School Days - Stanley Clarke

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School Days - Stanley Clarke

1 - CD - Epc - bmg Deutschland - 12. August 1991 - 5099746821920

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90% positiv

2 Erfahrungsberichte der Community

Erfahrungsbericht über "School Days - Stanley Clarke"

veröffentlicht 21.06.2003 | pantoholli
Mitglied seit : 19.12.2002
Erfahrungsberichte : 40
Vertrauende : 17
Über sich :
Sehr gut
Pro Basssolis, legendär
Kontra SOund der 70er, kurz
sehr hilfreich

"Das legendäre Album"

/* Einleitung */
Dann mache ich mal mit meiner Stanley Clarke Berichtreihe weiter:
Ich habe immer den Eindruck „School Days“ ist das legendäre Album von Stanley Clarke schlechthin. Aber genau wissen, tue ich das nicht. Vielleicht ist das auch so, weil ich einige der Songs (z.B. School Days selbst) auch auf anderen Scheiben und Live-Versionen gehört habe.
Doch nun zu dem Album „SCHOOL DAYS“ aus dem Jahre 1976!

/* Titel */
1. SCHOOL DAYS (7:52)
2. QUIET AFTERNOON (5:08)
3. THE DANCER (5:24)
4. DESERT SONG (6:55)
5. HOT FUN (2:52)
6. LIFE IS JUST A GAME (9:00)

Tja – nur 6 Titel und mit 37:21 auch nicht gerade eine sehr lange Scheibe.

/* Besetzung */
Unter anderen spielen auf diesem Album:
Stanley Clarke, David Sancious;Raymond Gomez, Gerry Brown, Steve Gadd, Milton Holland, John McLaughlin, Icarus Johnson, George Duke und Billy Cobham.

Duke, McLaughlin, Cobham spielen aber nicht auf allen Titeln. McLaughlin nur auf einem und Duke und Cobham auf dem Letzten.

Das gute Dutzend Streicher aufzulisten erspare ich mir. Heutzutage hätte man dafür einen Synth gekauft, aber damals musste man sich für die Flächenuntermalung der Songs noch ein halbes Orchester ins Studio holen.

/* Sound */
Ich sage mal zum Sound etwas extra. Das Album ist von 1976 und dementsprechen klingt es auch. Das Schlagzeug ist etwas dumpf, die Bässe dröhnen nicht so sehr. Die Gitarre klingt etwas piepsig, aber für Jazz-Gitarre wohl „normal“. Und die Keyboards fiepsen, klingeln und jaulen was die analoge Technik hergibt.

/* Die Titel im einzelnen */

// SCHOOL DAYS
Los geht es mit dem Titelsong. Der Bass beginnt mit dem Schlagzeug das eingängige Bassriff zu spielen. Nach einigen Durchläufen setzt die Gitarre mit ein, Keyboards untermalen das Gitarrensolo. Das ganze steigert sich und man merkt den Spaß, den die Musiker beim Spielen dabei haben (hatten ;-)). Nach 2:30 wird es ruhig. Die Gitarre spielt eine funky Begleitung und der Bass setzt langsam zum Solo an. Eigentlich kann man sagen, dass die nächsten 5 Minuten der Bass solo spielt. Am Ende kommt noch mal das Thema. Und Clarke schließt den Titel mit einem kurzen Summen ab.
Ja – den Song zu spielen macht bestimmt Spaß und deshalb wundert es mich nicht, ihn auf wenigstens 2 anderen CDs in Live-Versionen noch gehört zu haben. Clarke muss in der Schule viel Spaß gehabt haben ;-)

// QUIET AFTERNOON
Und es geht ruhig, entspannt weiter. Gitarre und Keyboard spielen das Thema und werden ruhig begleitet, und diese beiden Instrumente dürfen dann auch gleich ihre Solis abliefern.
Ich kann mir so wirklich einen Ruhigen Nachmittag vorstellen, passender Titel.

// THE DANCER
Drumms und Trillerpfeife beginnen diesen Song. Dann kommt ein Funky-Slap-Bass hinzu und das Thema steigert sich. Das Rio-feeling des Anfangs verfliegt, aber der Song bleibt locker und fröhlich. Alle Solis trällern fröhlich quitschig untermalt dahin. Der Song wird ausgeblendet.

// DESERT SONG
Hier spiel Clarke einen Kontrabass und wird von John McLaughlin an der Akustikgitarre begleitet. Der Anfang klingt mit gestrichenem Bass (Bass mit Bogen gespielt) und Gitarrenbegleitung sehr gewöhnungsbedürftig. Doch dann zupft er den Bass. Beide wechseln sich mit den Solis ab. Insgesamt wirkt der Song sehr ruhig. Das Ende gleicht wieder demAnfang.
Weltklasse Gitarrist und Welkklasse Bassist –> Interessante Musik.

// HOT FUN
Streicher und treibendes Schlagzeug setzen gleich am Anfang eine Spannung auf die sich auch durch den gesamten Song hält. Teile des Titels erinnern mich an Songs von den Crusaders.
Kurz und Schmerzlos – gut anzuhören.

// LIFE IS JUST A GAME
Streicher und Klavier beginner eigentlich eher ruhig. Doch dann setzt das Schlagzeug ein und der Bass ballert wie von einer Hummel gestochen los. Noch ein kurzer Bombastikteil und ein ruhigeres Thema begint. Doch was ist das? Gesang! Aber warum? „Life is just a Game and there is many ways to play, And all you do is chose, la la la” (er sing wirklich “la la la”) Also wegen dem Inhalt muss er das nicht singen! Sind ihm die Solo-Musiker ausgegangen?? Zum Glück singt er nur eine Strophe! Der Bombastikteil läutet dann endlich den Soloteil ein. Lockerer Basslauf, kurzes Break, dann piepst ein Keyboardsolo. Danach spielen Bass und Schlagzeug einen sehr schnellen Teil perfekt zusammen, gefolgt von einem Gitarrensolo.
Ein Bassolo mit fingerbrecherischer Geschwindigkeit ist selbstverständlich auch noch drin.
Der Song gefällt mir richtig gut, da er sehr dynamisch mit rockigen Elementen ist. Nur den Gesang hätte er sich sparen können. Musik von Stanley Clarke hört man nicht dem Gesang wegen ;-)

/* Cover */
Stanley Clarke mit Afro-Frisur vor einer weisen Wand und malt Noten. Naja – für die Zeit nicht schlecht. Mehr ist da auch nicht zu sagen.

/* Fazit */
Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Album legendär ist. Und wer etwas über Stanley Clarke sagen will, der sollte wenigstens einmal den Song „School Days“ gehört haben.
Aber es ist halt Musik aus dem 70er Jahren. Wer also nur mal eine CD von Stanley Clarke im Schrank haben will, weil er seine Bassolis mag, der sollte vielleicht lieber bei einer neuere Produktion aus dem 90er Jahren zugreifen, da sich in Sachen Tonqualität doch einiges getan hat. (Vielleicht „Life at the Greek“ ;-))

/* Eigene Meinung */
Richtig guter Jazzrock! Aber aus dem Jahr 1976 – nicht dass die Musik schlecht ist, aber die Tonqualität der 70er ist halt zu hören.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • caramella veröffentlicht 24.06.2003
    ist schwer Worte zu finden und einen Bericht zu schreiben über diese grossartigen Jazzmusiker, Stanley Clark volle Pulle, danke für deine Gedanken hier.
  • Harlekin34 veröffentlicht 22.06.2003
    mmhhh....Jazz ist nicht so ganz mein Fall:-) Aber ein schöner Bericht ist es trotzdem. LG Eva
  • plumtree veröffentlicht 22.06.2003
    Allein die Besetzungsliste läßt ja schon schwelgen: Duke, McLaughlin, Cobham - wow. Grüße + schönen Sonntag Uwe
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Produktdaten : School Days - Stanley Clarke

Produktbeschreibung des Herstellers

1 - CD - Epc - bmg Deutschland - 12. August 1991 - 5099746821920

Haupteigenschaften

Titel: School Days

Künstler: Stanley Clarke

Komponist: .

Genre: Jazz

Schlagworte: Traditional Jazz / Swing; Jazz Rock / Fusion; Mainstream Jazz; Modern Jazz; Soul

Medium: CD

Set-Inhalt: 1

Veröffentlichungsdatum: 12. August 1991

Label: Epc

Vertrieb: bmg Deutschland

EAN: 5099746821920

Titel auf CD 1

1.: School Days

2.: Quiet Afternoon

3.: The Dancer

4.: Desert Song

5.: Hot Fun

6.: Life is Just a Game

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Auf Ciao gelistet seit: 21/06/2003