Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
siehe Bericht |
| Kontra: |
keine |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Wasser ist mein Element! Wenn ich als Tier auf die Welt gekommen wäre, dann wäre ich jetzt sicherlich eine Wasserratte ...oder vielmehr ein Wasserschaf *g*.
Wo wir schon beim Thema "Geburt" sind, muss ich an dieser Stelle natürlich gleich mal loswerden, dass ich heute mein einjähriges Jubiläum bei Ciao feiere. Am Anfang bin ich bei Ciao noch ein bisschen hilflos herumgerudert. Doch viele nette Mitglieder haben mir schnell gezeigt, wo der Hase läuft (...oder schwimmt ...).
An dieser Stelle vielen lieben Dank an alle, die meine Berichte gelesen und kommentiert haben und vor allem an die, die mir das Vertrauen ausgesprochen haben. *sich sehr freut und danke sagt* Leider habe ich nicht die Zeit, mehrere Berichte pro Woche zu schreiben und daher freue ich mich um so mehr, von Euch trotzdem nicht vergessen zu werden. DANKE.
So, doch nun zum eigentlichen Bericht. Das Wasserschaf spricht: Das Schwimmbad war Jahre lang mein zweites Zuhause. © schafpower. Doch bevor ich zu meinen Erfahrungen komme, berichte ich erst mal von den Grundlagen des Schwimmenlernens und des Schwimmens:
Schwimmenlernen/Anfängerunterricht
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Das A&O des Anfangsunterrichts ist die Wassergewöhnung und die Wasservertrautheit. Man kann das richtige Atmen und die richtige Arm- und Beinbewegung erst dann erlernen, wenn man unverkrampft im Wasser sein kann. Und das Wasser ist für viele Anfänger erst mal ein ungewohntes Element, dem sie misstrauisch gegenüberstehen.
Man sollte die Kinder so früh wie möglich an das Wasser gewöhnen, jedoch nur spielerisch und ganz ohne Zwang. Mit dem Druck steigt auch die Angst. Manche Kinder sind schon mit 4-5 Jahren wasserverrückt, andere sind noch mit 8 Jahren wasserscheu. Das ideale Alter zum Schwimmenlernen liegt bei 6 Jahren, aber wenn das Kind noch nicht reif ist, geht die Welt auch nicht unter.
Besonders bei den ängstlichen, zaghaften Kindern ist die Wassergewöhnung sehr wichtig, nämlich:
Die Gewöhnung an Nässe, Kälte und den Wasserwiderstand, sowie die Gewöhnung an die horizontale Schwimmlage und den regelmäßigen Atemrhythmus im Wasser.
Eine gewisse innere Bereitschaft des Kindes, das pädagogische Einfühlungsvermögen des Trainers und die Haltung der Eltern (keinen Druck ausüben) sind die Voraussetzungen, um erfolgreich schwimmen zu lernen.
Schwimmarten
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Es gibt vier Schwimmstile:
1. Brust
Brust ist der technischste und damit eigentlich auch der schwierigste Schwimmstil. Dennoch ist die Schwimmart, die kleine Kinder zuerst lernen, was daran liegt, dass man hier mit dem Kopf am wenigsten im bzw. unter Wasser liegt. Beim Brustschwimmen lernt man zuerst den Beinschlag, dann die Armbewegungen.
Recht viele Menschen schwimmen "Brust mit Schere", das heißt, dass die Beinbewegungen nicht gleichzeitig/synchron machen, sondern ein quasi hinterher ziehen.
2. Rücken(kraul)
Das Rückenschwimmen setzt sich normalerweise aus einem Kraulbeinschlag und windmühlenartigen Armbewegungen zusammen. Rückenkraul gilt als sehr gesunder Schwimmstil, besonders dann, wenn man Rückenprobleme hat.
Es gibt noch eine recht seltene Version des Rückenschwimmens, die man "Altdeutsch" nennt. Dabei liegt man zwar auch auf dem Rücken, macht aber mit Armen und Beinen die Bewegungen des Brustschwimmens. © schafpower. Dass das aber kaum gemacht wird, zeigt sich auch daran, dass man Rückenschwimmen auch als Rückenkraul (und nicht als Rückenbrust oder so) bezeichnet.
Das Problem beim Rückenschwimmen ist eigentlich nur, dass man nicht genau sieht, wo man hinschwimmt und dann schon mal einen Zusammenstoß (mit anderen Menschen oder dem Beckenrand *g*) verursachen kann. Und die Profis orientieren sich da meist an Markierungen an der Decke...
3. Kraul
Beim Kraulschwimmen liegt man mit dem Gesicht vollständig im Wasser und dreht es nur zum Luftholen kurz zur Seite. Mit den Armen zieht man abwechselnd nach vorne, während man mit den Beinen "strampelt". Technisch ist Kraul eigentlich nicht sehr anspruchsvoll. Das größte Problem ist, dass das Gesicht komplett im Wasser liegt, es bildet die Verlängerung der Wirbelsäule.
Ja, und das Kraulschwimmen ist auch der schnellste Schwimmstil. Wenn ihr jemanden abhängen wollt, solltet ihr schon Kraul schwimmen.
4. Delphin/Schmetterling
Schmetterling ist sicherlich der Schwimmstil, den die wenigsten beherrschen. Am einfachsten ist der Beinschlag zu erlernen. Während man beim Kraul die Beine abwechselnd bewegt, bewegen sich bei Schmetterling beide Beine synchron auf und ab. Und mit dem Schwung, den man aus diesem Beinschlag zieht, kommt dann der Oberkörper aus dem Wasser und man zieht mit beiden Armen nach vorne.
Wenn ihr im Fernsehen mal Schwimmen seht, was ich immer sehr gerne mache, dann werdet ihr feststellen, dass beim Lagenschwimmen die Reihenfolge "Delphin - Rücken - Brust - Kraul" geschwommen wird. Oft entscheidet sich ein Rennen beim Brustschwimmen, das eben ein sehr technischer Schwimmstil ist.
Meine "Laufbahn"
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Ich bin mit 7 Jahren in den Schwimmkurs gekommen, das ist recht spät und ich fand es furchtbar. Mit Händen und Füßen habe ich mich dagegen gewehrt, das Hallenbad zu betreten. Heute bin ich froh, dass meine Eltern nicht so schnell aufgegeben haben. Ich hatte eine tolle Übungsleiterin, die viel Geduld hatte und mich das Schwimmen nicht nur gelehrt, sondern lieben gelernt hat. *wie ergreifend*
Alles andere war dann Zufall: Ich wurde von einem Talentsucher wegen der Fördergruppe angesprochen. Dabei hatte er mich verwechselt... Dennoch nahm er mich in die Fördergruppe auf, von der ich dann in die sogenannte Leistungsgruppe kam. Anfangs drei Mal die Woche Training, dann vier Mal, fünf Mal - je eine Stunde. Ich schwamm in der zweiten Mannschaft. Die Topleute aus unserem Verein haben natürlich viel mehr trainiert. Es folgten Wettkämpfe. Und wie heißt es so schön? Dabei sein ist alles...
Als unser Hallenbad zwei Jahre wegen Renovierung schloss und wir mit dem Vereinsbus jeden Tag ein anderes Bad in unserem Kreis aufsuchen musste, musste ich das Training abreißen lassen. Es wurde mit der ständigen Fahrerei zu aufwendig, und ich habe es zeitlich (wegen der Schule) nicht mehr geschafft. Also schlug ich eine andere Schiene ein. Wieder war es Zufall: Ich wurde angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, die Kids zu trainieren. Wieso eigentlich nicht?
Zuerst assistierte ich einer erfahrenen Trainerin, bei der ich sehr viel gelernt habe. Danach hatte ich meine eigenen Gruppen. Ich war für die Nichtschwimmer zuständig, also alle Kleinen, die sich mit Händen und Füßen sträuben, das Hallenbad zu betreten. Die Kinder waren im Schnitt 5-9 Jahre alt und blieben so lange bei mir bis sie ihr Seepferdchen (eine Bahn lang schwimmen können - ohne sich festzuhalten) geschafft hatten. Es war keine einfache Aufgabe: © schafpower. Einige Kids hatten quasi Schwimmhäute und hatte keine Scheu. Andere saßen wiederum am Beckenrand und fingen schon an zu weinen, wenn sie mit der großen Fußzehe das Wasser berührt haben. Da war es wichtig, die richtige Mischung zu finden, um allen gerecht zu werden. Die Nicht-Scheuen wollen nicht unterfordert werden (sonst machen sie Mist), und die Scheuen wollen zaghaft behandelt werden, damit sie die Angst vor dem ungewohnten Element Wasser verlieren.
Parallel zu dem Schwimmunterricht machte ich eine Ausbildung zur "Riegenführerin". Das war eine Fortbildung, die sich über zwei Wochenenden erstreckte, und vom hessischen Schwimmverband (hsb) organisiert wurde. Danach hatte ich nettes Zertifikat, das ich misstrauischen Eltern (Kann die überhaupt Anfänger trainieren?) vorzeigen konnte. Nach der Ausbildung folgt theoretisch die Ausbildung zum "Gruppenleiter/in" (und dann Trainer C, B, A), die ich aber aus Zeitgründen nicht mehr machen konnte. Die Kosten dafür trug der Verein.
Leider musste ich das nach dem Abi aufgeben, als ich erst mal von zuhause wegging. Doch noch heute treffe ich viele von "meinen Kids", die mich anstrahlen. Tut gut. Und da ich hier immer noch regelmäßig schwimmen gehe, freue ich mich immer, "meine Anfänger" (von damals) neben mir im tiefen Becken schwimmen zu sehen.
Tipps an die Eltern:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Liebe Eltern, tut Euren Kinder was Gutes und beherzigt einige Punkte, die Euch Eure Kinder später einmal danken werden:
1. Wenn Eure Kinder schwimmen lernen sollen, dann schmeißt sie nicht einfach ins Wasser und sagt: "Sieh zu wie Du zurecht kommst." Damit kann man oft mehr Schaden anrichten als man denkt.
2. Versucht nicht, Euren Kindern das Schwimmen selbst beizubringen. Oft lernen sie dann einen Schwimmstil total falsch (was später schlecht zu korrigieren ist). © schafpower. In einer Gruppe mit Gleichaltrigen lernen sie das Schwimmen oft befreiter.
3. Achtet auf das richtige Alter zum Schwimmenlernen! Natürlich sind nicht alle Kinder gleich. In der Regel ist man im Alter von 6 Jahren für den Anfangsunterricht geeignet. Will Euer Kinder früher schwimmen lernen, ist das toll und empfehlenswert. Will es aber noch nicht so früh schwimmen lernen, dann zwingt es nicht. Viele Kinder leiden unter dem Erfolgsdruck ihrer Eltern. Ist leider so...
4. Wenn Euer Kind in einer Schwimmgruppe ist, dann setzt Euch nicht an den Beckenrand und schaut zu oder treibt das Kind gar an. Aus Erfahrung kann ich nur sagen, dass das stört und die Gruppenatmosphäre zerstört und das Kind zudem verunsichert.
5. Macht dem Kind keinen Druck. Denn Leistungsdruck lässt verkrampfen, und das beim Schwimmenlernen absolut hinderlich.
Ich hoffe, Ihr nehmt mir diese Punkte nicht übel, ich meine es nur gut.
Fazit
°°°°°°°°
Ich bin natürlich eine totale Wasserratte. Ich liebe das Wasser und schnüffle auch den Chlorgeruch im Schwimmbad sehr gerne (was bestimmt keiner versteht). Schwimmen ist für mich befreiend. Mit kräftigen Zügen durch das Wasser gleiten, eins sein... Das ist entspannend - besonders nach einer stressigen Woche. Und nebenbei kann man sich in Ruhe noch mal einige Dinge durch den Kopf gehen lassen. Es kommt auch nicht auf die Geschwindigkeit an, mit der man seine Bahnen zieht, sondern auf die Ausdauer. Und ganz nebenbei zählt Schwimmen zu den gesündesten Sportarten. Spricht also nichts dagegen...
Stürzt Euch ins Wasser!
Wie wär's mit einer kleinen Poolparty und ein wenig Sekt zu meinem Jubiläum? *prost*
In diesem Sinne wünsche ich Euch allseits frohes Plantschen...
Viele Grüße,
Annette
| weitere Erfahrungsberichte |
Schwimmen-gut fürs Wohlbefinden!!!
Bewertung für Schwimmen von
Eloy
Pro: einfach gut fürs Wohlbefinden, macht Spass, Gesund, Sport für jedermann
Kontra: ist mir nichts bekannt
...Hallo,
in diesem Bericht möchte ich Euch gerne ein wenig übers Schwimmen berichten und vielleicht diejenigen, die diesem Sport ein wenig skeptisch gegenüber stehen, dazu motivieren, sich diesem Sport hinzuwenden (es muss ja nicht immer gleich der Verei ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
22.05.2003
|
Sport,Spiel und Spaß im Schwimmverein
Bewertung für Schwimmen von
Sylviane
Pro: Gute Ausbildung
Kontra: -
...Nachdem wir in eine Gegend mit viel Wasser um uns herum gezogen sind,stand für uns fest, das unsere beiden Söhne (6 und 7 Jahre alt) schnellstens schwimmen lernen müßten.
Denn schließlich wäre es nur von Vorteil, wenn sie sich im Falle eines Falles, sel ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
04.10.2001
|
Die Schwimm-EM 2002 in Berlin
Bewertung für Schwimmen von
Phno
Pro: Weltrekorde und Niederlagen,im Schwimmen gibts alles
Kontra: nichts
Schwimmen ist ja wohl doch eher eine Randsportart ,aber wie ich finde zuunrecht,denn wer die Schwimm-EM 2002 in Berlin gesehen hat der wird mir zustimmen das das eine ganz besondere EM gewesen ist.Ja klar war Franziska van Almsick der Star der EM und stan ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
08.08.2002
|
Schwimmen = gesund? Ja, ABER ...
Bewertung für Schwimmen von
easywk
Pro: Trainingseffekt, Entlastung der Gelenke
Kontra: Belastung bei falscher Technik, Belastung beim Wettkampfsport
Schwimmen wird von vielen Ärzten als gesunde Sportart empfohlen. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung als Trainer in diesem Bereich kann ich nur sagen „JA, ABER ...“. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Die verschiedenen Schwimmlagen
<<<<<< ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
04.03.2002
|
Waaasser!!!
Bewertung für Schwimmen von
sannahschnuffi
Pro: verbessert Ausdauer und Kondition, Sportlichkeit nicht vorausgesetzt, Spaß macht's auch aus verschiedenen Gründen
Kontra: Eintritt kann mitunter teuer kosten...
Bewegung schadet nie, haben viele schlaue (und vor allem sportliche) Menschen gesagt, und so höre auch ich ab und zu das Besorgnis erregende Knacken meiner immerhin fast 20jährigen Knochen. Lange (zwei Jahre) ist es her, dass ich selbst einmal aktiv tätig ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
18.04.2002
(19.04.2002)
|