Über sich:Komischerweise verstecken wir uns, in virtuelle "communities" flüchtend und neue Freunde s...
Mitglied seit:10.04.2000
Erfahrungsberichte:12
Vertrauende:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 11 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Genre-Mixturen sind scheinbar momentan der große Trend: HipHop mit Jazz, Heavy Mettal mit Klassik, Sushi mit Pommes, Rot mit Grün usw. Davor macht auch Hollywood nicht halt: warum nicht mal Vertreter eines strengen, konservativen chinesischen Kaiserreiches in den nüchternen, gesetzlosen moralfreien Wilden Westen schicken? Martial Arts gegen rauchende Colts, Kultur gegen Chaos, Tee gegen Feuerwasser - klingt nicht übel. Die Story als notwendiger roter Faden hält sich eher im Hintergrund und ist schnell erzählt: Zeit: Ende des 19. Jahrhunderts, junge chinesische Prinzessin will nicht zwangsverheiratet werden, flieht nach USA, gerät aber durch einen Hinterhalt in Gefangenschaft, Kaiser sendet Lösegeld-Trupp, der wird in einem Zug überfallen, Jackie Chan macht sich allein auf den Weg, rettet dabei Indianerjungen, befreundet sich mit Indianerstamm, zerlegt Saloon, muss später mit einem der Zugräuber (Owen Wilson) zusammenarbeiten, um gemeinsam die Prinzessin/das Gold zu retten, am Ende großer Showdown mit zwei Bösewichten (einer für Jackie, einer für Owen). Dieser Film zeit auf sehr eindrucksvolle Weise, dass sich der Klischee-Inhalt verdoppeln kann, wenn sich Asiaten- und Western-Klischees mischen. Das kann aber wider Erwarten auch sehr unterhaltsam werden, wenn und vor allem weil sich der Film selbst nicht zu ernst nimmt. Das ganze schmucke Beiwerk (Story, Locations, Genre-Mix) dient letztendlich allein dazu, wunderschön choreographierte Schlägereien (körperlich und mit Worten) zu zeigen. Und wie immer kämpft Jackie nur ohne Waffen und mit den Gegenständen, die gerade greifbar sind, u.a. federnde Äste, Hirschgeweihe und ein Seil mit Hufeisen. Dann kämpfen Cowboys mit Chinesen, Chinesen mit Indianern, Indianer mit Indianern, Cowboys mit Cowboys und Indianern. Die Wort-Kämpfe aber sind diesmal nicht so ausgefeilt wie bei anderen Jackie-Chan-Filmen oder gar bei Lethal Weapon, sie bleiben inhaltlos und sinnentleert, manche Dialogsequenzen sind übertrieben in die Länge gezogen und öde. Auch die eigentlich interessanten Kontraste der Kontrahenten werden zu wenig genutzt und ausgebaut. Fazit: Die lustige Grundidee, Martial-Art im Wilden Westen, wird sehr gut umgesetzt, wenn auch nur allein unter dem Aspekt des Kampffaktors. Dialoge bleiben zäh, Personen eindimensional und nicht über ihr typisches Klischee hinauskommend, Logik wurde sowieso in China gelassen (oder mit Feuerwasser betäubt). Einziger Freudenpunkt sind viele Filmzitate (z.B. heißt Jackie Chan im Film amerikanisiert John Wayne). Also: reingehen, Kampfszenen genießen, das genügt auch schon. PS: Eine wirklich gute Szene zeigt, wie die chinesischen Kämpfer eine christliche Kirche betreten. Leider wurde auch dieser wirklich interessante Kontrast, der religiöse Konflikt, in keinster Weise ausgebaut. PPS: Partnertausch war scheints üblich, im ganz Wilden Westen (siehe Film-Ende).
Besonders Tiefsinnig ist der Film wirklich nicht!!
Eigentlich nur was für die Chan-Fans! Mir hats auf jeden Fall Spaß gemacht!
(gut geschirebene Meinung)
all4one
Gute und ausführliche Meinung. Scheint wohl nicht unbedingt sehenswert, aber dennoch unterhaltsam und witzig zu sein. Wird wohl einer der Filme sein, den ich mir einige Monate später in der Videothek ausleihe;-)
09.04.2001 01:01
Naja, wer Chackie Chan Fan ist, dem wird der ja auch gefallen, und soo schlecht isser nu auch nich, Dr.Schneider
29.10.2000 02:57
Besonders Tiefsinnig ist der Film wirklich nicht!! Eigentlich nur was für die Chan-Fans! Mir hats auf jeden Fall Spaß gemacht! (gut geschirebene Meinung) all4one
28.10.2000 21:36
Gute und ausführliche Meinung. Scheint wohl nicht unbedingt sehenswert, aber dennoch unterhaltsam und witzig zu sein. Wird wohl einer der Filme sein, den ich mir einige Monate später in der Videothek ausleihe;-)