Vorsicht- ein Senioren Magazin !!!
09.11.2003
Pro:
nichts
Kontra:
alles
Empfehlenswert:
Nein
 straus07
Über sich:
Nun scheint es doch noch Winter zu werden..
Mitglied seit:10.10.2002
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Vor wenigen Tagen fand ich in einer Tankstelle Ostbrandenburgs versteckt auf der Heizung im Eingangsbereich einen kleinen Stapel Zeitschriften unter dem Titel „ Seniorenmagazin“ im Format 20x21 cm mit einer freundlichen älteren Dame und einen aufmerksamen Rentner farbig im Titel und dem Aufdruck „ Aktuelles über Pflegedienste Versicherungen Seniorenheime und Residenzen V/03. Insgesamt machte das Werk nach Betrachtung des Titels einen primitiven billigen Eindruck, aber wir werden ja sehen, was drinsteht Impressum und Vorwort:Es wendet sich an die lieben Leser und verkündet Ihnen“ „ Das Seniorenmagazin“ ist ein unentbehrlicher Ratgeber und gleichzeitig eine Entscheidungshilfe im Umgang mit Renten und Pflegeversicherungen, Altenbetreuung, Altenheim, Seniorenheimen und Residenzen. Zusätzlich gibt es wichtige Tipps und Anregungen zum Thema „ Gut versorgt und beschützt im Ruhestand“. Und letztendlich wird zusammengefaßt“: Die so wichtigen Informationen für die breite Öffentlichkeit aus dem Bereich Gesundheitsförderung, Anleitung in Erster Hilfe und betreutes Wohnen finden Sie in dem hier vorliegenden „Seniorenmagazin „ wieder. Na toll, gewichtige Worte, da muß ja sofort die Post abgehen? Herausgeber ist ein Ralph Jensen, die Redaktion hat Angela Thams, die Anzeigenverwaltung macht H.-G. Werbung GmbH Hornstorf 12 23627 Groß Sarau und für die Herstellung zeichnet Nordverlag GmbH & Co. KG Königstr. 1-3 23505 Lübeck Tel. 0451 705210 Telefax 0451 705341. Der Nordverlag ist im Internet zu finden, die Anzeigenverwaltung nicht. Das Heft ist kostenlos und wird in einer Auflage von 16 000 Ex verteilt, wo ,das wissen sicher nur die Herausgeber selbst.Inhalt: Das Heft besteht zu ca. 50 % aus Anzeigen, meistens 1-farbig schwarz-weiß und die Inserenten stammen überwiegend aus den Neuen Bundesländern. Sie konzentrieren sich nicht auf bestimmte Gebiete, sondern auf ein breites Territorium- ein Zeichen das die Anzeigenwerbung hauptsächlich über Werbebriefe erfolgte. Wer selbständig ist und schon einmal irgendwo eine Anzeige geschaltet hat, erhält regelmäßig „Aufforderungen für irgendwelche Pflichteinträge in Branchenbüchern, Firmenverzeichnisse“ u.a. und gleich „ seine leichtverfälschte Anzeige dazu“ mit der Bitte die Anzeige auf Fehler zu überprüfen und dann zu bestätigen. Sehr kleingedruckt findet man, dann, daß damit die Anzeige freigegeben wird und alsbald folgt auch eine Rechnung. (Muß hier nicht zutreffen, weil ich von diesem Verlag bisher keine Zuschriften erhielt)Sehr gewichtig sind die Ratgeberseiten in diesem Magazin. So wird über Seiten in Auszügen die richtungsweisende Rede unserer Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt (SPD) auf dem Bundeskongreß der AG 60plus am 03.09.2003 in Halle abgedruckt. Ich habe sofort, wie in alten Zeiten meinen Rotstift hervorgeholt und begann zu unterstreichen ( Für unsere Brüder und Schwestern im Westen – solche richtungsweisende Reden wurden in der DDR“studiert“ und mit wichtigen Kommentaren wie „ sehr wichtig“, „richtig“, „hört, hört“ beschriftet.) Auf weiteren Seiten behandelt ein Thorsten Körner, Diplom-Sportwissenschaftler der BKK Rhein-Neckar gewichtig, wie man „Präventives Gesundheitstraining“ durchführt und Sport spielt auch in einem weiteren Beitrag eine Rolle. Unter „Wußten sie eigentlich“ wird über Bestattungsvorsorge geschrieben, ein Betrag den man zum Totensonntag in vielen Anzeigenblättern oft besser angeboten bekommt. Herrlich der Betrag in so einem Magazin„ So wehren sie sich gegen Trickbetrüger“, sicher notwendig immer wieder unseren Senioren in Erinnerung zu rufen, weil „... Betrüger das Vertrauen ihrer Mitmenschen schamlos ausnutzen“. Auf 3 Seiten kommt der Harzer Verkehrsverband mit einigen schwarz-weiß-Fotos zu Wort und wirbt für dieses interessante Urlaubsgebiet. Vorsicht vor der Adreßbuchfalle: Wenn man so ein komisches Werbematerial irgendwo findet wird man als Kenner der Materie mißtrauisch und schaut auch einmal ins Internat und siehe da, der Lübecker Nordbuchverlag GmbH& CO KG taucht auf. In dem Beitrag heißt es: Vor „ unseriösen Adreßbuchverlagen“ warnt der Einzelhandelsverband Nord-Ost Kiel. Nach den Erfahrungen des Verbandes treten wieder vermehrt solche Verlage auf, die mit „ üblen Tricks und Täuschungen Werbeanzeigen für Adreßbücher und alle Art von Journalen verkaufen“... So werden Existenzgründer und Unternehmen, die eine Umfirmierung vorgenommen haben, unter Bezugnahme auf das gerichtliche Aktenzeichen des Handelsregisters zur Zahlung von „ Eintragungs- und Bezugskosten“ von mehreren hundert DM aufgefordert. „Aber auch andere Tricks sind üblich: Es wird vorgespielt die Anzeigen dienen einem guten Zweck, als Beispiel nannte der Verband das „ Suchtjournal“ der Lübecker Nordverlag GmbH CoKG.“Fazit: Das „Senioren Magazin“ ist eines der vielen kostenlosen Machwerke, die niemand braucht, niemanden nützen, sieht man von Geschäftemachern ab, die „schamlos das Vertauen anderer Menschen ausnutzen“ um ihre Taschen zu füllen.
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21.08.2011 21:32
SH & LG
12.02.2010 20:16
Sind da auch Probeeinlagen für Inkontinente drin ? --- Maria ----
25.05.2004 12:42
Bei mir war es das "Karriere Magazin" aus dem Nord-Verlag. Ansonsten war alles so wie bereits von Schnatz geschildert. Wir harren jetzt der juristischen Auseinandersetzung. Hat jemand ähnliche Erfahrungen (auch juristische ) mit diesem Verlag gemacht? Für Informationen wäre ich dankbar.