Glück und Geschicklichkeit
03.03.2007
Pro:
Hoher Unterhaltungswert, Glücks - und Geschicklichkeitsfaktor, Preis
Kontra:
keine
Empfehlenswert:
Ja
 trampastheo
Über sich:
★ ★ ★ Viel beruflich unterwegs momentan, deshalb komme ich hier kaum zum Lesen ...
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Zusammen mit "Mensch Ärgere dich nicht" und "Malefiz" ist Kniffel wohl eines der wenigen Brettspiele, welches ich in der modernen Zeit von Internet (und vor allem Internetgaming) noch ab und an mit Freunden oder Familie spiele. Kniffel ist ein Würfelspiel, bei dem versucht wird, durch Glück hauptsächlich, aber auch gutes Positionieren der Punkte auf seinem Spieleblock (Schmidt liefert diesen mit im Spiel, aber wenn er ausgeht, kann man mit einem einfachen Blatt Papier die Spieloptionen tabellarisch anlegen) am Ende der Würfelrunden seinen Gegner zu besiegen. Das Würfelspiel Kniffel ist natürlich vom bekannten Spielemacher Schmidt zum Begriff für alle Brettspielfans geworden (Kopien und ähnliche Varianten wie Yazzi sind jedoch ebenso gut). Das Würfelspiel besteht aus 5 Würfeln, einem Stift, einem Becher und einem Punkteblock. Der Preis des Spiels liegt bei 7 €. Wie spielt man nun Kniffel? Mitspielen können eigentlich 2-8 Spieler. Meine Empfehlung ist 2 oder 3 Spieler. Bei mehr Spielern dauert es zu lange bis man wieder dran ist und es wird zu viel gequatscht, so dass der Reiz des Spiels schneller verloren geht. Jeder Spieler hat die Möglichkeit pro Runde drei Mal zu würfeln. Ziel ist es auf dem Punkteblock alle Kästchen auszufüllen. Die obere Hälfte ist leicht auszufüllen, denn man braucht einfach mehrere Würfelaugen derselben Zahl. Hat man 3 Zweier gewürfelt, kann man die 6 Punkte unter "2er" eintragen. Selbes gilt für den Rest der Zahlen. Das Geheimnis des Erfolgs in Kniffel liegt darin, in der oberen Spielhälfte von jedem Würfelauge immer 3x alles zu haben. Hat man drei Einser Zweier, Dreier, Vierer, Fünfer und Sechser, so erreicht man die 63 Punkte, die erforderlich sind um von der oberen Spielhälfte einen 35er Extra Punktebonus mitzunehmen (welcher meistens auch über Sieger und Verlierer entscheidet). Die untere Hälfte ist etwas komplizierter. Hier sind andere Kombinationen gefragt. Unter anderem sind zwei Strassen vorhanden. Die kleine Strasse, die aus einer Kombi aus vier nacheinander folgenden Würfelaugen besteht (z.B. 2, 3, 4, 5) und die große Strasse, bei der man fünf Zahlen dieser Art braucht (z.B. 1, 2, 3, 4, 5). Die erste Variante gibt 30 Punkte für den Spieler, die zweite gar 40 Punkte. Erfahrungsgemäß ist die kleine Strasse zu 95% der Partien immer der Fall, doch die große Strasse, die ebenso entscheidend sein kann, wie der Bonus in der oberen Spielhälfte, ist in jeder 3. Runde nicht leicht zu würfeln und oftmals quält man sich bis zum letzten Wurf mit ihr. Es gibt jedoch auch weitere Kombinationen in der unteren Spielhälfte, die es zu bewältigen heißt. Da wäre z.B. eine 3+2 Kombination der Würfel (also ein Paar und drei gleiche), was in der Kniffelsprache (beim Poker ist es nicht anders) Full House heißt. 25 Punkte werden hier gegeben, wenn einem das gelingt. Der Höhepunkt des Spiels ist natürlich, wenn man 5 gleiche Würfelaugen würfelt. Ist sehr selten der Fall, aber wenn dies passiert, ist die Freude umso größer. Das Spiel verdankt seinen Namen dieser 5 Gleichen, denn wer diese erwürfelt, hat Kniffel! 50 Punkte gibt es für dieses Ereignis!Kniffel von Schmidt macht riesig viel Spaß, denn bis zum letzten Augenblick ist meistens Spannung angesagt und man nicht vorhersehen, ob der Gegner einen noch trotz Führung mit einem Kniffelwurf übertrumpft (das Gegenteilige gilt natürlich auch). Man muss trotzdem sagen, dass es auch kein Garant ist, dass man trotz fünf gleicher Würfelaugen (also Kniffel) den Gegner besiegt. Schon oft habe ich erlebt, dass man dank des Bonus in der oberen Spielhälfte, den anderen schlagen kann, trotz seines Kniffel. Wer sich die Strassen erkämpft, eine gute Punktzahl bei Dreier- und Viererpasch holt und seine Chance nutzt (die Chance ist sozusagen der Freiwurf, wenn die gewürfelten Punkte in keinem der Punktefelder mehr zugeordnet werden können), kann am Ende als Sieger dastehen. Der Unterhaltungswert des Spiel ist riesig, denn zu zweit oder dritt, kann man stundenlang um die Punkte würfeln, um am Ende zu sehen ob man mehr Glück, aber auch Geschicklichkeit hatte. Sicherlich ist Glück der Hauptfaktor im Spiel, aber es ist zum Teil auch eine Frage der richtigen Taktik, in welches Feld man seine Punkte einordnet. Man muss sich z.B. überlegen ob man seine vier erwürfelten Sechser unter den Sechsern reinsetzt oder unter dem Viererpasch. Oder ob eine große Chance empfehlenswerter ist, als ein ordentlicher Dreierpasch? Zu empfehlen ist es, vor dem Start des Spiels zu bestimmen, wie viele Runden man spielen möchte. So eine Art Turnier zu dritt macht sehr viel Spaß. Alles in allem gibt es für das Kniffel von Schmidt fünf volle Sterne, denn es stimmt einfach alles: hoher Unterhaltungswert, Preis, Langzeitspaß.
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10.10.2007 18:29
Ich finde das Spiel auch gut. Kaufen würde ich es mir aber nicht, weil es zu teuer ist. Einen Würfelbecher und Würfel hat heutzutage fast jeder. Und eine Kniffeltabelle kann man sich zum Beispiel in Excel selber machen und dann ausdrucken. Ich frage mich daher, wie es kommt, dass das Spiel trotzdem noch so häufig gekauft wird. Auf meiner Homepage habe ich übrigens eine eigene Kniffelvariante erstellt, die mit 6 Würfeln gespielt werden kann. Dort kann man sich auch die dazugehörige Punkteliste ausdrucken. Wer daran interessiert ist, kann gerne mal vorbeischauen :)
08.05.2007 21:13
Welch Klassiker!! LG Claudia
16.04.2007 05:05
Bin auch ein begeisterter Kniffel-Spieler. ein Tipp: Hast du schon mal versucht, Kniffel "rückwärts" zu spielen!? Das geht so: Du rechnest vor Beginn des Spiels erst mal nach, Wieviel Punkte Du maximal erreichen kannst (ohne Zusatzkniffel). Diese Punkte nimmst Du als Ausgangsbasis. Statt die Punkte zu addieren, ziehst Du sie einfach ab. Wer am Ende die "wenigsten" Punkte hat, hat gewonnen. Da es aber weniger als "0"-Punkte nicht gibt, wird ein Zusatzkniffel (wie beim Original) nicht abgezogen, sondern dazu gezählt.