Schwarzer Montag / Garth Nix

Schwarzer Montag / Garth Nix

ISBN: 9783404205967 - Verlag: Bastei Lübbe mehr

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... Die Penhaligon-Reihe: 1) Schwarzer Montag 2) Grimmiger Dienstag 3) Kalter Mittwoch 4) Rauer Donnerstag 5) Listiger Freitag 6) Mächtiger Samstag 7) Goldener Sonntag Der Hintergrund °°°°°°°°°°°°°°°°°°° Gepriesen sei die Architektin! Sie schuf die wahre Welt, das HAUS. Dies ist der Mittelpunkt ... Bericht lesen





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den Blick auf einige merkwürdige Wesen frei. Ein
seltsamer Mann im Frack schiebt einen nicht minder
seltsamen Rollstuhl vor sich her, in dem ein
scheinbar überaus müder und gelangweiter Schönling
namens Montag sitzt. Dieser übergibt Arthur einen
merkwürdigen Minutenzeiger, und damit fangen die
Probleme an. Plötzlich wird der Junge verfolgt von
geflügelten Boten und hündischen Wesen, die
versuchen, ihm das Zauberding nebst einem kleinen
Büchlein wieder abzujagen. Über ein merkwürdiges
Haus, das sich mit dem Zeiger öffnen lässt,
gelangt Arthur in ein Paralleluniversum, in dem
sich alles um Texte dreht. Hier muss die Lösung zu
einem wirklich lebensbedrohlichen Problem zu
finden sein. Denn mit den hündischen Wesen ist
auch eine bisher unbekannte Seuche von der anderen
Seite über die Menschheit gekommen. Der Schlüssel
zur Rettung der Welt liegt also buchstäblich in
Arthurs Händen. Glücklicherweise ist der Montag
für Arthur nicht nur schwarz. Denn der
Zauberzeiger gibt dem eigentlich schon
todgeweihten Asthmatiker auch Kraft zum
Weiteratmen. Er gewinnt Freunde im Dies- und
Jenseits, die ihm helfen. Und er macht
Bekanntschaft mit dem wortgewaltigen "Vermächtnis"
(witzigerweise in Form eines Frosches, der einigen
Protagonisten im Hals sitzt), dem es gelungen ist,
aus einer fast ewig scheinenden Gefangenschaft
auszubrechen. Das alles klingt überaus
phantastisch und ist es auch. Aber so, wie der
australische Autor Garth Nix seine Geschichte
entwickelt, wirkt sie nicht nur schlüssig, sondern
auch Atem beraubend spannend. Einziger
Wermutstropfen ist das misslungene Titelbild, das
eher einem amerikanischen Fantasy-Film entsprungen
zu sein scheint, in dem der Held mit seinen
Fehlern, Ängsten und Schwächen in verfälschender
Weise gegen einen gut aussehenden, durchaus
sportlichen Schauspieler ausgetauscht worden ist.
Da sind die von Daniel Erle geschaffenen
Innenillustrationen, die einen ganz anderen Arthur
zeigen, weitaus gelungener.  Man sollte sich also
vom Cover nicht schrecken lassen: Schwarzer Montag
ist beste Unterhaltung mit Witz und Phantasie. Für
Leser ab 12 Jahren. --Thomas Köster
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Schwarzer Montag. 4 CDs - Garth Nix
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für Arthur nicht nur schwarz. Denn der
Zauberzeiger gibt dem eigentlich schon
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Schwarzer Montag: Erster Teil der Serie "Die Schlüssel zum Königreich" - Garth Nix
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Serienauftakt: Dein Königreich wartet auf dich
Erfahrungsbericht von mima17 über Schwarzer Montag / Garth Nix
14.03.2011


Produktbewertung des Autors:   

Niveau durchschnittlich 
Unterhaltungswert hoch 
Spannung ziemlich spannend 
Wie ergreifend ist die Story? berührt ein wenig 

Pro: recht spannend, unterhaltsam, ironisch, stellenweise actionreich, einfallsreich, teils anrührend,
Kontra: bekannte Muster neu aufbereitet

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Eigentlich ist Arthur Penhaligon kein Held. Genau genommen, ist ihm sogar ein früher Tod vorherbestimmt. Doch dann rettet ihm ein geheimnisvoller Gegenstand das Leben: Er sieht aus wie ein Uhrzeiger und wird von seltsam gekleideten Männern als „Schlüssel zum Königreich“ bezeichnet.

Doch zugleich mit dem Schlüssel erscheinen bizarre Wesen aus einer anderen Dimension, die ihn um jeden Preis zurückgewinnen wollen. In seiner Verzweiflung wagt es Arthur, ein geheimnisvolles Haus zu betreten – ein Haus, das nur er sehen kann und das in andere Dimensionen führt. Dort will er nicht nur sein wahres Schicksal erkennen, sondern auch auch das Heilmittel für die Schlafseuche beschaffen, die die fremden Wesen in Arthur Welt verbreiten.

Der Autor
°°°°°°°°°°°°°°°°

Garth Nix wurde 1963 in Melbourne / Australien geboren. Nach seinem Studium arbeitete er in einer Buchhandlung, später als Verleger, Buchhandelsvertreter, Zeitungsredakteur und Marketingsberater. Seit 2002 bestreitet er seinen Lebensunterhaltet ausschließlich als Autor. Er lebt heute mit seiner Frau, einer Verlegerin, und seinem Sohn in einem Vorort von Sydney. Zu seinen bekanntesten Büchern gehört die Abhorsen-Trilogie, die komplett bei Carlsen und Lübbe erschienen ist (Sabriel; Lirael; Abhorsen).

Die Penhaligon-Reihe:

1) Schwarzer Montag
2) Grimmiger Dienstag
3) Kalter Mittwoch
4) Rauer Donnerstag
5) Listiger Freitag
6) Mächtiger Samstag
7) Goldener Sonntag

Der Hintergrund
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Gepriesen sei die Architektin! Sie schuf die wahre Welt, das HAUS. Dies ist der Mittelpunkt aller Schöpfung, das Königreich aller Realität. Es ist eingeteilt in die sieben Wochentage von Montag bis Sonntag, und diese wiederum sind in jeweils zwölf Stunden eingeteilt. Minuten- und Stundenzeiger sind die Insignien eines jeden Tages – und mächtige Instrumente.

Rundherum liegen die sekundären Reiche, zu denen auch unsere bescheidene Welt zählt. Und SIE ließ alles darin archivieren. Als SIE sah, dass es gut war, verabschiedete SIE sich, hinter ließ jedoch das VERMÄCHTNIS, in dem sie bestimmte, dass nur Sterbliche das Königreich erben können. Das VERMÄCHTNIS besteht vollständig aus Text, wie sich denken lässt. Doch die sieben Treuhänder vollstreckten das VERMÄCHTNIS nicht, sondern teilten sich die Macht in ihren sieben Herrschaftsbereichen. Das VERMÄCHTNIS teilten sie in sieben Stücke, von denen jedes woanders versteckt wurde.

Eines Tages begab es sich, dass das Bruchstück von MONTAG, ein auf einem toten Stern in Glas versiegelter Kristall, der von metallischen Wächtern bewacht wurde, von einem Inspektor des ARCHIVs begutachtet wurde. Die Wächter, nach Äonen des Wachens müde geworden, meldeten dem Inspektor keinerlei besonderen Vorkommnisse. Doch als er sich die Nase putzte, bemerkte er aus dem Augenwinkel ein kleines flinkes Etwas vorbeihuschen. Nein, dachte er, ich muss mich getäuscht haben.

Doch er hatte sich nicht getäuscht: Ein kleines Stück VERMÄCHTNIS-Text bemächtigt sich jedoch der Transferplatte, mit der er vom ARCHIV gekommen ist und verschwindet damit. Oh-oh, denkt der Inspektor. Damit hat er Recht. Wenig später kommen zwei großmächtige Herren, die Silberstöcke tragen. Sie sagen, sie kämen von einem, der sogar noch höher stehe als MONTAG. Oh-oh, denkt der Inspektor. Das gibt großen Ärger.

Und so beginnt es.

Handlung
°°°°°°°°°°°°°

Der etwa zwölf oder 13 Jahre Arthur Penhaligon ist neu in dieser Stadt und heute ist sein erster Schultag. Obwohl er Asthma hat, teilt ihn der ignorante Lehrer der Sportgruppe zu. Los geht’s: Geländelauf. Aber dalli! Arthur will es nicht gleich am ersten Tag mit seinen Mitschülern und dem Lehrer der siebten Klasse verderben, daher müht er sich nach Kräften, doch schon nach wenigen Minuten kippt er ohnmächtig ins Gras am Wegesrand. Zwei Mitschüler, die netten Zwillinge Ed, ein Junge, und Blatt, ein Mädchen, helfen ihm wieder auf die Beine, indem sie ihm seinen Inhalator mit der Medizin geben und ihn tief durchatmen lassen.

Besuch aus dem Königreich

Als sie Hilfe holen, zuckt ein Lichtblitz in Arthurs Nähe herunter, und zwei seltsame Männer erscheinen. Der eine, junge sitzt in einem Rollstuhl und wird von dem anderen, älteren mit „Sir“ angeredet. Der Ältere, den der Jüngere mit „Nieser“ anredet, verlangt von Arthur, sich gefälligst vor Herrn MONTAG verbeugen. Als Arthur nicht reagiert, hilft Nieser nach, und Arthur bekommt sofort wieder einen Asthmaanfall. Nieser bestätigt, dass es sich um den gesuchten Arthur Penhaligon handle und dieser gleich sterben werde. Sehr schön, meint Montag.

Nieser redet ihm noch einmal zu, was zu tun sei und versichert, dass das völlig gefahrlos sei. Mit einem Ritual, bei dem der Jüngere etwa rezitiert und Arthur mit etwas Messerförmigem in die Hand piekst, übergibt er er etwas, das mit dem VERMÄCHTNIS zu tun hat. Ein Lichtblitz, und weg sind sie. Etwas flattert zu Boden: Es ist ein Buch. In der Hand hält Arthur ein Metallblatt, das am einen Ende einen Pfeil und am anderen eine Öse hat. Es ist ein altmodischer Uhrzeiger, der Länge nach zu urteilen der für die Minuten. Nieser hat ihn einen „Schlüssel“ genannt.

Die Schule brennt

Im Krankenhaus stellt Arthur erfreut fest, dass ihm der Zeiger eine geheimnisvolle Kraft gibt. Nun braucht er keine Medizin mehr, sobald er körperlichen Kontakt mit dem Schlüssel hat. Die Zwillinge kommen ihn ebenso besuchen wie seine Eltern. Seine Mutter ist eine wichtige Person, die für die Regierung in der Medizin forscht. Emily Penhaligon bekämpft zum Beispiel Grippeviren und hat Arthur alles über Mikroben, Seuchen und Seuchenbekämpfung beigebracht. Seine Vater ist ein Komponist, der vor Jahrzehnten mal in einer Band mitspielte, die sich „Die Ratten“ nannte. Er trug den Namen „Rattenplage“ und verdient immer noch an den Tantiemen für die alten Songs. Die beiden haben Arthur adoptiert, denn seine Eltern starben an der Grippe, als er erst zwei Wochen alt war. Er ist eines von sieben Kindern.

Immer, wenn Bob, so wie jetzt, vor sich hin summt, tüftelt er eine neue Melodie aus. Er fährt ihn am nächsten Tag nach Hause. Das Buch hat Arthur auch dabei. Darauf steht der rätselhafte Titel „Eine vollständige Beschreibung des HAUSES und seiner unmittelbaren Umgebung“. Es ist ihm noch nicht gelungen, es zu öffnen. Auf der Heimfährt fällt ihm ein großes altes Haus auf, das er noch nie zuvor bemerkt hat. Sein Vater sieht es nicht. Es ist von einer drei Meter hohen Mauer umgeben.

In seinem dunklen Zimmer gelingt es ihm, das Buch zu öffnen. Es wächst und Linien erscheinen. Das Bild entspricht genau dem HAUS, das Arthur gerade auffiel. Es hat zwei Eingänge, den Haupteingang und den, der als „MONTAGs Entree“ bezeichnet ist. Er schlägt „Entree“ nach. Aha: „Entree“ = 1. Vorspeise, 2. Eingang. Ganz einfach! Er versteckt Schlüssel und Atlas in einer Echse aus Keramik, und bis Sonntagnacht passiert nichts. Es ist 1 Minute nach Mitternacht (also MONTAG), als ihn ein Geräusch weckt. Ein geflügelter Mann, der wie Charlie Chaplin aussieht, flattert vor seinem Zimmerfenster im zweiten Stock…

Am nächsten Tag bemerkt er noch mehr solche Charlie-Caplin-Männer. Seine Freundin Blatt hat sie schon im Krankenhaus erwähnt. Sie suchen etwas: etwas, das jetzt Arthur hat. Doch der Atlas verrät ihm, dass diese „Bringer“ genannten Hundegesichtigen Geister für niedere Tätigkeiten sind und keine Schwelle übertreten können, wenn sie nicht dazu eingeladen werden. Also rennt Arthur los und stürmt durch die Eingangstür seiner Schule. In Sicherheit! Er zeigt dem Lehrer sein Entschuldigungsschreiben, das ihn vom Frühsport befreit und wundert sich: Viele Schüler fehlen heute wegen Krankheit. Offenbar ist eine Epidemie ausgebrochen. Sind die Hundegesichtigen die Ursache dafür?

Showdown

Es ist Punkt zwölf Uhr, und Arthur sitzt in der Bibliothek hinter einer Trutzburg aus Büchern, als sich seine Welt erneut verändert. Jemand betritt (!) die Bücherei. Eine gebieterische, aber freundliche Stimme verlangt von Arthur die Herausgabe des Schlüssels. Es ist ein seltsam gekleideter Mann, den die Bibliothekarin mit dem charmanten Mr. Darcy aus einem Roman des frühen 19. Jahrhunderts vergleicht. Allerdings hat er zwei riesige Flügel. Und als Arthur sich weigert zu gehorchen (schließlich braucht er den Schlüssel inzwischen zum Überleben), zückt der Mann, der sich MONTAGs Mittag nennt, ein Flammenschwert.

Da sich Feuer und Papier bekanntlich nicht sonderlich gut vertragen, steht die Bücherei schon bald in Flammen. Die Bibliothekarin liegt bereits ohnmächtig am Boden, und Arthur macht sich wirklich Sorgen um sie. Doch noch mehr Grund zur Sorge bereiten ihm die „Bringer“, die Mr. Mittag eingelassen hat. Sie suchen Arthurs Versteck. Er flieht zur Hintertür, drückt den Notfallknopf, doch Mittag hat sie mit seinen Kräften verschlossen. In einem genialen Einfall zückt er den Schlüssel, berührt damit die Tür und ruft „öffne dich!“ Draußen ruft er „schließe dich!“, was sie auch prompt tut.

Da zerreißt eine gigantische Explosion den Bibliotheksflügel, und einen Moment später steht Mittag mit seinem Flammenschwert wieder vor Arthur. Was nun? Arthur schaut auf seine Uhr: Es ist genau 12:59 Uhr. Wenn Mittags Zeit begrenzt ist, kann er dann noch länger als eine Stunde hierbleiben? Hoffentlich nicht! Arthur muss noch sechzig Sekunden aushalten…

Mein Eindruck
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Der Autor hat wirklich die älteste Story der Welt genommen und etwas Wunderbares und Bewegendes daraus gemacht. Der Held, der wie praktisch alle Helden eine Vollwaise ist, fällt erst einmal ganz tief und droht bereits, den Löffel abzugeben. Dann geschieht etwas Wunderbares, und es geht unaufhaltsam mit ihm aufwärts. Aber, und das ist das Besondere bei diesen mythologischen Geschichten, die Veränderung rührt nicht von unserer Welt her und seine Bestimmung liegt auch nicht im Diesseits, sondern in der Anderwelt.

Um dorthin zu gelangen, ist eine Reihe von Verwandlungen nötig, aber auch ein gewisse Anzahl von helfenden Gefährten ist zu finden. Ähnlich wie in Charlie Fletchers „Stoneheart“ findet der Junge ein Mädchen, das mental ein wenig stärker ist und viel mehr mit der Anderwelt zu tun hat als er. Susi Türkisblau, die Tintenfassbefüllerin, hat einen Job im riesigen Archiv, doch sie gehört nicht dem HAUS an, sondern wurde hierhergelockt: von so etwas wie dem Rattfänger von Hameln. (Sie nennt ihn den Pfeifer, was dem englischen Begriff „The Pied Pier“ für den deutschen Rattenfänger von Hameln entspricht.)

Während dieses Rattenfänger-Detail doch recht abgedroschen anmutet, ist die Gestalt, die das VERMÄCHTNIS annimmt, das genaue Gegenteil. Wie aus Hintergrund und Inhaltsangabe hervorgeht, handelt es sich ja um eine sehr hohe Instanz und zugleich um eine Macht, hinter der alle sieben Treuhänder her sind. Deshalb tritt zum Beispiels MONTAGs Engel mit dem Flammenschwert auf, um Arthur das kleine Fragment, den Schlüssel, wieder abzujagen.

Nun würde man erwarten, dass eine so mächtige Sache wie das VERMÄCHTNIS sich in eine entsprechend egrfurchtgebietende Gestalt zu gewanden weiß – ungefähr so wie der weiße Gandalf. Das weiß aber auch der Autor, und er hat wohl befürchtet, dass es auf diese Weise entweder die jugendlichen Leser erschreckt oder als pathetischer Gandalf-Verschnitt aufgefasst und abgelehnt wird. Um beides zu vermeiden, steckt er es in die Gestalt eines grünen Frosches.

So ein Frosch hat’s gut. Man kann ihn überall in den Kleidern verstecken und wenn man, wie Arthur, keine Taschen mehr hat, kann man den Frosch verschlucken. Das nennt man dann „einen Frosch im Hals haben“. (Es gibt dazu eine köstliche Szene.) Dass es sich um das großmächtige VERMÄCHTNIS handelt, wird nur die recht tiefe und autoritativ wirkende Stimme des Frosches kenntlich gemacht. (Siehe dazu unter „Der Sprecher“ den entsprechenden Soundeffekt.)

Die hierarchische Welt

Wie in Dantes „Göttlicher Komödie“ hat die Anderwelt einen klar strukturierten und leicht nachvollziehbaren Aufbau. Das HAUS ist in sieben Tage und diese wiederum in zwölf Stunden eingeteilt. (Es gibt – noch – keine sieben Herrscher für die jeweiligen Nächte.) Diese zwölf Stunden sind wiederum in Terzen à vier Stunden zusammengefasst, und für jede Terz steht dem Herrn eines Tages ein mächtiger Diener – vgl. Engel mit Flammenschwert – zur Verfügung.

Herr MONTAG, den Arthur besiegen muss, um das nötige Heilmittel zu beschaffen, ist der Herr über das UNTERE HAUS. Das heißt, wenn es Arthur gelingt, selbst zu Herr MONTAG zu werden, herrscht er – oder seine Verwalter – über die räumlich unterste Hierarchieebene des HAUSes. Man braucht kein Einstein zu sein, um zweierlei auszuknobeln: Erstens werden sich die anderen TAGe sofort auf den vakanten MONTAG stürzen, sollte Arthur in seine Welt zurückkehren, und zweitens muss er sich die ganze Hierarchie hinaufarbeiten, um nicht wieder alles Errungene zu verlieren – und um sein rechtmäßiges Erbe gemäß dem VERMÄCHTNIS der Architektin anzutreten.

Die Aufgabe des Helden

Das nennt die amerikanische Geschichtsphilosophie „manifest destiny“ – eine offenbarte Bestimmung und Verheißung. Die spannende Frage ist natürlich, wo bleibt denn da der freie Wille des Helden? Und in der Tat hat Arthur seine liebe Not, die recht gewalttätigen und rigiden Vorstellungen des VERMÄCHTNISses mit seinen eigenen Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit in Einklang zu bringen. Ohne dabei jedoch wie eine Krämerseele mit dem Frosch zu schachern, schafft es Arthur, seine modernen Maßstäbe auf diese uralte Anderwelt, die schon Zehntausende von Jahren besteht, zu übertragen, ohne dass es zu einem größeren Krach kommt.

Wie schon der Held Taran von Lloyd Alexander und unzählige Helden vor ihm ist es Arthur Penhaligons – ebenfalls ein walisischer Name – Aufgabe, das verwundete Land zu heilen. Dieses verwundete Land ist nicht nur seine eigene Welt, sondern vor allem auch seine eigene Familie. Seine Sorgen gilt ebenso der Welt wie den Menschen. Nicht nur legitimiert er sich dadurch uns gegenüber, sondern er wird uns sympathisch und sein Tun menschlich relevant. Das ist bei Nix im Gegensatz zu Fletscher sehr schön gelöst. (Vielleicht steigert sich Fletcher ja noch, denn es kommen noch zwei Stoneheart-Romane.)

Die Genesis der Anderwelt

Ebenfalls viel schöner ist der Umstand, dass die Anderwelt eine Genesis vorweisen kann. Diese ist völlig eigenständig, wenn auch ein klein wenig schematisch. Und wieso hat sich die Architektin an die menschliche Uhreneinteilung gehalten? Sie hätte ja auch 13 oder 16 Stunden wählen können, oder? Aber vielleicht war sie ja selbst ein Mensch – wer weiß?

Die Anderwelt, die der Autor vor unserem geistigen Auge erstehen lässt, ist eine gefallene Welt. Sie ist nicht so, wie sie gemäß dem VERMÄCHTNIS hätte realisiert werden sollen. Vielmehr haben Eigennutz und Machtgier die Schöpfung verdorben. Das Ergebnis wird vom Frosch häufig beklagt: Faulheit, Chaos und völlige Unkoordiniertheit haben um sich gegriffen und die Bewohner der Anderwelt – ein einziges großes, aber sinnentleertes Archiv wie bei Monty Python - korrumpiert und verängstigt. Eine allgegenwärtige Polizeitruppe, die Susie als die „Portiers“ bezeichnet, knüppelt jeden Widerstand nieder. Doch immer wieder dringen Kreaturen des Nichts, sogenannte Nichtlinge, in diese Schöpfung, um Chaos anzurichten. Sie sind natürlich auch hinter Arthur her.

Nach dem Ende des ersten Abenteuers unseres Helden ist leicht abzusehen, dass er geschaffen oder auserwählt wurde, um die Aufgabe jedes Helden seit Herakles zu erfüllen: Die Welt wieder zu ursprünglichen Ordnung zurückzuführen. Diese wahrlich herkulische Aufgabe bedeutet den Kampf gegen die sechs anderen Tagesherrscher. Ist ein junger Asthmatiker dafür ausgestattet und vorbereitet? Arthur sieht es selbst ein: ganz bestimmt nicht. Jahre müssen vergehen, bis er so weit ist. Er erhält Aufschub. Es ist damit zu rechnen, dass Arthur ein rüstiger Greis ist, bis er es mit Herrn SONNTAG aufnehmen kann. (Was ist mit der NACHT?) Und das ist vielleicht ganz gut so. Er wird alle Weisheit benötigen, die er bis dahin erwerben kann.

Unterm Strich
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Diese neue Fantasyreihe wartet mit einem recht gut durchdachten Paralleluniversum auf, das erstens die Bestimmung des Helden bereithält und zweitens natürlich die Lösung zu allen Rätseln. Aber diese Bestimmung fällt dem denkbar ungeeigneten Asthmatikerhelden nicht in den Schoß, wie man sich leicht denken kann, sondern muss in sieben Kämpfen errungen werden.

Da sich diese Kämpfe auch auf die Welt des Helden erstrecken, gerät er mit seiner Familie in alle möglichen gefährlichen Situationen. Eine Schlafseuche, die im ersten Abenteuer seine Welt heimsucht, dürfte nur ein laues Lüftchen im Vergleich zu dem sein, was noch folgen dürfte.

Die nächste Folge trägt den vielsagenden Titel „Grimmiger Dienstag“.

Fazit: vier von fünf Sternen.

Michael Matzer © 2011ff

Info: Mister Monday – The keys to the kingdom, 2003; Lübbe 2007, Bergisch Gladbach; 352 Seiten, EU 8,95, aus dem US-Englischen übersetzt von Axel Franken; ISBN 978-3-404-205967.   

weitere Erfahrungsberichte
Ein schlechter Start in die Woche...
Bewertung für Schwarzer Montag / Garth Nix von Regan

Pro: interessante Ideen, Geschichte an sich
Kontra: Charaktere teils unglaubwürdig, die Welt nicht richtig vorstellbar

Vor einiger Zeit habe ich schon über Sturz in die Dunkelheit von Garh Nix geschrieben. Obwohl ich dieses Buch eher mittelmäßig fand, konnte ich bei seiner neusten Reihe Die Schlüssel zum Königreich nicht widerstehen. ..::Garth Nix::.. ... Bericht lesen

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13.02.2008
Montag? Ohhhh Neeee! Oder doch?
Bewertung für Schwarzer Montag / Garth Nix von ronnysoak

Pro: Gute Jugendgeschichte
Kontra: Nur bedingt für Erwachsene

Schwarzer Montag - Garth Nix "Schwarzer Montag" von Garth Nix ist der erste Bank zu der Reihe "Die Schlüssel zum Königreich Band 1". Das Buch habe ich mir in der Bücherei ausgesucht. Es ist eigentlich ein Jugendbuch. Die gebu ... Bericht lesen

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24.08.2010


Schwarzer Montag / Garth Nix

Haupteigenschaften

EAN: 9783404205967

Autor: Garth Nix

Autor Nachname: Nix

Autor Vorname: Garth

Autor Name invertiert: Nix, Garth

Titel: Schwarzer Montag

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