Erfahrungsbericht über

Second Life: Eine Gebrauchsanweisung für die digitale Wunderwelt / Christian Stöcker

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Second Life: Eine Gebrauchsanweisung für die digitale Wunderwelt / Christian Stöcker

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Gebrauchsanweisung oder doch eher Tagebuchnotizen...?

1  27.05.2011

Pro:
An einigen Stellen der humorvolle Schreibstil

Kontra:
Informationsgehalt, Schreibstil, Gebrauchsanweisung?

Empfehlenswert: Nein 

RikeA

Über sich:

Mitglied seit:18.08.2005

Erfahrungsberichte:80

Vertrauende:11

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Second Life – Eine Gebrauchsanweisung für die digitale Welt

Anmerkung in eigener Sache: Sehr geehrte Damen und Herren von SpiegelOnline, Goldmann-Verlag, Herr Christian Stöcker, usw., werte Interessenten, in diesem Erfahrungsbericht sind nur meine persönlichen Erfahrungen aufgezeigt die ich mit diesem Produkt gemacht habe. Dieser Erfahrungsbericht spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder und ich erhebe für ihn keine Allgemeingültigkeit. Auch erhebe ich keinen Anspruch darauf dass meine Meinung/Erfahrung auf jeden zutrifft!

Grundinformationen
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Titel: Second Life – Eine Gebrauchsanweisung für die digitale Welt
Autor: Christian Stöcker
Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 205
Erscheinungsjahr: 2007
ISBN: 978-3-442-12983-6
Neupreis: 7,95 Euro
Mein Einkaufspreis: 30 Cent bei Booklooker

Darum geht es in dem Buch
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„Spiegel Online“ hat einen virtuellen Reporter namens „Sponto“ in die virtuelle Welt von „Second Life“ geschickt und in dem Buch berichtet er über seine Erlebnisse. Laut Klappentext sind diese bizarr und faszinierend und er gibt Neulingen Tipps damit sie die ersten Schritte in „Second Life“ gehen können.

Der Autor
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Christian Stöcker wurde 1973 geboren. Er studierte Psychologie in Bristol und Würzburg. Theater-, Film- und Fernsehkritik an der Bayerischen Theaterakademie München. Er schrieb für die „Süddeutsche Zeitung“, „Die Zeit“ und Spiegel Online. Seit Februar 2005 ist er bei Spiegel Online in den Ressorts Wissenschaft und Netzwelt tätig. Seit Januar 2009 ist er stellvertretender Ressortleiter und seit Februar 2011 Ressortleiter Netzwelt. (Quelle: Impressum Spiegel Online und aus dem Buch unter „Autor“)

Der Schreibstil
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Bevor es ans „Eingemacht“ geht ein paar Worte zum Schreibstil des Autors. Ich schwanke zwischen „wunderbar unterhaltsam“ und „dröge langweilig“. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass zwei verschiedene Personen das Buch geschrieben haben. Es gibt Stellen in dem Buch, die sind sehr witzig und unterhaltsam geschrieben. Die aufgezeigten Situationen wurden lebendig vor meinem geistigen Auge und ich musste köstlich lachen. Andere Stellen empfand ich, und für meinen Geschmack waren das eine Menge, zäh, unlebendig, eine nüchterne Aneinanderreihung von Worten mit denen etwas beschrieben wurde. Aber die Inhalte, ob unterhaltsam oder nicht, kamen für mein Empfinden sachlich rüber und wurden nicht verkompliziert.

Das ist Second Life
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In meinem Bericht geht es um das Buch und nicht um das „Spiel“ Second Life. Trotzdem hier ein paar kurze Zeilen aus Wikipedia kopiert für alle, die mit der Materie nicht vertraut sind.
Second Life (deutsch: zweites Leben, abgekürzt „SL“) ist eine Online-3D-Infrastruktur für von Benutzern gestaltete virtuelle Welten, in der Menschen durch Avatare interagieren, spielen, Handel betreiben und anderweitig kommunizieren können. Das seit 2003 verfügbare System hat 21 Millionen registrierte Benutzerkonto, rund um die Uhr sind meist rund 35.000 bis 60.000 Nutzer gleichzeitig in das System eingeloggt. (Quelle: Wikipedia)

Warum ich dieses Buch kaufte
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Vor einigen Jahren wurde ich durch die Medien aufmerksam auf „Second Life“. Es klang für mich interessant und faszinierend in einer virtuellen Welt zu „leben“ und auf Menschen aus der realen Welt (weltweit!) zu treffen. Ich eröffnete mir ein Benutzerkonto und musste schnell bemerken, dass ich überhaupt nicht verstand worum es geht bzw. was ich machen muss. Einige Jahre später habe ich es noch einmal probiert mit dem gleichen Erfolg. Ich wusste nicht was zu tun, wie zu bewegen, was zu machen, …ist und trotz dass die Faszination für „Second Life“ geblieben war, hatte ich die Lust darauf verloren. Zumindest sah ich es als sinnlos an mich als Neuling alleine in die virtuelle Welt rein zu finden und dachte mir öfter, wie nett es wäre auf jemanden zu treffen, der in „Second Life“ zuhause ist. Mich an die Hand nimmt und in die Materie einführt. Als mir dann vor einigen Monaten das Buch „Second Life – Eine Gebrauchsanweisung für die digitale Wunderwelt“ in die „Hände fiel“ war klar, dass ich mir das kaufen werde.

Meine Erwartungen an das Buch
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Ich hoffte auf eine, wie angekündigt, Gebrauchsanweisung für „Second Life“. Ein Buch in dem ich Stück für Stück aufgezeigt bekomme, wie ich in dieser virtuellen Welt am besten starte, was ich wie als erstes tun sollte, wohin ich wann und wie gehen kann, … usw. Ähnlich wie für ein elektronisches Gerät: a) öffnen sie den Karton b) Holen sie das Gerät heraus c) Stellen sie es auf eine gerade Unterlage d) Stecken sie den Stecker in die Steckdose.... Wie bereits geschrieben, die Materie „Second Life“ kannte ich nur vom Hörensagen und meine zwei kläglichen Selbstversuche alleine in der Welt Fuß zu fassen waren mehr als gescheitert. Ich hatte darauf gehofft anhand eines ersten „Beispieltages“ aufgezeigt zu bekommen, wie ich durch „Second Life“ gehen/fliegen kann. Wie das mit dem Reden funktioniert. Was ich sofort alles machen kann und vor allem wie. Ich hoffte einfach, dass ich am Anfang mit den Basics von „Second Life“ vertraut gemacht werde um dann in den nächsten Kapiteln, unter Anleitung, tiefer in die Materie einzutauchen.

Das habe ich von dem Buch erhalten
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Für mich ist dieses Buch keine „Gebrauchsanweisung“ sondern eine Art „grobe Tagebuchaufzeichnung“. Der Autor geht mit seinem Avator zu verschiedenen Schauplätzen und berichtet was er dort erlebt hat. Er trifft anderer „Personen“ und erzählt über ihr Leben bzw. wie sie sein Leben beeinflusst haben. Er zeigt auf dass „Second Life“ voll Sex ist, dass reale Politiker und Konzerne in „Second Life“ vertreten sind und für ihr Produkt oder ihre Person „werben“,... Aber irgendwie schreibt er nicht, was mir wichtig gewesen wäre und womit ich beim Wort „Gebrauchsanweisung“ eigentlich auch gerechnet hatte, WIE das alles geht. Schritt für Schritt.

Was ich meine: Für mich war es gerade so, also ob ich mir eine neue Superkamera kaufe und in der Gebrauchsanweisung steht nur „Mit diesem Teil können sie perfekte Fotos machen. Die Vielzahl an Knöpfen und Reglern ermöglicht ihnen quasi jedes Motiv grandios einzufangen. Sie müssen kein Profi sein um schöne Bilder zu knipsen. Mit der entsprechenden Einstellung, dazu einfach den entsprechenden Knopf drücken und den entsprechenden Vorgang ausführen, überzeugen sie mit lebendigen Fotos. Sie werden begeistert sein und ihre helle Freude daran haben wie schon viele andere Kamerabenutzer vor ihnen“. … Aber welche Knöpfe ich wie und wann und für was drücken soll... das steht, für mein Empfinden, nicht in der Gebrauchsanweisung. Das fand ich schade.

Aber ganz ohne interessante Grundinformationen ist das Buch natürlich nicht für mich gewesen. Ein paar „Basics?“ habe ich dann doch noch mit auf den Weg bekommen der leider, selbst nach dem Lesen des Buches, immer noch sehr holprig sein würde für mich. Zum Beispiel was das Geldverdienen in „Second Life“ angeht, dass man nicht unbedingt einen kostenpflichtigen Account haben muss, wie man Sachen herstellt, … aber für mich sind diese Informationen einfach nicht ausreichend. Nicht für eine „Gebrauchsanweisung“.

Meine Meinung
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Hier und da fand ich, dass das Buch richtig witzig und unterhaltsam geschrieben ist. Den größten Teil des Buches fand ich jedoch sehr zäh. Besonders war ich darüber enttäuscht, dass der Autor, in meinen Augen, keine Gebrauchsanweisung für „Second Life“ geschrieben hat sondern eine Art „Tagebuch“. Ich als blutiger Anfänger hatte gehofft, ein paar Einsteiger-Tipps zu erhalten die mir den Start in „Second Life“ erleichtern. Dem ist aber nicht so, zumindest nach meinem Empfinden.
Jetzt bin ich immer noch so „schlau“ wie vorher und habe nicht die Lust bekommen, mich erneut in die fremde Welt von „Second Life“ zu wagen. Eher im Gegenteil, das Buch hat mir sogar ein wenig die Faszination, das Interesse und den Spaß an „Second Life“ genommen. Schade.

Fazit
-----
1 Stern denn ich finde, in ciao-isch ausgedrückt, „Thema verfehlt“.

Ich bedanke mich fürs Lesen. Und noch einmal sei gesagt, dieser Erfahrungsbericht spiegelt nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und ich teile nur meine persönliche Meinung mit.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Empoyerment

Empoyerment

27.05.2011 16:43

Eindeutig nichts für mich. Weder Buch noch Spiel !

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Für die einen ist es nur ein Spiel, für die anderen ist "Second Life" die ...

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