DIE SCHWARZE SUSANNE !
12.07.2002
Pro:
hohe Blütendichte und relativ pflegeleicht
Kontra:
eigentlich keines
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Pflegeaufwand:
Schnellwüchsigkeit:
mehr
 Papa_Santano
Über sich:
Man soll ja immer positiv denken. Doch das Licht am Ende des Tunnels ist oftmals auch der entgegenko...
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Vorwort: Jahrelang haben meine zukünftige Exfrau und ich in einer ganz normalen Mietswohnung gelebt, bevor sich uns die Möglichkeit bot ein kleines Häuschen mit Garten zu mieten. Bis dahin waren meine Kenntnisse im Bereich Garten eigentlich gen Null tendierend, doch irgendwie musste ich mich dann ja mal mit der Thematik beschäftigen. Als es an die Gestaltung des Gartens ging kam dann auch irgendwann einmal der Punkt an dem wir ihn bepflanzen wollten. Einen kleinen Teil hatte ich mir für Kräuter und Salat reserviert, wohingegen der meiste Platz für Blumen und Sträucher draufgehen sollte. Anfangs haben wir den Fehler gemacht und unsere Pflanzen rein nach optischen Gesichtspunkte ausgesucht. Das war allerdings ein Fehler, weil man ohne gewisse Grundkenntnisse der Materie Gefahr läuft das diese einem eingehen, oder im Falle der eigenen Aufzucht erst überhaupt nicht richtig anschlagen. Zum wahren Kenner bin ich allerdings nie geworden, was der Sache an sich aber nicht geschadet hat, denn über die Jahre gesehen hatten wir immer einen wie ich finde ansprechend aussehenden Garten. Neben „fertigen“ Pflanzen haben wir dann auch selbst gesetzt und ich muss sagen das es schon ein schönes Erlebnis ist wenn man diese irgendwann einmal in voller Pracht dort stehen hat. Eine der beliebtesten Pflanzen, die man in vielen Gärten findet und die zu handhaben uns auch nicht schwer viel ist die „Schwarzäugige Susanne“ die lateinisch auf den schönen Namen Thunbergia alata hört.
Infos zur Pflanze: Die „Schwarzäugige Susanne“ gehört botanisch gesehen zur Familie der Bärenklaugewächse und kommt ursprünglich aus den östlichen Gefilden Afrikas. Als Kletterpflanze kann sie je nach Pflege und Standort bis zu zwei Meter hoch werden und eignet sich damit ganz hervorragend um sie als Sichtschutz an einem Zaun anzusetzen. So haben wir dies auch gemacht, doch wie das nun einmal so ist will gut Ding Weile haben und man muss schon Geduld aufbringen können bis man den gewünschten Effekt erzielt hat. Ihre kräftige Farbe entwickelt sich dabei erst nach und nach, denn am Anfang sind die Blüten nur grün und fallen fast überhaupt nicht auf. Als besonders intensiv habe ich den Duft der Blüten nie empfunden, ohne dies nun negativ zu meinen. Ihr Duft geht in eine sagen wir mal liebliche Richtung und ist keinesfalls penetrant, sondern eher dezent würde ich mal sagen.
Standort: Unser erster Versuch diese Pflanze anzubauen ging völlig in die Hose weil die „Schwarzäugige Susanne“ viel zu wenig Licht bekam. Sonnenlicht ist aber von existenzieller Wichtigkeit für das Wachstum der Pflanze und sollte auf jeden Fall gewährleistet sein. Im zweiten Versuch haben wir der „Schwarzäugige Susanne“ reichlich Platz mit direkter Sonneneinstrahlung gegönnt und sieh da, das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Im zarten Alter empfiehlt es sich darauf zu achten das die Pflanze windgeschützt ist und auch sehr viel Platz hat um sich nach und nach ausdehnen zu können, was sie auch mehr als gerne macht. Optimal ist es wenn man zu gegebenem Zeitpunkt einen kleinen Stab oder ähnliches in den Boden gibt um die „Schwarzäugige Susanne“ klettern zu lassen. Bei uns übernahm diese Funktion der Gartenzaum um den sich die Pflanze langsam aber sicher ihren Weg nach oben suchte. Von der Beschaffenheit des Bodens her eigenen sich lockere Böden am besten.
Aufzucht: Hier kann man leider sehr viel falsch machen was gnadenlos mit einem verminderten Wachstum bestraft wird. Optimal ist es wenn man Anfang März beginnt die Samen möglichst gleichmäßig in den Boden zu geben und dann mit etwas Torf abzudecken. Haben wir anfangs nicht gewusst und auf den Torf verzichtet. Wichtig ist hierbei zu beachten das man die Samen wirklich vorsichtig und gleichmäßig verteilt, da natürlich nicht alle Samenkörner anschlagen und man durch die gleichmäßige Verteilung Lücken vermeidet. Man kann die „Schwarzäugige Susanne“ sowohl im Freiland, als auch im Treibhaus ansetzen, wobei wir die Variante mit dem Treibhaus bevorzugten. So ein Minitreibhaus findet man für ein paar Euros in jedem Gartencenter und man hat es damit um ein vielfaches einfacher. Zu erwähnen sei an dieser Stelle noch das man einen warmen Platz suchen sollte, dessen Temperatur bei etwa 22 Grad Celsius liegt um das Wachstum zu gewährliesten. Hat man alles richtig gemacht beginnt die „Schwarzäugige Susanne“ nach etwa 12 – 15 Tagen zu keimen. Man muss nun aber noch ein paar Monate warten, bis man die Pflanze ins Freiland gibt. In einem meiner schlauen Bücher steht was von Ende Mai, doch haben wir so lange nicht gewartet, sondern den Weg nach draußen schon fast einen Monat zuvor angetreten. Davor haben wir sie allerdings noch umgetopft um den Wurzeln Gelegenheit zu geben sich entwickeln zu können. Hat man die „Schwarzäugige Susanne“ dann schließlich draußen stehen ist es wichtig sie regelmäßig zu düngen. Gerade als junge Pflanze benötigt sie viele Nährstoffe um richtig gedeihen zu können. Der Handel bietet hierzu eine ganze Reihe von teilweise sehr preiswerten Düngern an, derer man sich bedienen kann.
Behandlung: Eigentlich ist die „Schwarzäugige Susanne“ eine recht robuste Pflanze der man so schnell nicht schaden kann, doch interessiert dies all die kleinen Viehcher herzlich wenig. Anfällig ist sie trotz aller Robustheit für Blattläuse und Spinnmilben die man dann schon aus eigenem Interesse bekämpfen muss. Nun kann man sich natürlich eines der vielen Mittelchen bedienen die uns die Hersteller zur Verfügung stellen, oder aber einfach andere Pflanzen zwischen die „Schwarzäugige Susanne“ setzen, die dann den Part der Schädlingsbekämpfung übernehmen. Am besten eignen sich hier Knoblauch oder auch Lavendel als natürliche Schädlingsbekämpfer.
Pflege: Wasser ist das A und O bei der „Schwarzäugige Susanne“ Sie braucht wirklich viel Wasser um auch höher liegende Blüten und Blätter versorgen zu können. Anfang Juni, wenn die ersten Blüten zu blühen beginnen schadet es auch nicht die Pflanze ein wenig zu beschneiden um Platz zu schaffen. Allerdings sollte man hier sehr vorsichtig zu Werke gehen und nicht wild alles abschneiden was da rumhängt. Weniger ist manchmal mehr und wir haben die „Schwarzäugige Susanne“ stets nur im Bereich der Blüten ein wenig beschnitten um diesen Platz zu geben. Ansonsten braucht die „Schwarzäugige Susanne“ nicht viel an Pflege. Wenn man sie ausreichend gießt und regelmäßig mit Dünger versorgt, gedeiht sie mehr oder weniger von alleine. Im Prinzip handelt es dich bei der „Schwarzäugige Susanne“ ja um eine so genannte einjährige Pflanze, die man aber auch fachgerecht gelagert auch lebend über den Winter bringen kann. Frost ist für sie natürlich absolut tödlich und ehrlich gesagt war es uns zuviel Mühe die Prozedur des Überwinterns zu machen und haben sie stattdessen als einjährige Pflanze gehalten.
Optik: Da macht man sich dann die Mühe und zieht die „Schwarzäugige Susanne“ in mühevoller Kleinarbeit auf um dann auch mal etwas davon zu haben. Und dieses etwas bekommt man dann auch wenn die „Schwarzäugige Susanne“ in voller Blüte steht. Ihr kräftiges Blattwerk lässt sie sehr robust und dicht erscheinen, was dann durch die dezent duftenden Blüten aufgelockert wird. Optisch ganz sicher eine der schönsten Pflanzen macht sie sich so finde ich in jedem Garten gut. Je nach Standort ist sie wie Eingangs gesagt auch Sichtschutz was durch ihr dichtes Blattwerk möglich ist.
Fazit: Gut, unser erster Versuch ging in die Hose, doch in den Jahren danach haben wir gelernt wie man die „Schwarzäugige Susanne“ am besten aufzieht und wurden mit einer langen Blütezeit und einer ansprechenden Optik entlohnt.
© Papa_Santano am 12,07,2002 für Ciao
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22.08.2002 01:41
Diese Pflanze kenne ich gar nicht, aber ich werde sie mal meiner Familie empfehlen, die lebt nämlich mit Haus & Garten. ;-) Liebe Grüße Timo
17.07.2002 19:44
Naja...ich hab nicht so ein haendchen fuer Pflanzen, bei mir wuerde auch der 2., 3., und 4. Versuch in die Hose gehen...Nadine
16.07.2002 16:30
Du schreibst wohl gerne über Pflanzen. Mfg Affekong