Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
endlich wieder erholsamer Schlaf - endlich wieder leistungsfähig |
| Kontra: |
nicht gerade billig, aber letztendlich die einzige Therapiemöglichkeit |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Ich habe es nicht wahrhaben wollen. Es bedurfte erst eines kompletten Zusammenbruchs, der mich zu einer Änderung meiner Lebenssituation zwang.
Diesen 04.10.10 werde ich quasi als zweiten Geburtstag feiern, denn er brachte mich mit Gewalt zur Besinnung. Natürlich hätte ich es vielleicht vorher schon merken können, ich habe es ja auch gemerkt, aber irgendwie verdrängt. Die vielen Symptome die auf eine schwere Erkrankung hindeuteten.
Die Kurzatmigkeit, die Schlaflosigkeit, die Schweissausbrüche bei geringer Belastung, die Schlafphasen am Tage usw. .
Aber zurück zum eigentlichen Geschehen, was ich aber nicht in allen Einzelheiten hier ausbreiten will.
Es war ein Montagmorgen, nach einer schlechten Nacht wie immer in den letzten Tagen. Ich wollte zur einer zweitägigen Fortbildung nach Bonn fahren. Nach dem Aufstehen und der Morgentoilette fühlte ich mich müde und erledigt, aber es ging mir keinesweges schlecht. Ich packte also meinen kleinen Trolley und machte mich auf den Weg zu Bahnhof.
Ich hatte genug Zeit eingeplant. Der Fussweg beträgt ungefähr 500m. Die Sonne schien und es war nicht kalt.
Nach ca. 100m des Weges, merkte ich das etwas nicht stimmte. Ich bekam einen massiven Schweissausbruch und irgendwie schlecht Luft.
Ich ging langsam weiter, blieb stehen, um mich zu erholen. Doch es wurde immer schlimmer. Ich atmete und bekam keine Luft in die Lungen. Es brodelte. Wie in Trance ging über die Fussgängerkreuzung um die letzen 200m zum Bahnhof zu schaffen. Ich bekam immer weniger Luft. Jeder Atemzug brachte keine grosse Erleichterung, im Gegenteil.
Ich geriet in Panik. Zermartete mir das Gehirn, was ich tun sollte. Die Panik wurde immer schlimmer. Ich bekam Todesangst. Dies alles führte dazu, dass ich mir in die Hose pinkelte. Mittlerweile waren es nur wenig Meter bis zum Bahnhofseingang.
Rechts davon befindet sich ein Taxistand und eine Betonbank. Die erreichte ich irgendwie mit allerletzter Kraft. In einem erbarmungswürdigen Zustand, aber total panisch und durchnäst.
Ich sass bestimmt 20 min dort und versuchte meine Gedanken zu sortieren.
Was mache ich nun? Nach Bonn fahren war ausgeschlossen. Mir wurde klar, dass ich dringend ärztliche Hilfe brauchte. Es gab in meinen Gedanken drei Varianten.
Hausarzt, Notarzt oder in mein eigenes Krankenhaus( ich bin dort angestellt).
Ich entschied mich zuerst für den Hausarzt, denn die kleine Pause, hatte meine Situation etwas gebessert.
Als ich aber wieder aufstand, um eines der vor mir stehend Taxis zu besteigen und dem Fahrer das Fahrziel anzugeben, merkte ich aber, dass nichts besser war.
Ich entschied richtigerweise anders und lies mich die ca. 500m zum Notfalleingang fahren.
Es ist noch alles in meinem Bewusstsein. Das Ankommen im Krankenhaus. Das glückliche Antreffen eines netten Arbeitskollegen, der mich auf die letzten schweren Metern auf die Station begleitete. Die zügige Aufnahme, weil meine Kollegen meinen ernsten Zustand direkt erkannten.
Es lief alles routinemässige.
Okay, bis dahin. In diesen folgenden drei Wochen auf der Station wurden ich komplett durchgecheckt. Neben der Eingangsdiagnose - schwere Rechtsherzinsuffizienz, tauchte irgendwann der Verdacht auf, das ich u.a. am Schlafapnoe- Syndrom ( Dies ist ein Beschwerdebild, das durch Atemstillstände (Apnoen) während des Schlafs verursacht wird und in erster Linie durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum Einschlafzwang (Sekundenschlaf) sowie einer Reihe weiterer Symptome und Folgeerkrankungen gekennzeichnet ist) leide.
Dies bestättigt ein Test mit einem mobilen Gerät, dass ich 10 Stunden tragen musste.
Nun war alles etwas klarer. Ich brauchte einen Termin in einem Schlaflabor.
Durch Glück und gute Beziehungen, ging dies alles recht schnell. Sonst kann man schon mal 4 Monate Wartezeit einplanen.
Nach einem Eingangscheck und prüfen der Krankengeschichte, wurde von den Ärzten entschieden, dass kein Weg an einer Nacht im Schlaflabor vorbeiführte.
Das leider nicht bei einer Nacht blieb, stellte sich später erst später heraus.
Das Thema Schlaflabor kommt in einem späteren Bericht.
Vier für mich quälende Nächte in diesem schwierigen Umfeld, verbrachte ich im Schlaflabor. Jetzt stand aber entgültig fest ,dass ich an OSAS erkrankt bin.
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Entnommen bei Wikipedia
Die weitaus häufigste Form ist das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). Die direkte Ursache der OSAS ist eine starke Entspannung der ringförmigen Muskulatur um die oberen Atemwege im Schlaf. Dadurch ist der obere Teil der Luftröhre nicht mehr in der Lage, dem beim Einatmen entstehenden Unterdruck genug Widerstand entgegenzusetzen. Der obere Teil der Luftröhre fällt zusammen und es kommt zu einer Behinderung (Obstruktion) der Atemwege. Krankhafte Atemstillstände dauern länger als zehn Sekunden, wodurch der Sauerstoffgehalt des Blutes abfällt (Hypoxämie). Dies führt zu einer Mangelversorgung des Gewebes und als Folge kommt es zu einer Weckreaktion des Körpers („micro-arousal“), aufgrund derer die Atmung wieder einsetzt. Meist erinnert der Patient sich nicht. Die physiologische Struktur des Schlafs wird zerstört und die Erholungsfunktion behindert.
Die Angehörigen von OSAS-Patienten berichten meist über lautes Schnarchen, unterbrochen durch Atempausen, die mit einem heftigen, seufzenden Atemzug oder einem Schnarchlaut beendet werden. Längst nicht jeder Schnarcher aber leidet an OSAS und nicht jeder OSAS-Patient fällt tatsächlich durch Schnarchen auf.
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Symptome des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms sind:
Apnoe von mindestens 10-Sekunden- bis Minutendauer,
Durchschlafstörungen,
Tagesmüdigkeit, Einschlafneigung am Tag,
Kopfschmerzen beim Erwachen ("wie gerädert")
Schwindel, vor allem nach dem Aufstehen,
Mundtrockenheit beim Erwachen,
nächtliches Schwitzen,
vermehrter Harndrang während des Schlafs / nächtliches Wasserlassen
Sekundenschlafattacken / imperativer Schlafdrang, teils ohne Warnsignale,
Konzentrationsstörungen bis hin zu Gedächtnisstörungen,
depressive Verstimmung,
Impotenz, erektile Dysfunktion,
unruhiger Schlaf.
Folgen:
Als Folge eines unbehandelten OSAS treten meistens weitere chronische Gesundheitsstörungen auf, und zwar Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkte sowie Schlaganfälle. Ein plötzlicher Herztod kann bei unbehandeltem OSAS mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auftreten. Beschrieben sind auch Depressionen und das gehäufte Auftreten von Stress-Erkrankungen wie Magengeschwür, Tinnitus und Hörsturz. Diabetes mellitus, Typ 2 wird seit Anfang 2002 immer häufiger in Zusammenhang mit dem OSAS gebracht. Es besteht ein linearer Zusammenhang zwischen dem Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) und der Insulin-Resistenz[2]. Der Blutzucker ist also umso höher, je mehr Atempausen pro Stunde Schlaf auftreten. Nach einer eingeleiteten nCPAP-Therapie kann die nächtliche Zuckerneubildung (Gluconeogenese) deutlich vermindert werden und die morgendlichen Blutzucker-Werte sinken. Patienten, deren OSAS durch Behandlung reduziert wurde, berichten von reduzierten Migräneanfällen.
Diagnose:
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Die Untersuchung mit solchen Nicht-Labor-Monitoring-Systemen (NLMS) erfolgt durch Aufzeichnung von Atemströmung (nasal flow), Atemgeräuschen, Sauerstoffsättigung im Blut mittels Pulsoxymeter, Herzfrequenz, Atembewegung des Brustkorbes und des Abdomens sowie Körperlage (cardiorespiratorische Polygraphie) während des Schlafes zu Hause beim Patienten. Es sind verschiedene, kompakte Geräte hierfür am Markt verfügbar. Eine Schlafapnoe ist wahrscheinlich, wenn neben der klinischen Symptomatik (Obstruktives Schnarchen, Atemaussetzer und fehlende Erholsamkeit des Nachtschlafes) in der Polygraphie bei einer Aufzeichnungszeit von mindestens sechs Stunden im Durchschnitt pro Stunde mindestens zehn Apnoe-/Hypopnoe-Phasen über 10 Sekunden Dauer (pathologischer Apnoe-/Hypopnoe-Index AHI: >10) mit dem charakteristischen episodischen Abfall der Sauerstoffsättigung des Blutes nachgewiesen werden.
In Fällen eines positiven Nachweises (oder im Rahmen von wissenschaftlichen Studien) sollte der Patient in ein Schlaflabor eingewiesen werden. Dort wird mit einer Polysomnographie die Notwendigkeit einer Behandlung weiter abgeklärt, bzw. eine Behandlung eingeleitet und hinsichtlich der Effektivität kontrolliert. Bei der Polysomnographie werden zusätzlich zu den Parametern der Polygraphie ein Elektroenzephalogramm (EEG), eine Elektrookulographie (EOG), eine Elektromyographie (EMG) im Bereich der Kinn- und Beinmuskulatur, ein EKG aufgezeichnet und der Blutdruckverlauf, in einigen Fällen auch intrathorakale Druckschwankungen fortlaufend registriert. Während der nächtlichen Untersuchung wird das Schlafverhalten mit einer Videoaufzeichnung dokumentiert. In der Polysomnographie zeigt sich der Einfluss der verminderten Sauerstoffversorgung, die sich im EEG als sog. "Schlaffragmentierung" manifestiert. Bedingt durch den Sauerstoffmangel, der sich infolge der Atempausen wiederholt, kommt es zu ständigen Weckreaktionen ("Arousals"), so dass durch die Fraktionierung des Schlafes (im Vergleich zur normalen "Schlafarchitektur") eine pathologische Reduktion der Tiefschlaf- und Traumschlafphasen resultiert.
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Anfang Dezember 2010 wurde ich mit allen Nötigem ausgestattet( Maske und Gerät). Denn es stand nun endgültig fest, dass es eine Nacht ohne Schlafgerät nicht mehr geben darf. Für die Therapie ist es zwingend notwendig. Es war natürlich eine riesen Umstellung. Manche Nacht wurde nicht gut geschlafen, denn oft verwickelte ich mich nachts im Schlaf mit dem Verbindungsschlauch.Oder die CPAP- Maske verruschte und recht komische Töne entstanden.
Ein grosses Problem war und ist die empflindliche Nasenschleimhaut. Sie bedarf einer intensiven Pflege mit Nasensalbe und Spray.
Zum Schluss möchte ich noch den Hersteller erwähnen:
Heinen + Löwenstein
Medizintechnik GmbH
Arzbacher Str. 80
D-56130 Bad Ems
Handelsregister Koblenz HRB-Nr. 2796
Hier ist man als Patient wirklich gut aufgehoben.
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Mir ist klar, dass dies nur ein Situationbericht ist. Wobei ich nun ca. 9 Monate mit dieser Erkrankung lebe und therapiert werde. Ich werde natürlich Änderungen ergänzen und wenn Fragen zu dem Thema auftauchen sie gerne beantworten.
Fazit:
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Stand jede Stunde nachts aufzuwachen, ob gewollt oder gezwungen, schaffe ich es jetzt oft mit 1 - 2 Unterbrechung zu schlafen. Es ist noch nicht alles gut, aber es geht voran. Aber nicht nur der Schlaf ist besser, nein auch mein Blutdruck, mein Blutzucker, Ekg und auch die Laborwerte.
Bazi 1860 am 25.09.11
danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
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Pro: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
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Dieses Produkt ist ein Massageöl mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis:
Name des Produktes:
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Care & ...
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