Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Preis, Handhabung, Ergebnisse |
| Kontra: |
Umluftfunktion nicht abschaltbar |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Gliederung
1. Vorwort
2. Preis und Kaufort
3. Lieferung
4. Zubehör
5. Das Gerät
6. Inbetriebnahme
7. Alltagstest
8. Reinigung
9. Technische Daten
10. Fazit
1. Vorwort
Wir sind vor kurzem in eine neue Wohnung gezogen und haben in der Küche ein Kombinationsgerät (Mikrowelle und Backofen in einem). Leider ist dieses Gerät überhaupt nicht zum Backen geeignet und die einfachste Pizza wird in diesem Ding zur Katastrophe.
Meine Eltern haben vor ca. acht Jahren bereits einen Miniofen von Severin gekauft und bei mir musste jetzt auch so ein Gerät her.
Da ich schon jahrelang getestet habe und es nie Probleme mit dem Gerät meiner Eltern gab, bestellten wir uns das Nachfolgermodell bei quelle.de!
Dabei handelt es sich jetzt um den Severin Tischbackofen TO 9260 mit Umluftfunktion.
Im Prinzip das gleiche Modell wie das meiner Eltern, nur halt mit Umluft.
Nun zu meinen Erfahrungen mit diesem kleinen Küchenhelfer:
2. Preis und Kaufort
Wie schon erwähnt haben wir das Gerät bei quelle.de bestellt und es hat uns 69,99€ gekostet. Versandkosten mussten wir nicht bezahlen, da meine Mutter Quelle-Junkie ist und so eine Art Versand-Flatrate hat.
Auf der Seite findet man zahlreiche Miniöfen und auch Kombigeräte. Lange mussten wir nicht suchen, bis wir dieses Modell zu einem moderatem Preis gefunden hatten. Da er sich auch sehr gut in der Küche macht und mit seiner silbernen Front echt chic aussieht, war die Auswahl ein Kinderspiel.
In der Vergangenheit habe ich festgestellt, dass die teuersten Geräte nicht immer die besten sind und mit knapp 70,-€ ist der Severin TO 9260 noch einer der günstigsten Öfen dieser Art.
3. Lieferung
Etwa eine Woche nach der Bestellung wurde der Ofen nach Hause geliefert. Als Zahlungsart haben wir Überweisung gewählt, da man bei Beanstandungen keine Probleme mit Rückzahlungen hat, wenn man diesen Vorgang selbst in der Hand hat.
Der Ofen wird in einem großen, stabilen Karton geliefert, der von innen mit Styropor und Luftpolsterfolie gesichert ist, damit unserem neuen Ofen beim Transport nichts passiert.
4. Zubehör
Sehr schön bei diesem Ofen ist die Menge des Zubehörs, damit man in der Küche richtig durchstarten kann.
Mitgeliefert werden:
- ein Drehspieß (für Geflügel und Braten)
- Fixierklammern (ebenfalls für Geflügel und Braten)
- Schrauben für Fixierklammern
- Griff für den Drehspieß (zum Herausnehmen des Grillgutes ohne Verbrennungen an den Fingern)
- Backblech/Fettpfanne
- Gitterrost
- Krümel- und Tropfblech
- Griff für Backblech/Fettpfanne (auch zum gefahrlosen Herausnehmen gedacht)
- Pizzastein (Durchmesser 28cm)
Alle Zubehörteile, bis auf das Krümelblech sind spülmaschinengeeignet und somit besonders leicht zu reinigen.
Das Zubehör macht einen qualitativ hochwertigen Eindruck und lässt sich leicht im Ofen anbringen. Die Griffe zum Entnehmen der fertigen Speisen mitsamt des Blechs oder Spießes sind sehr praktisch, da man nicht mit Topflappen herumhantieren muss, allerdings sollte man sorgfältig darauf achten, dass die Griffe korrekt eingehakt sind, bevor man sie wieder aus dem Ofen zieht, sonst läuft man Gefahr, dass das Essen auf dem Küchenboden landet.
4. Das Gerät
Der Ofen an sich ist 43 cm breit, 26 cm hoch und 38 cm tief und passt somit auch in kleine Küchen. Die Oberfläche ist aus silbergrauem Metall. Der Ofen steht auf vier stabilen Füßen, die ihm einen sicheren Halt geben. Vorne hat er eine Glasklappe, die sich nach unten per Griff öffnen lässt. Dieser Griff wird bei der Benutzung nicht heiß.
Zur Bedienung des Ofens findet man 3 schwarze Drehschalter.
- Der oberste dient zur Temperaturregelung (stufenlos von 100° C bis 250° C regelbar)
- Der mittlere dient zur Einstellung der gewünschten Funktion (Oberhitze, Drehspieß mit Oberhitze, Ober- und Unterhitze und Unterhitze). Die Umluftfunktion kann man nicht separat einstellen, diese wird immer automatisch zugeschaltet.
- Der unterste dient als Timer (60 Minuten maximal) und gleichzeitig als Einschalter. Dreht man ihn auf, leuchtet die rote Betriebslampe auf und es fängt an zu ticken. Ist der Timer abgelaufen, schaltet der Ofen sich somit automatisch aus, was besonders bei vergesslichen Menschen sehr von Vorteil ist, da damit die Sonntagsbrötchen nicht zum Brikett mutieren.
Von außen ist der kleine Ofen durchaus ansehnlich und macht sich sehr gut in unserer Küche.
Nun zum Innenleben: Der Ofen hat 3 verschiedene Einschubleisten, damit man auch größere Schalen (z.B. für Aufläufe) unterbringen kann. Die Zubehörteile wie Lattenrost und Blech sind den Leisten optimal angepasst und lassen sich leicht reinschieben und wieder herausziehen.
Der Ventilator für die Umluftfunktion befindet sich innen auf der rechten Seite. Es empfiehlt sich also, z.B. bei Pizza, diese einmal während des Backens zu drehen, um ein gleichmäßiges Bräunungsergebnis zu erhalten.
Das Netzkabel ist einen Meter lang und damit kann man den Ofen auch gut etwas weiter von einer Steckdose entfernt aufstellen.
Wichtig beim Aufstellen ist natürlich, dass es sich um eine feste Oberfläche handelt und dieser nach Möglichkeit feuerfest ist.
Weiterhin sollte man auf keinen Fall Dekogegenstände auf dem Ofen unterbringen, da die Oberfläche sich während des Betriebes aufheizt.
6. Inbetriebnahme
Zuerst muss man natürlich sämtliche Verpackungsreste von den Zubehörteilen und auch vom Ofen entfernen.
Anschließend sollte man alle Zubehörteile und auch den Ofen einmal mit lauwarmem Wasser und mildem Spülmittel reinigen, um Produktionsrückstände vollständig zu entfernen. Nach dem Trocknen den Ofen an der gewünschten Stelle aufstellen und den Netzstecker in der Dose versenken.
Dann das Krümelblech in den Ofen einschieben und den Backofen ohne Lebensmittel und Zubehör auf voller Leistung 20 Minuten „einbrennen“. Dabei entwickelt sich ein ziemlich ekliger Plastikgeruch (wer schon mal ein neues Bügeleisen gekauft hat, weiß wovon ich rede), also am besten Fenster auf und raus aus der Küche!
Nach einer guten halben Stunde hat sich der Mief auch wieder verzogen und man kann sich weiter mit seiner neuen Errungenschaft beschäftigen. Nach dem Abkühlen noch einmal kurz drüberwischen und schon ist das gute Teil betriebsbereit und wartet auf die erste Pizza oder den/die/das erste was auch immer.
7. Alltagstest
Der erste Versuch sollte eine lecker Salamipizza werden. Der Severin Miniofen ist nicht schwer zu bedienen und stellt daher keine Herausforderung dar. Allerdings ist ein bisschen Erfahrung bei verschiedenen Gerichten nicht schlecht, da die Herstellerempfehlungen auf den Packungen oft nicht auf den eigenen Ofen passen. Gerade ein Miniofen hat durch die geringere Entfernung zu Heizstäben und Ventilator kürzere Bräunungs- und Garzeiten.
Eine durchschnittliche Pizza, die in einem „normalen“ Ofen in ca. 13 Minuten fertig ist, braucht in dem Miniofen nur ca. 10 Minuten, um durch und knusprig braun zu sein!
Auch sollte man bei dieser Art von Ofen nicht die Angabe zum Backen bei Ober- und Unterhitze benutzen, sondern die zur Umluftfunktion, da sich diese ja wie bereits erwähnt nicht abschalten lässt.
Einmal habe ich mich daran gewagt, ein Hühnchen an den Drehspieß zu klemmen und ich muss sagen, dass das wirklich keine Schwierigkeit darstellt.
Das Hühnchen muss man vorher mit Küchengarn „dressieren“. Nein, das Hühnchen lebt zu diesem Zeitpunkt nicht mehr und ich dressiere es nicht so, dass es sich von allein würzt und im Ofen dreht. Dressieren bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man die Flügel mit Garn festbindet, damit diese nicht in der Gegend herumflattern, wenn der Spieß sich dreht.
Den Drehspieß muss man anschließend mit Speiseöl einreiben, um das Huhn leichter daraufstecken zu können. Hat man es erstmal darauf, kann man es noch nach Belieben würzen.
Anschließend die Fixierklammern auf den Drehspieß schieben und das Hühnchen damit befestigen. Mit den mitgelieferten Flügelschrauben werden diese dann noch fixiert, damit auch wirklich gar nichts mehr rutschen kann.
Wichtig ist bei Nutzung des Drehspießes, dass man den Ofen nicht vorheizt, da man sich sonst garantiert beim Einhängen des Hühnchens an den Heizstäben verbrennt.
Mit dem mitgelieferten Griff kann man den Spieß nun in den Ofen heben („Nut“ nach links, Spitze nach rechts). Zuerst die Spitze in das passende Loch einführen und anschließend die andere Seite einfach einhängen.
Außerdem wichtig: Fettpfanne und Rost drunter, damit es nicht den kompletten Ofen vollsaut. Dann den Funktionsschalter auf Bratengrill stellen und einschalten. Man muss natürlich besonders darauf achten, dass sich das Hühnchen frei im Ofen drehen kann.
Nach ca. einer Stunde ist es dann knusprig braun und innen schön saftig. Ein perfektes Huhn wie aus dem Grillwagen!
Mit der Drehspießfunktion bin ich voll und ganz zufrieden und empfehle jedem Hühnchenfan, sich so einen Ofen zuzulegen, da gegen diese Art von Grillen kein normaler Einbauofen ohne Drehfunktion ankommt. Einen anderen Braten habe ich noch nicht mit der Drehfunktion ausprobiert, da ich mich ehrlich gesagt auch noch gar nicht daran traue. Aber ich schätze mal, dass die Funktion auch da nicht versagt.
Zweiter Test bezieht sich auf Aufläufe: Ich liebe Nudel- und Kartoffelgerichte aus dem Ofen und brauchte daher natürlich auch einen Ofen, der genug Platz für Auflaufformen bietet. Mit einem Fassungsvermögen von 20 Litern ist der Miniofen genau richtig für solche Gerichte. Die Handhabung ist in diesem Falle auch sehr einfach: Auflauf vorbereiten, Rost auf die unterste Einschubleiste (damit der Käse nicht zu nah an den Heizstäben ist und nicht verbrennt) und rein mit dem Auflauf. Hat bis jetzt bei allen Aufläufen zu prima Ergebnissen geführt.
Der dritte Test dreht sich um den diversen Kleinkram, den man halt so im Ofen macht: Pommes, Kroketten, Hawaiitoast etc.! Dafür gibt es das praktische Blech. Einfach mit Backpapier auslegen und in die mittlere Einschubschiene damit. Geht schnell und problemlos.
Ich habe bisher wirklich nur gute Erfahrungen mit diesem Ofen gemacht und für den Preis (ca. 70,-€) ist das ein sehr erfreuliches Ergebnis.
8. Reinigung
Natürlich hinterlässt Grillen und Backen in jedem Ofen so seine Spuren. Wenn man den Ofen nach jedem Gebrauch einmal mit lauwarmem Wasser und Spülmittel reinigt, sieht er auch nach zahlreichen Nutzungen noch aus wie neu. Wenn mal was vom Rost auf das Krümelblech tropft, lässt sich dieses hinterher einfach herausnehmen und abwaschen. Auch leicht angebrannte Flecken lassen sich dann leicht entfernen. Wenn man alle beweglichen Teile herausgenommen hat, den Ofen einmal auswischen und er sieht aus wie unbenutzt.
Nach ein paar Jahren werden sich natürlich Gebrauchsspuren finden, diese halten sich aber in Grenzen, wenn man regelmäßig den Lappen schwingt.
Wir haben leider keine Spülmaschine und muss daher alles mit der Hand abwaschen, aber da meine Eltern den selben Ofen benutzen, weiß ich, dass die Zubehörteile schon sehr häufig durch die Spülmaschine gejagt wurden und immer noch sehr gut aussehen.
9. Technische Daten und Bedienungsanleitung
Spannung: 230 V ~ 50 Hz
Leistungsaufnahme: 1500 W
Nutzinhalt: ca. 20 Liter
Temperaturbereich: 100 bis 250° C
Die Bedienungsanleitung hat insgesamt 35 Seiten. Darin findet man die Sicherheitshinweise und natürlich eine ausführliche Erklärung zu den einzelnen Funktionen. Zur besseren Übersicht über die Zubehör und Zusammensetzung des Ofens habe ich eine Seite aus der Anleitung eingescannt und mit eingestellt.
Besonders schön an der Anleitung ist, dass sie sehr leicht zu verstehen ist und zusätzlich zu den Betriebshinweisen auch noch ein paar Rezepte enthält, um den Ofen gleich mal zu testen (Hawaiitoast, Schoko-Apfel-Kuchen, Überbackene Schweinemedaillons und Pizza).
Die Anleitung ist auf Deutsch und auf Englisch im Lieferumfang enthalten.
10. Fazit
Insgesamt gesehen handelt es sich bei dem Minibackofen von Severin um eine sehr gute und preisgünstige Alternative zum normalen Backofen. Die Funktionen überzeugen in allen Bereichen und sind von der Inbetriebnahme bis zur Reinigung benutzerfreundlich und unkompliziert.
Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt bei diesem Gerät zu 100%. Man hat drei Jahre Garantie vom Hersteller und sollte mal etwas mit dem Gerät sein, steht ein Kundendienst zur Verfügung, den ich allerdings (zum Glück) noch nicht gebraucht habe. In der Anleitung gibt es einen Service-Scheck, den man im Falle einer Beanstandung ausfüllen muss und dann kann man das Gerät direkt an den Hersteller schicken. Bei kleineren Sachen gibt es auch eine Telefonnummer, über die man die Kundenberatung erreichen kann. Sehr gut ist auch, dass man Kleinteile, die durch was auch immer kaputtgehen einzeln nachbestellen kann. Fehlt z.B. eine Fixierklammer, kann man keine leckeren Hühnchen mehr zaubern. Diese gibt’s dann über den Kundenservice.
Ich kann dieses Gerät jedem empfehlen, der vielleicht keinen Backofen hat und aus Platzmangel keinen normalen aufstellen kann oder einfach jedem, der so etwas gebrauchen kann!
Da das einzige Manko des Minibackofens die nicht abschaltbare Umluftfunktion ist und dieser Punkt meiner Meinung nach nicht ins Gewicht fällt, bekommt der kleine Severin volle Punktzahl und eine absolute Kaufempfehlung!
Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Bewertungen und Kommentare!