Orochi - Ein Kühlmonster
10.01.2009
Pro:
sehr gute Verarbeitung und Kühlleistung
Kontra:
Größe
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Qualität:
Verarbeitung
Zuverlässigkeit
Installation
Lebensdauer:
 Iceheart
Über sich:
Hallo Ciao'er, habt etwas Geduld mit mir, wenn ich nicht jeden Bericht lese. Es wird nachgeholt, ver...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 65 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Heute stelle ich Euch nach nunmehr 6-monatiger Praxiszeit, den CPU Kühler "Scythe SCORC-1000 Orochi" vor. In der Regel ist dieser Kühler nur den Enthusiasten bekannt. Warum? Auf Grund seiner Größe (dazu komme ich noch später), dem Gewicht und weiterer Möglichkeiten, schreckt er schon den Großteil aller User ab. ******************************************************** Vorab die Gründen für den Kauf: ********************************************************
Ich habe mir ein Gesamtsystem aufgebaut, welcher als "Homeserver" fungieren soll. Die wichtigsten Kriterien waren Optik, die Lautstärke des Systems, die Sicherheit der Daten und stromsparend. Herausgekommen ist ein Homeserver mit folgenden Eckdaten: Tower: Silverstone TemJin SST-TJ10, inkl. 3 x 120mm Scythe Lüfter Netzteil: Silverstone SST-ST45NF Nightjar (passiv) Motherboard: Gigabyte GA-MA69G-S3H (ich brauchte den PCIe x4) CPU: MD Athlon 64 X2 3800+ EE SFF 90nm Sockel-AM2 (TDP: 35W) CPU-Cooler: Scythe SCORC-1000 Orochi RAM: 4 GB Corsair DHX Raid-Controller: 3Ware 9650SE HDD: 4 TB Seagate Barracuda HDD = 4 x 1TB HDD Auf Grund der Zusammenstellung könnt Ihr erkennen, dass all meine Eckdaten erfüllt wurden. Ein Highlight an diesem System ist sicherlich nicht nur der Tower und das passive Netzteil von Silverstone, sondern auch die CPU. Sie wird standardmäßig mit 1 Volt versorgt, lässt sich aber auch mit 0,8V betreiben. Leistung wird von diesem System nicht erwartet. Die HDD-Zugriffssteuerung übernimmt der 3Ware Raid-Controller. Das HDD-System ist als Raid 5 mit Hotspare konfiguriert. Warum ich mich ausgerechnet für diesen CPU-Kühler entschieden habe, war der Preis. Zur Auswahl stand noch der IFX-14 von Thermalright. Aber dieser war zu damals etwas teurer und seine Kühlleistung im passiven Betrieb war laut Testberichten kaum besser.
************************ Technische Daten: *********************** Maße: 120x155x194mm (BxHxT, ohne Lüfter) Gewicht: ca. 1285g Material: Vernickeltes Kupfer (Basis), Aluminium (Lamellen) Heatpipes: 10x Ø6mm (Kupfer) Lüfter: 140x140x25mm (10,8 dB(A), 500rpm (±10%) , 29,39 CFM) Kompatibilität: Sockel 478, 775, 754, 939, 940, AM2 und AM2+
Die Basis (also das Teil, welches auf der CPU aufliegt) ist perfekt verarbeitet. Auch an den Lamellen lässt sich nichts aussetzen. Sie wirken etwas grob und scharfkantig, obwohl sie es nicht sind. Trotzdem Vorsicht, es ist alles eine Frage der Geschwindigkeit. *************** Installation: *************** Ich habe den Orochi in einen relativ großen Tower eingebaut, 207 x 521 x 644 mm (BxHxT). Schaut Euch dazu einfach mal die Bilder 4 - 5 an. Und trotzdem wäre es mir nicht möglich gewesen, den beigefügten 140mm "on top" zu montieren. Selbst eine seitliche Installation hat den Lüfter mit der Seitenwand kollidieren lassen. Im Internet gibt es viele Informationen und Testberichte zum Kühler. Ich habe diesen untypisch vertikal installiert. 2 Gründe hatten mich dazu bewogen. Erstens konnte so die gute Gehäuselüftung die Kühlung herbeiführen und ein Verbraucher wurde eingespart. Allerdings birgt dieser Installation einen gravierenden Nachteil, PCIe x16 Steckplatz wird bei meinem Board komplett verdeckt. Zusätzlich würde es in meinem Tower wenig Sinn machen, den Kühler horizontal zu verbauen, da die Warmluft nicht durch das Netzteil "abgesaugt" werden können und ich 2nur ein passiv gekühltes" Netzteil besitze. Scythe liefert für die Montage alle nötigen Materialien mit. Ihr müsst beim Sockel AM2 keine neue Backplane auf der Rückseite des Motherboards installieren. Lediglich die entsprechende Haltervorrichtung wird am Kühler verschrauben und via zweier Halteklipps den Kühler befestigen. Es wirkt etwas wackelig, aber es hält.
************* Praxistest: ************** Wer der Meinung ist, man könnte diesen Lüfter in einem PC verschrauben, der für LAN-Parties geeignet ist, hat sich getäuscht. Auch wenn dieser bombenfest sitzt, er wiegt erstens rund 1,3 kg und zweitens kann sich durch die Rütteln der Kühler lösen und so seine Kühlleistung nicht voll entfalten oder noch schlimmer, einfach runterfallen und das Gehäuse von innen "aufräumen". Zu meiner Erfahrungen: Seitdem der Rechner nun seine angestammte Position bezogen hatte, läuft er im Dauerbetrieb. Die durchschnittliche Temperatur der CPU wird mit rund 31 Grad Celsius angezeigt. Und selbst unter Volllast (nur kurzzeitig) sprang die Temperatur nie höher als 52 Grad.
******* Fazit: ******* Der Scythe SCORC-1000 Orochi ist ein Wahnsinns CPU-Kühler. Dies betrifft nicht nur seine gigantischen Ausmaße, sondern auch die Kühlleistung. Kommen wir zum ersten Punkt, den Ausmaßen: Er passt nicht in jedes Gehäuse. Spaßeshalber hatte ich ihn in mein Coolermaster Stacker STC-T01 eingebaut und siehe da, die 2cm mehr Breite, machen sich sofort bemerkbar. Bei meiner Einbauweise wurde der PEG-Slot verdeckt. Solltet Ihr RAM mit besonders hohen Heatspread verwenden, könnte es auch problematisch werden. Wenn all diese Probleme geklärt sind, werdet Ihr mit einer überragenden Kühlleistung belohnt, selbst wenn Ihr den Lüfter montiert. Der ist praktisch nicht zu hören.
Und noch eine Anmerkung: Für den Sockel 1366 bzw. den neuen i7 Prozessoren gibt es keine offizielle Montagemöglichkeit lt. Scythe. Inoffiziell allerdings schon, wenn Ihr folgenden Kniff anwendet. Ihr benötigt dazu lediglich den CPU Cooler Stabilizer 775 und die non-VTMS LGA1366 Clips.
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26.01.2009 20:39
Toller Bericht, der Kühler sieht wirklich klasse aus. lg Hendrik
10.01.2009 13:53
Schickes Teil! Liebe Grüße
10.01.2009 13:21
Der sieht ja gigantisch aus... Ciao _Goose