Shakespeare In Love (Film 1998)

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Shakespeare In Love (Film 1998)

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Liebe ist die schönste Muse!

5 19. Mai 2002

Pro:
sehr gute Schauspieler, harmonisches Drehbuch

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor:

Spannung:

Anspruch:

Action:

Romantik:

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142288

Über sich:

Mitglied seit:21.10.2001

Erfahrungsberichte:11

Vertrauende:2

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vorwort:
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Ich kenne den oscargekrönten Hollywoodfilm, der anlässlich der Pfingsfeiertage Sonntags um 20.15 Uhr von der ARD ausgestrahlt wurde, nur aus dem Fernsehen und kann folglich nicht sagen, ob er sich was Schnitt oder Kürzungen betrifft von der Kino- /DVD- oder VHS-Vision unterscheidet, was bekanntlich bei TV-Fassungen immer wieder vorkommt.
Da ich nun Sonntag abend nichts weiter vorhatte und mich eigentlich nur einmal bei einem schönen Film - möglichst gewalt- und konfliktfrei - entspanne wollte, fiel die Wahl auf "Shakespeare in Love".
Über den Film wusste ich nicht viel mehr, als dass was ich vor 3-4 Jahren aus der Presse gehört hatte sowie die dürfigen Informationen aus meiner Fernsehzeitung - doch all dies klang ganz paussabel.
Also TV an und Shakespeare schauen!

1. Eindruck:
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Ganz entgegen meiner Erwartungen traf mich die erste Szene: Ein Mann wird in einer Art inquisitorischem Verhör vor einigen weiteren Herren, denen er offenbar Geld schuldet, gefoltet (d.h. seine Stiefel werden über glühenden Flammen geröstet). Doch diese mittelalter anmutende Horrorvision, die eher die Anfangsszene aus Robin Hood (dort droht dieser im Gefängnis um seine Hand erleichtert zu werden) erinnert, wandelt sich schnell in den wahnwitzigen Anfang eines Lustspiels!
Denn bei "Shakespeare in Love" dreht es sich nicht etwa um ein Drama, wie man angesichts des Titels und Hauptfigur, dem englischen Dramatiker (v. a.) William Shakespeare, erwarten könnte, sonder um eine Komödie, oder laut Zeitung eine Liebeskomödie.

Inhalt:
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So spielt auch das Stück im London des 16. Jahrhunderts, allerdings beschränkt auf die vornehmeren Kreis von Adel und Klerus, von der sozialen Unterschicht bekommt man hier recht wenig zu sehen. Es soll schließlich auch beschaulich zugehen.
Will(iam) Shakespeare (meiner Meinung nach grandios gespielt von Ralph Fiennes - wo bleibt der Oscar für ihn?) wird in seinen Anfangsjahren als junger Poet gezeigt, dessen Name noch nicht den Ruhm hatte, wie er ihm später zu Teil wurde. Will leidet nicht nur unter notorischem Geldmangel, auch die Feder will ihm nichts auf Papier bringen. Diese belastende und quälende Schaffenskrise findet erst ihr Ende, als er der schönen Lady Viola (gespielt von Gwyneth Paltrow), einer Tochter aus gutem Hause mit großem Herz für das Theater und dem Traum der Schauspielerei begegnet.
Voller Liebe entbrannt stürzt Will sich in die Arbeit, um sein geplantes Stück über die Liebe zweier verfeindeter Kinder (das spätere "Romeo & Julia") zu vollenden. Währenddessen meldet Viola sich - in Männerkleidung gehüllt - als Schauspieler für die Rolle des Romeo (Im 16. Jh. durfte sie als Frau ihrer Leidenschaft nicht nachgehen, da in Theateraufführungen nur Männer spielen durften). Will ist fasziniert von dem jungen Schauspieler, ohne zu erahnen, wer wirklich unter der Maske steckt.
Schließlich klärt sich jedoch die Maskerade auf und beide beginnen eine leidenschaftliche Liebesaffäre, die durch weitaus mehr als ihre Verehrung der Poesie verbindet.
Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer: Viola wird gegen ihren Willen von ihrem Vater zu einer Pflichtheirat mit einem verarmten, aber titeltragenden englischen Edelmann gezwungen, der seine Braut über den Atlantik in die englischen Kolonien der Neuen Welt verschiffen will.
Die Liebe von Will und Viola droht dem Untergang geweiht...
Es folgen weitere Verwicklungen, die ihre Beziehung belasten, doch kommt es zur Fertigstellung Williams Stückes und zur Uraufführung - mit Viola und Will in den Hauptrollen und einem perplexen Gatten als resignierter Zuschauer.
Der Schluss bleibt trotz allem offen. Viola muss gemäß ihrer Verpflichtung nach Amerika übersiedeln, doch Will schwört ihr die Ewigkeit ihrer Liebe. Er beginnt ein neues Stück zu schreiben: Es handelt von Viola selbst, die als Einzige eine schwere Schiffskatastrophe überlebt und auf sich allein gestellt die Neue Welt erreicht...


Wertung:
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Wem diese Handlung nun zu schmalzig und / oder weit hergeholt klingen mag, den kann ich getrost beruhigen. Zwar erfüllt der Inhalt sämtliche Klischées, die man sich von einer schmachtvollen, einseitigen Liebesromanze erwartet, doch lassen die Art der Darstellung sowie die Schauspieler selbst den Film weit mehr Esprit und Charme - als es einem mittelklassigen Hollywoodschinken gebühren würde - zu Teil werden. Die heiteren Elemente (man denke an den berechnenden Geschäftsmann, unter dessen Anleitung in der ersten Szene die Folterung stattfindet, der später zum Kunstliebhaber und dilletantischen Schauspieler avanciert). Die wunderschönen Dialoge, die zum Großteil Anlehnung an die Originalverse aus Shakespeares "Romeo und Julia" bzw. Abwandlungen dessen sind, machen den Film zu einem wunderschönen Märchen mit historischem Hintergrund. Dies wird außerdem durch die großartige Requisite (Kostüme, Nachbau eines Theaters aus dem 16. Jh, Schlossszenen usw.) unterstützt, für welchen der Film - meines Erachtens nach - sogar einen Oscar (von insgesamt 7 Oscars) erhielt.
Auch diejenigen, die sich nun ein Happy End gewünscht hätte, kann ich beruhigen. Der offene Schluss ist meiner Meinung nach keine Notlösung, sondern eine wahre Bereicherung, denn die individuelle Phantasie sprengt alle Grenzen als ein stereotypisches Drehbuch-Happy-End - es lässt die Liebesgeschichte erst vollkommen werden.

Fazit:
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Ich denke, dass ich "Shakespeare in love" beruhig weiterempfehlen kann. Gewiss diejenigen, die Liebes- und Beziehungsromanzen aus Prinzip ablehnen, sollten auch diesen Film meiden. Alle anderen erwartet eine witzige Komödie, ein wenig historische Einblicke und eine rührende Erzählung, die zeigt, dass auch ein literarisches Genie nur ein Mensch ist, der Liebe braucht (die Story ist zwar fiktiv, aber ich wage es einfach mal diese Situation zu verallgemeineren). Auch wenn ich generell den Kriterien und Verteilungen der Oscars, welche die sonst auf Schönheit und Dollarnoten fixierte Traumfabrik Hollywood vornimmt, kritisch gegenüberstehe, wird diesem Film die positive Rezension durchaus gerecht. Und wieso sollte nicht auch einmal eine Komödie mit dem höchsten Filmpreis ausgezeichnet werden - nicht das Genre zählt, sondern Drehbuch, Schauspielerkunst - und über all dies die Wirkung, welch eine gute Geschichte beim Publikum hervorruft.

 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
jeanie1

jeanie1

03.08.2003 22:31

Da spielt mein liebling colin mit ach....sehr guter bericht.LG

Pfefferminz3

Pfefferminz3

20.05.2002 11:42

OH mIst ey, und ich hab den Film verpasst!!! [[hab "Der bewegte Mann" geguckt]]

Psychodelic2

Psychodelic2

20.05.2002 09:32

Ein echt guter Text ! Ich hab mir aber gestern Abend Indiana Jones angesehen. Aber irgendwann schau ich mir "Shakespeare in Love" nochmal an. Gruß, Psychodelic2

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