Toller Drink, wenn er gut gemacht ist

5 12. Jun 2009

Pro:
lecker

Kontra:
oft schlechte Varianten

Empfehlenswert: Ja 

Nuschelbert

Über sich: Stammi in BaWü geplant! -> Wer Interesse hat, bitte bei leuchtturmwaechterin melden...... Wer hat...

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Dieses Rezept wurde von 127 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Eigentlich wollte ich mir bis zum nächsten Cocktail-Bericht etwas mehr Zeit lassen, vor allem mit Sex on the Beach, da dieser Cocktail wirklich ein heißes Thema ist. Aber da er offenbar so gerne hier von den Ciao-Usern getrunken wird, nehme ich dieses Projekt jetzt in Angriff.
Für ihn gibt es unzählige Varianten, so dass äußerst spitzfindige Barkeeper sagen: „Sex on the Beach ist der einfachste Cocktail. Wichtig ist nur, dass das Ergebnis eine dunkelorangene bis rötliche Farbe hat. Misch irgendwas zusammen und schreib Sex on the Beach“ drauf.
Das ist sicherlich etwas übertrieben, aber mit Sicherheit ein Grund dafür ist, weshalb für einige Bars dieser Longdrink ein Aushängeschild ist oder manche die Güte einer Cocktail-Bar gerne am SotB fest machen.

Die Gründe liegen darin, dass sich das Original aus Wodka, Pfirsichlikör, Orangensaft und Cranberrysaft zusammensetzt. Das Problem ist/war, dass es Cranberrysaft früher in Deutschland nicht gab. Zwar gehört Cranberry zur Familie der Heidelbeeren, trotzdem ist sie etwas anderes. Da sie vor allem in Kanada und im Norden der USA vor kommt, war der Saft in Europa fast nicht zu bekommen.
So kam es zu den ersten Abweichungen


Das Rezept nach Originalvorlage
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4cl Wodka
2 cl Pfirsichlikör
6 cl Orangensaft
4 cl Cranberrysaft

Die Zutaten dann mit etwas Eis kräftig im Shaker schütteln und dann in ein Glas mit Crushed Ice (oder Eiswürfeln) geben.
Als Deko noch eine Orangenscheibe und wahlweise eine Cocktailkirsche dazu an den Glasrand stecken.
Wer eine extra schöne Dekoration haben möchte, kann noch einen Zuckerrand an das Glas machen. Dazu einfach Zucker auf einem Teller möglichst eben verteilen (wer einen roten Zuckerrand möchte, sollte diesen mit Lebensmittelfarbe oder Grenadine einfärben).
Einen zweiten Teller mit Wasser oder Zitronensaft füllen (der Rand soll ja nur ein paar Millimeter breit sein). Das Glas nun (logischerweise mit dem Rand nach unten) in dem Teller mit Wasser/Zitronensaft anfeuchten). Dann das angefeuchtete Glas auf den Teller mit dem Zucker stellen und das Glas etwas nach links und rechts drehen. Und schon habt Ihr einen dekorativen Zuckerrand.


Die Zutaten
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Wodka
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Wodka wird gerne als Kartoffelschnaps bezeichnet. Die meisten Sorten werden auch aus Kartoffeln gewonnen, allerdings gibt es auch Sorten, die aus Getreide (meist Roggen) oder Melasse gewonnen wird. Wodkas aus Kartoffeln sind relativ geschmacksneutral und etwas schärfer (nicht stärker), als Wodkas aus Roggen, die etwas milder und süßlicher sind.
Wodka aus Melasse erinnern eher etwas an Rum, da es sich um ein ähnliches Ausgangsprodukt handelt. Melasse ist ein Zuckersirup, der bei der Verarbeitung von Zuckerrohr anfällt. Bei Wodkas aus Melasse sind 80 Volumenprozent keine Seltenheit.
Gängig ist bei uns jedoch der Wodka aus Kartoffeln, der in der Regel um die 37,5 Volumenprozent Alkohol hat.

Pfirsichlikör
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Liköre sind sehr süße und dickflüssige Alkoholika mit einem Alkoholgehalt zwischen 15 und 40 Volumenprozent, die meistens aus Früchten gewonnen werden. Üblich sind allerdings um die 20 Volumenprozent. In diesem Fall wird ein Pfirsichlikör verwendetr, wie beispielsweise Pepino Peach.

Orangensaft
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Orangensäfte mit viel Fruchtfleisch (oder gar frisch gepresstem O-Saft) schmecken zwar toll, kommen aber nicht immer an. Zumeist gibt es aber auch Probleme, das Fruchtfleisch durch den Strohhalm zu bekommen. Von daher empfehle ich einen gut schmeckenden, aber nicht zu billigen O-Saft ohne Fruchtfleisch.

Cranberrysaft
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Das große Problem bei diesem Rezept, da Cranberrysaft immer noch relativ schwer in Deutschland zu bekommen und von daher auch teuer ist. An dieser Stelle kann man auch mit anderen Säften experimentieren.

Gängigste Varianten
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Erste Variante
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4 cl Tequila
2 cl Pfirsichlikör
6 cl Orangensaft
1 cl Grenadine

Für diese Variante wird Tequila anstelle von Wodka verwendet. Der mexikanische Agaven-Schnaps ist ähnlich geschmacksneutral, wie der Wodka und passt, wie wir wissen, gut zu O-Saft und Grenadine (Granatapfel-Sirup), wie zum Beispiel bei, Tequila Sunrise. Diese Variante bietet sich bei Cocktail-Partys an, wenn man ohnehin Tequila Sunrise anbieten wollte. Dann muss nur noch der Pfirsichlikör dazu gekauft werden.

Zweite Variante
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4 cl Wodka
2 cl Pfirsichlikör
3 cl Creme de Cassis
9 cl Orangensaft

Bei diesem Rezept halt man sich wieder mehr ans Original, allerdings wird der Cranberrysaft durch Creme des Cassis ersetzt, einem Johannisbeer-Likör, der auch beispielsweise für Kir oder Kir Royal verwendet wird. Durch den zusätzlichen Likör wird der Cocktail natürlich noch etwas gefährlicher.

Dritte Variante
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4cl Gin
4 cl Pfirsichlikör
1cl Creme des Cassis
1cl Zitronensaft
8 cl Maracujasaft

Das wohl abenteuerlichste Rezept, das ich kenne. Es schmeckt zwar wirklich sehr lecker und hat jedoch in meinen Augen nichts mehr mit einem Sex on the Beach zu tun, findet man aber immer wieder in Büchern und im Internet. Als dritte Schnapsvariante wird hier Wachholderschnaps verwendet und auch der Saft ist neu. Eine sehr exotische Variante, aber durchaus schmackhaft.

Vierte Variante
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3 cl Wodka
3 cl Pfirsichlikör
3 cl Kirschsaft
3cl Orangensaft
6 cl Ananassaft

Ebenfalls sehr exotisch geht es hier zu. Hier wird wieder der ursprüngliche Wodka verwendet, dafür aber eine Menge an Säften. Das macht den Cocktail zwar etwas schwächer, allerdings sagt mir persönlich das Gemisch der vielen Säfte nicht so sehr zu.


Safe Sex on the Beach
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Ein Herz für Autofahrer, meine lieben Leserinnen und Leser. Heute gehört es schließlich zum guten Ton, auch alkoholfreie Cocktails anzubieten, denn diejenigen, die an diesem Abend ihre Freunde und Bekannten chauffieren müssen, sollen doch auch ein kleines Leckerli haben, oder nicht?

Für die alkoholfreie Variante biete ich nun einmal zwei Varianten an:

Variante Eins
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9 cl Ananassaft
6 cl Pfirsichsaft
3 cl Preiselbeersirup

Variante Zwei
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9 cl Orangensaft
6 cl Pfirsichsaft
3 cl Grenadine

Selbstverständlich kann man in den Varianten auch jeweils Grenadine oder Preiselbeersirup nehmen oder wenn Ihr findet Heidelbeersirup.
Hier kann man auch gerne mit anderen Sirupen oder Säften ganz nach belieben testen.


Fazit
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Wie ich schon eingangs erwähnte, gibt es viele Varianten dieses Cocktails und seine eigenen Lieblingsgeschmack muss man hier einfach herausfinden. In der Bewertung tue ich mich jetzt dann doch etwas schwer. Grundsätzlich ist der Sex on the Beach wirklich ein toller Cocktail, aber häufig bekommt man auch Varianten angeboten, die wirklich nicht toll sind. Da er aber grundsätzlich wirklich klasse schmeckt, vergebe ich dem Cocktail hier 5 Punkte.

Vor allem bei diesem Cocktail ist es wichtig, auf der Karte vorher nachzuschauen, was die Bar, in der Ihr seid, alles rein tut. Anhand der Zutaten könnt Ihr erkennen, ob Euch das zusagt oder nicht. Allgemein gilt ohnehin, dass Lokale, die nicht beschrieben, was ihre Cocktails enthalten nicht wirklich seriös sind. Die tun dann halt rein, was gerade so da ist.
Was auch nicht so der Brüller ist, sind Lokale, die diese „Fertigcocktails“ anbieten (den Namen der Marke hab ich leider vergessen), erkennt man aber an diesen bunten Aufstellern auf den Tischen. Diese Cocktails sind fertig gemischt und werden (zu) teuer verkauft. Dann lieber einen frisch gemixten und die Wartezeit in Kauf nehmen.

Alles in Allem ist ein gut gemachter Sex on the Beach eine tolle Sache für den Sommer. Schön fruchtig und erfrischend. 



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Kommentare zu diesem Rezept
u_eilinghoff

u_eilinghoff

17.09.2009 12:35

Frohes Genießen.

Cybersyssy

Cybersyssy

12.09.2009 22:20

*habenwill* Liebe Grüße, Elena

sunrise67

sunrise67

07.07.2009 21:02

würd ich jetzt auch mal schlabbern! LG Beate

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  1. Zammel78
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