Schrei noch einmal, Sid!
04.01.2002
Pro:
Guter Abschluß einer tollen Trilogie, offene Fragen werden geklärt, viel Extras auf der Bonus - DVD
Kontra:
Der Film bietet nichts wirklich neues
Empfehlenswert:
Ja
 drnuenauge
Über sich:
Mitglied seit:09.04.2000
Erfahrungsberichte:185
Vertrauende:7
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Härter, schneller, böser! So lautet das Motto vom dritten und letzten „Scream“ – Teil. Ob er diesem Motto gerecht wird will ich versuchen, mit diesem Bericht zu klären. Doch zunächst zur Story: DIE HANDLUNG:
Dreieinhalb Jahre sind seit der Mordserie am Windsor College vergangen, doch noch immer führt Sidney Prescott (Neve Campbell) kein normales Leben, denn sie lebt versteckt und von Alarmsystemen und einem Hund umgeben unter falschen Namen einsam in den Bergen von Hollywood. Dort gibt sie am Telefon Frauen in Not Hilfestellung. Doch die scheinbare Ruhe wird je zerstört als sie vom Mord an Cotton Weary (und seiner Frau Christine) erfährt, jenes Menschen, den sie vor Jahren beschuldigt hatte, ihre Mutter bestialisch vergewaltigt und getötet zu haben, der sich schließlich als unschuldig herausstellte und der später sogar seine eigene, erfolgreiche Talkshow bekommen hatte. Sidney ahnt, das dies der Beginn einer neuen Mordserie ist und als der Killer sie schließlich anruft, flüchtet sie zu ihren Freunden Dewey (David Arquette) und Gale (Courtney Cox – Arquette). Sie ahnt zwar, das der Killer genau das vor hatte, nämlich sie aus ihrem Versteck zu locken, aber unter ihren Freunden fühlt sie sich wesentlich sicherer als alleine in den abgeschiedenen Bergen Hollywoods. Dewey arbeitet mittlerweile als Berater am Set von „Stab 3“, jenem dritten Teil der auf Gales Buch „Die Woodsboro – Morde“ basiert. Der Film steht aber unter keinem guten Stern, denn erstens wurden Darsteller verpflichtet, die eher B-Movie-Niveau haben (weshalb der Film eh nur für den Videomarkt produziert wird) und zweitens hat es der Killer auch auf die Crew abgesehen, denn er metzelt die Darsteller reihenweise nieder – streng nach Drehbuch, nur in Wirklichkeit und mit dem kleinen Haken, das es verschiedene Drehbuchversionen gibt und man nicht weis, welche der Killer gelesen hat – somit wissen die Beteiligten nie, wer der nächste ist. Und dann gibt es noch ein Rätsel: Bei jedem Opfer hinterlässt der Killer ein Foto von Sidneys Mutter in jungen Jahren. Die Morde werden vom Polizisten Kincaid (Patrick Dempsey) untersucht. Dazu erklärt in einem denkwürdigen Auftritt der im zweiten Teil ermordete Randy dazu die Regeln des letzten Teils einer Trilogie, was die Sache für die Beteiligten auch nicht gerade leichter macht, denn die Regeln besagen, das der Killer übermenschliche Kräfte hat und das alle Charaktere, einschließlich die Hauptrolle, sterben können. Ich werde jetzt natürlich ein Teufel tun und verraten, ob dies wirklich stimmt – das müsst ihr euch schon selbst ansehen. Verraten tu ich nur noch, das der Killer diesmal wesentlich raffinierter vorgeht als seine Vorgänger, denn er kann mit seinem Stimmenverzerrer sogar andere Stimmen imitieren – aber auch Sidney hat dazugelernt. Auch verrat ich wohl nicht zu viel wenn ich sage, das einige wichtige Fragen aus Teil 1 und 2 geklärt werden und eine Riesenüberraschung am Ende des Films auf Sid und auf die Zuschauer wartet. So, nu ist aber Schluss – mehr wird nicht verraten.
Und? Taugt „Scream 3“ nun was? Lasst es mich so sagen: Als Film für sich ist er gut, als Abschluss der Trilogie sehr gut – im Vergleich zu den vorangegangenen Teilen fehlt nur das wirklich neue. Vielleicht liegt das auch daran, das nur das Konzept von „Scream“ – Erfinder Kevin Williamson kreiert wurde, das Drehbuch aber von Ehren Krueger verfasst wurde, der sicherlich ein guter Drehbuchautor ist (das Drehbuch zum spannenden Thriller „Arlington Road“ stammt z.B. von im), der aber kaum neue Aspekte hinzufügen kann. Somit kann man sagen: Teil 1 bleibt ganz klar unerreicht, Teil 2 war teilweise spannender, dafür hat Teil 3 mehr Humor und ist raffinierter. Insgesamt würde ich die Teile also in folgende Reihenfolge bringen: Platz 1: Scream, Platz 2: Scream 3, Platz 3: Scream 2. Aber eigentlich muss man sich sowieso alle Teile ansehen, wenn man wirklich alles erfahren will. Für mich ist die „Scream“ – Trilogie, neben der „Indy“ – Trilogie ganz klar meine Lieblingstrilogie – aber anders als bei dem Peitschenschwingenden Archäologen hoffe ich auf keinen 4. Teil, da dies die Geschichte wieder zerstören würde. Besonders witzig finde ich übrigens den Kurzauftritt von Carrie Fisher (die Prinzessin Leia aus der „Star Wars“ – Trilogie), die einen selbstironischen Auftritt hinlegt. Als Prominentestes Opfer ist diesmal Jenny McCarthy und zickige Schauspielerin Sarah Darling dabei und auch die beiden Kultfiguren Jay und Silent Bob (bekannt aus Filmen wie „Chasing Amy“ und „Dogma“) haben einen Kurzauftritt.
DIE DVD: Die DVD-Qualität hat sich, anders als die Filme, von mal zu mal gesteigert. Bei „Scream 3“ liegt gleich noch eine zweite DVD dabei, die eine Menge Extras enthält, als da wären: geschnittene Szenen (mit Audiokommentar von Wes Craven & Crew), ein leicht verändertes Ende (Alternativ würde ich dazu aber nicht unbedingt sagen), ebenfalls mit Audiokommentar von Wes Craven & Crew, das Special „Behind the Scenes of SCREAM 3“, „Behind the Scenes of the Scream Trilogy“, das Musikvideo „What if“ von Creed, TV-Spots, Kinotrailer, Outtakes, Interviews sowie der deutsche Kurzfilm „Viergeteilt im Morgengrauen“, der im Kino als Vorfilm lief und in dem u.a. Ex-Viva-Moderatorin Minh-Kai mitspielt, inkl. einem Making of zu diesem Film, Audiokommentare und die Filmmusik mit Bonustrack. Rechnet man dazu noch, das SCREAM 3 in Deutsch und Englisch jeweils in den Tonformaten Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1 vorliegen und das die Ton- und Bildqualität wirklich hervorragend ist, kann ich für SCREAM- und Horrorfilmfans nur eine klare Kaufempfehlung der DVD aussprechen – und anders als bei den ersten beiden Teilen darf bedenkenlos zur FSK 16 – Fassung gegriffen werden, denn es gibt keine 18er – Fassung (auch wenn es einige Leute in diversen Foren nicht lassen können, die Leute dadurch zu verwirren, das es angeblich doch eine FSK 18 – Fassung geben soll...)
FACTS: Titel: Scream 3 Land/Jahr: USA 2000 Genre: Horror Darsteller: Neve Campbell, Courtney Cox – Arquette, David Arquette, Parker Posey, Patrick Dempsey, Jenny McCarthy u.a. Länge: 112 Min FSK: Ab 16
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04.01.2002 06:02
Hane den ersten Screamteil gesehen, allerdings die Hälfte unter der Bettdecke. Mein Mann hatte Nachtschicht und ich haße es, solche Filme alleine zu sehen...Grüße Sylvia
04.01.2002 03:43
Ich liebe die Scream Trilogie. Ich fand den dritten Teil jedoch nicht so doll. Hab ihm im Kino gesehen. Aber guter Bericht - weiter so ! LittleEngel