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Die Kinder Gottes "Warnung!"+update

1  08.11.2005 (21.11.2005)

Pro:
mir fällt nichts ein !

Kontra:
Wo soll ich anfangen !

Empfehlenswert: Nein 

Langenscheidt

Über sich:

Mitglied seit:06.11.2005

Erfahrungsberichte:19

Vertrauende:1

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Teil 1(Der Gottesdienst)############################

Hallo Leute,

ich weiß nicht wie die meisten von euch sich einen Bericht über eine Sekte wünschen, aber hier möchte ich euch einen Bericht hinterlassen über eine Sekte in die ich geboren wurde.

Ich hatte das Glück mit 12 Jahren aussteigen zu können viele andere Kinder haben dass nicht.(ist ein paar Jahre her.)

Hier ein paar allgemeine Fakts/Anschauungen der Sekte:

Alltag:

Mit Sonnenaufgang muss man aufstehen, oder nicht wesentlich später.
Die erste erlaubte Handlung des Tages ist , sich neben dem Bett hinzuknien und zu bete.

Das Frühstück muss bescheiden und billig sein, dabei wird von der gesamten Familie ein privater Gottesdienst abgehalten.
Mit Gesang, lesungen aus der Bibel und Gebet.
Das wird manchmal auch separat erledigt.

Dannach geht man zur Schule/Arbeit
Dazu muss ich erwähnen, dass den meisten Mädchen verboten wurde am Sportunterricht (die Mädchen müssten Hosen tragen oder man könnte ihnen unter den Rock schauen)und am Sexualkundeunterricht teilzunehmen.

Mittagessen (und Hausaufgabenzeit):
wurden wie alle Malzeiten von Gebeten Gesängen und Bibellesungen begleitet.
Dannach mussten alle Aufgaben rund um den Haushalt erledigt werden. Strikt getrennt Weiblich/Männlich, im Haus/ausßerhalb des Hauses.

Nach dem Abendessen wurde wieder ein privater Gottesdienst abgehalten. Oft ging man aber auch zu offenen Gemeidegottesdienst.
Oder man ging zu "Ungläubigen" die man kannte um sie zu bekehren. Diese Handlung war nur Gläubigen vorbehalten die fest im Glauben standen.

Am Wochenende befand man sich fast durchgehend von Freitag abend bis Sonntag abend in den Gemeinde Gottesdiensten.
Mit folgendem "offiziellem" Wöchentlichen Terminplan.

Montag: 19:00 - 21:00
kleiner allgemeider Gottesdienst

Mittwoch: 19:00 - 21:00
Singstunde

Dienstag u. Donnerstag: 18:30- 20:00
Gebetsstunde

Freitag:ab 19:00 -
Große Versammlung

Samstag: ab 10:00
10:00 - 12:00 Kinder und Gebetsgottesdienst
14:00 - 16:00 Gesangs-/ Gebetsgottesdienst in den auch Ungläubige zur Rekrutierung eingeladen werden durften.
ab 19:00 Große Versammlung mit anwesenheitspflicht.

Sonntag: ab 09:00

09:00 - 10:00 Kindergottesdienst (ab 2Jahre)
10:00 - Große Versammlung ( die Kinder bleiben dabei!)

Es ist anzumerken dass es wärend der Gottesdienste einige Vorschriften gab (die auch für die kleinsten galten)
Man durfte wärend des Gottesdienstes nichts essen oder trinken, auch wenn er mal bis mitten in die Nacht ging.
Auf die Toilette durfte man auch nicht (es gab im Gemeindehaus gar keine!).
Direkt vor oder nach einer Versammlung war es verboten sich über Alltagsprobleme zu unterhalten oder sich zu amüsieren.
Unruhige Kinder mussten vor dem Gemeidehaus von den Müttern "gerügt" werden.
Das schlagen von Kindern wurde dort als legitime Erziehungsmasnahme verstanden und sogar als "Liebe" verkauft.

Alle Gläubigen waren dazu aufgefordert , regelmäßig Fürbitten für sich oder andere zu äußern.
Fürbitte hieß: öffentliche Beichte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Dabei wurden dann Dinge wie "Ich war wütend auf meinen Chef, weil der mich gefeuert hat." gebeichtet.
Oder bei Kindern: "Ich habe meinen Eltern nicht gehorcht, betet für mich damit Gott hilft besser zu gehorchen." waren sehr beliebt.

Beim Verlassen des Gotteshauses wurden regelmäßig Spenden erwartet, die die Miete oder den Kauf des Gotteshauses finanzieren sollten.
Ach ja, die Bücher!!!!!!!!!!!
Es lagen auch immer Bücher (teure Schwarten triffts wohl eher) aus, die zu erwerben wurde immer wärmstens empfohlen.

So jetzt habt ihr einen groben Überblick über den Alltag der Gemeide Gottes und ich habe Kopfschmerzen.
Wenn jetzt einer zu meckern gedenkt, weil ich meinen Bericht splitte:

Bei dem was noch kommen wird, ist es niemandem zuzumuten alles auf einmal zu lesen!!!!!!!!!!!!


Passt auf euch auf!

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Teil 2 (Die Wankelmütigen)


Die Wankelmütigen:

sind nach der Definition der "Kinder Gottes" , Individuen die zwischen dem Glauben (penible befolgung der Gemeindegesetze) und der Welt der Ungläubigen (einem normalen Leben) pendeln.

Die "Gemeide Gottes"/"Kinder Gottes" ist der Auffassung das diese Personen schlimmer sind als die Ungläubigen.
Sie werden mit ziemlich unerbittlichem Hass überschüttet.
Was ein Wiederspruch zu ihrem Gesetz ist: "Liebe deine Feinde". (Falsche Freunde werden da wohl nicht eingeschlossen.)

Nach der Lehre der Gemeinde erwartet die Wankelmütigen, am Tage des Gerichtes( Ende der Welt), eine schlimmere Strafe als die bösartigsten Verbrecher.

Da wird sich mancher Fragen was den die "Gemeinde Gottes" unter "Wankelmut" versteht.

1)Der Gläubige: der sich nicht regelmäßig an den Versammlungen und Fürbitten beteiligt.
Er/Sie muss damit rechnen von den Ältesten, besonders Angesehenen Mitgliedern der Gemeinde oder auch der Familie in die Mangel genommen zu werden.
Die Anschaffung eines Fernsehers wird als "Alarmsignal" des Wankelmuts gesehen und verursacht fast schon einen Skandal.
Viel Schlimmer wird das Lesen "Gottloser Schriften" empfangen.
In meinem Fall waren es "Wendy"-Hefte, die dazu führten dass ich mir eine Tracht Prügel einfing.
Besucht ein Gemeindemitglied mit Freunden eine Kneipe , gilt er für den Glauben als "fast verloren".
In meinem Fall war es ein Liebesbriefchen einer 12- Jährigen, an einen Klassenkameraden.
Da sich zu "meiner Zeit" solche "Vorfälle" unter den Jugentlichen häuften, wurde beschlossen eigene "Gemeindeinternate" aufzubauen.
Manche Eltern verboten ihren Kindern den Schulbesuch, weil dies ein "viel zu sündiger Ort" war.
Auch wenn die Gesetze des Deutschen Staates eine Schulpflicht angeben, so wurde es als selbstverständlich angesehen das "der Glaube" Vorrang hat.
Staatliche Sanktionen oder Haftstrafen (die sich einige Eltern einfingen), wurden als "Prüfung von Gott die zum wahren Glauben führt" relativ ungerührt in Kauf genommen.
"Das Erleiden von Prüfungen" durch Staatliche Institutionen oder Ungläubige Personen, wurde mit falscher Demut und Schweigen kommentiert.
Trotz allem war es gleichzeitig ein hervorragender Grund über die Welt der Ungläubigen zu wettern.
Beispiel:
"Gott verhindert nicht , dass wir dies erleiden müssen damit wir im Glauben wachsen.
Doch am Tage des Gerichtes wird Gott sie für alles strafen."
(so ähnlich jedenfalls).

2) Die Zweite Gruppe der Wankelmütigen, waren die potentiellen Neueinsteiger.
Wenn ein "Kind Gottes" z.B. einen Arbeitskollegen o.ä. soweit bearbeitet hatte dass er zum ersten mal an einer Versamlung teilnahm, standen ihm dannach die "Vertrauenswürdigsten" Mitglieder der Gemeinde "zum Gespräch" zur verfügung.
Es wurde erwartet dass der Neuling, dies auch in Anspruch nahm und innerhalb kürzester Zeit seine Lebensweise den "Gemeindegesetzen" anpasste.
War der Neuling da nicht schnell genug, galt er bald als "Wankelmütiger" und bekam das auch zu spüren.
Aber auch das "Kind Gottes" das die Rekrutierung in die Wege geleitet hatte musste sich manchmal fragen lassen, ob es denn nicht zu viel Umgang mit Ungläubigen hätte.


Dieser Teil ist sicher schwer zu verstehen, vor allem wenn man daran denkt dass es sich dabei meistens um Erwachsene Menschen handelt.
Das Gefährliche an diesen Anschauungen ist, dass die Gemeinde niemals aufgibt.
Es ist unmöglich Kontakt zu einem Gemeindemitglied (hier meine Mutter) zu halten ohne dass ein halbes dutzend anderer Mitglieder mit anwesend ist. Die dann dafür sorgen dass es nur ein Gesprächsthema gibt: "Meine Rückkehr in die Gemeinde!"
Ein völliger Kontaktabbruch, war nur durch "unbekannt verzogen" möglich.
Ihr könnt euch sicher vorstellen das ich diese Möglichkeit "dankbar" in anspruch genommen habe als ich erfuhr dass ich schwanger bin.
Obwohl ich nie von Gewaltsamen Rückholaktionen gehört habe, war es mir viel zu riskant meine Tochter so einem Risiko auszusetzen.

Die gerne zur Schau getragene Sanftmut, Demut (Stolz ist sünde!) und Hilfsbereitschaft ist eine Fasade, die bei einem rücksichtsvollen Menschen auch gerne als Druckmittel eingesetzt wird.
Prinzip: "Ich leide und bete für dich, bis du in den Schoß der Gemeinde zurückkehrst."
Das "leiden und beten" wird gerne mal mit einem Hungerstreick bekräftigt.

Nicht jeder der hilflos tut, ist auch so.

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Teil 3 "Die Heirat"

Hallo erstmal,
Heute möchte ich euch davon erzählen, wie sich die "Kinder Gottes", eine Verlobung und Heirat vorstellen.

Vorneweg, in der Gemeinde der "Kinder Gottes" wurde propagiert, dass Mädchen von ihrer Mutter und Jungs von ihrem Vater "aufgeklärt" werden sollten.
Da aber das Timing nicht immer stimmte, kam es schon mal vor das junge Mädchen in Ohnmacht vielen, weil sie dachten sie würden verbluten.

Ein paar Wochen bevor ich mich vom Acker machen konnte(ich war bereits in der Pubertät und aufgeklärt 12J), durfte ich an einem "Elterngottesdienst" teilnehmen, um auf eine zukünftige Ehe vorbereitet zu sein.
In diesem Gottesdienst wurde allen Eltern noch einmal in Erinnerung gerufen, wie sie die Sittlichkeit ihrer Kinder erhalten.
Gleichzeitig durften einige pubertierende Jugendliche anwesend sein, die lernen sollten wie man idealerweise eine Ehe beginnt.
Dabei stellte man sich das ganze folgendermaßen vor:
1)Mädchen dürfen nie den Anfang machen.(Sie durften nicht einmal mit einem männlichen Wesen ab der Pubertät alleine reden, wenn sie nicht verwandt waren.)
2)Sollte ein Junger Mann, auf die Idee kommen ein bestimmtes Mädchen heiraten zu wollen (ersatzweise die Eltern), so hat er zu seinem Vater oder zu einem anderen männlichen Verwandten zu gehen und mit ihm darüber zu "reden".
Stimmt dieser Verwandte im groben zu, wird das ganze im Familienrat diskutiert.
In dieser Zeit muss der Junge Mann täglich beten und Gott um ein Zeichen bitten, dass seine Entscheidung "Gottgefällig" ist.
Stimmt der Familienrat zu, wird das Ganze zum Gemeinderat getragen.
Mit Gebeten und Fasten muss der Arme Kerl jetzt auch dem Gemeinderat, beweisen dass es ihm damit ernst ist. (Wenn dass die Idee der Eltern war ist das besonders heikel, denn es wird absoluter Gehorsam gegenüber den Eltern erwartet.)

Die Prozedur bisher hätte ca. 3-6 Monate gedauert, dabei wird penibel darauf geachtet dass sich die beiden nicht begegnen, geschweigen denn unterhalten.
Auch wäre interessant zu erwähnen das das Mädchen bis zu diesem Zeitpunkt, gar nichts von ihrem "Glück" weiß.

Ist der Gemeinderat erst einmal überzeugt, wird das Mädchen zum Gemeinderat "vorgeladen" und davon in Kenntniss gesetzt, dass sie geheiratet werden darf.
Dann ist sie an der Reihe mit beten und fasten. Dies mit der Vorgabe, Gott um ein Zeichen zu bitten ob sie dieser Heirat zustimmen soll.
Im groben entspricht ihre Tortour, die des jungen Mannes nur Umgekehrt.(Dabei hat sie eigentlich keine Wahl, es sei denn es sind zwei Kerle gleichzeitig im anmarsch.)
Ist dieses Prozedere endlich beendet, darf der junge Mann mit seiner Familie einen Besuch bei der Familie des Mädchens machen.
Das wird dann als "Privater Gottesdienst" veranstaltet, dabei hat der junge Mann dann die Gelegenheit bei den Eltern des Mädchens um ihre Hand anzuhalten.(Ausnahmsweise darf niemand anderer zugegen sein.)
Dannach artet das Ganze in eine Vorverlobungsparty aus. Da das zukünftige Brautpaar bis jetzt noch kein Wort mit einander gewechselt hat , werden 5min. arragiert.
Dabei darf er ihr dann endlich unter vier Augen den Heiratsantrag persönlich stellen.
Die darauf folgende Verlobungszeit dauert ca. 1 Jahr. Dabei hat dass Brautpaar Zeit sich seinen zukünftigen Haushalt aufzubauen. Trotzdem dürfen sie sich nur in Begleitung (Anstandswauwau)mit triftigem Grund treffen.
Da Alkohol in der "Gemeinde Gottes" ein absolutes Tabu ist, wird es euch sicher schwer fallen sich eine solche Hochzeitsfeier vorzustellen. Das Händchenhalten vor dem Priester ist übrigens der erste mal dass sich die beiden berühren dürfen.
Genauso wie man da keinen Alkohol sehen würde, genausowenig würde man dort den Satz zu hören bekommen: "Sie dürfen die Braut jetzt küssen!"
(So was unanständiges macht man nicht vor anderen Leuten, schon gar nicht vor so vielen!)

Vor ein paar Tagen habe ich erfahren dass mein kleiner Bruder (19J) zur Zeit diese Prozedur durchmachen muss. Ich kann euch aber leider nicht sagen in welchem "Stadium" der Prozedur er sich befindet.
Hiermit also mein Beileid an meinen kleinen Bruder!

Ich glaube in der Katholischen Kirche war es nicht einmal im Mittelalter so kompliziert.

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Teil 4 (Sonderbares)

Obwohl ich mir in den vergangenen Tagen, viel Mühe gegeben
euch diesen Verein zu erklären, habe ich immer noch das Gefühl nicht zu wissen wo ich anfangen oder weitererzählen soll.

Zu den Sonderbarheiten der "Gemeinde Gottes" gehören gewisse Ähnlichkeiten zu anderen Sekten.
Obwohl die "Gemeinde Gottes" wie alle Sekten, die "Alleinherrschaft" über die Wahrheit beansprucht, gab es Kontakte zu anderen Sekten.
Da ich diese Sekten nie persönlich kennengelern habe, kann ich auch nicht genau sagen, von wem was (in welchen Teilen) übernommen wurde.
Ich weiß aber mit sicherheit das es Kontakte zu den Amish - People in Kanada und den USA gab.
Außerdem zu den Babtisten: wobei es mir immer vorkam als wären diese "Beziehungen" von einer gewissen "Hassliebe" geprägt.
Die Kontakte zu den "Zeugen Jehovas", "Neuapostolischen Gemeinde", und einigen anderen Gemeinden waren eher spärlich.
Sie bestanden hauptsächlich darin, dass man sich zusammensetzte und die Unterschiede in den Glaubenstheorien diskutierte.
Die Themen dieser Diskussionen nahmen oft sehr skurrile Formen an.
Da wurde manchmal darüber diskutiert, wessen Bibelübersetzung die Glaubwürdigste ist (Luther/ Elbersfelder).
Da wurden die "Auslegungen" einzelner Sätze der Bibel diskutiert.
Hin und wieder sogar über die unterschiedliche schreibweise der Wörter in den gleichen Textpassagen der Bibeln .... etc.!

Entschuldigt bitte dass ich hier keine Beispiele nenne, aber ich habe seit Jahren keine Bibel angerührt und viel von dem was drin steht vergessen!

Bei den Gemeindeinternen Disskussionen, gab es auch so seltsame Themen wie : Dürfen Mädchen sich beim frisieren einen Ponny schneiden lassen?(Nein!)
Farbige und auffällige Kleidung soll abgeschafft werden.(Amish)
Wie sollte sittsame Kleidung aussehen?
Sollten Frauen beim beten ein Kopftuch tragen?(Ich weiß nicht ob sie das auch in ihren Alltag eingeführt haben)
Wie sollten Kinder sich in der Schule verhalten, wenn sie am Sexualkundeunterricht oder Sportunterricht teilnehmen sollen?(Verweigern!)
Darf man bei Krankheiten zum Arzt gehen, oder soll man Gott nehmen lassen was Gottes ist?(Im klartext "Lassen wir doch einen Kranken krepieren, der gehört ja eh Gott")
u.s.w.

Zu den seltsamsten, und in nachhinein beängstigsten Ereignissen in der Gemeinde, gehören die Besuche von "Daniel Law".
Ich kann keine Garantie dafür übernehmen das der Name dieses Mannes echt ist.
Jedoch habe ich einige Jahre nach meinem Ausstieg in der Gemeinde nach diesem Mann mal gefragt.
Mir gegenüber wurde er verleugnet, aber diese Leute waren schlechte Lügner.

Was ich über "Daniel Law" weiß:
-Kannadischer Staatsbürger
-derzeit vermutlich ca. 65 Jahre
In der Gemeinde veröffentlichte er in einem Buch seine "Beichte", über sein Leben "bevor er zum wahren Glauben fand"(Ich musste die Kaschemme lesen!)
Dieser Biografie zufolge ist er Sohn von Gläubigen Eltern der in der Drogensucht versank (kein Wunder wenn ihr mich fragt.).
Seine Abhängigkeit galt dem Heroin, "dieser Teufel" zwang ihn zu so höllischen Taten wie Diebstahl und er war ja ganz unten.
Bis er an einem Heiligabend für 2 kg Heroin eine kleine Familie (mit einem ca 2 jahre altem Kind) tötete.
Über das Gefängniss kam er von den Drogen los. Und dank der "Gnade Gottes" war dieser Aufenthalt recht kurz ...!

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern was da noch alles drin stand. Aber er wurde er wurde in der Gemeinde dafür bewundert dass er aus so einem Sündigen Leben, ein gottesfürchtiges gemacht hat.
Seine Predigtentage waren immer die größten Feste, und dauerten bis zu 16 Stunden(in denen er nur geredet hat.)
Ehrlich gesagt halte ich diese "Biographie", nicht für glaubwürdig. Denn dieser Typ erinnert mich im nachhinein an eine Mischung aus "Hannibal Lekter" und dem "Merowinger".
Es würde mich in keinster Weise überraschen wenn dieser Typ, nur ein findiger Betrüger ist der die Leute da ausnimmt.

ZUSAMMENFASSUNG

Abschließend möchte ich noch einige Warnhinweise hinterlassen.
1)Eine Sekte kommt nur zu dir wenn es dir schlecht geht!
2)Sie verlangt von dir dass du dein Leben komplett änderst.
3)Sie verlangt von dir dass du ihre Gesetze genauestens befolgst.
4)Sie redet dir ein dass du ein schlechter Mensch bist wenn du nicht zu ihnen gehörst.
5)Dein Wunder Punkt ist ihre Stärke.
6)Es wird von dir verlangt dass du für den "Glauben" alles aufgibst. Nicht nur Geld/Familie vor allem aber dich selbst.
7)Sie drehen dir das Wort im Munde um! (Da kann kein Anwalt mithalten!)
8)Ihre Argumente wiedersprechen sich, was sie aber nicht einsehen.
9) Sie versuchen mit allen Mitteln dir Angst zu machen, wenn du aussteigen willst.
10) Für einen Monat in einer Sekte braucht man ca. 1 Jahr, um diese Ereignisse halbwegs einordnen zu können.


Am 15.11.2005 habe ich mein 12jähriges Ausstiegsjubiläum.
Es würde mich freuen, wenn ihr diesen Bericht weiterempfehlen würdet.
Vielleicht kann damit verhindert werden, dass der eine oder andere auf so eine Truppe hereinfällt.

LG
Langenscheidt

Update: Auf Anfrage einiger Leser füge ich hier noch einige Infos an, die die Kontaktaufnahme der "Gemeinde Gottes"
näher erläutern.

1)Es werden keine Traktate(Faltblättchen zum Gottesfürchtigen Leben) auf offener Straße verteilt.

2)Sie suchen den persönlichen Kontakt am Arbeitsplatz, in der Schule manchmal auch durch Zufallsbegegnungen.(Traktate werden erst beim 2 ten oder 3 Besuch mitgebracht.)

3)Man erkennt sie eigentlich leicht an ihrer Kleidung, die immer sehr altmodisch wirkt. In Gewisser weise erinnert sie an die Kleider vorschriften der Babtisten.

4)Frauen sind ihr primäres, Opfershema. Dabei legen sie wert darauf bei ihrer Missionierung kein öffentliches aufsehen zu erregen. Alleinstehende Personen werden beforzugt in Angriff genommen.

5)Persönliche Probleme des "Opfers" werden, fast als Einladung zum bekehren verstanden. Man verspricht ihnen die Lösung all ihrer Probleme.

6)Es gibt kein potentielles Gesprächstema, dass man mit ihnen Führen kann, außer dem Glauben.

7)Sie haben immer recht. Jemandem der sowieso die "Kacke am Dampfen hat" erscheinen sie vieleicht sogar logisch. Ohne dass die daraus entstehenden Konsequenzen wahrgenommen werden.

8)Ältere Personen werden von Altenpflegerinnen der Gemeinde, besonders gern bearbeitet. Was damit direkt bezweckt kann ich nicht sagen, weil ich es nicht weiß.

9)Besucher eines Gemeinde-Mitgliedes, werden gerne mal in den Mittelpunkt einer Glaubensdiskussion gestellt.

10)Amtspersonen gegenüber verhalten sie sich, sehr zurückhaltend. Sie werden vom Grundsatz her als Gefahr für die Gemeinde wahrgenommen.

11) Sehr auffallend ist die subtile vorgehensweise; d.h. wenn jemand versucht ein Gemeindemitglied zu entfremden, wird kurzerhand der Spieß einfach umgedreht.

12) Das Spiel, "Ich hab dir geholfen, jetzt musst aber auch an Gott glauben!", ist sehr beliebt und wird in den Verschiedensten Versionen immer gern gespielt.

LG
Langenscheidt
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
keinname145

keinname145

12.09.2010 11:34

das verletzt mich sehr ich bin 13 bin froh über meine religion die zeugen jehova.es stimmt überhaupt nicht das mädchen nicht an dem sport und sexual- unterricht teilnehmen dürfen. ich selbst bin ein mädchen ich bin in einem karate sportclub und ich bete ja, aber ich bete für meinen grossvater der an alkohol zigaretten und drogen gestorben ist... meine religion sagt mir alles positive über das leben. ich bin nähmlich ein 13 jähriges mädchen und bin nahe an den tränen wenn ich so was lese über meine religion ich liebe meinen gott über alles und kann einfach nicht glauben das es leute gibt die ihn hassen er beschützt uns alle und nur dank ihm sind wir am leben er hatt uns erschaffen oder denkt ihr wir sind aus dem nichts geboren...????? grüüsse samantha^^(13)

Ibizagirl

Ibizagirl

23.06.2009 20:41

Ich habe gerade das Buch "Nicht ohne meine Schwestern" gelesen, auch ein Erfahrungsbericht über diese Sekte. Ich bin erschrocken und entsetzt, wie grausam Menschen sein können. Ich gratuliere dir zum Ausstieg und hoffe das du und deine Tochter nun ein angenehmeres und "normales" Leben führen könnt. Liebe Grüße Sonja

angelohnx

angelohnx

17.08.2007 14:08

ich kann dich voll udn ganz verstehn, udn glaube es dir. sei froh das du draußen bist.

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