Am 16. Juni 1970 lehnten die Schweizer Männer die Schwarzenbach- Initiative mit 54 Prozent Nein-Stimmen ab. Der Abstimmungskampf verlief sehr emotional, auch im bernischen... mehr
Nein-Stimmen ab. Der Abstimmungskampf verlief sehr emotional, auch im bernischen Lützelflüh, Schauplatz von Francesco Micielis Erzählung Schwazzenbach. Die Beatl...
die Schweizer Männer die Schwarzenbach- Initiative mit 54 Prozent Nein-Stimmen ab. Der Abstimmungskampf verlief sehr emotional, auch im bernischen Lützelflüh, Sch...
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Schwazzenbach - Schlaflos in Lützelflüh / Francesco Micieli
Haupteigenschaften
Produktform: Einband - flexibel (Paperback)
Seitenzahl: 100
Erscheinungsdatum: 2012
EAN: 9783729608504
Titel: Schwazzenbach
Untertitel : Schlaflos in Lützelflüh
Sprache: Deutsch
Kategorie: Belletristik / Erzählende Literatur
Medium: Gebundene Ausgabe
Biographische Notiz: Fr ancesco Micieli
Geb. 1956 in Santa Sofia d'Epiro
(Italien), seit 1965 in der Schweiz.
Studium der Romanistik und
Germanistik in Bern, Florenz und
Cosenza. War Regisseur,
Schauspieler und Theaterleiter.
Lebt heute in Bern als freier
Schriftsteller und Dozent an der
Hochschule der Künste Bern und an der Schule für
Gestaltung
Bern/Biel.
München 2002, Bern 2009,
Poetik-Dozentur Dresden 2011.
Bei Zytglogge erschienen:
2010
2006
2000
1996
Höhe: 210 mm
Breite: 130 mm
Lieferstatus: lieferbar
Verlag: Zytglogge
Autor: Francesco Micieli
Ciao
auf Ciao gelistet seit : 12/05/2012
Produktbeschreibung des Herstellers
Am 16. Juni 1970 lehnten die Schweizer Männer die Schwarzenbach-
Initiative mit 54 Prozent Nein-Stimmen ab. Der Abstimmungskampf
verlief sehr emotional, auch im bernischen Lützelflüh, Schauplatz
von Francesco Micielis Erzählung .
Die Beatles hatten sich getrennt, Janis Joplin und Jimmy Hendrix waren
gestorben, James Schwarzenbach wollte die Italiener dezimieren. Angelo
beschloss, seine Haare nicht mehr zu schneiden, und sah aus wie
ein Sautschingg. In der Schule musste er auf dem hintersten Platz sitzen,
weil sein Afrolook die Sicht auf die Wandtafel versperrte.
Vierzig Jahre später: Micielis Alter Ego Angelo ist eingeladen, im Dorf
seiner Kindheit, wo er als Migrantensohn aufgewachsen ist, über Gotthelf
zu referieren. Den Rahmen der Erzählung bilden die drei Tage, in
denen sich der nunmehr arrivierte Zeit nimmt, um sich zu erinnern.
Gefühle, Szenen und Bilder tauchen auf, die als sein Leben begleiten. Das Falschsein und Fremdfühlen
in der eigenen Haut und in der Welt um sich herum:
Wir waren Feindgebiet, eine Überwucherung, gefährlich. Wir waren ein
unbekanntes Etwas, das den Schweizern die Schweiz wegnahm.
Die Mutter, die nie auffallen wollte:
Zur Arbeit gehen, ohne im Zug einen Sitzplatz zu besetzen. Nach Hause
kommen und sich einschliessen. Die Schweiz sollte gar nicht merken,
dass sie da war.
Das immer wiederkehrende Gefühl, das Nicht-Wissen, wo zuhause ist.
Und schliesslich Heidi, die erste Liebe, bei der Angelo nicht nur damals,
sondern auch heute wieder (vergeblich) Zuflucht sucht.
Micieli erzählt aus Angelos ganz persönlicher Sicht ein Stück Schweizer
Geschichte, die weit über Lützelflüh hinausführt. ist
ein eindrückliches, eindringliches und konzentriertes Dokument darüber,
welche Spuren gesellschaftspolitische Bedingungen im persönlichen
Leben hinterlassen - und dass es dabei kein Entrinnen gibt.
Corina Lanfranchi
«... von diesem bemerkenswerten Schweizer Dichter, dessen so kleine
wie feine Textsammlung unbedingt empfehlenswert ist, möchte man
gerne noch mehr lesen.» Klaus Hübner, literaturkritik.de
«Mit seiner Literatur schafft er einen Gegenentwurf.»
Thomas Gärtner, Dresdener Neuste Nachrichten
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