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PROLOG:
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Es gibt so Tage, da paßt einfach nichts zusammen ... da ist das ganze Leben einfach nur ... da sollte eigentlich jeder ... An einem dieser besagten Tage, befindet sich der Held unserer folgenden Geschichte - nennen wir ihn Stübi, das paßt ganz gut - also wie gesagt, der Held unserer Geschichte befindet sich wieder einmal in einer tiefen Sinneskrise. Stübi war nun schon eine ganze Weile zu zweit durchs Leben gewandert. Sie - nennen wir sie Eva, das paßt ganz gut - also sie, sie hat ihn ein größeres Stück des Weges begleitet, und er, er war dabei wirklich glücklich und fröhlich gewesen. Aber gestern, gestern da kamen Eva und Stübi an diese Kreuzung, und während Stübi noch überlegte, welche Art der Verkehrsführung denn hier vorläge, wer denn wohl Vorfahrt habe und welche der folgenden Abzweigungen denn die Sicherste sei, war Eva schon längst weiter gelaufen ... einfach so ... ohne daß auch nur ein Wort der Erklärung gefallen wäre ...
Und heute ... nach einer durchwachten, trübsinnigen Nacht an dieser einsamen Kreuzung sollte das Schicksal für Stübi noch eine weitere Steigerung des Unerträglichen bereithalten: BETRIEBSAUSFLUG!!!
Erzwungene Fröhlichkeit ... alkoholisierte Freundesbekundungen ... hobby-psychologische Ratschläge: "Wie siehst Du denn aus?"
"Hast Du mal wieder Ärger mit Frauen?"
"Andere Mütter haben auch schöne Töchter!"
"Das wird schon wieder!"
"Glaub´mir ..."
"Ich kenne die Frauen ..."
Nun Stübi, er kannte - im Gegensatz zu seinen Kollegen - die Frauen nicht (und er kennt sie im übrigen auch heute noch nicht wirklich ...). Und die gutgemeinten Ratschläge seiner Kollegen waren ihm zutiefst zuwider. Auf dem Höhepunkt der sich ständig steigernden Unerträglichkeit nahm der Tag dann doch eine überraschende Wende. Der Chef des ausgeflogenen Betriebes gab bekannt, daß die folgenden drei Stunden zur freien Verfügung stünden ... für einen Besuch im geselligen Biergarten oder vielleicht für einen gepflegten Einkaufsbummel oder so ...
Stübi entschied sich für das "oder so" und er ging allein in einen Park, dann ein Stück am Fluß entlang, bis er schließlich (eher unbeabsichtigt) in eine elegante Einkaufsstraße geriet ... dort zog ihn gleich eine große, stilvoll eingerichtete Buchhandlung an. Ohne, daß er etwas Bestimmtes gesucht hätte, ging er hinein und blickte ziellos in die Regalreihen. Auf einem kleinen Tisch, nahe einer gemütlichen Leseecke waren die Neuerscheinungen aufbaut. Von dem einen oder anderen der hier präsentierten Romane und Sachbücher hatte Stübi gehört, aber ins Auge fiel ihm doch etwas Unbekanntes; ... ein kleines gebundenes Büchlein ... geschützt von einem überwiegend in den Farben weinrot und rosa gestaltetem Umschlag ... in der oberen Hälfte des Schutzumschlages ist die Silhouette einer Frau zu erahnen ... in der unteren Hälfte sind fernöstliche Schriftzeichen aufgedruckt ... dazu noch die Worte: Alessandro Baricco
SEIDE
Roman
Piper
Auf der Rückseite findet sich ein Zitat des Autors:
- Ich wollte eine Geschichte schreiben wie weiße Musik.
- Eine Geschichte, die klingt wie die Stille.
Wie so oft, genügte dieser erste flüchtige Eindruck, um Stübi dazu zu bewegen, ein Buch zu kaufen ... und er bezahlte ... und er ging aus der Buchhandlung ... und er setzte sich mit dem kleinen gebundenen Büchlein an den Fluß ... und er begann zu lesen ... knapp 130 kleine, ergreifende, melancholische, stille Seiten ...
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DIE GESCHICHTE:
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"Obgleich sein Vater eine glänzende Militärlaufbahn für ihn ins Auge gefaßt hatte, bestritt Hervé Joncour seinen Lebensunterhalt schließlich mit einem ungewöhnlichen Beruf, dem ironischerweise zudem ein so liebenswerter Zug anhaftete, daß er eine bestimmte weibliche Färbung verriet." (Alessandro Baricco, aus *Seide*, Kap. I)
Der Roman "Seide" entführt den Leser in die zweite Hälfte des 19. Jahrhundert. Der Protagonist der Geschichte - Hervé Joncour - lebt gemeinsam mit seiner jungen Frau Hélène im südfranzösischen Städtchen Lavilledieu. Hervé Joncour handelt mit Seidenraupen, die er in hauptsächlich in Ägypten und Kleinasien ankauft. Das Geschäft mit den wertvollen Seidenraupen ist einträglich, Hervé Joncour muß nur wenige Wochen im Jahr arbeiten und schafft es dennoch, erstaunlichen Wohlstand und hohes Ansehen zu erzielen.
Plötzlich und unerwartet werden die Seidenraupen in Europa von einer mysteriösen Epidemie (der Nosemaseuche) befallen. Die Krankheit der Seidenraupen breitet sich schnell bis nach Afrika aus, und letztlich werden sogar alle weltweit bekannten Aufzuchten unbrauchbar für die Herstellung von Seide. In dieser schier ausweglosen Situation trifft Hervé Joncour auf Baldabiou, den Sonderling des Ortes. Baldabiou erzählt Hervé Joncour vom fernen Japan, welches zu dieser Zeit für Ausländer nicht zugänglich ist. In Japan, da seien die Seidenraupen noch völlig gesund, dort solle Hervé Joncour doch sein Glück versuchen, meinte Baldabiou.
Und so wird Hervé Joncour das erste Mal in seinem Leben zum Abenteurer; er unternimmt eine anstrengende Reise fast um die ganze Welt. Er gelangt an den Hof des japanischen Edelmannes Hara Kei, der ihm nach einigem Zögern tatsächlich hochwertige Raupenlarven verkauft. Der Verhandlungserfolg ist überschattet von einer wundersamen Begegnung. Hervé Joncour erblickt "... eine Frau in einem orangefarbenen Kleid, deren offenes Haar auf die Schultern herabfiel ... Ihre Augen waren nicht asiatisch geschnitten, und ihr Gesicht war das Gesicht eines sehr jungen Mädchens." (Alessandro Baricco, aus *Seide*, Kap. XIX)
Auch wenn er die Frau nur kurz anblickt, auch wenn er kein Wort zu ihr spricht, so ist Hervé Joncour, von diesem Moment an nicht mehr derselbe, er ist irritiert und verstört ... Ein knappes Jahr nach dieser ersten Reise kehrt Hervé Joncour wieder nach Japan zurück. Wieder trifft er auf Hara Kei, wieder kauft er Seidenraupen, und wieder kommt es zu einer flüchtigen Begegnung mit der jungen Frau, wieder spricht er kein einziges Wort mit ihr ... doch am Ende dieser zweiten Reise gibt ihm die junge Frau eine kurze Botschaft mit auf den Heimweg - geschrieben in japanischer Kalligraphie ...
Zu Hause in Lavilledieu versucht Hervé Joncour verkrampft, sein gewohntes Leben fortzuführen. Niemand soll von dem kleinen zusammengefalteten Zettel erfahren, den er immer bei sich trägt, niemand soll sein Geheimnis lüften, niemand seine sehnsüchtigen Gedanken erahnen ... schon gar nicht seine Frau Hélène ... und so ist er besonders liebevoll zu Hélène ... und er unternimmt mit ihr eine Reise an die Riviera ... Wieder zu Hause in Lavilledieu bleibt die Botschaft der geheimnisvollen Frau noch lange Zeit in der Jackentasche von Hervé Joncour verborgen. Erst nach langem Zögern läßt er sich die japanischen Schriftzeichen übersetzen ...
Ein knappes Jahr später kehrt Hervé Joncour wieder nach Japan zurück. In Japan herrscht Krieg. Der Hof von Hara Kai ist verwüstet. Ein kleiner Junge führt ihn in ein Lager zu Hara Kei, und wieder kauft er Seidenraupen, und wieder kommt es zu einer (letzten) flüchtigen Begegnung mit der geheimnisvollen jungen Frau ... und am Ende kommt die Erkenntnis, daß er niemals wiederkehren wird ... daß sich seine Sehnsucht niemals erfüllen wird ... Die Larven, die Hervé Joncour auf dieser letzten Reise kauft, kann er nicht bis nach Hause bringen. Die letzte Reise dauert zu lange, und die Hitze des Transportes zerstört die Aufzucht. Diese Fahrt nach Japan, sie war ohnedies unsinnig gewesen, denn der französische Wissenschaftler Pasteur hatte die Ursache der geheimnisvollen Krankheit der Seidenraupen gefunden ... diese Reise nach Japan, sie war ohnehin nur durch die andauernd unerfüllte Leidenschaft des Hervé Joncour ausgelöst ...
Und Hélène ... die erwartet Hervé Joncour bei seiner Rückkehr mit Tränen in den Augen ... und sie erzählt ihm von all den schrecklichen Monaten des Wartens ... "Du warst tot.", sagte sie. "Und es gab nichts Schönes mehr, auf der Welt." (Alessandro Baricco, aus *Seide*, Kap. LI)
Nach seiner Rückkehr verändert sich Hervé Joncour zunehmend. Er wird noch stiller und melancholischer, als gewöhnlich. Er widmet sich der Gestaltung einer großangelegten Parkanlage und er spricht niemals über Japan oder Hara Kai oder die geheimnisvolle junge Frau ... Und Hélène - die Getäuschte, Belogene und Betrogene - und Hélène - die Liebende - spürt durch das Schweigen hindurch, was Hervé Joncour bewegt, was ihn verändert ...
Eines Tages erreicht Hervé Joncour per Post eine zweite Botschaft, geschrieben in japanischer Kalligraphie ... auch die zweite Botschaft bleibt lange Zeit in der Jackentasche von Hervé Joncour verborgen. Nach langem Zögern läßt er sich die japanischen Schriftzeichen übersetzen ... Hervé Joncour verändert sich zunehmend. Er wird noch stiller und melancholischer, als gewöhnlich. Seine Frau Hélène stirbt ... Jahre später erfährt Hervé Joncour (und der Leser) das Geheimnis, das sich hinter den beiden Briefen - geschrieben in japanischer Kalligraphie - verbirgt. Er verbringt seinen Lebensabend zurückgezogen in seinem Park.
"An windigen Tagen ging er bisweilen zum See hinunter und sah stundenlang hinaus, denn es schien ihm, als zeichne sich auf dem Wasser das unerklärliche, schwerelose Schauspiel dessen ab, was sein Leben gewesen war." (Alessandro Baricco, aus *Seide*, Kap. LXV)
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FAZIT:
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Eine Geschichte, die klingt wie Musik, die klingt wie die Stille wollte Alessandro Baricco nach eigenem Bekunden schreiben. Ich finde, daß ihm dieses beeindruckend gelungen ist. In vielen Momenten erinnert mich der Aufbau des Romans in der Tat an eine klassisch komponierte Symphonie in der Tradition großer Romantiker wie Schubert oder Schumann. Wie die romantische Musik, so lebt auch der Text von Baricco von immer wiederkehrenden Wiederholungen und den Variation einzelner Erzähl-Linien. So werden beispielsweise die verschiedenen Reisen von Hervé Joncour nach Japan immer wieder ähnlich begonnen und enden dann doch jedes Mal in einer anderen "Erzähl-Melodie" - bis hin zu den beklemmenden Schilderungen des zerstörerischen Krieges.
Die Sprache von Alessandro Barrico bleibt im ganzen Roman angenehm zurückhaltend und in der Tat leise und wenig spektakulär im angenehmsten Sinne. Der Text fließt angenehm in die Augen und bleibt stets leicht nachvollziehbar. Der Text umkreist in kurzen Kapiteln das Kernthema der unerfüllten Sehnsucht und dem damit verbundenen Vertrauensbruch. Gerade durch die immer wiederkehrenden Variationen erfordert der Text einen wachsamen Leser ... zu schnell gehen sonst die kleinen vibrierenden Klangfarben einzelner Worte und Sätze verloren ... Alessandro Baricco zeigt sich in "Seide" als Autor, der in der Lage ist, eine Geschichte zu erzählen. Sein Stil ist eher nüchtern, distanziert. Baricco beobachtet, er bewertet nicht - das überläßt er dem Leser.
Alessandro Barrico schafft es (d.h. zumindest bei mir) Interesse für die altmodische Art der Seidenherstellung in Frankreich zu erzeugen, er gewährt einen tiefen Einblick in die längst vergangenen Sitten und Gebräuche Japan´s - aber in erster Linie gestaltet Alessandro Baricco mit seinem Roman "Seide" eine große, sinnliche, tiefgründige und entlarvende Liebesgeschichte ... ohne übertriebene Rührseeligkeit und falsches Pathos ... mit einem unerwarteten Ausgang. Ich weiß nicht, ob Marcel Reich-Ranicki mir zustimmen würde, aber ich denke, daß "Seide" ein absolut schönes, nachdenklich stimmendes und somit sehr empfehlenswertes kleines Buch ist - sehr empfehlenswert für Liebende und andere Träumer ...
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DER AUTOR:
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxAlessandro Baricco wurde 1958 in Turin geboren, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Er studierte Philosophie und Musikologie. Erste Erfahrungen als Autor sammelte Alessandro Baricco bei großen italienischen Tageszeitungen. Er veröffentlichte Musikkritiken und Essays über Musik. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller hat er eine Fernsehliteratursendung ("Pickwick") geleitet und moderiert. Zur Zeit unterrichtet er an der von ihm mitbegründeten Kreativitätsuniversität "Scualo Holden" Menschen, die wi er Schriftsteller werden wollen.
Bisherige Veröffentlichungen in Deutschland (nach meiner Kenntnis): 1997 "Seide" - Roman, Piper Verlag
1998 "Land aus Glas" - Roman, Piper Verlag
1999 "Hegels Seele oder die Kühe von Wisconsin - Nachdenken über Musik" - Musikessay, Piper Verlag
1999 "Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten" - Erzählung, Piper Verlag
2000 "Oceano Mare - Das Märchen vom Wesen des Meeres" - Roman, Piper Verlag
2000 "City" - Roman, Carl Hanser Verlag
Alessandro Baricco zählt zu den wenigen Bestseller-Autoren der Literaturszene. Mit "Seide" schaffte er den internationalen Durchbruch. Seine Werke werden weltweit übersetzt, seine Veröffentlichungen sind mit zahlreichen internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet worden. Die Erzählung "Novecento" wurde bereits erfolgreich verfilmt, "Seide" soll demnächst folgen.
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EPILOG:
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Knapp 130 kleine, ergreifende, melancholische, stille Seiten hatte Stübi in kurzer Zeit gelesen ... er blieb noch eine Weile am Fluß sitzen ... dann ging er wieder in Richtung seiner feiernden Kollegen ... der Tag war nicht mehr ganz so unerträglich, denn Stübi hatte etwas einzigartiges erlebt ... er war kurz in Japan gewesen ... und er hatte viel gelernt ... von Seidenraupen ... von der Untreue ... von der Sehnsucht ... von den Irrwegen der Liebe eben ... Vielleicht hat es ihm ja an einer der folgenden Kreuzungen seines Lebens geholfen ... wer weiß ...
P.S.: Alessandro Barrico´s Roman "Seide" wurde von Karin Krieger aus dem Italienischen übertragen. Es ist erstmals 1997 erschienen, im Piper Verlag GmbH, München.
Als Hardcover (ISBN 3-492-04260-0) kostet es DM 20,00
Als Taschenbuch (ISBN 3-492-22822-4) kostet es DM 14,90. Mein Fazit zu Alessandro Barrico's Sprachgestaltung, Erzählstil etc. bezieht sich auf die deutsche Ausgabe des Textes. Ich gehe aber davon aus, daß Karin Krieger den Roman sehr sorgfältig übertragen hat.
Mittlerweile hat der Piper Verlag parallel zu der Übersetzung von Karin Krieger eine weitere deutsche Übersetzung veröffentlicht. Warum bleibt mir letztlich schleierhaft.
P.P.S.
Als Quelle für diesen Artikel dienten mir vor allem die Klappentexte der Bücher von Allessandro Barricco. Ein paar Gedanken lieferte mir wohl auch ein Interview mit dem Autor, welches in der ZDF-Fernsehsendung "Aspekte" ausgestrahlt wurde, wann dies genau war, kann ich leider nicht mehr sagen.
11.06.2010 14:27
Auch mich hat dieses Buch tief bewegt. Einen wunderbaren Bericht hast Du da damals geschrieben!
08.02.2007 15:24
Wunderschöner Bericht wie ich finde. Da wurde mir schon beim Lesen ganz melancholisch ums Herz.... und somit wird meine Amazon-Liste noch ein bisschen länger *seufz* ;-)) glG Minya P.S. Ich hoffe übrigens auf weitere tolle Buchberichte, denn du hast einen sehr schönen Schreibstil
25.03.2006 00:25
Ehrlich gesagt hat mir die Anekdote über Stübi am Anfang noch am besten gefallen. ;-) Nicht, dass Dein Buchbericht schlecht ist, aber ich finde, die Faszination dieses Buches ist unmöglich in einer Inhaltsangabe zu vermitteln. Die Atmosphäre zwischen den Zeilen - vielleicht erschließt sie sich einem nur in der eigenen Lektüre?