Ein SNES-Dreier mit Klasse
07.04.2004
Pro:
TOP - Grafik, wunderschöne Musik und Soundeffekte, interessantes Charakter - und Waffensystem, nette Geschichte, spannender Spielverlauf, riesiger Spielumfang
Kontra:
Nada . Null . Nix .
Empfehlenswert:
Ja
 DenJuandeMarco
Über sich:
zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz richtig, ist nur eine kurze Wallung, lege mich bald wieder hin zzzzzzzz...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 129 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ob der Supernintendo-Klassiker „Secret of Mana“ nun tatsächlich ein Rollenspiel oder doch eher ein Action-Adventure darstellt, möchte ich an dieser Stelle einmal unbeantwortet lassen. Doch eines dürfte unumstritten sein: dieses Videospiel für das gute alte SNES ist definitiv ein Meilenstein, ein absolutes Highlight der Supernintendo-Geschichte. Wer es von Euch jetzt auch nur ansatzweise wagt, milde zu lächeln, wird auf der Stelle erschossen. Oder so ähnlich. Jedenfalls hoffe ich in dem nun folgenden Bericht, Euch die Klasse dieses Abenteuerspiels deutlich vor Augen führen zu können. Here we go. Geschichte
„Secret of Mana“ beinhaltet eine sehr schöne Handlung, die ich hier in wenigen Worten kaum wiedergeben kann, ich versuche dies nun zumindest in Ansätzen. Im Mittelpunkt des Spiels steht zunächst das mächtige Mana-Schwert. Vor sehr langer Zeit wagten es die inzwischen mächtig gewordenen sogenannten „Ancient Ones“, die Götter herauszufordern. Glücklicherweise konnten sie mit Mana-Energie in Schach gehalten werden und letztlich von einem großen Helden, welcher eben jenes legendäre Mana-Schwert führte, bezwungen werden. Nachdem die Zivilisation jener „aufmüpfig“ gewordenen Ancient Ones zerstört worden war, kehrte Ruhe ins Land ein. Und dies für lange Zeit. Das Schwert selbst steckte in einem Fels versiegelt, ähnlich Excalibur, und sorgte für die Balance der Welt. Doch wie so oft, hielt diese Zeit des Friedens und der Harmonie leider nicht ewig an. Denn eben erwähnte Balance wurde ausgerechnet durch uns gestört, denn wir, die wir eigentlich nur mit unseren Freunden an einem Wasserfall spielen wollten, brachten es zustande, das Schwert aus dem Felsen zu ziehen. Das Gleichgewicht der Welt kam somit zum Wanken, das Drama in „Secret of Mana“ nimmt seinen Lauf. Die Konsequenz ist unter anderem, dass nun von überall her Monster auftauchen und großes Unheil in das Städtchen unseres jungen Protagonisten hereinbricht. Die Dorfbewohner zeigen sich verständlicherweise wenig begeistert und verbannen Euch ganz humorlos aus Eurem Heimatdorf namens Potos. Eure Aufgabe besteht nun darin, den Weltfrieden wiederherzustellen. Na, wenn’s weiter nichts ist. An Euch liegt es nun, die acht Mana-Kristalle zu beschützen, diese dürfen vom Bösen nicht gebrochen werden, nicht von der Dunkelheit erobert werden. Doch die einst so große Macht jener Kristalle schwindet zusehends, sie werden schwächer und schwächer. Der Untergang der Welt steht somit kurz bevor. Alarmstufe Rot sozusagen. Quasi. Ihr seid somit der Auserwählte, der das mächtige Mana-Schwert führen und dessen mächtige Kraft entfesseln und somit die Mana-Kristalle wieder aufladen kann, dies ist die einzige Chance für unsere Welt, der einzige Weg zu deren Rettung. Jene acht Kristalle sind weit verstreut und liegen in den acht Palästen der Welt verborgen, die Reise kann also beginnen. Spielverlauf
Frisch verbannt aus Eurem Heimatstädtchen, macht Ihr Euch somit auf eine lange beschwerliche
Bilder von Secret Of Mana (SNES)
Reise, in der Hoffnung, Euer „kleines Malheur“ wieder ausbügeln und den Weltfrieden retten zu können. Mangels anderweitiger Alternative müsst Ihr Euch wohl oder übel zur nächstgelegenen Stadt durchschlagen. Rollenspielelemente kommen nun zur Geltung, denn die anfallenden zahlreichen Kämpfe erhöhen sowohl Eure Lebensenergie als auch Durchschlagskraft Eurer Waffen. Naturgemäß gibt es an den einzelnen Orten die Möglichkeit, Euren Proviant aufzufrischen, Ausrüstung käuflich zu erwerben und beim Schmied die zahlreichen Waffen zu perfektionieren. Da Ihr einige unterschiedliche Waffen (Schwert, Axt, Pfeil und Bogen, Bumerang, Lanze etc. ) bei Euch führen könnt, ist eines der Hauptziele das Aufleveln eben jener Waffengattungen. Denn manche Monster sind nahezu immun gegen Pfeil und Bogen, reagieren aber sehr empfindlich auf Schwertstöße oder Axthiebe. Andere fiese Individuen, insbesondere fliegende Subjekte, könnt Ihr mit Schwert, Speer oder Axt so gut wie gar nicht treffen und braucht demzufolge einen sehr guten Bogen. Hochinteressant gestaltet sich der Ablauf dieses Spiels insbesondere dadurch, dass sich noch zwei weitere Abenteurer Euch anschließen. Angenehmerweise handelt es sich auch noch um zwei weibliche Wesen, die Ihr ebenfalls hochleveln dürft. Einerseits handelt es sich hier um eine sehr dickköpfige, kleine Blondine und um einen ebenfalls egozentrischen rothaarigen Troll. Der Clou liegt darin, dass Ihr bei unseren drei Protagonisten unterschiedliche Schwerpunkte setzen könnt, speziell was die Fertigkeiten im Umgang mit den einzelnen Waffen angeht. Des weiteren verfügt jede Figur über spezielle Fähigkeiten, so beispielsweise unsere Blondine, die als Einzige über einen Heilzauber verfügt. Bemerkenswert ist hierbei zudem, dass Ihr zu zweit oder gar zu dritt (im Falle, dass Ihr einen Multiplayer-Adapter Euer eigen nennen könnt) gleichzeitig Euch ins Abenteuer stürzen dürft. Das hat was, definitiv. Im Menü könnt Ihr außerdem genau die Kampftaktik jeder Figur einzeln festlegen, ob sich die jeweilige Figur eher aggressiv in den Kampf stürzen oder sich eher im Hintergrund, demnach defensiv verhalten soll. Die Welt in „Secret of Mana“ birgt erfreulicherweise sehr unterschiedliche Gebiete, keine Landschaft ähnelt einer anderen, so beispielsweise Oasen, Eis- und Sandwüsten, saftig-grüne Wiesen, Gebirge, Paläste, Königreiche, Burgen und zahlreiche Städte. Sie ist extrem umfangreich, doch langwierige Passagen bleiben Euch erspart, denn die „Cannon-Travel-Agency“ katapultiert Euch quasi im Sinne eines Teleporters von Ort zu Ort. Im weiteren Verlauf gesellt sich zudem ein weißer Drache hinzu, doch mehr möchte ich an dieser Stelle jetzt nicht mehr verraten.Grafik
Doch nicht nur die Geschichte und der Spielverlauf in „Secret of Mana“ sind herausragend gut, auch die Grafik kann sich sehen lassen, denn auch in dieser Hinsicht gehört dieses Abenteuerspiel zu den besten auf dem Supernintendo überhaupt. Die Welt ist sehr farbenfroh aber zu keiner Zeit kitschig und zudem äußerst detailreich dargestellt worden. Doch nicht nur die Landschaften, noch viel mehr unsere drei Heldenfiguren wissen diesbezüglich zu gefallen. Für Supernintendo-Verhältnisse außergewöhnlich groß animiert kommen unsere drei Helden daher. Besonders die rote Löwenmähne unseres kleinen Kobolden und die Haarpracht unserer blonden Prinzessin sind deutlich zu erkennen. Waffen und Rüstungen sind ebenfalls deutlich zu erkennen, deutlich ist beispielsweise der Bogen von einer Axt, einem Schwert, einem Bumerang oder einer Peitsche zu unterscheiden. Von typischen Knuddelfiguren der SNES-Zeit kann in diesem Fall somit ausnahmsweise ganz und gar nicht die Rede sein. Deutlich zeigt dieses Spiel demzufolge auf, was eigentlich schon damals in grafischer Hinsicht auf dem Supernintendo machbar war. Ein Großteil der damaligen Konkurrenz dürfte gerade in diesem Punkt nach Erscheinen von "Secret of Mana" vor Scham fast im Boden versunken sein. Was die optische Präsentation angeht, übertrifft „Secret of Mana“ meines Erachtens selbst die Supernintendo-Version von „Zelda“ oder „Final Fantasy II“ deutlich und erklimmt meiner bescheidenen Ansicht nach in puncto Grafik zusammen mit "Final Fantasy III" den SNES-Thron. Musik
Und auch Musik und Soundeffekte siedeln sich meiner Ansicht nach im absoluten Spitzenbereich des Supernintendos an. Nahezu jedes Gebiet hat seine eigene Hintergrundmelodie, so dass Langeweile nicht aufkommt beziehungsweise Monotonie gar nicht erst entsteht. Manche Melodien verleiten zuweilen fast zum Träumen und verschmelzen zumeist wunderbar mit der jeweiligen schön in Szene gesetzten Landschaft, gehen eine stimmungsvolle Symbiose ein. Klingt die Musik im Hintergrund eben noch fröhlich und unbeschwert, ertönt sie im darauffolgenden Moment düster und beunruhigend. Ebenso gut unterstützen die zahlreich vorhandenen Nebengeräusche bei den physischen und magischen Attacken unserer Heldengruppe sowie der auftauchenden Monster das spannungsgeladene Ambiente. Dies ist auch sehr wichtig, da „Secret of Mana“ extrem umfangreich ist und abwechslungsreiche Soundtracks nebst Soundeffekten bitter vonnöten sind. Diese Aufgabe wurde somit gut gelöst. Gähnattacken werden Euch demzufolge hier nicht heimsuchen, und das eigentlich im gesamten Spielverlauf nicht; ganz im Gegenteil, die Spielatmosphäre wird durch die akustische Untermalung sehr stimmungsvoll unterstützt und fesselte mich immer wieder länger vor den Fernsehbildschirm als eigentlich ursprünglich geplant. Ähnlich wie die Grafik beurteile ich auch Musik und Soundeffekte als top in Szene gesetzt. Steuerung
Der Aufbau des Menüs ist gut gegliedert und von Euch sicher schnell durchschaut, vor gewaltige Probleme werdet Ihr hier sicher nicht gestellt. Auch das Festlegen der Kampftaktik, das Wechseln der Waffen, die Ausführung der unterschiedlichen Attacken oder Zaubersprüche gehen sehr gut von der Hand. Solltet Ihr zu zweit oder gar zu dritt gleichzeitig spielen, kann es zwar zuweilen etwas unübersichtlich, phasenweise chaotisch werden, da jeder für sich wild durch die Gegend läuft und seine Attacken oder Ausweichmanöver ausführt, doch für Action und auch Spielspaß ist gerade in diesem Punkt gesorgt. Und dies en masse. Wichtig ist, dass Ihr dann miteinander gut koordinierte Aktionen ausführt; es sei denn, Ihr beginnt einen harten Konkurrenzkampf um die zu erwerbenden Erfahrungspunkte, was auch nicht von schlechten Eltern ist. In solch einem Fall versucht Ihr dann in den Kämpfen mit den zahlreichen Feinden am meisten zum Zug zu kommen, am meisten Erfahrungspunkte zu erwerben, um somit am schnellsten Eure Fertigkeiten im Umgang mit den Waffen zu vervollkommnen. Spielt Ihr alleine, sollte Euer Bestreben darin liegen, jeder der drei Heldenfiguren drei oder vier Waffen zuzuordnen, mit denen sie den Umgang dann später perfekt beherrschen. Egal ob als Einzelspieler oder im Mehrspielergetümmel, die Steuerung ist und bleibt ein (weiteres) klares Plus. Schwierigkeitsgrad
Ich würde diesen als „angenehm schwierig“ bezeichnen. Ein zu leichter Schwierigkeitsgrad wäre angesichts des doch enormen Spielumfangs geradezu „tödlich“, würde mächtig Langeweile aufkommen lassen. Dem ist zum Glück nicht so. Ganz im Gegenteil, die Gegner haben es phasenweise ordentlich in sich, ganz besonders die auftauchenden Zwischen- und Endgegner. Trefft Ihr auf einen solchen Obermotz, sollte jeder Eurer drei Helden zu diesem Zeitpunkt eine Waffe in den Händen halten, die er besonders gut beherrscht. Ansonsten könnte es doch unangenehm schnell „Game Over“ heißen. Unfaire Stellen gibt es aber auch nicht, ein behutsames (wenn auch zeitintensives) Vorgehen ist somit zwingend erforderlich; oftmals hielt ich mich in bzw. rund um ein bestimmtes Gelände ein oder zwei Stunden auf, und zwar nur, um ein oder zwei Figuren im Umgang mit einer speziellen Waffe zu schulen oder natürlich auch, um neue Fähig- und Fertigkeiten zu erlangen. Der Schwierigkeitsgrad in „Secret of Mana“ ist mittelschwer, aber niemals unfair. Anfänger müssen zu Beginn und womöglich auch im weiteren Verlauf des Spiels ordentlich Lehrgeld zahlen und auch Profis fühlen sich nicht unterfordert, so soll’s sein. Urteil
„Secret of Mana“ ist ein prachtvolles Rollenspiel bzw. Action-Adventure, da lege ich mich eisenhart fest. Die Geschichte ist sehr interessant, der Spielverlauf äußerst spannend und abwechslungsreich. Die Grafik gehört mit zum Besten, was die gute alte Supernintendo-Konsole je zu bieten hatte und die Musik ist samt der Soundeffekte sehr gut gelungen, phasenweise sogar träumerisch schön. Der Schwierigkeitsgrad ist angenehm hoch und der Spielumfang geradezu riesig. Dieses SNES-Abenteuer spielte ich zwischen Anfang 1994 und 1996 insgesamt 3x durch (2x die US- und einmal die europäische PAL-Version), niemals unter 60 Stunden, das sagt wohl alles in puncto Spieldauer und Langzeitmotivation. Aufgrund der eben genannten Vorteile und des interessanten Charakter- und Waffensystems ist der „Wiederspielfaktor“ enorm hoch, auch noch nach Jahren, egal ob zu zweit, dritt oder alleine. Dieses Videospiel stellt einen echten Meilenstein der Supernintendo-Geschichte dar, kein Zweifel. Wer ein Supernintendo besitzt oder einen baldigen Kauf dieser Konsole ernsthaft in Erwägung zieht, muss diesen Kracher einfach haben, da gibt's für mich gar keine Diskussion. Dies gilt auch für diejenigen von Euch, die generell eher weniger mit dem Genre der RPGs (Role Play Games) oder Action-Abenteuer anfangen können, möglicherweise kann "Secret of Mana" auch diesen harten Kern bekehren. Der in diesem Abenteuer enthaltene Spielspaß ist derart hoch, dass sich dieses Game auch heutzutage überhaupt nicht zu verstecken braucht. Wir haben es hier demnach mit einem absoluten TOP-Titel für das SNES zu tun, was meiner Ansicht nach unweigerlich die Höchstwertung nach sich ziehen muss.
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24.01.2006 22:35
Super Bericht! Secret of Mana war für mich schon immer das beste Rollenspiel überhaupt, gerade wegen der MP-Funktion. Allerdings fehlt in dem ansonsten perfekten Bericht noch eine Bemerkung darüber, das dass Spiel im Gegensatz zu vielen Genrebrüdern in Echtzeit abläuft. =) Tee
05.06.2005 00:55
Hallo! Schöner Bericht. Auch für mich war Secret of Mana das Spiel meiner Kindheit, und zwar eins der besten! Aber schön, dass es noch nicht in Vergessenheit geraten ist!
15.09.2004 15:05
Ohne Zweifel mein Favorit auf dem S-NES und auf jeden Fall besser als der Zelda Teil, alleine was den Umfang angeht. Die Story ist eine der besten, die ich jemals gespielt habe und deshalb spiele ich es auch immer mal wieder, zuletzt vor gut einem Jahr. Danke dafür, dass ich nochmal in diesem Erlebnis schwelgen durfte! Gruß, Mario