Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
"handwerklich" guter Film, "nette" Story, überwiegend überzeugende Darsteller, FETTE Specials . Dezentes aber ansprechend animiertes Menü |
| Kontra: |
altes Thema (hounted house), stellenweise vorhersehbar, Ideen - Klau |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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...diesmal die Story zuerst ;-)
Clawton, eine Kleinstadt im englischen Moor. Wir schreiben das Jahr 1976. Seit einiger Zeit hat man von den Kosinskis die abseits der Stadt, mitten in der Moorlandschaft, in einem uralten Haus wohnen nichts mehr gehört. Carl Farrel (Nick Brimble), seines Zeichens Polizist (für die kleinstädtischen Verhältnisse sowas wie der Dorf-Sheriff), macht sich mit einigen Kollegen auf den Weg um nachzusehen. Man findet Marlene Kosinski ertrunken in einem Sessel vor dem Fernseher. Jawohl, ertrunken! Ihr Mann sitzt zusammengekauert völlig geistesabwesend in einer Ecke. Erst als Carl ihn berührt gibt der gute Herr Konsinski ein Lebenszeichen von sich, in Form eines fürchterlichen Schreies.
1999, gleicher Ort: Vor der Vergangenheit flüchtend, versuchend den Tod ihre Sohnes zu verkraften beziehen Ellen (Amanda Plummer) und Martin Shaw (Sean Pertwee) besagtes Haus. Abstand und Landleben tun der Seele bekanntlich gut und sollen nebenbei die Schreibblockade des Schriftstellers Martin lösen. Bereits kurz nach dem Einzug, als Ellen aus der Dusche tritt um sich im Spiegel zu betrachten ist in dessen Beschlag (war verdammt schwadig heiß das Wasser) die Zahl "7" zu sehen, die sie allerdings achtlos wegwischt. Am nächsten Tag während einer Autofahrt in Richtung Stadt wird die Botschaft ausführlicher, als Ellen auf einem Schild im Vorbeifahren die Worte "Du hast noch 6 Tage zu leben" liest. Während sich der Countdown von Tag zu Tag fortsetzt - basierend auf wirklich Nacken gribbelnden Ideen - verfällt ihr Mann langsam und beinahe unmerklich dem Wahnsinn. Ellen beschleicht langsam die Ahnung, daß die Umgebung oder zumindest das Haus eine Aura des Bösen umgibt. Als sie schließlich nachts - anscheinend im Traum - von ihrem totgeglaubten Sohn ins Moor gelockt wird, dann aber tatsächlich in von Schlamm verschmierter Bettwäsche aufwacht, beginnt sie mit Recherchen über Haus, Ort und Umgebung. So erfährt sie, daß im Mittelalter Verbrecher im Moor durch Ertränken hingerichtet wurden und das Haus anscheinend auf einer riesigen Hinrichtungsstätte - auf einem riesigen Grab erbaut wurde.... Wie immer bei überwiegend guten Filmen ende ich hier mit den Details (bei wirklich grottenschlechten verrate ich das Ende gern).
...die DVD:
- Preis: DM 39,99 (bei Amazon)
- FSK: 16
- Genre: Horror-Thriller (Hounted House)
- Regionalcode 2, PAL
- Sprache: Deutsch, Englisch
- Untertitel: Deutsch
- Dolby, Surround Sound
- Laufzeit: 93 Minuten
Warum die DVD nur mit 2 Sprachen und einem Untertitel ausgestattet wurde wird schnell klar, wenn man sich die Specials ansieht.
...die Specials:
- Kommentar des Regiesseurs (Sebastian Niemann)
- 3 Kinotrailer
- 2 Fernsehspots
- Making of
- Special Effects
- Infos über die Produktionsfirma (Senatorfilm)
- Filmografien der Darsteller
- Kurzfilm "Verfolger" (von Sebastian Niemann)
...die wichtigsten Darsteller:
- Amanda Plummer .... Ellen Shaw
- Sean Pertwee .... Martin Shaw
- Nick Brimble .... Carl Farrell
- Gina Bellman .... Claudia
- Sean Chapman .... Paul
- Eddie Cooper
- Chris Barlow
- Amanda Walker
- Jean Marlow
- John Michael Higgins
Damit ich eine umfassende Meinung verfassen kann ist es ziemlich unumgänglich erst einmal über den Kurzfilm zu schreiben, da dieser sehr in meine Gedanken mit einbezogen wurde.
...Kurzfassung von "Verfolger":
Die Story ist, daß man eine junge Frau am Straßenrand sieht, die zu trampen versucht; als schließlich ein alter Van hinter ihr auftaucht aber ca. 50 Meter von ihr entfernt stehen bleibt. Ein kurzes Hupen veranlaßt sie zu dem Glauben mitgenommen zu werden und so rennt sie auf den Van zu. Dieser legt jedoch den Rückwärtsgang ein. "Ein blödes Spiel" muß sie sich wohl denken und geht also weiter in die alte Richtung. Der Van folgt ihr sodann im gleichen Tempo. Von Panik ergriffen flüchtet sie in den Wald und rennt. Nach einer kurvenreichen Kameraverfolgung gelangt sie wieder an den Waldrand und sieht den Van dort stehen. Fahrer- und Schiebetür weit geöffnet, vom Fahrer keine Spur. Als die junge Frau in den Font schaut, entdeckt sie dort eine Leiche. Sie zerrt die Leiche aus dem Van, setzt sich auf den Fahrersitz um das Fahrzeug zu starten und zu flüchten. Plötzlich verriegeln die Türen von Geisterhand, eine Mechanik fixiert sie im Sitz, eine Spritze dringt ebenfalls mechanisch in ihre Halsschlagader ein, entnimmt ihr Blut während sich die Treibstoffanzeige auf "Full" zubewegt. Der Film endet dann mit dem nächsten Tramper...
Cool? Nein - REMAKE!
Remake jedenfalls von der Idee her. Denn es gibt schon einen Film mit so einem Vampirauto. Ich soll verflucht sein, daß mir dessen Titel nicht einfällt. Aber wenn jemand den Titel kennt, werde ich diesen Bericht verbessern. Immer her mit den Infos. Aber nun weiter im Text.
...Max' Gedanken:
Zweifelsfrei stellt Sebastian Niemann den Inbegriff eines aufgehenden Sterns am deutschen Regiehimmel dar - könnte ein zweiter Emmerich werden, der dann hoffentlich nicht von Hollywood entlockt wird. Leider jedoch fehlt es an eigenen Ideen (oder an der Fähigkeit ein noch nicht verfilmtes Buch zu verfilmen). Er versteht es die Schauspieler gut in Szene zu setzen, kann selbst mit einem mageren Budget gut haushalten. Wie niedrig das Buget gewesen sein muß erfährt man wenn man sich das Making of über die Schlammszenen ansieht. Für jede Szene fließenden Schlamms mußten mehrere Takes aufgenommen werden, da nur ein billiges Computerprogramm zur Verfügung stand, welches fließendes Wasser (Schlamm) gerade einmal zufällig darstellen konnte. Man wiederholte die Animationen also einfach immer und immer wieder bis man etwas halbwegs Passendes verwenden konnte. So mußte man leider auf aus dem Moor aufsteigende Leichen verzichten und lies es nur heftig blubbern. Dennoch wirken diese Effekte nicht zu sehr "künstlich". Man hielt sich eben an die grundsätzlichen Dinge indem man sich die Fragen stellte: Was haben wir? Was können wir damit anfangen um es realistisch aussehen zu lassen? Eine Szene in der Ellen's Sohn in ihren Armen zu Schlamm zerfliest hat man in mühseliger Kleinwerkerei wirklich gut zusammengebastelt.
Die Voraussetzungen sind gegeben den deutschen Film dem Schwulen- und Lesben-Image zu entreissen und qualitativ gute Filme zu erschaffen die problemlos mit ausländischen Produktionen mithalten könnten.
Sebastian Niemann soll hier aber nicht zu hoch gelobt werden. Denn Fakt ist nun einmal, daß "Seven Days To Live" ein eben solches Ideen-Remake ist wie sein erster Kurzfilm. Zwar gibt er in seinem Kommentar zu, daß "Seven Days To Live" sich stark an "Shining" von Stephen King orientiert, dies sogar bezeugt indem man das Buch "Shining" in einem Schaufenster von Clawton platzierte... Meines Erachtens ist dies aber nur ein Zeichen von Selbsteingeständnis, daß ihm einfach noch das glückliche Händchen zur Drehbuchauswahl fehlt.
...Max' Meinung und oder Kritik:
Genug geschwatzt. Der Film selbst ist sehr gut gemacht. Regie und schauspielerische Leistung sind nicht immer tadellos aber "handwerklich" gut. Anscheinend hat die gesammte Crew gut und intelligent zusammengearbeitet. Mir sind jedenfalls keine Bugs aufgefallen. Die Szenerie bleibt auf einem gewissen Spannungsniveau (bin trotz serienmäßiger Pause-Taste nicht Pinkeln gewesen) mit gelegentlichen nicht übertriebenen aber doch sehr schreckhaften Spitzen. Ich denke, daß selbst Shining-Fans die eine oder andere Überraschung erfahren, zumal die Handlung sehr eigenständig erscheint und das Ideen-Remake sich nur mehr auf die Charaktere der Schauspieler überträgt als auf die Story selbst. Übrigens muß sich Sean Pertwee nicht hinter Jack Nicholsen verstecken. Ich möchte mich nicht dazu hinreissen lassen zu behaupten es wäre eine grandiose Leistung seines Könnens, aber die Mimik (das Wechselspiel zwischen Normalität und Wahnsinn) scheint ihm in die Wiege gelegt zu sein. Hier wurde eine exellente Wahl getroffen - sehr gut besetzt. Dagegen finde ich Amanda Plummer nicht so überzeugend in ihrer Rolle.
Da der Film ab 16 ist, darf man natürlich nicht zu viel erwarten. Es fließt nicht literweise Blut und es werden auch nicht pausenlos Menschen zerstückelt. Der Film holt seine Gänsehaut-Energie einzig und allein aus der Geschichte und den unheimlichen Vorgängen.
...das Fazit:
Über den Film habe ich ja nun viel gesagt (und hoffentlich nicht zu viel verraten), aber ich soll hier wohl die DVD bewerten; also Quasi das Gesammtpaket. Nun gut. Fassen wir zusammen. Film in puncto Qualität, Story und Leistung = ok - jedenfalls für deutsche Verhältnisse (auch wenn der Film international besetzt wurde). Die Specials sind FETT, übersichtlich gestaltet und wirklich interessant. Insgesammt also keine Verschwenung von Speichermaterial. Achja, das Menü ist auch sauber gestaltet und fast in allen Bereichen fein animiert. Da kann man das Durchzappen wirklich genießen. Leider fand ich es für die Augen etwas zu dunkel gehalten. Aber zum dunklen Thema wohl auch passend.
Abschließendes Urteil: Empfehlenswert ... ganz ganz wenige Abstriche wie ihr weiter unten sehen werdet. Hounted House-Fans dürfen beherzt in den Geldbeutel greifen... Die Skeptiker sollten ihn sich erst mal leihen.
...in diesem Sinne (wie immer und wohl noch oft):
Greetz, Max
| weitere Erfahrungsberichte |
Shining lässt grüssen
Bewertung für Seven Days to Live (DVD) von
Claire_dls
Pro: spannend, versteht mit Ängsten zu spielen
Kontra: teilweise zu durchsichtig
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Bei dem Film handelt es sich um einen Horrorfilm mit dem Na ...
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sehr hilfreich
13.08.2001
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Der Tod kommt immer näher
Bewertung für Seven Days to Live (DVD) von
Flint-
Pro: Spannend, kein Einschlaf-Film
Kontra: Film überrascht wenig, kein Einschlaf-Film
Wasser sprudelt aus dem Duschkopf. Es ist etwas zu kalt. Ellen öffnet den Hahn für das warme Wasser ein wenig mehr. Dampf steigt auf und schlägt sich auf der Duschkabine und den Spiegeln im Bad nieder. Endlich stimmt die Temperatur und Ellen kann sich bei ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
18.06.2001
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