SCHWIMMEN ODER ABSAUFEN?!?
05.03.2006
Pro:
sehr kurzweilig, kaum Spielmaterial, leicht auch für Kinder zu erlernen
Kontra:
eine einzige Runde ist viel zu schnell vorbei
Empfehlenswert:
Ja
 Darkhound
Über sich:
Erst 7 Wochen Krankenhaus und nun noch wochenlang Reha irgendwo in der Pampa... tolle Wurst! ;-(
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Hallo an alle meine Leserinnen und Leser, ich würde ganz gerne mal wieder ein Spiel vorstellen. In "unseren Kreisen" (*Proletarier-Adel, lach*) nennt es sich "Schwimmen". Das hat aber nun rein gar nichts mit dem gleichnamigen Sport zu tun, soviel vorweg! Es handelt sich auch mal (zur Feier des Tages) nicht um ein Computerspiel, sondern um ein Kartenspiel. Demnach leicht zu erlernen und bis auf ein paar Chips (okay, man kann es auch um Bierdeckel oder gar Geld spielen) benötigt man lediglich ein ganz normales Kartenspiel (32'er Skatblatt) und 2-3 Mitspieler. Also alles sehr kostengünstig zu finanzieren… es sei denn, man müsste die Mitspieler für ihre Teilnahme bezahlen, weil man selber überhaupt keine Freunde hat *lol*. Weil ich gerade eben ein älteres Programm eben dieses Kalibers auf meinen PC geladen und nun eine ganze Stunde lang gespielt habe, fällt mir wieder ein, wie wir das als Kinder häufiger mal gespielt haben und stets Spaß dabei hatten. Die Regeln sind hier ein bisschen anders, als die Variante, die ich kenne - aber Spaß machen sie beide. Grund genug, einen Bericht darüber zu verfassen!Das Ziel des Spiels ist es, mit nur drei Karten möglichst 31 Augen zu erhaschen, wobei ein "Bild" (also ein Bube, eine Dame oder ein König) jeweils 10 Augen zählt, das As zählt elf. Die restlichen Karten haben ihren normalen Zahlenwert. Am Ende einer Runde werden die Zahlenwerte addiert, allerdings nur "gleichfarbige" Augen, also alle Karten von entweder Karo, Herz, Pik oder Kreuz. (Als Beispiel: Ihr habt die Karo 10, das Karo As und einen Kreuz-Buben…dann macht das 10 + 11 Augen = 21). Drei gleiche Karten (zum Beispiel drei mal die Sieben oder drei Mal die Zehn, drei Buben oder was auch immer), bekommt ihr 30,5 ("dreißig-einhalb") Punkte. Die Spielregeln: ------------------------- (Zuerst in der damaligen Variante, dann in der "computermäßigen" :o). Natürlich sollte man sich darauf einigen, was als "Einsatz" gewählt wird. Als Kind haben wir um Bierdeckel gespielt; später dann um 10-Pfennigstücke *g*. Haben sich alle Mitspieler in der Runde rund um den Tisch versammelt, wird der Kartengeber bestimmt. Dieser gibt reihum verdeckt (also Bild nach unten) drei Karten an jeden Mitspieler aus und sich selber aber einen vierten, ebenfalls drei Karten starken Stapel, als "Tauschreserve" :o).Der Kartengeber beginnt dann auch, indem er sich einen seiner beiden Kartenstapel anschauen darf und dann entscheidet, ob es sich lohnen könnte, den zu behalten oder ob es nicht vielleicht doch besser wäre, den anderen (den er sich aber dann nicht mehr ansehen darf!) zu wählen. Hat er sich für einen Stapel entschieden, so wandert der zweite in die Mitte und dient als Tauschobjekt. Der Reihe nach (im Uhrzeigersinn NACH dem Kartengeber) darf dann jeder eine seiner Karten gegen eine auf dem Tisch liegende austauschen. Alternativ tauscht man gleich alle drei. Zwei Karten zu tauschen geht nicht! Entweder alle, oder eben keine. Wenn alle Spieler keine Karten tauschen möchten, weil ihnen das momentan offen gelegte Kartenblatt nicht zusagt (oder es nicht in ihre "Sammlung" passt), sagen sie "ich schiebe!" und es werden drei neue Karten in die Mitte gelegt - der Kartenstapel dürfte bei drei oder vier Spielern ja noch ein paar Kärtchen haben!Hat jemand in seinen Augen genug Punkte zusammen, wird gesagt "ich mache dicht!", was soviel bedeutet, dass die Spielrunde gleich vorbei ist. Nun darf niemand mehr "schieben" ankündigen, denn neue Karten gibt es nicht mehr und ferner darf man nur noch eine Runde lang tauschen. Jetzt kommt es zur Endauswertung und wie oben schon erwähnt, zählen immer nur die Kartenwerte der gleichen Farbe. Hier gleich zwei Ausnahmen: Gleiche Zahlenwerte (drei mal Sieben, drei Mal Acht, was auch immer) bedeuten stets "dreißig-einhalb", haben also gute Chancen zu gewinnen - das Spiel geht ja immerhin nur bis 31! Meist ergeben sich Kartenwerte von 27 bis 30…also hätte man mit 30,5 immerhin gewonnen. Zweite Ausnahme: Hat jemand 31 (also z.B. einen Karo Buben (bringt 10), eine Karo 10 (ebenfalls 10) und ein Karo As (11)), so wirft, okay legt man das direkt in die Mitte und die Runde ist sofort beendet. Derjenige mit den wenigsten Augen verliert logischerweise und gibt einen seiner drei Chips ab. Bei zwei verlorenen, also nur noch einem, redet man davon, dass derjenige Spieler "schwimmt", daher wohl auch der Name des Spiels. Andere Leute kennen es als "Knack" und ich selber habe die Version auf dem PC, die sich "31" nennt. Bezeichnet aber alles dasselbe! :o).Das Spiel "31" für Windows… ---------------------------------------------- Ziemlich exakt dasselbe - wenn hier auch einige Optionen irgendwie anders sind. Da man dieses Spiel aber auch so spielen kann, hier nur eben die Unterschiede: 1. Der Kartengeber kann nicht entscheiden, welchen Kartenstapel er nimmt. Dafür liegt aber in der Mitte schon seit Beginn ein verdeckter. Nun entscheidet der Spieler, für welchen er sich entscheidet… entweder behält er die Karten auf der Hand, oder er nimmt sich den "Pott", was die anderen Karten wären. 2. Es gibt hier kein "schieben". Entweder man tauscht, oder man muss passen und sagt seinen anderen Spielgefährten damit, dass man die Runde beenden möchte. Danach tauschen die anderen Spieler ihre Karten hin und her, so lange sie wollen… meist mit weniger großem Erfolg *g*. 3. Hier gibt es für den ersten "Schwimmer" einen kleinen Bonus. Der erste Spieler, der kurz vor dem Verlieren steht, bekommt eine vierte und letzte Chance, die anderen, nachfolgenden Spieler nicht! Das Spiel ist Shareware (15 $ Registrierungsgebühr, der Zugangscode kommt per E-mail) und wurde von "Ultisoft" in den USA programmiert. Ich denke mir, dass das ein Hobbyprogrammierer ist, aber sicher bin ich mir dabei nicht. Wie auch immer, das Spiel ist komplett auf englisch gehalten (stört ja aber nicht weiter) und kann auch als Shareware länger als nur ein paar Tage gespielt werden :o). Ich habe mich bisher noch nicht registriert (obwohl ich es gerne würde, wären nur die Kosten nicht :o) und kann das Spiel, was irgendwann vor Jahren mal auf einer Shareware-Collection CD war, bis heute reibungslos spielen. Der einzige Vorteil der Registration liegt darin, dass man nach der Bezahlung den nervigen "Please register"-Blödsinn nicht mehr zu sehen kriegt und seinen Mitspielern andere Namen geben kann. Alles andere funktioniert auch in der unregistrierten Funktion. Und wie die PC-Leute nun auf dem Bildschirm heißen, ist mir doch so was von egal…Hauptsache Geld gespart und dennoch Spaß! Sogar das Spiel im Netzwerk funktioniert bei der Shareware-Variante - es macht immerhin mehr Spaß, gegen einen Freund zu spielen :o).Meine Meinung / Mein Fazit: --------------------------------------------- "Schwimmen" oder "31" ist ein leicht zu erlernendes Spiel, auch wenn es im ersten Augenblick nicht danach aussieht. Skat z.B. ist dennoch bedeutend komplexer, ich brauchte Jahre, um wenigstens das Grundwerk dazu zu verstehen! Bei "Schwimmen" genügt das einfache zugucken, dann würde ich es unter Freunden einfach mal Probe spielen. Eigentlich heißt die Grundregel nur "Sammle drei Karten derselben Farbe oder drei Karten mit dem selben Zahlenwert" und schon ist's das. Da kann man nicht so viel falsch machen. Ich habe das Spiel kennen gelernt, als ich etwa zehn Jahre alt gewesen bin - durch meine Freunde und Bekannten, die dieses Spiel auch kannten und mir zeigten. Zudem muss man ja auch nicht gleich um Geld spielen…das kam bei mir auch erst später, als ich älter wurde und es halbwegs beherrschte :o). Dennoch… eines dürft ihr nicht vergessen: Es ist und bleibt ein "Glücksspiel", denn welche Karten ihr auf der Hand habt oder auf dem Tisch liegen, könnt ihr eben vorher nicht wissen! Dennoch ist das Spiel Spaß pur: Mal mit ein wenig Glück verbunden, weil man ja nie weiß, welche Karten anschließend auf dem Tisch landen, mal ist Taktik gefragt… wenn der Spieler überlegen muss, was man in welchem Moment tauscht oder welche Karten die anderen Spieler haben bzw. sammeln könnten. Mir macht es großen Spaß, versucht es doch mal selber!LG, euer im Boot sitzender Darky.
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09.03.2006 23:29
Bei der Überschrift/Kategorie dachte ich wirklich, dass es sich um die Sportart handelt - übrigens die einzige Sportart, die ich gern ausübe.
06.03.2006 23:38
das Spiel kenne ich noch nicht...LG, Vanessa
06.03.2006 18:42
Auf dem Computer würde mich das langweilen. Unter Freunden könnte ich das Spiel mal probieren. VLG - Olaf