Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Ein wirklich bedeutender Meilenstein im Leben eines Heranwachsenden |
| Kontra: |
nicht unbedingt geeignet für Kinder der Unterstufe; sehr teuer |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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So in etwa lautet der Spruch, den man sich morgens, so gegen sechs Uhr anhört, vom Helfer des Flügels, der tagtäglich ausser Sonntags, durch die Zimmer geht und die Leute aus den Betten holt.
Was, wo, wie, wo bin ich? Ja, ja, herzlich willkommen in Schule Schloß Salem, einer der "Eliteschmieden" Deutschlands.
Wenn man neu in Salem ist, wird man sehr bald feststellen, dass dort andere Gesetze gelten, als anderswo. Der gesamte Tagesablauf ist geregelt:
Wie schon gesagt, um sechs Uhr steht man auf, zwängt sich in irgendwelche Klammotten, um diesen lästigen Morgenlauf hinter sich zu bringen, stürmt dann in die Dusche, um noch einer der ersten zu sein, damit man nicht nur kaltes Wasser abbekommt, dannach stürmt man ins Zimmer, welches man sich meisstens mit zwei anderen teilt, zieht sich an und stürmt weiter zum Eßsaal, um noch Brötchen und Nutella (Nuspli) zu ergattern, denn ansonsten muß man sich mit Pumpernickel und Salami begnügen und Kakao ist dann meisstens auch schon alle.
Hat man das erstmal hinter sich gelassen, so ruft die Schule. Meisstens wartete schon mein Klassenlehrer Dr. Dr. Sokrates Sidioropulus, ein Mann mit Angeboten von der Nasa und anderen Institutionen, und Publikationen über Physik und andere Themen, auf uns, um uns in die Abgründe der Mathematik und der Physik zu führen, welches ihm auch wirklich gelang. Hier ein kleines Beispiel für seine Methoden:
Jimbo grübelt über eine Polynomdivisions-Aufgabe. Ein Schalg trifft ihn in den Nacken und Dr. Sidioropulus äussert sich in ungefähr dieser Weise:"Oh Junge, was maaahchst Du dah? Was sool dahs? Willst Duh edwarr als ein duhmer Meensch enden? Komm, Steh auf, gäh raus und komm wieder, wenn Duh glaubst, Du seist ein wenig klüger."
Und binnen der nächsten Minuten folgten mir noch zwei andere Leidensgenossen mit dem Nachruf, dass er sich für uns schäme...na ja...manche mögen diese Methoden für etwas seltsam halten, aber sie wirkten irgendwie. Manchmal kam er in die Klasse hinein, drückte einem von uns seine Tasche in die Hand und sagte:"Chommt, lasst uns in den Wald gähen und spazieren, Eure Gechirrne brauchen Luft." Ich hatte keinen besseren Mathe- oder Physiklehrer vor oder nach ihm.
Die schulische Ausbildung in Salem ist exzellent und man bekommt wirklich was geboten für das viele Geld, dass man bezahlt. Ich glaube es ist mal an der Zeit einige Fakten über Salem aufzuzälen.
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Kosten
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Salem kostet den normalen Verdiener etwa 3500 Mark im Monat, wobei Taschengeld und Kleidungsgeld noch nicht inbegriffen sind. Auch Schulhefte und andere Utensilien sind in diesem Preis nicht enthalten.
Man kann in Salem auch ein Stipendium erhalten, so dass die Kosten etwas gesenkt werden können. Meine Eltern zahlten damals beispielsweise nur etwa 1600 Mark, andere hatten gar ein Vollstipendium. Finanziert wird dieses System, durch die besser verdienenden, die entsprechend höhere Summen zahlen müssen, um ihre Kinder in Salem unterzubringen (zum Teil 10000 Mark im Monat und mehr).
Auf jeden Fall müssen 30% der Schüler eines Internates Stipendiaten sein, damit dieses Internat auch staatlich anerkannt ist. Also hat man meisstens ganz gute Chancen sein Kind als normal Sterblicher vielleicht dort unterzubringen.
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Ausbildung
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Salem ist unterteilt in drei Teile. Schloß Hohenfels ist für die Unterstufe zuständig (5. bis 7. Klasse). Schloß Salem ist für die Mittelstufe und die Oberstufe, ab der zwölften Klasse wird man ebenfalls noch mal abgegliedert nach Schloß Spetzgard bei Überlingen.
Wie schon erwähnt erhält man in Salem im schulischen Bereich eine exzellente Ausbildung, die sehr niveauvoll und auch sehr anspruchsvoll ist (niveauvoll muss nicht unbedingt gleich anspruchsvoll sein). Doch auch im ausserschulischen Bereich wird man gefordert, und so ist es keine Seltenheit, dass man kaum Zeit hat für private Angelegenheiten. Man muss ausser der Schule auch sogenannte Dienste absolvieren. Diese umfassen Bereiche wie THW (Technisches Hilfswerk), Freiwillige Feuerwehr, Sozial-Dienst oder auch Öko-Dienst.
In den ersten beiden genannten Diensten erhält man zumindest eine Grundausbildung, wofür später auch ein Test absolviert werden muss. Ich bin zum Beispiel ausgebildeter Feuerwehrmann mit Atemschutzausbildung. Beim Sozial-Dienst kümmert man sich etwa um Rentner oder man hilft Kindern bei den Hausaufgaben. Beim Öko-Dienst wiederum widmet man sich Aufgaben im Bereich des Umweltschutzes oder man baut auch einfach mal ein Beet an.
Der Sport kommt in Salem natürlich auch nicht zu kurz und so ist man verpflichtet mindestens eine Einzel- und eine Manschaftssportart zu belegen. In meinem Fall waren es Geräteturnen und Feldhockey (Geräteturnen habe ich so oft es ging geschwänzt, wirklich bescheuerter Sport!). Und so kommen zum alltäglichen Stress auch noch so manche Wettkämpfe in Form von Turnieren und anderen Austragungen dazu.
Und in all dem Stress wird man wirklich sehr gut von den dort betreuenden Mentoren und Lehrern unterstützt. Ausserdem kann man sich auch bei anderen Problemchen auch mal an den Helfer des Flügels wenden (Flügel: meistens eine Etage oder ein Bereich einer Etage , dem jeweils ein Mentor zugeteilt ist. Helfer: ein von den Bewohnern eines Flügels gewählter Mitbewohner, der sich um die Flügelangelegenheiten kümmert und auch als Mittler zwischen den Lehrern und den Schülern fungieren kann. Meisstens jedoch weckt er nur die anderen.)
Hier nochmal ein typischer Tagesablauf:
1. Aufstehen
2. Morgenlauf
3. Duschen
4. Frühstück
5. Schule
6. Mittagsessen (obligatorisch! evtl. unterbochen von einer Feuerwehrübung oder einem THW-Einsatz - das Essen wird dann nachgeholt)
7. Dienst oder Sport
8. Arbeitsstunde (von 17Uhr bis 19Uhr)
9. Abendessen
10. evtl. Clubhaus (kleiner Schuppen, mit Anlage, wo man abfeieren kann)
11. um 21.30Uhr ist Flügelzeit
12. und um spätesten 22.30 sollte man im Bett sein (sollte, falls man nicht gerade einen anderen Flügel überfällt oder seiner heissgeliebten Freundin einen nächtlichen Besuch abstattet)
Bei allen Eskapaden sollte man sich nicht erwischen lassen, denn es drohen empfindliche Strafen, zumeisst Arbeitsstunden, wo man dann kehren darf, oder Rasenmähen oder einen Stall ausmisten oder gar ein Wochenende auf einen Bauernhof muss, um dort Kühe zu melken.
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Fazit
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Was kann ich zu Salem nun so sagen? Dass es mir einiges gebracht hat, steht ausser Frage, denn ich habe wirklich viel gelernt und dabei war auch sehr vieles fürs Leben, was ich von anderen (öffentlichen) Schulen nicht unbedingt behaupten kann.
Dennoch war Salem auch ein schwieriger Lebensabschnitt für mich, denn dort musste ich mich entscheiden, ob ich mich dem allgemein üblichen Stil dort anpassen wollte oder nicht. Ich tat es nicht und hatte es wohl auch etwas schwerer dadurch, nicht unbedingt mit den Lehrern aber mit den Schülern, aber dass es eine tolle Zeit war, steht für mich ausser Zweifel fest. Ich lernte dort, wie wichtig es ist individuell zu sein und für mich als Person gerade zu stehen. Ein Fakt, den ich sehr vermisst habe, bei anderen Schulformen.
Ich denke, ein Internat ist nicht unbedingt etwas für Kinder in der Unterstufe, da meiner Meinung nach Eltern in dieser Phase des Aufwachsens eines Kindes noch sehr gefragt und wichtig sind. Später jedoch, wenn es in die Mittelstufe oder Oberstufe geht, ist Salem wirklich eine sehr gute Alternative, falls man es sich leisten kann.
Salem liegt in der Nähe des Bodensees ca. 20km entfernt von Überlingen einer etwas größeren Stadt am Nordzipfel des Bodensees. Es ist sehr idyllisch gelegen und ganz in der Nähe ist ein alter germanischer Kultplatz - Teng genannt - ein Hügel auf dem die Bäume kreisförmig angeordnet sind. Ein idealer Platz zum Feiern, zum Nachdenken, zum Schmusen, was auch immer. Umgeben ist Schloß Salem von Waldgebieten, die zum Sapzierengehen, oder Joggen einladen. Ein wirklich schönes Fleckchen Land zum "Erwachsen" werden.
Und in der Tat, Salemer Schüler machten immer den Endruck auf mich, als seien sie gleichaltrigen Schülern anderer Schulen etwas voraus, sie wirkten erwachsener, aber vielleicht auch (leider) etwas ernster. Und ich denke, dass auch die wunderbare Umgebung, da einen Teil beigetragen hat.
Wenn man es wirklich in Erwägung zieht, sein Kind nach Salem zu schicken, dann sollte man auch unbedingt einen Abstecher ins Umland machen, denn auch das Umfeld Salems wird prägend sein.
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"...eine schule für das ganze leben..."
Bewertung für Schloss Salem - Internatsschule von
SalemCollegeGirl
Pro: Die Bildung, die Freunde die man oft fürs Leben findet, man lernt verantwortung zu übernehmen, die weiterhin gute ausbildung/karriere, die einem dank des international sehr gutem rufs ermöglicht wird, eine unvergessliche, SAUGEILE ZEIT!!!!!!!!!!!!
Kontra: etwas teuer
ich bin nun seit knapp jahr auf der schule und ich muss ehrlich sagen es ist ungefaehr hundert mal besser als auf einer staatlichen schule! das akademische niveau ist sehr hoch und man lernt auch sehr viel fuer sein leben, da man trotz der kompetenten ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
21.08.2003
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Salem ja oder nein
Bewertung für Schloss Salem - Internatsschule von
sternschnuppe89
Pro: Eine sehr gute Möglichkeit für die schulische und persönliche Entwicklung!
Kontra: Nicht für jeden möglich und für manche zu früh (5. Klasse schon auf Internat)
Salem, einer der renomiertesten Gymnasien des Landes, Eliteschule...viel kann man sich darunter nicht unbedingt vorstellen, wenn man nicht Schüler dort war. Reporter machen ab und zu Berichte über Salem, aber das entspricht auch nicht der Wirklichkeit, de ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich |
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weniger hilfreich
13.07.2008
(15.12.2008)
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