Nicht für die Schule lernt man....

5  26.02.2003 (25.05.2003)

Pro:
Viel lernen

Kontra:
nix

Empfehlenswert: Ja 

Playas

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:19

Diesen Bericht teilen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 127 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Einleitung
*********


Hallo Leute in Januar hatte ich mein Schulpraktikum und da mir zur Zeit keine Interessanteren Berichte einfallen schreibe ich mal etwas darüber.
Naja ich muß sowieso einen Bericht für die Schule schreiben und es wäre besser gesagt ich kombiniere Spaß mit Arbeit.

Was heißt Schulpraktikum
*********************


Schulpraktikum ist eigentlich eine tolle Sache. Es soll den Schülern einen Einblick in die Arbeits- und Geschäftswelt geben damit die Schüler eine Orientierung für ihren späteren Lebensabschnitt haben.
Alles was ich in diesen Bericht erzähle bezieht sich auf mein Bundesland „Berlin“ also kann es Abweichungen zu anderen gebieten geben. In Berlin dauert das Praktikum entweder zwei oder wie in meinem Fall drei Wochen. Es wird entweder in der 9. oder 10. Klasse durchgeführt, hierbei spielt der Schultyp eine rolle: in Gesamt-, Real-, und Hauptschulen ist es die 9. in Gymnasien ist es die 10. Klasse. Aber es soll ab dem nächsten Jahr auch auf Gymnasien in der 9. Klasse stattfinden.

Wie habe ich meine Stelle ausgesucht und was habe ich davon erwartet
*********************************************************


Meine Erwartungen an das Praktikum waren ziemlich umfangreich. Ich wollte einen Einblick in die Arbeitswelt bekommen. Jedoch sollte der Einblick nicht von der passiven sondern von der aktiven Seite sein. Was soviel heißt wie ich wollte nicht nur zu gucken und mit denken sondern mitanpacken. Natürlich wollte ich auch etwas für meine Zukunft etwas mitnehmen, was soviel heißt wie, dass ich etwas lernen wollte was einem in der Schule nicht in diesem Umfang vermittelt wird.
Bei der suche nach einem Praktikums Platz wollte ich eine Arbeit haben die mein Niveau oder mein wissen nicht zu sehr überschreitet, den was sollte ich zum Beispiel in einem Labor für Gen Technik machen wenn ich nicht die Grundwissen darüber habe zwar war das ein einwenig krasses Beispiel jedoch ein sehr verständliches.
Ich war auch auf der Suche nach einer Stelle wo ich viel Umgang mit Menschen habe und wo ich mich auch mit ihnen unterhalten kann.
So bin ich zu den Entschluß gekommen eine Stelle im Einzelhandel zu suchen aber natürlich auch nicht irgend wo.
Ich suchte nach einer Stelle die nicht sehr groß ist und wo man den Überblick behält und in den drei Wochen des Praktikums die meisten Sachen kennenlernt.
Es sollte auch ein Platzt sein wo nicht Anziehe Sachen sondern etwas interessantes verkauft wird. Und zu guter Letzt es sollte gut besucht werden.
Mit Berücksichtigung der Kriterien war das Cultimo im Europa Center für mich perfekt.
Soviel zu meinen Erwartungen.
Ach und übriges einwenig Schleichwerbung ich habe auch ein Bericht über das Europa Center.

Das waren meine Vorstellungen an ein Schulpraktikum aber natürlich muß ich an dieser Stelle erwähnen, daß jeder sich was anders Wünscht oder vorstellt.

Was mußte ich beim Praktikum tun?
****************************

Zuerst will ich mal den Ersten Praktikumstag beschreiben um zu zeigen wie mein Tagesablauf funktionierte.

Der erste Tag (13.01)

Der erste Tag meines Praktikums fing nicht besonders gut an, den ich kam eine Stunde zu früh. Das sollte aber nicht das einzige Pech an diesem Tage sein.
Als um 10.00 Uhr das Geschäft öffnete stellte ich mich vor und wurde von zwei Damen empfangen die an diesem Tag Schicht hatten.
Ich wurde nicht großartig über die Geschäfte und in das Warenangebot aufgeklärt, sondern ich durfte mich in die Ecke setzen und Batterien zählen. Nach ca. einer Stunde war ich mit den etwas über 2000 Batterien fertig.
Nun konnte ich mich im Laden umsehen mich mit dem Angebot vertraute machen und das Lager angucken. An dem Tag kamen nicht sehr viele Kunden dennoch wurde es nicht langweilig. Ich hatte immer etwas zu tun, wie z.B. Ware einräumen, Ware gegen Diebstahl sichern und wenn mal nichts zu tun war an der Tür zu stehen und aufzupassen, dass die Kunden nichts klauen. Zum Glück waren die zwei Frauen die an diesem Tag Schicht hatten nicht so grausam wie ich nach der Entgegennahme des Batterie zählen gedacht hatte.
Obwohl es sehr viel zu tun war würde ich nicht sagen das ich zu viel gemacht habe, ich glaube ich war nur nicht an Arbeit gewohnt und dies muß man glaube ich an dieser Stelle erwähnen damit der Leser nicht denkt, dass ich dort als Sklave behandelt wurde.
Der Tag verging ziemlich schnell und ich ging so schnell wie möglich nach Hause, denn es war bestimmt mit Abstand der schwerster und anstrengendster „Schultag“ meines Lebens.


Und hier sind die Sachen die ich sonst noch tat:

Ich war dafür zuständig ständig für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Was natürlich auch heißt die Leute auf das Richtige Verhalten aufmerksam zu machen, hierbei mußte ich für mich selber entscheiden wie weit die Kunden gehen dürfen und wo der Schluß ist. Damit man sich besser vorstellen kann was ich meine ein Paar Beispiele: Wenn 12 oder 13jährige Kinder Feuerzeuge ausprobieren, welche nur ab 16 verkauft werden dürfen; wenn eine Person schon über 1 Stunde im Laden Planlos rumläuft; wenn die selben Schulschwänzer aus lauter Langeweile jeden Tag in den Laden kommen und so weiter.... natürlich mußte man auch einige die sich nicht an die regeln hielten raus Begleiten.
Eine weitere Aufgabe war dafür zu sorgen das alle Regale gut befühlt waren und die Ware mit Magnetstreifen Aufklebern gegen Diebstahl geschützt ist.
Ich hielt auf Ordnung man mußte z.B. drei bis fünf mal am Tag die Vitrine sauber machen... Ware die, die Kunden von A haben und in B abgelegt haben...
Auch, dass die Batterie betriebenen Spielzeuge immer liefen.
Ich mußte auch ein mal am Tag Müll runter bringen.


Das waren jetzt die meisten Sachen die ich als Arbeit verrichtete habe aber natürlich habe ich nicht 100% der Zeit mit den Dingen verbracht. Ich lernte sehr viele Leute kennen was sehr interessant war. Ich unterhielt mich über alle möglichen Dinge... oft war es sehr witzig, bis auf ein paar male wo z.B. eine ca. 50jährige Oma versucht hat mich zu verführen alle fanden es sehr komisch worüber ich aber kaum lachen konnte..
Am meisten machte es jedoch Spaß mit Touristen zu reden es waren auch besonders viel aus Rußland da mit denen ich mich lange Unterhielt..


Als Fazit zu diesem Abschnitt des Berichtes muß ich sagen das ich sehr viel gelernt habe. Und sehr viel Spaß bei der Arbeit hatte weil schon viele verrückte Dinge passierten.

Ach und noch was der erste Tag war der schlimmste...


Empfehlungen

Als Arbeitskraft würde ich keine Kariere bei Cultimo anfangen aber ich finde es war der Perfekte Praktikums Platz und ich würde ihn nur weiter empfehlen können. Den man lernt sehr viel. Z.B. wie man aus dem verschiedensten „scheiß“ großes Geld machen kann. Und ich habe auch begriffen wofür man in der Schule lernen wird, naja aber die Erkenntnis verfliegt schon langsam .
Also Leute wenn ihr nicht wißt wo ihr Prqktikum machen sollt geht ins Zentrum eures Kaffs und sucht einfach den Belebtesten Laden aus der aber auch nicht zu groß ist damit man die Übersicht behällt.


Eigene Meinung

Ich finde es war das Perfekte Praktikum und ich würde mich immer wieder dafür entscheiden obwohl ich den Beruf nicht einschlagen will, es sei den als Besitzer .
Meiner Meinung nach ist es besser als beim Anwalt Briefe zu kleben oder Kaffee zu kochen wie es auch bei meinen Mitschülern vorkamm.

Also Leute egal wo ihr euer Schulpraktikum macht es muß Spaß amchen und vergeßt auch nicht einen Schönen Bericht dafür zu schreiben um schleimpunkte zu sammeln ist es besser ihn einen oder zwei Tage früher abzugeben.
Also ich habe kein Geld kassiert.

© by Playas alias Artur


Diesen Bericht teilen auf Google+
Sponsorenlinks
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
josefina108

josefina108

20.09.2004 20:35

muss auch bald praktikum machen. allerdings nur eine woche, aber ich hab noch keinen plan wo ;) ich hoff´ich find was gutes! dein bericht war sehr intressant! grüße-josefina

zoobremia

zoobremia

09.07.2003 20:00

Ich habe während meiner Schulzeit 3 Praktikas gemacht, es war unheimlich hilfreich für meine Berufs(nicht)wahl ... Denn danach habe ich entschieden, daß 1 der 3 Berufe nichts für mich waren und bei den anderen beiden gab's leider Null Lehrstellen ... Deshalb bin ich halt was anderes geworden ... Gruß, Sven (Zoobremia)

debattierqueen

debattierqueen

23.06.2003 20:25

Da hat es Dich ja noch ganz gut getroffen, beim Anwalt klebt man tatsächlich nur Briefe ;))

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 12654 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (1%):
  1. josefina108

"sehr hilfreich" von (99%):
  1. barcelona2000
  2. Trinity007
  3. Erwin999
und weiteren 123 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.