Seagate ist ein führender Anbieter von Technologien und Produkten für die Internet-Infrastruktur, mit denen man auf Informationen zugreifen, sie speichern und verwalten kann.... mehr
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Erfahrungsbericht von radinho über Seagate Barracuda 7200.11 500 GB 06.04.2008
Produktbewertung des Autors:
Geschwindigkeit
sehr schnell
Zuverlässigkeit
gut
Installation
gut
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
geht so
Pro:
hohe Datentransferrate, niedrige Zugriffszeit, viele Zusatzfeatures (NCQ, . . . ), niedrige Temperatur, angemessener Preis, leise ohne Zugriff . . .
Kontra:
. . . bei Laufwerkszugriffen wahrnehmbar, kein AAM
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo! In meinem heutigen Bericht möchte ich euch von meiner neuen Festplatte berichten, der Seagate Barracuda 7200.11 mit 500 GB.
---Kaufentscheidung---
Die Festplatte aus meinem alten Dell-PC, welche auch noch in meinem aktuellem PC ihren Dienst verrichtete, bereitete mir seit einiger Zeit Probleme: So schien sie immer langsamer zu werden, nach einem kurzen Leistungstest bestätigte sich mein Verdacht, weshalb ich sie durch eine neue Festplatte ersetzen wollte. Zum einen sollte die neue Festplatte größer sein als die alte 250GB-Festplatte, da diese Größe für viele TV-Aufnahmen einfach zu gering ist. Zum anderen sollte sie natürlich möglichst schnell sein, gleichzeitig aber auch ein leises Betriebsgeräusch bieten. Ich habe mich deshalb für die neuste Festplattengeneration von Seagate entschieden, der Seagate Barracuda 7200.11 mit 500GB. Im Internet habe ich dafür etwa 75€ bezahlt.
---Technische Daten---
Formfaktor: 3.5 Zoll Kapazität: 500 GB Schnittstellen Typ: Serial ATA-II Spindelgeschwindigkeit: 7200 U/min Puffergröße: 32 MB Besondere Merkmale: NCQ, Hot Swapping, 5 Jahre Garantie
---Einbau---
Der Einbau einer Festplatte gehört sicherlich zu den einfacheren Arbeiten am PC, weshalb es dabei zu keinen Problemen kommen sollte. Zuerst trennt man den Computer vom Stromnetz und erdet sich an einem metallischen Objekt, damit die Festplatte nicht durch die elektrische Spannung beschädigt wird. Anschließend öffnet man das Computergehäuse und sucht die Einbauschächte für die Festplatten, welche sich meistens im vorderen Bereich des PCs befinden. Nun schiebt man die Festplatte vorsichtig in einen dieser Schächte hinein und schraubt sie fest, damit möglichst keine Vibrationen an das Gehäuse abgegeben werden, da deren Lautheit sehr nervig sein kann. Bei älteren IDE-Festplatten kam jetzt der schwierigste Teil beim ganzen Einbau, die Master-Slave Verkabelung. Glücklicherweise entfällt diese bei modernen Festplatten wie der Barracuda, man muss nur noch das mitgelieferte Serial ATA-Kabel bei der Festplatte einstecken und das andere Ende dann mit einem Serial ATA-Port auf dem Mainboard verbinden. Zwar ist die Barracuda eine Serial ATA-II Festplatte, allerdings ist es kein Problem, die Festplatte auch an einen älteren Serial ATA-I Port anzuschließen, davon abgesehen das einige Funktionen wie NCQ dann nicht aktiviert werden können. Natürlich benötigt die Festplatte auch Strom, sie besitzt deshalb einen neuartigen Stromanschluss, den wahrscheinlich noch nicht alle Netzteile besitzen. Offenbar ist sich auch Seagate dieses Problem bewusst, denn sie haben einen entsprechenden Adapter beigelegt, mit dem man die Festplatte auch an einen älteren Stromstecker anschließen kann.
---Erster Start---
Bevor man Windows auf die neue Festplatte installiert, sollte man einige Dinge beachten: So können die modernen Serial ATA-II Features nur genutzt werden, wenn der entsprechende Betriebsmodus auch im Bios aktiviert ist. Bei den meisten Mainboards wird die Festplatte aus Kompatibilitätsgründen wie eine IDE-Festplatte erkannt, damit man bei der Installation von älteren Windows-Versionen (wie XP) nicht manuell einen Extra-Treiber installieren muss. Diese Funktion ist also durchaus nützlich, allerdings verhindert dieser Betriebsmodus auch die Nutzung von den Serial ATA-II Funktionen wie etwa NCQ. Wer diese Funktionen nicht benötigt kann Windows auch einfachheitshalber in dem älteren Modus auf die Barracuda installieren, alle anderen müssen im Bios "AHCI" aktivieren, damit die Funktionen genutzt werden. Ich habe mich dafür entschieden, nicht nur weil ich die höchste Leistung haben wollte, sondern auch aus einem anderen Grund: Wenn man Windows erst einmal installiert hat kann man den Modus nicht ohne eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems wechseln. Aktiviert man trotzdem AHCI im Bios, wird man ohne Neuinstallation dem Betriebssystem nicht mehr als einen Bluescreen entlocken.
---Lautstärke und Temperatur---
Wie bereits oben beschrieben wollte ich eine möglichst leise Festplatte, die Seagate Barracuda 7200.11 kann man auch durchaus so bezeichnen. Ohne Laufwerkszugriffe ist die Festplatte nicht aus dem geschlossenen Gehäuse zu hören. Wer aber einen absoluten Silent-PC haben will sollte trotzdem eine andere Festplatte wählen, denn bei einem Festplattenzugriff macht sich der Schreib- und Lesekopf bemerkbar, auch wenn die Geräuschkulisse noch nicht störend ist. Noch leiser kann man die Festplatte leider nicht machen da das "Automatic Acoustic Management" (AAM) nicht unterstützt wird. Mit dieser Technik lassen sich Geräusche, welche beim Laufwerkszugriff entstehen, zulasten der Geschwindigkeit verringern, was bei der Barracuda durchaus nützlich gewesen wäre. Im Verhältnis zur Lautstärke ist die erreichte Temperatur als sehr gut zu bezeichnen, so erreicht die Barracuda in meinem PC nur 29°C. Dieser Wert ist weit von der Höchstgrenze entfernt, welche bei etwa 45°C beginnt, allerdings ist die Festplatte bei mir auch direkt hinter einem großen Gehäuselüfter befestigt. In einem Gehäuse, in dem ein Hitzestau herrscht, könnte die erreichte Temperatur (deutlich) höher sein.
---Leistung---
Die Leistung bei der neuen Festplatte war mir besonders wichtig, war dies doch der Flaschenhals bei meiner älteren gewesen. Glücklicherweise wurde ich hier nicht enttäuscht, so erreicht die Barracuda eine Datentransverrate von über 80 MB/s, meine alte Festplatte schaffte nicht einmal (mehr) die Hälfte. Auch die durchschnittliche Zugriffszeit ist mit 12,8ms sehr gut. Hier macht sich der riesige, 32 MB fassende Festplattencache bemerkbar, welcher die Übertragungsrate erhöht und die Zugriffszeit bedeutend senken kann. Die genauen Ergebnisse der Leistungsfähigkeit habe ich mit dem Programm HDTune gemessen und unten als Bild angehängt. Auch subjektiv bin ich mit der Festplatte sehr zufrieden: So kommt es zu keinen Verzögerungen oder Hängern, wenn man sich durch eine Ordnerstruktur klickt, zudem lassen sich Dateien innerhalb der Festplatte jetzt blitzschnell kopieren. Auch die Ladezeiten von Programmen und Spielen sind sehr kurz, hier bemerke ich auf jeden Fall einen Unterschied zu meiner alten Festplatte.
---Technische Features---
Die Seagate Barracuda 7200.11 unterstützt als Serial ATA-II Festplatte einige neue Techniken, welche mit älteren Serial ATA-I Festplatten noch nicht zur Verfügung standen. Als erstes ist hier die NCQ-Technik (Native Command Queing) zu nennen, bei der die Festplatte selber entscheidet, welchen der ankommenden Befehle sie zuerst abarbeitet, so dass die Zugriffszeiten (etwas) sinken. Mit Hilfe von Hot-Swapping kann die Festplatte zudem im laufendem Betrieb vom Computer an- und abgesteckt werden. Außerdem wird die Übertragungsgeschwindigkeit mit Serial ATA-II auf 300 Mbyte/s verdoppelt, wovon allerdings noch nicht viele Anwendungen spürbar profitieren. Zudem wirbt Seagate damit, dass bei der Barracuda 7200.11-Serie der Stromverbauch im Vergleich zur älteren Generation um 43% gesenkt werden konnte. Nützlich ist auch die SMART-Funktion, mit der ein drohender Festplattenausfall rechtzeitig erkannt werden kann.
---Preis-Leistung---
Die Seagate Barracuda 7200.11 mit einer Kapazität von 500 GB kostet momentan ca. 75€, was ein faires Angebot darstellt, vor allem wenn man beachtet, dass Seagate eine 5-jährige Garantie für die Festplatte gewährt. Die Festplatten der drei anderen großen Hersteller Samsung, Western Digital und Hitachi sind bei der aktuellen Generation ähnlich teuer, teilweise aber auch etwas leiser als die Seagate. Wem 500 GB bei der Festplattenkapazität nicht ausreicht kann sich auch die 750 GB- oder 1 TB-Variante ansehen, auch wenn man (zumindest bei der 1 TB-Variante) verhältnismäßig etwas mehr bezahlen muss als bei den kleineren Modellen. Wer nicht die allerhöchste Leistung benötigt kann auch mit einer Festplatte aus einer älteren Generation viel Geld sparen, allerdings sind diese auch etwas lauter und langsamer als die Aktuellen.
---Fazit---
Die Seagate Barracuda 7200.11 mit 500 GB hat mich vor allem mit der hohen Leistung (Datentransfer und Zugriffszeit) überzeugt. Dabei ist die Festplatte zumindest ohne Zugriff nicht hörbar, bei Zugriffen immerhin noch nicht störend. Hierbei ist auch die geringe Temperaturentwicklung hervorzuheben. Positiv sind ebenfalls die vielen technischen Features, wie etwa Serial ATA-II oder NCQ. Auch der Preis ist mit 75€ angemessen. Insgesamt bekommt die Festplatte deshalb von mir fünf Sterne sowie die Kaufempfehlung.
Vielen Dank, dass ihr meinen Bericht gelesen habt, über Bewertungen und Kommentare würde ich mich freuen. Liebe Grüße Hendrik
Pro: schnell, leise & kühl Kontra: eine ganze Ecke teurer
Schaut man sich die Entwicklung der aktuellen Computer-Technik an, fällt auf, dass die Leistung in den letzten Jahren förmlich explodiert ist. Die aktuellen Grafikkarten und Prozessoren bieten ein vielfaches der Leistung vergangener Jahre. Damit ergibt si ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich