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Hier erfahren sie alles über das Kraulschwimmen!

5  09.06.2001

Pro:
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Empfehlenswert: Ja 

Bambi

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Mitglied seit:12.06.2000

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 7 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Das Kraulschwimmen

Kraulschwimmen kann als die beliebteste Schwimmart bezeichnet werden, da man sich mit ihr am schnellsten im Wasser fortbewegen kann. Das liegt daran, daß Kraulen eine unsymmetrische Schwimmart ist. Das heißt, Arme und Beine werden wechselseitig bewegt. Daher sorgt immer ein Arm und mindestens ein Bein für Vortrieb. Wie man schnell Kraul schwimmt, ist eigentlich ganz einfach: Mit den Armen und Beinen maximale Kraft ins Wasser bringen und alles was bremst unterlassen, also entsprechende Körperteile aus dem Strom des Wassers heraushalten. Leichter gesagt als getan.
Auf jeden Fall ist es günstig, möglichst lange und möglichst perfekt eine strömungsgünstige Haltung im Wasser einzunehmen. Was das genau bedeutet, ist schwer zu vermitteln und muß vom Schwimmer im Wasser "erfühlt" werden. Strömungsgünstig ist es auf jeden Fall, den Körper gestreckt und den Kopf im Wasser zu halten, anstatt mit Kopf im Nacken sehen zu wollen, wohin man schwimmt. Jeweils der vorn liegende Arm sollte dabei dicht am Körper geführt werden, um die Bremswirkung durch die Schultern klein zu halten.
Wer seine Wasserlage verbessern möchte, kann das durch das Zählen der Schwimmzüge über eine Bahn versuchen. Man bestimmt bei mittlerem Tempo die "normale" Anzahl von Zügen. Das sind beim Kraulen die einzelnen Armzüge oder auch Armzug-Zyklen. Gleiches führt man auch für schnelleres Tempo aus. Nun zählt man ständig die Zahl der Züge, ob beim Einschwimmen, während schnelleren Schwimmens oder beim Sprinten. Das Ziel ist es, bei konstanter Geschwindigkeit die Zahl der Züge zu reduzieren. Für Schwimmer jeder Leistungsstufe ist es auf diese Weise möglich, die eigene Wasserlage zu kontrollieren und zu verbessern. Erst nach Einübung effizienter Arm- und Beinbewegungen und bei strömungsgünstiger Wasserlage führen Kraftzuwächse zu signifikant schnellerem Schwimmen. Vor allem ist es auch wichtig, einen bei niedrigem Tempo gut beherrschten Schwimmstil in höhere Schwimmgeschwindigkeiten hinüberzuretten. Schließlich ist festzustellen, daß auch bei Ermüdung oft die Qualität des Schwimmstils leidet.
Zur Verbesserung der Wasserlage gibt es eine ganze Reihe von Übungen. Einen effizienten Kraulstil mit maximalem Vortrieb kann man sich nur durch unermüdliches Training aneignen. Wie die Züge optimal auszuführen sind, erfährt man am besten von einem Betreuer oder Schwimmtrainer am Beckenrand.
Hier nur eine kurze Beschreibung:
Der Körper führt um seine Längsachse asymmetrische Bewegungen aus, so daß die rechte Körperseite sich stets gegenteilig zur linken bewegt. Den Unterwasser-Armzug kann man in drei Phasen unterteilen:
• Das "Wasserfassen" ist der Augenblick, während der gestreckte Arm sich auf den Zug vorbereitet und sich die Hand korrekt positioniert. Dabei wird die Handfläche mit dem Daumen nach unten leicht nach außen gedreht und die Hand etwas nach hinten abgeknickt. Die Hand selbst ist entspannt.
• In der nachfolgenden "Zugphase" wird der Oberarm bis zu einem rechten Winkel zum Körper auf Schulterhöhe nach hinten geführt, wobei der Unterarm abknickt und die Hand in einer ganz leichten Bewegung von der Körperachse weg unterhalb der Körpers mitläuft.
• Ab Schulterhöhe folgt die "Druckphase", die den wichtigsten Beitrag zum Vortrieb leistet. Unter zunehmender Streckung des Arms, mit zunehmender Geschwindigkeit der Hand und der Handfläche gegen das Wasser gestellt, wird die Hand längs der Richtung der Körperachse nach hinten geführt, bis der Arm nach Streckung aus dem Wasser tritt.
Während dieses Unterwasser-Armzuges wurde der andere Arm, der den Unterwasserzug zuvor ausgeführt hat, durch die Luft nach vorn gebracht. Es ist klar, daß die Schulter des ziehenden Armes sich etwas tiefer im Wasser, die des nach vorn geführten Armes sich oberhalb des Wassers befindet, so daß der Körper eine Schräglage längs seiner Achse hat. Nach Austritt der Hand aus dem Wasser wird der Arm entspannt mit angewinkeltem Unterarm und hohem Ellenbogen nach vorne geführt. Die Hand bleibt dabei in der Nähe der Wasseroberfläche und dicht an der Körperachse.

Die Atmung ist dabei verhältnismäßig einfach: Man atmet alle zwei bis drei Armzüge (1 bis 1,5 Armzugzyklen) auf der Seite des durch die Luft nach vorne geführten Armes. Um die strömungsgünstige Wasserlage beizubehalten, bleibt der Kopf im Wasser auf Richtung der Körperachse, wobei sich im Bereich des Mundes ein Wellental ausbildet, in dem man atmet

Der Beinschlag stabilisiert die Lage des Körpers im Wasser und verhindert ein "Schlingern" in Folge der Bewegung des Arme. Die Beine schlagen mit kleiner Amplitude im Sechserrhytmus pro Armzyklus auf und ab. Die Füße erfüllen dabei eine Funktion, wie man sie von Schwimmflossen kennt. Damit die Kraftwirkung des Beinschlages einen Vortrieb bewirkt, müssen die Füße mit 180 Grad oder mehr längs der Beine ausgerichtet sein. Dabei sind die großen Zehen leicht nach innen gedreht.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
stefan7777

stefan7777

02.11.2001 18:24

Gut beschrieben. Vieleicht kannst du dass noch auf die anderen drei Arten, also Brust, Rücken und Dephin beschreiben. Ich schwimme auch öffters. Effektiver ist auch kein Fittnes-Taining.

EintrachtBraunschweig

EintrachtBraunschweig

04.07.2001 23:47

Als Leistungsschwimmer kann ich nur sagen super erklärt. Bin auch Freistilschwimmer.

makz

makz

28.06.2001 09:44

Du hast dir so viel Arbeit gemacht und dann hat den Bericht nicht ein einziger gelesen. Da siehst Du mal wie sportbegeistert man bei Ciao ist. LG Makz.

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