir von einem Spiel mit vier Teilnehmern aus:
Die meisten Karten (eigentlich alle), sind so ausgelegt, dass sich jeweils 2 Parteien näher liegen.
Um den am nächstgelegensten Gegner kümmert man sich zunächst.
Der Aufbau einer funktionierenden Abwehr ist hier sehr wichtig, da man immer damit rechnen muss, auch mal von einem periphereren Gegner angegriffen zu werden.
Hat man "seinen" Feind erst mal besiegt, sichert man sich flugs die zweite Festung, baut diese aus und kümmert sich um denjenigen der beiden übrigen Gegner, der momentan am stärksten ist. Ein idealer Angriffszeitpunkt ist da, wenn der jeweilige Gegner gerade mit seinen Truppen "außer Haus" und mit seinem Gegner befasst ist.
So fällt die Eroberung des letzten Gegners leichter.
Es ist wichtig, dass man die ganze Zeit über sicherstellt, dass keiner der beiden peripheren Gegner und die Räder gerät, bis man den eigenen direkten Gegner nicht zerstört hat. Notfalls eingreifen.

>Teamplay 2on2<
Arbeitsteilung ist hier wichtig, sowie das Ausnutzen der Tatsache, dass Führerschafts-Boni von Helden des Team-Mates auch auf eigene Einheiten übergehen.
Eine sehr starke Combo ist Gondor-Rohan, denn bei 2on2-Spielen ist Mobilität sehr wichtig.
Es kommt häufig vor, dass sich ein Team gegen einen einzelnen Spieler des anderen Teams verbündet.
Da muss man dann mobil sein, um schnell helfen zu können.
Scheidet ein Mitspieler aus, hat das Team praktisch schon verloren.
Bei Rohan-Gondor kann man nämlich die Führerschafts-Boni ins Unermessliche steigen lassen, indem man den Rittern/Reitern sämtliche Helden zur Seite stellt, d.h., wenn zum Beispiel Gandalf, Faramir, Theoden und Eomer in einem Reiter-Trupp kämpfen (Gandalf und Faramir müssen dann nebenherreiten, da man sie nicht in die eigenen Formationen integrieren kann), ist dieser Reitertrupp kaum mehr aufzuhalten.
Hat man einen "bösen" Feind, kümmert man sich zunächst um den, da er, mangels Befestigung, einfacher zu plätten ist. Dann kann man sich in Ruhe dem anderen Gegner widmen.


Abschließendes
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Dies waren lediglich ein paar Tipps, die bei Online-Schlachten dabei helfen können, den Sieg davon zu tragen.
Ein Patenrezept sind sie allerdings nicht, dafür sind die Karten zu unterschiedlich und vor allem spielt jeder Gegner auf eine andere Weise.
Diese von mir dargestellten Taktiken haben aber dazu geführt, dass ich in gut 80% meiner Online-Schlachten den Sieg davongetragen habe.

Für Kommentare und weitere Tipps bin ich immer dankbar!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Dash_HB

Dash_HB

05.09.2007 11:39

Coole Sache, das. Ich erd den Bericht auf jeden Fall mal bookmarken, kann ich sicherlich mal gebrauchen. Habe gerade erst mit dem Game angefangen.

N-Key

N-Key

18.09.2005 19:35

wow,guter bericht,man kann alles gut lesen/verstehen! -ich hab beim schwarzen tor kein bataillon verloren :-P^^ is echt klasse das spiel!

Cybermike1202

Cybermike1202

28.04.2005 18:43

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