Science Fiction Classic Box Vol. 1 [2 DVDs] (DVD)

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Science Fiction Classic Box Vol. 1 [2 DVDs] (DVD)

"Ufos vernichten die Erde" Ein riesiger Meteorit mit einer hohen Gravitation rast auf die Erde zu. Um den Aufprall zu verhindern, verändern Wissenscha...

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Erfahrungsbericht über "Science Fiction Classic Box Vol. 1 [2 DVDs] (DVD)"

veröffentlicht 22.05.2009 | Pengoblin
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"Dies sind meine Überzeugungen und Grundsätze. Wenn Sie Ihnen nicht gefallen - ich hab' auch noch andere." (Groucho Marx)
Durchschnittlich
Pro Vier anderweitig schwer erhältliche Filme preisgünstig in einer Box, ...
Kontra ... was nicht darüber hinwegtäuscht, dass die Filme zweitklassig sind
sehr hilfreich
Bildqualität
Klang
Tonformat:
Action:
Anspruch

"Klassiker aus der zweiten und dritten Reihe"

Für die "Science Fiction Classic Box, Vol. 1" hat man sich, der Coverwerbung zufolge, entschlossen, "Vorbilder großer Hollywood-Produktionen" von "Großmeistern der frühen SciFi-Kunst" wiederzuveröffentlichen. Wollen doch mal sehen, ob das auch nur ansatzweise seine Berechtigung hat.

Ich versuche mal, hier jeweils die Handlung nur bedingt zu verraten, denn es mag ja sein, dass manchem Betrachter selbst bei solchen B- und C-Movies ein gewisses Maß an Ungewißheit lieber ist.

DVD 1


I.
UFOS VERNICHTEN DIE ERDE
(Yosei Gorasu)
Japan 1962
84min


"Dies ist endgültig unser letzter Auftrag, und wir werden ihn zuendeführen. Männer, wir haben keine Chance mehr. Dieser glühende Planet wird unser Raumschiff und uns vernichten. Er könnte aber auch die Erde zerstören. Unsere Aufgabe ist es, das zu verhindern und die Erde mit Daten zu versorgen..."
(Kernige vorletzte Worte von einem der ersten Opfer des Filmes)


Man merkt bereits der Beschreibung und Bewerbung des Filmes an, dass man aus weitgehend unergründlichen Motiven heraus von verschiedenen Seiten bestrebt war, sich von dem, was der Film dann tatsächlich bietet, soweit wie möglich zu entfernen.


Das beginnt mit dem zum Scheitern verurteilten Versuch, die japanische Herkunft des Filmes zu verleugnen. Im Trailer zum Film (auf der DVD enthalten) wird er als amerikanische Produktion von einem "Meisterregisseur" namens G. Welles bezeichnet, von dem allerdings zwangsläufig noch nie jemand zuvor gehört hat, weil es nur ein Pseudonym des japanischen Regisseurs Inoshiro Honda war. Ob man da als Käufer irgendwie den Großmeister der Phantastik H.G. Wells assoziieren sollte? Man weiß es nicht, aber das mag geschehen sein, um den Film besser verkaufen zu können und beeinflusst den Film selbst ja nicht weiter, also sei's drum.


Dass der Titel mit dem Inhalt auch nicht viel zu tun hat, stört u.U. schon mehr, denn UFOs oder das, was man sich darunter eben vorstellt (hier rechnet man ja mit Angriffsraumschiffen irgendeiner Alienrasse), kommen in dem Film schlicht nicht vor. Statt dessen befindet sich ein Dunkelplanet mit 600facher Erdmasse auf Kollisionskurs mit der Erde. Man tauft den planetaren Eindringling auf den Namen Gorath und versucht zunächst, dessen Bahn zu ändern, was jedoch misslingt. Gorath wird derweil ständig größer, weil er aufgrund seiner Anziehungskraft weitere Materie (u.a. die Saturnringe, einer der etwas interessanteren Effekte des Filmes) ansaugt und sich einverleibt. Schließlich kommen die Wissenschaftler auf den Gedanken, wenn Gorath nicht ausweiche, müsse eben die Erde ausweichen und bauen mal eben irgendwo in der Antarktis einige hundert Riesenmeiler zusammen, welche die Erde aus ihrer Bahn bringen sollen...


... dass der Film inhaltlich und ganz besonders physikalisch völliger Schwachfug ist, hat man bereits nach wenigen Minuten bemerkt, aber als gediegener B-Moviefan weiß man, dass das ja nicht unbedingt so sehr stören muss, wenn das Ganze trotzdem kurzweilig umgesetzt wird. Das ist hier in Maßen sogar der Fall, und bei einigen Details hat man sich ganz offenbar damals viel Mühe gegeben; besonders die Modellbauer hatten offenbar eine extrem gute Zeit während der Produktion.


Das täuscht jedoch nicht über die sonstigen Schwächen des Films hinweg, allen voran das völlige Fehlen interessanter Figuren. Weder der für das Antarktisprojekt verantwortliche Wissenschaftler noch der als schalkhafter Charmeur angelegte Raumpilot können besonders beeindrucken, und was die Nummer mit der Amnesie angesichts von Goraths Anblick soll, war den Drehbuchautoren seinerzeit wohl selber nicht ganz klar.


Der für Trashfans erhebendste Moment ergibt sich allerdings aus jenem Einfall der Produzenten, den Katastrophenfilm unvermittelt durch eine kleine typisch japanische Monstereinlage aufzuhübschen, was mit der Handlung rein gar nichts zu tun hat und konsequenterweise denn auch in keiner Weise erklärt oder weiterverfolgt wird.


Fazit:
Zu einem lauen Bierchen in gemütlicher Runde kann man sich das Teil mal ansehen, ernst nehmen kann man den Streifen beim besten Willen nicht. Requisiten und Tricks habe ich zwar schon schlechtere gesehen (das Ganze hat so ungefähr das Niveau von Mondbasis Alpha), dramaturgisch und schauspielerisch ist der Film dagegen under all cannons, und allein schon wegen des immerfort im Hintergrund eingespielten fernöstlichen Schlagermarsches rate ich davon ab, den Film völlig nüchtern zu sehen. Ohne Bierchen: 0 Sterne. Mit Bierchen: 1 Stern. Für unnüchterne Modellbaufans: 2 Sterne. Rülps, und wech.


II.
APOCALYPSE. DAS ENDE DER WELT
(Fukkatsu No Hi)
Japan 1980
ca. 100min

"Was?!" "Ein Irrsinn!" "Glatter Wahnsinn!"
"Die Vereinigten Staaten haben eben absolut kein Privileg auf ... Idioten."
(Ein russischer Offizier verteidigt die Strategie seiner Regierung)


Der in Deutschland urspr. unter dem Titel "Overkill. Durch die Hölle zur Ewigkeit" veröffentlichte Film wird im Lexikon des SF-Films als "Katastrophenfilm katastrophalen Ausmaßes" bezeichnet. So spektakulär ist er allerdings, obwohl seinerzeit der teuerste japanische Film überhaupt, in keiner Hinsicht, weder positiv noch negativ. Gedreht wurde für den internationalen Markt und unter Zuhilfenahme größtenteils westlicher Darsteller der 2. Riege (u.a. Edward James Olmos, der es fertigbringt, hier älter auszusehen als fast 20 Jahre später in Battlestar Galactica). Der Film durchlebte später dann offenbar eine kleine Odyssee verschiedenster Schnittverstümmelungen. Das Original ist über 2 ½ Stunden lang, wurde aber auch schonmal bis auf 70 Minuten heruntergekürzt. Man kann sich denken, dass eine Story so etwas nicht lange überlebt. Diese Version bringt es auf rd. 100 Minuten.


Ach ja, die Story: Es geht um einen die Menschheit vernichtenden tödlichen Virus, von dem sich relativ rasch herausstellt, dass es sich um eine hausgemachte, von Militärs als B-Waffe gezüchtete Seuche handelt. Wie es in solchen Fällen so kommt, gerät eine Probe des tödlichen Stoffes in die Hände von Agenten des Feindes (man erinnere: 1980, Kalter Krieg, und wer das dann immer noch nicht kapiert, der muss sich zur Strafe die Szenen mit dem sächselnden Unterhändler mehrmals ansehen), das Flugzeug stürzt über den Alpen ab, der Erreger wird freigesetzt, und mittels der vertrauten, aus dem Off kommentierten Collage aus Archivmassenszenen und Einblendungen von Titelschlagzeilen wird der Ablauf der weltweiten Katastrophe zusammengefasst. Die Haupthandlung des Filmes spielt zu einem Zeitpunkt, da ein Großteil der Menschheit bereits seit einem Jahr vernichtet ist, denn ein Gegenmittel existiert nicht.


Man findet heraus, dass die einzigen relativ sicheren Überlebenden die Bewohner der verschiedenen antarktischen Forschungsstationen sind, da sich das Virus bei unter -10 Grad Celsius nicht ausbreitet. Während man dort noch verkniffen über die neuen Partnerschaftsformen diskutiert, die bei rd. 800 Männern und nur rd. 12 Frauen ein Überleben der Menschheit sichern sollen (diese Szene dürfte seinerzeit bereits ein Brüller gewesen sein), treffen dort zwei U-Boote ein (ein britisches mit gesunder Besatzung und ein russisches mit erkrankter Mannschaft), und nachdem man schweren Herzens den Russen die Aufnahme verweigert und das Boot zerstört hat, stellt sich plötzlich heraus, dass bei den Drehbuchautoren doch noch ein paar weitere Einfälle überlebt haben und das Virus daher nicht das einzige Problem der Restmenschheit ist...


Der Film steht in einer für seine Entstehungszeit typischen Tradition, ausführlich militärischen Größenwahn, nukleare und b-waffenbedingte Bedrohung sowie die Zerbrechlichkeit der menschlichen Rasse angesichts der Unkontrollierbarkeit der solcherart geschaffenen zerstörerischen Kräfte zu illustrieren und diesem Horrorszenario dann effektvoll das individuelle Bürgerheldentum entgegenzustellen. Das ist ein bewährtes dramaturgisches Konzept, und wären die 16 Millionen Dollar Budget kompetenter verbraten worden, hätte daraus ein guter Film werden können. So jedoch erschöpft sich das Ganze in filmhandwerklich sauber aufbereiteten Unglaubwürdigkeiten, trivialen und überzeichneten Charakteren (allen voran der größenwahnsinnige Generalstabschef) und Szenen, die dramatisch und episch wirken sollen, sich jedoch lediglich selbst parodieren. Vielleicht hat das damit zu tun, dass der Produzent des Films Haruki Kadokawa sich eher mit Mangas auskannte als mit Filmen. Ich stelle mir vor, diese Geschichte hätte einen durchaus akzeptablen Comic abgegeben. Oder aber der verpflichtete Regisseur versuchte, einen westlichen Stil zu imitieren, der ihm schlicht nicht lag.


Fazit:
Man kann sich das Teil ansehen, man kann es aber auch lassen. Der Film setzt eine unangreifbar zutreffende Botschaft (die Warnung vor dem menschlichen Hochmut, die letztenendes zur Selbstzerstörung führen muss) mit aufwendigen Mitteln halbgar um. Es ist einer jener Filme, die einfach nicht zünden wollen, weil die Heldenfiguren zu wenig eingeführt werden, die bösen Figuren nur Schmierenkomödianten sind und die dramatischen Wendungen so einfühlungsarm dahergestottert kommen, dass man emotional einfach nicht berührt wird. Wer diese Botschaft ebenso trivial, aber unterhaltsamer und mit guten Special Effects umgesetzt sehen möchte, kann zu "The Day After Tomorrow greifen". Wer einen qualitativ hochwertigeren, wesentlich originelleren Endzeitstreifen aus dem gleichen Jahrzehnt sehen möchte, der greife zu "The Quiet Earth". Das hier ist nur ein ganz kleines bißchen zu gut, um Trash genannt zu werden, und das auch noch in Kinoqualität. 1,5 Sterne.

DVD 2

I.
DIE TODESGALAXIE
(Star Crystal)
U.S.A. 1985
rd. 80min

" ... verdammt! Verdammt! Dieses elende Ding will uns umbringen! Will uns umbringen!!"
(Späte Erkentnis des Captains nach der dritten Leiche)


... und ich dachte, "UFOs vernichten die Erde" sei ein grausiger Titel. "Die Todesgalaxie" hätte man wohl besser "Des Blobs marsianischer Bruder" nennen sollen. Andererseits passt der so überdeutlich großkotzige und effektheischende Titel "Die Todesgalaxie" recht gut zu dem, was einem dann an Trash reinsten Schleimes serviert wird.


Fünf Überlebende einer explodierten Raumstation (1 Computerfachmacho, 1 Sprücheklopfmacho, 1 kühle Wissenschaftsbrünette, 1 tränenreiches Dummblondchen und 1 keifende Chefingenieuse) machen sich in einem Raumschiff auf den langen Weg zur nächsten Versorgungsstation. Mit an Bord ist unglücklicherweise eine monströse fremde Lebensform vom Mars, die nicht nur nach und nach die Besatzungsmitglieder umbringt, sondern auch zunehmend intelligent wird und sich mit dem Bordcomputer verbindet...


Dieser völlig unlogische und offensichtlich mit einem recht eng geschnürten Budget gedrehte Film wurde, wie ich vermute, zu einem guten Teil u.a. von "SS-X-7. Panik im All" von 1964 abgekupfert, der selbst schon nicht gerade ein Meisterwerk gewesen war. Die wirklich einzige Entschuldigung des Filmes ist, dass man sich offensichtlich bewusst war, hier Müll zu produzieren, und sich daher nicht allzu ernst nahm. Das beweist der irgendwann bis zu den Schultern reichende Achselschweiß des Captains ebenso wie der Umstand, dass der Alien beim Studium des Computers zuerst mal in der Bibeldatei schmökert. Und, man glaubt es kaum, plötzlich wartet, so etwa in der 70. Minute, der Film mit einer originellen (d.h. nicht auf den ERSTEN Blick erkennbar woanders geklauten) Wendung auf, die das mittlerweile von innen gut illuminierte Glibbermonster auch charakterlich in ganz anderem Licht erscheinen lässt. Das rettet aber, im Großen und Ganzen, auch nix mehr.


Die ersten zwanzig Minuten des Films sind offensichtliche Zeitschinderei, schauspielerische Leistungen sind annähernd nicht vorhanden, die pseudosphärische Musik ist schon nach kurzer Zeit nur noch enervierend, und alles in allem ist es kein Verlust, dass mein ansonsten recht auskunftsfreudiges SF-Filmlexikon weder den Film selbst noch seinen Regisseur Lance Lindsay aufführt. "Die Todesgalaxie" erfüllt damit sämtliche Voraussetzungen, als Trash bezeichnet zu werden: ein aus den Müllarchiven der Filmindustrie "gerettetes" drittklassiges Produkt, an dem der schmerzunempfindlichere SF-Sammler seine Freude haben kann und das ansonsten völlig zu Recht kein Mensch mehr erinnert.


Fazit:
Wer's einlegt, ist selber schuld. Ich bekenne mich schuldig, darf aber zu meiner Verteidigung anführen, währenddessen Papierkram sortiert zu haben. Na gut: 1 Stern.


II.
TODESSTRAHLEN AUS DEM WELTALL
(Senkai Dai Senso)
Japan 1961
78min


"Wenn die 0 erreicht ist, dann haben wir den Atomkrieg."


... diesen Film "Todesstrahlen aus dem Weltall" zu nennen, ist ungefähr so angemessen, wie einem Ford Ka Rallyestreifen aufzukleben. Statt dessen handelt es sich um einen solide gemachen Antikriegsfilm mit nur äußerst marginalen SF-Elementen.


Im Jahre 2015 steht, immer noch oder wieder einmal, der Weltfrieden auf der Kippe, und Japan muss sich entscheiden, auf welcher Seite es stehen will. Die Militärs der Großmächte lassen ihre nuklearen Muskeln spielen, um den jeweiligen Gegner einzuschüchtern. Es wird gezeigt, dass es auf beiden Seiten ständig technische Pannen gibt, und dass die Raketenabschussbasen längst nicht so sicher und kontrolliert sind wie behauptet.


Im halbdokumentarischen Stil wird parallel die Geschichte der Entwicklung des Konfliktes und die persönliche Geschichte eines japanischen Marineoffiziers und der Familie seiner Braut erzählt. Und während sich zu den Klängen von Tschaikowskis Marche Solennelle die Nachrichtenmeldungen über erste nukleare Schlagabtäusche und (noch ferne) verwüstete Hafenstädte mehren, führt zu den Klängen von Albinonis Adagio ein japanischer Familienvater in Tokyo einen glaubensverzweifelten Monolog über die Ohnmacht des Einzelnen angesichts sich über seinem Kopf streitender geistesgestörter Riesen. Derweil befinden sich die Raketen auch bereits auf dem Weg nach Tokyo...


Der Film ist handwerklich solide gemacht, in seiner Dramaturgie zwar ausgesprochen einseitig und vorhersehbar, aber trotzdem qualitativ die bei weitem beste der hier gebotenen Produktionen. Das würde man sich fast anders wünschen, denn dann könnte man sich besser vor der unbequemen Erkenntnis drücken, dass die am Schluss im Off noch einmal zitierte Wahrheit, dass die Menschheit mit den Kriegen ein Ende machen muss, da sonst irgendwann die Kriege der Menschheit ein Ende machen werden, auch fast 50 Jahre nach der Entstehung des Films weiterhin deprimierend aktuell ist.


Fazit:
Aufgrund des Themas ist der Film zu gut und konsequent und zu offensichtlich mit einer klaren, ernsten Botschaft gemacht, um einfach nur unterhaltsam zu sein. Die SF-Elemente beschränken sich auf ein absolutes Minimum und wurden möglicherweise nur eingebaut, um den Film seinerzeit vor dem Vorwurf zu schützen, unverblümt politische Propaganda zu betreiben. Insofern wird dieser letzte der vier Filme viele Erwartungen enttäuschen, weil er einfach absolut nicht das ist, was die Packung verspricht. Aber vielleicht ist das auch mal gar nicht so schlecht, denn viele, denen die Botschaft des Films tatsächlich noch neu ist, hätten ihn vielleicht nicht angeschaut, wenn sie irgend gewusst hätten, worauf sie sich einlassen. Insofern ist die Plazierung von Film No. 4 in der lässigen Action-In-Raumschiffen-Hülle der Box vielleicht ein wenig vergleichbar der Wendung des Filmes "Three Kings", der ja seinerzeit ebenfalls als cooler Action-und-Baller-Streifen beworben wurde und auch so begann, um dann nach kurzer Zeit einen völlig neuen qualitativen Aufwärtsdreh zu kriegen und sich zum glaubwürdigen Kriegsdrama zu entwickeln. Ich weiß bis heute nicht, ob das nicht Absicht war: um nämlich genau jene bodycountbegeisterten Popcornmampfenden ins Kino zu kriegen, welchen die ernüchternde Krieg-IST-Wahnsinn-Botschaft vielleicht wirklich tatsächlich dringend mal eingeblasen werden musste. Dem Film No. 4 selbst gebe ich unbequeme 3 Sterne.


ZUSATZMATERIAL UND TECHNISCHE DATEN

Zusatzmaterial gibt es, mit Ausnahme des Trailers von "UFOs vernichten die Erde", keines.

Audio: 1.0 Mono
Sprache: Deutsch
Bildformat: 1.85:1, 16:9 anamorph
Ländercode: 2
FSK 16 (wohl vor allem wg. der diversen halbverwesten Leichen in Film II)
Die Standardplastikklapphülle enthält die DVDs und kein Booklet. lediglich auf der Innenseite des Covers sind ein paar Infos zu Film No. II beigefügt.


Die Qualität der Wiedergabe ist bei den Filmen I, III und IV gerade noch akzeptabel (trotz gelegentlicher Unschärfen), bei Film II ist sie deutlich besser (für irgendwas müssen die 16 Milliönchen ja gut gewesen sein). Bei Film IV ist in meiner Version der Nachspann gekappt worden, was mich persönlich nicht stört, aber auch nicht eben für die editorische Kompetenz der Macher spricht.


GESAMTFAZIT


Wer in einer solchen Box tatsächlich Hochwertiges (also: echte Klassiker) erwartet, öffnet auch aufgeregt "Sie-könnten-jetzt-schon-gewonnen-haben!!!"-Werbemüll. Ich jedenfalls habe die großspurige Ankündigung, hier würden sich (man erinnere) "Großmeister der frühen SciFi-Kunst" die Ehre geben, keinen Augenblick lang ernstgenommen und wurde in dieser fehlenden Erwartung nicht enttäuscht.


Die Box bietet zum wohlfeilen Preis vier Filme, die sich alleine und völlig zu Recht niemals verkaufen würden, und das ist o.k. so, denn man kriegt, was man bestellt hat. Für die rd. 8 Euronen, die mich das Ganze gekostet hat, habe ich mich zwei Abende lang besser amüsiert als bei jeder beliebigen Folge von DSDS und ähnlichem Free-TV-Schrott (teilweise allerdings eher beim Rezensieren als beim Anschauen), und habe dazu gleich noch meinen Papierkram sortiert gekriegt. Behalten werde ich die Box wohl eher nicht, denn eigentlich bin ich ziemlich sicher, keinen dieser Filme jemals nochmal sehen zu wollen. Immerhin weiß ich jetzt wieder, was ich an den GUTEN Filmen meiner Sammlung habe und belohne mich jetzt mit dem heute immer noch sehenswerten "Alarm im Weltall".


Gesamtbewertung? Kaufempfehlung? Wie soll man das einstufen bei solchen Filmen?
Ich einige mich auf zwei Sterne und eine Kaufempfehlung, Letztere unter der Voraussetzung, dass man so realistisch ist zu wissen, was man in einer solchen Sammelpackung erwarten darf. Ich persönlich würde dafür nicht mehr als die 8 Euro ausgeben, die es mich gekostet hat.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • miniemi1 veröffentlicht 18.06.2009
    Super Bericht, lg miniemi1
  • hundeliebe02 veröffentlicht 26.05.2009
    prima Bericht! Liebe Grüße von Edith und Claus
  • Fliegmaus32 veröffentlicht 23.05.2009
    Oje, mein Fall ist sowas gar nicht.
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Haupteigenschaften

Studio: Euro Video

FSK: ab 16 Jahren

Laufzeit: 330

EAN: 4009750238448

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Genre: Science Fiction

Tonformat: DD 1.0: Deutsch

blu_ray: DVD

Bildformat: 16:9; 1,85:1

verpackung: DVD Softbox Standard

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