Ich trete den Urlaub mit Füßen !
12.03.2006
Pro:
Es macht Spaß ohne Ende
Kontra:
schlecht, wenn man keine Idee hat .
Empfehlenswert:
Ja
 steppes45
Über sich:
Bin ab 22.05.2013 im Urlaub :-) ...
Mitglied seit:03.08.2005
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Damit alles nicht so langweilig wird, werde ich zu jedem Läufer einen kleinen Bericht dazu schreiben. Zu Bild 1.)Auf der Suche nach irgend etwas anderem dachte ich mir so,eigentlich könntest Du einmal einen Teppich knüpfen. Gedacht , und schon ging erst einmal die Aussucherei los, denn er sollte ja ein bestimmtes Maß haben, damit ich ihn dann irgendwo hinlegen konnte.Die Eltern von meinem Schwager hatten ein Handarbeitsgeschäft und so wurden einige Kataloge gewälzt, bis wir den richtigen für uns gefunden hatten. Maße : 2,40 x 1,50 m . Das Paket kam, aber jetzt kam erst einmal ein Problem, denn wo bitte sollte man dieses große Teil denn knüpfen ? Über den Tisch legen wäre vielleicht noch gegangen, aber er wird ja immer schwerer und die Hin - und Weglegerei war ja nun auch nicht das gelbe vom Ei, aber da half uns mein Schwiegervater. Er bastelte uns ein Gestell aus Holz, ähnlich wie einen Sägbock, zum Zusammenklappen und mit Holzlatten obendrauf, in die wieder in Abständen der Knüpflöcher Nägel eingeschlagen waren. Wir mußten die Vorlage nun nur noch einhängen, konnten sogar zu zweit daran sitzen, da mein Mann auch Spaß daran gefunden hatte und so saßen wir abends einträchtig nebeneinander um die Wette knüpftend,nach dem Motto : wer zuerst in der Mitte ist. Wir brauchten zu zweit ungefähr ein halbes Jahr für diese Größe, da man ja auch noch anderes zu tun hatte, aber die Arbeit hat sich gelohnt, denn der Teppich liegt immer noch bei uns, nicht mehr so flauschig, aber sonst in Ordnung. Ca.dreißig Jahre haben ihm nichts ausgemacht. Kurze Anleitung : Der Knoten, den wir knüpften , heißt Ghiordes - Knoten. Dabei fängt man links an und mit der dem Farbfeld entsprechenden Farbe durchsticht man mit dem Knüpfhaken den unteren Querfaden des Grundgewebes.Da sich der Haken öffnet, wird der zugeschnittene Wollfaden eingelegt und mit der linken Hand festgehalten. Den Knüpfhaken zieht man wieder zurück, der Faden kommt mit und 2/3 des Fadens müssen nun unten liegen, wobei man den kürzeren nach links legt. Der Knüpfhaken wird danach unter dem oberen Querfaden des Gewebes geschoben, wobei man den längeren Wollfaden in den geöffneten Haken legt und den Haken zurückzieht. Schon ist der Knoten fertig.Für die Umrandung, dafür ist Wolle am Stück mit in einem Paket, schlägt man den Stramin so ein, daß zwei Kästchen zum Umstechen da sind. Angefangen wird bei der letzten Knotenreihe, wobei man aber nicht nur in jedes Kästchen, sondern auch zwischen die Parallelfäden sticht.Den restlichen Stramin schneidet man danach ab. Wenn man das so liest, dann erscheint es ein wenig kompliziert zu sein, aber am allerbesten ist es, wenn man es einfach Schritt für Schritt gleich nachmacht, denn nach einem kleinen bißchen Geduld geht alles in Fleisch und Blut über.Als der große fertig war, folgten noch einige kleine Läufer, die die Maße 0,70 x 1,0 m hatten. Dieses Material habe ich mir dann bei Aldi geholt und ganz schön Geld sparen können, denn für diese Größe habe ich für ein Paket , Gewebe, zugeschnittene Wollfäden und Knüpfnadel, ca 15,00 DM bezahlt. In € weiß ich es jetzt leider nicht, aber diese Knüpfpakete gibt es immer noch. Nachdem meine Kinder jeder einen zu irgendeinem Geburtstag oder so geschenkt bekommen hatten, bei mir auch schon einige dieser Art herumlagen, wurden mir die fertigen Muster einfach zu langweilig und da immer etliche Wollfäden übrigblieben , ich mich aber nicht von ihnen trennen konnte, beschloß ich, selbst Muster zu entwerfen. Die Idee war da, aber wo bekommt man denn den Stramin her ? Viel Geld ausgeben wollte ich nicht und bei uns in der Stadt war keiner zu
Bilder von Selbstgeknüpfte Läufer
bekommen.Meine übiggebliebenen Wollfäden waren wohl recht viele, aber in allen möglichen Farben, so daß mit ihnen eigentlich nur alles kribbelbunt werden konnte, was ich ja auch nicht wollte. Und nun ? Ganz einfach, ich beschloß das obige Motiv zu knüpfen, denn da waren schon einige Farben zu verbrauchen und als Aldi die nächsten Läufer im Angebot hatte, aber ich mir die Pakete herausgesucht, in denen Farben drin waren, die ich für meine Entwürfe brauchen konnte. Das Aufzeichnen auf dem Stramin war gar nicht so schwierig, da ich ja beim Knüpfen ab und zu geben konnte, zumal es ja nicht auf eine Reihe ankam.Zu Bild oben : Auf das Motiv bin ich gekommen, weil ich erstens die Bilder, die in der Dom. Repuplik so gemalt werden, farblich sehr schön finde und zweitens, weil es mir nicht sehr schwer erschien. Naja, so ganz einfach war es nicht, aber so wie er geworden ist, gefällt er mir dann doch.Kleiner Bericht dazu :1994 flogen wir nach Punta Cana . Wir hatten ein Glückshotel bei air marin gebucht. 45 Minuten vom Flughafen entfernt, kamen wir zum Melia - Bavaro - Hotel, ein sehr weitläufiges Hotel mit 63 freihstehenden Villen mit jeweils 8 Juniorsuiten, im Haupthaus gab es noch einmal 82 Suiten. Die ganze Anlage sehr gepflegt und wenn man vom Speisesaal aus nicht laufen wollte, konnte man kostenlos mit einem kleinen Hotelfahrzeug fahren, wenn halt gerade eines kam. Die Zimmer sehr geräumig, eine erhöhte Schlafnische, eine gemütliche Sitzecke, Bad mit WC, ein Vorraum, Kühlschrank, Safe, Klimaanlage, Telefon und Fernsehgerät. Ein möbilierter Balkon oder eben unten die Terrasse. Das Essen einfach toll, das Personal sehr zuvorkomend. Das Meer ein Gedicht, denn die Farben sind einmalig. Einen Ausflug per Bus machten wir nach Santo Domingo. Pro Kopf 45 $ und gesehen haben wir die Kathedrale, die "Tres Ojos " , das ist eine Grotte, und die koloniale Altstadt.Der zweite Ausflug (55 $) per Bus war nach Higüey mit Besichtigung der Kirche, danach zum Künstlerdorf Altos de Chavon, was absolut sehenswert war. Wie bei allen Ausflügen dort , fließt irgendwann der Rum und danach wird man zum Juwelier (Harrison`s ) gefahren und man kann mir glauben, sie verstehen ihr Geschäft. Ein besonderer Stein in den dortigen Ringen ist der Larimar, den es sonst nirgends auf der Welt gibt. Die Preise sind okay und man kann sich dort auch selbst etwas anfertigen lassen.Der Service danach ist auch gut, denn mir war ein Stein zu Hause herausgefallen und als ich ein Jahr später wieder hinkam, allerdings in einem anderen Hotel war, aber Fillialen sind in jedemHotel dort, bekam ich ihn anstandslos ersetzt. Ich hätte gerne einen eigenständigen Bericht über das Melia- Bavaro- Hotel geschrieben, aber nach so vielen Jahren stimmt sicher nur noch weniges. Schon äußerlich mußten wir nach ein paar Jahren feststellen, daß die Anlage beinahe ein Urwald war, da die Palmen schon sehr groß und die Büsche sowie kleinere Sträucher mächtig gewachsen waren. Mittlerweile ist dort auch AI eingezogen, es kann also nicht mehr übereinstimmen.Zu Bild 2.)Man sieht es , hier handelt sich es um den Asiatischen Raum und zwar Thailand, Hotel Melia Hua Hin in Hua Hin. Das Motiv stammt von einer Karte des Zimmerservices, die ich mir für´s Album mitgenommen hatte. Da waren die Konturen schon etwas schwieriger, denn es sollte ja auch der asiatische Blick entstehen, allein das aufzeichnen machte doch recht viel Arbeit und auch beim Knüpfen mußte ich sehr aufpassen, denn schnell war eine Kontur einmal nicht getroffen. Mehrmaliges hinlegen, den falschen Faden herausziehen und ersetzen waren an der Tagesordnung, aber letztendlich klappte es. Dieser Läufer liegt heute vor der Schlafzimmertür, damit wir wissen , wo wir abends hinlaufen müssen. Kleiner Bericht :Hua Hin ist ca.4 Stunden von Bangkok entfernt. Nach einem langen Flug ist das doch recht anstrengend,aber irgendwie schafft man es. Das Melia- Hua Hin Hotel hat 285 Zimmer mit Meerblick und Balkon und 30 junior Suites.Ein Hochhaus also, wir wohnten im 17. Stock, was zwar nicht so unser Geschmack war, aber so wie alles ausgestattet war, man kann nur sagen gediegen, kamen wir schnell darüber hinweg. Die Zimmer geräumig und sauber, ebenso war das Personal sehr freundlich. Direkt vor dem Hotel befanden sich viele Verkaufsstände, so daß man gar nicht erst zum Nachtmarkt mußte, der aber immer ein Anziehungspunkt ist. Das Rotlichtviertel gleich in einer Seitenstraße, aber das störte nicht. Der Bahnhof in Hua Hin ist renoviert und absolut sehenswert, vor allem, weil dort der Orientexpress hält. Das Meer dort ist nicht zu vergleichen mit dem Wasser von Karon Beach, aber das ist irgendwie verständlich, denn wo direkt ein Hafen ist, ist es eben nicht so arg sauber. Wir liefen immer eine Weile am Strand entlang und je weiter wir wegkamen, um so sauberer wurde es. Wieder zwei Ausflüge :Der erste zu den schwimmenden Märkten nach Bangkok, was bedeutet, wieder 4 Stunden mit dem Bus hin und dann ja wieder zurück,aber es war sehr schön, so daß es uns nichts ausmachte. Gekostet hatte es 990 Bath pro Person.( Kann ich leider nicht umrechnen, weil ich den Wechselkurs nicht weiß ) Der zweite Ausflug war zu dem Huay Yang Wasserfall & Nationalpark für 690 Bath. Dieser Ausflug wurde von einem älteren Deutschen geleitet, der mit einer Thailänderin verheiratet ist und es einfach nur noch so aus Spaß machte. Wir kamen auch an die Landesgrenze von Burma, durften auch ein Stück hinüber und besuchten dort eine Schule. Die vielen Treppen zu einem Tempel hinauf waren dann zwar sehr anstrengend , aber der Tempel selbst und die Aussicht waren sehr schön. Es ändert sich wirklich im Tourismus alles sehr schnell, denn das Melia- Hua Hin nennt sich heute Hilton- Hotel. Leider weiß ich nicht mehr, mit welchem Reiseuntenehmen wir dort hingeflogen sind.Zu Bild 3.) Der Zuckerhut und der Corcovado erscheinen so einfach, wenn man sich den Läufer ansieht, aber die Konturen des Zuckerhutes waren doch recht schwer darzustellen, ebenso die Falten der Christusstatue und doch ging alles recht schnell,da der Hintergrund sich ja leicht knüpfen lies.
Alles entstand zur Erinnerung an Brasilien, eine 12 - tägige Studieneise mit GeBeCo plus einer Woche Badeurlaub. Es war alles so was von toll organisiert, daß ich jederzeit noch einmal eine Reise mit dieser Gesellschaft unternehmen würde. Unsere Koffer hatten wir eigentlich nur beim Hin - und beim Abflug selbst in der Hand. Auf allen Inlandsflügen mußten wir sie nur vor die Türe stellen und im nächsten Hotel wieder in Empfang nehmen. Die Reiseleitung sehr gut und die Teilnehmer, wir waren dreißig Personen, allesamt sehr nett.Unsere Hotels waren : Hotel San Martin in Iguacu. ( Die Wasserfälle ein unvergessenes Erlebnis ) Hotel Royalty Copacabana ( Rio de Janeiro ) Zuckerhut, Corcovado und Copacabana waren unsere Ziele.Hotel Victoria Marina ( Bahia - Salvador ) Besichtigung der Kirche Nossa Senhora da Conceicao de Praia, sowie den Fahrstuhl Lacerda, der die Unterstadt mit der Oberstadt verbindet, Praca Pelourinho, der Mittelpunkt der Altstadt und viele typische Gassen. Über die Hotels : Sie waren alle sauber , allerdings ohne jeden größeren Komfort, aber wir kamen sowieso nur zum Schlafen dort hin, da wir ja permanent unterwegs waren.Die Verlängerungswoche im Hotel Catussaba ( Itapua- Salvador ) war allerdings dann ohne jegliche Beanstandung. Rundherum alles in Ordnung, sei es Zimmer, Essen oder Service. Zum Abschied wurde direkt ein Fest daraus gemacht, mit Tanz, jede Menge Obst und Alkohol. Zu Bild 4.) Leicht zu erkennen, denn dabei handelt es sich um Afrika. Hier stellte sich gleich von Anfang an das Problem mit den Farben, denn für das Meer benötigte ich ja sehr viele Blautöne und auch weiß, so daß die Packungsauswahl sich als recht schwierig gestaltete, doch wie man sieht, habe ich es ja hinbekommen. Ganz leicht mag jetzt mancher denken, aber nein, denn die Konturen werden ja eckig auf den Stramin aufgezeichnet und ich muß sagen, es war nicht gerade einfach, denn schnell hat man eine Ecke mehr hineingeknüpft als Afrika hat. Zu diesem Läufer möchte ich eine kleine Geschichte erzählen, so wie sie das Leben für uns geschrieben hat. Wir lernten irgenwann James kennen, einen Kenianer, der an hinter seinem "Geschäft" saß und eine Menge Kleinigkeiten verkaufen wollte, allerdings niemanden extra ansprach. So wird das ja nie etwas, dachten wir, zumal etlich Touristen an ihm vorbeiliefen, während sie bei den anderen stehenblieben und auch etwas kauften. Wir kauften also etwas ab , ein Bändchen, was heute noch an meiner Pinwand hängt, und schon da war es für uns schön zu sehen, wie er sich darüber freute. Als wir dann später in einer Gaststätte saßen, kam er auf einmal auf Krücken an und fragte, ob er sich zu uns setzen dürfte, so kamen wir mit ihm ins Gespräch. Er erzählte, daß er früher Kinderlähmung gehabt hätte und deshalb an Krücken laufen würde, aber was waren das für Krücken !! Stahlstäbe , die oben für die Achseln eine mit Lumpen umwickelte Halterung hatten.Wir fuhren wieder heim, doch James ging uns nicht aus dem Sinn, aber da wir ja wieder hinfliegen wollten, hatten wir folgende Idee : Ich versuchte hier bei uns Krücken zu kommen und da ich jemanden aus einem Sanitätshaus kannte, sprach ich ihn an und er fand unsere Idee so gut, daß er mir welche mitbrachte, bei denen er aber vorher noch den abgelaufenen Gummi durch neue ersetzte. Wir packten dann also wieder unsere Koffer, die Krücken wurden zusammengeschoben und diagonal in den Koffer gelegt. Sollte der Zoll Schwierigkeiten machen, würde mein Mann einfach fürchterlich humpeln. Es klappte alles und dann freute ich mich auf James, auf die Übergabe und auf sein Gesicht. Als wir auf dem Weg zu ihm waren, wurden wir desöfteren von anderen angesprochen, denn solche Dinge werden dort an allen Ecken und Enden benötigt. James lag auf einem Tisch und schlief ganz fest, ich weckte ihn und er freute sich erst einmal riesig, daß wir wieder da waren und als er die Krücken sah, strahlten seine Augen. Er versuchte sofort mit ihnen zu laufen, aber es gelang ihm nicht, da seine Oberarme gar keine Kraft hatten, sich abzustützen. Ich weiß ja nicht, wie ich geguckt habe, denn er sagte zu mir : Mama, ich werde jeden Tag etwas üben, damit Du nicht so enttäuscht bist. Etwa drei Tage später sah ich "unsere" Krücken bei einem Mädchen, von James keine Spur mehr in diesem Urlaub und ich glaube, er wollte nicht, daß ich merke, daß er es nicht hinbekommen hatte. Heute fährt James einen Rollstuhl, den man mit den Füßen in Bewegung setzt und darüber haben wir uns mit ihm gefreut, als er ihn uns vorführte. Zum Schluß : Nun habe ich ein Hobby von mir vorgestellt, bei dem man wunderbar abschalten kann, gerade, wenn man ein Urlaubsmotiv knüpft sind die Gedanken noch einmal dort und so vieles bereitet einem noch einmal viel Freude. Wenn ich heute auch auf die Läufer trete, so bin ich froh, daß ich diese Idee hatte. Vielleicht ist es ja auch eine kleine Anregung für einige, die Interesse daran haben.Als Schlußsatz möchte ich mich noch ciao bedanken, daß mein Produktvorschlag so schnell genehmigt wurde, vor allem auch, weil ich angegeben hatte, daß ich kleine Berichte dazu schreiben werde. Vielen Dank für Eure Geduld beim Lesen, für die Bewertungen und die Kommentare. Mir hat alles viel Spaß gemacht.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
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06.12.2011 20:59
bh :)
13.02.2011 12:13
... und noch ein bh! LG Susanne
11.11.2008 14:30
Meine Mutter hat in jungen Jahren viele Teppiche geknüpft - einen davon hab ich heute noch im Schlafzimmer liegen :-)