Damit wird Mami zum Künstler

5  24.09.2007

Pro:
geht einfach, macht Spaß beim Herstellen, schmeckt Kindern

Kontra:
Kalorien

Empfehlenswert: Ja 

Sylviane

Über sich: ***beLIEve *** "When ever I accept my own doubt & insecurity, I´m more open to other people. Th...

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Nachdem ich nun den vierten Geburtstag unserer Zwillingstöchter am gestrigen Tag gut hinter mich gebracht habe, möchte ich Euch gern ein Rezept für einen Geburtstagskuchen vorstellen. Und zwar handelt es sich dabei um den Schwarzen Peter.
Das ist ein Kuchen, mit dem ich schon aufgewachsen bin und der auf jeder Kinderfeier bei den kleinen Gästen hoch im Kurs stand.
Auch zum diesjährigen Geburtstag meiner Zwillinge habe ich unter Assistenz meiner Tochter Shari diesen Kuchen hergestellt.
Doch beginnen wir nun einmal mit den Zutaten für den Schwarzen Peter.

Zutaten für eine kleine Kastenform:
250g Kokosfett (Palmin)
2 Eier (mittelgroß bis groß)
2 Tassen Puderzucker
100 g Kakaopulver starkentölt
etwas Milch
Butterkekse (zum Beispiel von Leibniz)

Zubereitung:
Als erstes geht es darum, die Schokoladencreme herzustellen. Dazu muss ich als erstes das Palmin in einem Topf schmelzen. Dann muss das nun flüssige Fett abkühlen und zwar so, dass es den flüssigen Zustand beibehält, aber nicht mehr zu heiß ist.
Dann kann ich die Eier in die Küchenmaschine geben oder sie mit dem Mixer in einer fettfreien Schüssel aufschlagen bis sie schaumig sind. Dann gebe ich nach und nach den Puderzucker hinzu. Diesen habe ich vorzugsweise mit dem Kakaopulver zuvor gemischt. Das ist einfach besser für eine gute Verteilung des Kakaos in der Masse.
Anschließend gebe ich langsam das flüssige Palmin hinzu. Dann einen Schuss Milch zum Abschluss.

Wenn ich nun die Creme hergestellt habe und sie eine schöne cremige Konsistenz bekommen hat, muss ich mit dem Schichten des Kuchens beginnen.
So nehme ich mir eine Kastenform vor, die die Maße 15cm Länge, 7cm Höhe aufweisen kann. Diese lege ich aus mit Backpapier.
Dann erfolgt das Einschichten der Creme. Auf die erste Schicht Creme lege ich dann Butterkekse bis diese vollkommen damit bedeckt ist. Dann kommt wieder eine Schicht Creme. Wie dick man diese Schichten macht, ist Geschmackssache, meine Schichten mit Creme haben in etwa ein Stärke von 5 bis 7 mm. So schichtet man dann immer weiter bis die Form gefüllt ist. Abschließend sollte eine Lage Kekse vorhanden sein.
Dann kommt der Kuchen in den Kühlschrank. Dort sollte er einige Stunden kühl gestellt werden. Die restliche Creme gibt man auch abgedeckt in den Kühlschrank.
Nach einigen Stunden kann man den Kuchen aus seiner Form auf einen Kuchenteller stürzen. Danach kann man die restliche Creme in der Mikrowelle erwärmen und so wieder streichfähig machen, denn auch sie ist im Kühlschrank erhärtet.
Nun kann man die Seiten des Kuchens mit der Creme bestreichen, so dass eine glatte Fläche entsteht. Wer mag kann den Kuchen nun verzieren.

Shari und das Verzieren:
Meine Tochter Shari hat mir eifrig beim Verzieren geholfen. Dazu haben wir Gummibärchen mit etwas Creme bestrichen und dann auf den Kuchen "geklebt". So wurde unser Schwarzer Peter herrlich bunt und kindgerecht. Man kann natürlich auch andere Verzierungsmittel wählen, zum Beispiel Schokolinsen oder extra Dekoelemente, die man fertig käuflich erwerben kann. Wir haben aber unseren Kuchen mit Gummibären und Geburtstagskerzen verziert.

Danach:
Danach sollte man den Kuchen, wenn er denn fertig bestrichen und verziert ist, wieder kalt stellen. Am besten lässt man ihn über Nacht im Kühlschrank, dann härtet der Schwarze Peter mit seiner Schokocreme richtig aus und wird am nächsten Tag schnittfest sein.

Geschmack:
Süß und schokoladig schmeckt der Schwarze Peter. Die Kekse sind ein knuspriges Highlight in der Schokocreme. Leider werden sie etwas pappig, wenn man den Kuchen länger stehen lässt.
Der kühle Geschmack der Schokocreme erinnert ein wenig an Eiskonfekt.

Wer isst es?
Jeder, der in meinem Jahrgang ist, hat sicherlich schon einmal den Schwarzen Peter gegessen. Für mich ist er eine schnelle und witzige Alternative für den Kindergeburtstag. Ich weiß aus Erfahrung, dass Sahnetorten und dergleichen nicht so gern von Kindern gegessen werden, damit sehr schnell herumgematscht wird und die Stücke oftmals viel zu groß ausfallen. Der Schwarze Peter lässt sich leicht dosieren die Stücke betreffend und wird meist auch von den Kindern gern und gut aufgegessen.
Und mancher Erwachsene freut sich noch über das Stück seiner eigenen Kindheit, wenn er einen Schwarzen Peter auf dem Kaffeetisch vorfindet. So war zum Beispiel der Opa meiner Kinder sehr angetan von diesem Kuchen.

Preis/Leistung:
Wirklich viel Arbeit macht die Herstellung eines Schwarzen Peters nicht. Im Gegenteil meine Tochter hatte viel Freude daran, mir zur Hand zu gehen beim Kuchen machen. Die Preise für die Zutaten sind erschwinglich und bis auf das Palmin, das ich extra für den Kuchen kaufen musste, eigentlich immer im Haushalt parat.
Ich denke, man bekommt hier ein gutes Preis/Leisungsverhältnis beim Herstellen dieses Kuchens.

Personen:
Mit drei weiteren Torten zur Kaffeetafel zusätzlich reicht ein kleiner Schwarzer Peter gut für 10 Personen. Man sollte ihn dann aber nicht als Hauptattraktion sondern als nettes Beiwerk betrachten.
Sonst würde ich sagen, dass mit diesem Rezept eine Kaffeerunde von vier bis 6 Personen glücklich gemacht werden kann. Meine engste Familie weist 6 Personen auf und uns reicht diese Menge gut aus mit zwei Erwachsenen, zwei Kleinkindern und zwei Teenagern.

Kalorien?
Darüber schweigt des Sängers Höflichkeit. Wir wollen hier genießen und nicht daran denken... Aber es sind leider leider nicht gerade wenig....

Fazit:
Shari und ich können den Schwarzen Peter aber auf jeden Fall mit allen Sternen empfehlen. Es macht Spaß, ihn herzustellen, es geht, von den Wartezeiten mal abgesehen zügig und erfordert kein allzu großes Talent in Sachen Bäckerei. Dennoch ist das Ergebnis ausgezeichnet und kann gerne zum Nachahmen weiterempfohlen werden. Shari machte das Ganze soviel Spaß, daß sie mir ein tolles Kompliment beim Backen machte: Mami, Du bist ja ein richtiger Künstler! Wenn das nichts ist!
Bilder von Schwarzer Peter Kuchen
Schwarzer Peter Kuchen Bild 109196079 tb
Der Kuchen auf dem Geburtstagstisch
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Jabelchen

Jabelchen

18.10.2007 20:12

Ich kenns als kalte Schnauze und meine Tante hat ihn mir letztes We geschickt. P.s: ich spare fleißig für friedrichstadt, das Geld für die ferienwohnung habe ich zusammen und gehts an die Seehundbänke. ;-)

Windelmann

Windelmann

08.10.2007 01:37

Lecker!

snoopinchen25

snoopinchen25

01.10.2007 18:28

Ich kenne diesen Kuchen als "Kalter Hund". Aber ich mag ihn nicht besonders, ist mir zu schokoladig. LG Kerstin

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