Nette Ohrwärmer
11.12.2002
Pro:
Guter Klang, wenig Probleme mit Rauschen, 2 Akkus
Kontra:
Keine Eingangslautstärkeregelung - > Automatische Anpassung des Gains - > Verlust an Dynamik
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Klang
Verarbeitung
Tragekomfort
mehr
 Whynodd
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:31
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 28 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Zu dem Schluss bin ich gerade eben gekommen, als ich bei -10°C auf dem Balkon stand und laut den HardHouse-Stream von Digitally Imported Radio genossen habe. Es wurde tatsächlich nicht kalt. Aber nun zu dem Zweck eines Funkkopfhörers: Ein solcher Kopfhörer ist nicht an Kabel gebunden, das heißt, man kann sich frei bewegen im Haus oder im Garten denn der Sound wird per Funk übertragen. Den unten beschriebenen Kopfhörer RS-60 von Sennheiser habe ich für 110Eur bei Ebay erworben. Dieser Preis ist für einen Funkkopfhörer relativ gering. 1. Die obligatorische Abtippe der technischen Daten auf der Verpackung:
Kopfhörer: Wandler : Dynamisch, offen (nix für DJ's) Frequenzbereich : 20-20.000kHz (reicht) Klirrfaktor : <0,5% (unrelevant klein) Max. Schalldruck : 100dB (laut genug) Stromaufnahme : ca. 18mA/4h mit einem Akku Gewicht : ca. 160g (wirklich leicht!) Sender: Modulationsverfahren: FM-Stereo Reichweite : bis zu 100m (siehe unten) Rausch-Spannungsabstand : > 68dBA Trägerfrequenzen : 863,25MHz/863,75MHz Audioanschluss : 3,5mm/6,3mm Klinke
2. Der Kopfhörer selbst: Wie sitzt dat Ding?: Der Kopfhörer ist offen gebaut, sodass Geräsche aus der Umgebung eindringen können. Ebenso hört man die Musik als Außenstehender. Diese Bauweise ist typisch für Hifi-Kopfhörer und kein Nachteil. Geschlossene Kopfhörer liegen gewöhnlicherweise eng auf den Ohren weshalb diese bei längerem Hören unbequem werden. Der Sennheiser RS-60 sitzt bei mir jedoch angenehm und fällt nach 10 Minuten nicht mehr auf. Man sollte den Kopfhörer vor dem Kauf zumindest einmal getragen haben um sicher zu gehen. Natürlich lässt sich die Bügelgröße verändern um den Sitz an den eigenen Kopf anzupassen. Manchmal ziehe ich den Hörer sogar verkehrt herum an, sodass der Bügel herunter hängt und er sitzt noch perfekt und fällt nicht herunter.
Schaltergedöhns: An der rechten Ohrmuschel hinten ist ein kleines Lautstärkerädchen, vorne befindet sich der Ein/Aus-Schalter und ein Tuning-Rädchen. Die Lautstärke ist für jeden, der seine Ohren wegblasen will, groß genug und das Tuning funktioniert prima, einmal einstellen reicht, es sei denn man schaltet an der Station auf den alternativen Kanal um. Frequenzsuppe: Zur Soundqualität kann ich nur sagen, dass ich keinen wesentlichen Unterschied zu einem teurerem Kabel-Sennheiser feststellen kann, vielleicht eine minimal andere Klangcharakteristik, aber kein schlechterer Klang. Größere Unterschiede gibt es in der Dynamik, da die Eingangslautstärke automatisch angepasst wird, d.h. die Musik wird auf eine Lautstärke gebracht. Es fällt zwar nur selten auf, z.B. wenn nach einer leisen Passage eine Laute folgt, aber das macht es mir unmöglich, einen Song, den ich am Computer produziere, korrekt abzumischen. Zu alldem hat die Station eine Pseudo-Surroundfunktion SRS, die ich aber nicht benutze weil sie den Sound verändert. Die Funktion verstärkt den räumlichen Eindruck durch Simulation zweier Lautsprecher im Raum - schließlich hört das rechte Ohr auch etwas vom linken Lautsprecher. Für alle, die meinen, der Bass wäre alles, was ein Kopfhörer können muss: Die Basswiedergabe ist wirklich gut, brummt nicht, geht abgrundtief und hat Druck. Ich zumindest habe mit dem Kopfhörer in Liedern, die ich auswendig kenne, Töne gehört, die ich vorher nie wahrgenommen habe...
Hörmarathon: Für mich reichen die 4 Stunden Akkulaufzeit völlig aus. Wenn die Akku mal schlapp macht, tausche ich diesen einfach gegen den Ersatzakku in der Station aus. Das macht 8 Stunden Musik am Tag und langt für Musikjunkies allemal. Die Akku niedlich klein und leicht. Voraussetzung ist natürlich, dass man Abends den Kopfhörer in die Station stellt zum Aufladen. Am nächsten Tag ist die Akku wieder voll. Reichweite: Ich kann im ganzen Haus herumlaufen (2 Stockwerke ohne Keller, Holzwände) ohne dass es große Probleme mit Rauschen gibt. Nur an manchen Stellen während der Bewegung rauscht es kurz. Um das Haus herum funktioniert es auch noch prima. Ich schätze, auf Freifläche sind die auf der Packung angegebenen 100 Meter realistisch. Im Haus beschränkt sich die Übertragung auf 4 Wände. Ich denke, dass das Rauschen kein großes Problem ist. Ein Grundrauschen ist allerdings immer vorhanden, aber bei einem 0-Signal fast nicht hörbar.
3. Die Station Knöppegedöhns: Die Station hat nur 2 Knöpfe: Einen zum Wechseln der Frequenz und einen zum Ein-/Ausschalten der Surroundfunktion.
Strippenziehen: Das Anschließen dürfte jeder verstehen. Ein Kabel wird über einen großen oder kleinen Klinkestecker an den Tonproduzent, sprich Verstärker, Computer, Fernseher etc. angeschlossen. Das andere versorgt die Station mit Strom. Die Station schaltet sich automatisch nach einer Weile ab, wenn kein Ton mehr kommt. Den Kopfhörer selbst muss man selber ausschalten.
Ich empfehle den Kopfhörer, da er günstig zu bekommen ist und vollkommen ausreicht zum Fernsehen oder zum MP3 hören am Computer. Grüße, Whynodd
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12.12.2002 10:32
guter bericht so früh am morgen ;) würde mich freuen wenn du auch mal bei mir vorbei schaust. mfg Jonas
12.12.2002 01:52
Schöner Bericht. Wären aber teure Ohrenwärmer ;O) Grüße
12.12.2002 00:21
mach weiter so, der bericht ist sehr gut und viel spaß heut noch ^^ cYa