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Zum Inhalt:
Hauptfigur im Buch ist Coco, eine junge Frau Anfang 20, die sich als Kellnerin in Shanghai über Wasser hält, aber eigentlich Schriftstellerin ist. Im Cafè, in dem sie arbeitet, lernt sie Tiantian kennen und lieben. Sie zieht spontan bei ihm ein. Allerdings trübt ein Problem ... Bericht lesen
Shanghai Baby - Wei Hui
Wei Hui erzählt in Shanghai Baby die "halb autobiografische" Geschichte von Coco, die zwei ... mehr
Liebhaber hat und an ihrem ersten Roman schreibt -- also über eine Frau zwischen zwei Männern. Bereits im ersten Satz ernennt die Ich-Erzählerin Henry Miller zu ihrem größten Idol. Mit ihm gemeinsam hat die junge chinesische Autorin allerdings hauptsächlich die Probleme mit den Zensurbehörden. Man fragt sich wirklich, was die alten Herren von der Kommunistischen Partei so aufbrachte, dass sie diesen Debütroman verboten und über 40.000 Exemplare verbrennen ließen. Der Sex kann es nicht sein. Coco masturbiert zwar recht oft, aber alles wird nur dezent angedeutet -- genauso wie die drei, vier Liebesnächte mit ihrem deutschen Lover (der chinesische ist sowieso impotent). Vielleicht ist es der völlig verwestlichte Lebensstil Cocos und ihrer Freunde aus der Kunst- und Kulturszene: Sie tanzen zu Techno, schauen Hollywood-Filme an, konsumieren ausschließlich Platten und Bücher aus dem Westen. Eine epigonenhafte Bewunderung unserer Kultur zieht sich via Namedropping durch den ganzen Roman. Zum Beispiel sind jedem der 32 Kapitel zwei, drei Zitate vorangestellt -- von Bob Dylan über Allen Ginsberg bis zu Mutter Theresa. Kein Wunder, dass man über chinesischen Alltag und Tradition überhaupt nichts erfährt. Die Geschichte könnte genauso in Sydney oder Madrid spielen. Und was in China vielleicht als wild, dekadent oder tabulos durchgehen mag, entlockt uns hier nur ein gelangweiltes Gähnen. Dass eine Frau ihren Partner betrügt und an Gewissensbissen leidet, ist seit den Zeiten Madame Bovarys ein alter Hut. Um uns für Coco und ihr doch recht banales Leben zu interessieren, müsste Wei Hui, die im Nachwort bekennt, sich "einfach alles von der Seele" geschrieben zu haben, wenigstens stilistisch mehr als nur Magerkost bieten. Von wegen "erotischer Skandalroman"! Henry Miller würde sich im Grab umdrehen. Aber zumindest ist Wei Huis Wunsch in Erfüllung gegangen: einen Bestseller schreiben, "damit ich genug Geld für eine Europareise habe". --Christian Stahl
Shanghai Baby - Wei Hui
Wei Hui erzählt in Shanghai Baby die "halb autobiografische" Geschichte von Coco, die zwei ... mehr
Liebhaber hat und an ihrem ersten Roman schreibt -- also über eine Frau zwischen zwei Männern. Bereits im ersten Satz ernennt die Ich-Erzählerin Henry Miller zu ihrem größten Idol. Mit ihm gemeinsam hat die junge chinesische Autorin allerdings hauptsächlich die Probleme mit den Zensurbehörden. Man fragt sich wirklich, was die alten Herren von der Kommunistischen Partei so aufbrachte, dass sie diesen Debütroman verboten und über 40.000 Exemplare verbrennen ließen. Der Sex kann es nicht sein. Coco masturbiert zwar recht oft, aber alles wird nur dezent angedeutet -- genauso wie die drei, vier Liebesnächte mit ihrem deutschen Lover (der chinesische ist sowieso impotent). Vielleicht ist es der völlig verwestlichte Lebensstil Cocos und ihrer Freunde aus der Kunst- und Kulturszene: Sie tanzen zu Techno, schauen Hollywood-Filme an, konsumieren ausschließlich Platten und Bücher aus dem Westen. Eine epigonenhafte Bewunderung unserer Kultur zieht sich via Namedropping durch den ganzen Roman. Zum Beispiel sind jedem der 32 Kapitel zwei, drei Zitate vorangestellt -- von Bob Dylan über Allen Ginsberg bis zu Mutter Theresa. Kein Wunder, dass man über chinesischen Alltag und Tradition überhaupt nichts erfährt. Die Geschichte könnte genauso in Sydney oder Madrid spielen. Und was in China vielleicht als wild, dekadent oder tabulos durchgehen mag, entlockt uns hier nur ein gelangweiltes Gähnen. Dass eine Frau ihren Partner betrügt und an Gewissensbissen leidet, ist seit den Zeiten Madame Bovarys ein alter Hut. Um uns für Coco und ihr doch recht banales Leben zu interessieren, müsste Wei Hui, die im Nachwort bekennt, sich "einfach alles von der Seele" geschrieben zu haben, wenigstens stilistisch mehr als nur Magerkost bieten. Von wegen "erotischer Skandalroman"! Henry Miller würde sich im Grab umdrehen. Aber zumindest ist Wei Huis Wunsch in Erfüllung gegangen: einen Bestseller schreiben, "damit ich genug Geld für eine Europareise habe". --Christian Stahl
Shanghai Baby - Wei Hui
Wei Hui erzählt in Shanghai Baby die "halb autobiografische" Geschichte von Coco, die zwei ... mehr
Liebhaber hat und an ihrem ersten Roman schreibt -- also über eine Frau zwischen zwei Männern. Bereits im ersten Satz ernennt die Ich-Erzählerin Henry Miller zu ihrem größten Idol. Mit ihm gemeinsam hat die junge chinesische Autorin allerdings hauptsächlich die Probleme mit den Zensurbehörden. Man fragt sich wirklich, was die alten Herren von der Kommunistischen Partei so aufbrachte, dass sie diesen Debütroman verboten und über 40.000 Exemplare verbrennen ließen. Der Sex kann es nicht sein. Coco masturbiert zwar recht oft, aber alles wird nur dezent angedeutet -- genauso wie die drei, vier Liebesnächte mit ihrem deutschen Lover (der chinesische ist sowieso impotent). Vielleicht ist es der völlig verwestlichte Lebensstil Cocos und ihrer Freunde aus der Kunst- und Kulturszene: Sie tanzen zu Techno, schauen Hollywood-Filme an, konsumieren ausschließlich Platten und Bücher aus dem Westen. Eine epigonenhafte Bewunderung unserer Kultur zieht sich via Namedropping durch den ganzen Roman. Zum Beispiel sind jedem der 32 Kapitel zwei, drei Zitate vorangestellt -- von Bob Dylan über Allen Ginsberg bis zu Mutter Theresa. Kein Wunder, dass man über chinesischen Alltag und Tradition überhaupt nichts erfährt. Die Geschichte könnte genauso in Sydney oder Madrid spielen. Und was in China vielleicht als wild, dekadent oder tabulos durchgehen mag, entlockt uns hier nur ein gelangweiltes Gähnen. Dass eine Frau ihren Partner betrügt und an Gewissensbissen leidet, ist seit den Zeiten Madame Bovarys ein alter Hut. Um uns für Coco und ihr doch recht banales Leben zu interessieren, müsste Wei Hui, die im Nachwort bekennt, sich "einfach alles von der Seele" geschrieben zu haben, wenigstens stilistisch mehr als nur Magerkost bieten. Von wegen "erotischer Skandalroman"! Henry Miller würde sich im Grab umdrehen. Aber zumindest ist Wei Huis Wunsch in Erfüllung gegangen: einen Bestseller schreiben, "damit ich genug Geld für eine Europareise habe". --Christian Stahl
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Erfahrungsbericht von Linnie1978 über Shanghai Baby / Hui, Wei 10. April 2003
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
durchschnittlich
Unterhaltungswert:
durchschnittlich
Spannung:
wenig spannend
Humor:
durchschnittlich humorvoll
Aufmachung:
ok
Pro:
schnell und gut zu lesen
Kontra:
in Deutschland nicht ganz so skandalös
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Wei Hui hat einen halbautobiographischen Roman geschrieben, der in China größtes Aufsehen erregt hat, das Buch wurde verboten, verbrannt, der Verlag war ruiniert.
Zum Inhalt: Hauptfigur im Buch ist Coco, eine junge Frau Anfang 20, die sich als Kellnerin in Shanghai über Wasser hält, aber eigentlich Schriftstellerin ist. Im Cafè, in dem sie arbeitet, lernt sie Tiantian kennen und lieben. Sie zieht spontan bei ihm ein. Allerdings trübt ein Problem das junge Glück, denn Tiantian ist impotent. Coco liebt ihn über alles, möchte allerdings auch mit ihm schlafen. Und so kommt es, wie es kommen muss, Coco lernt den Deutschen Mark kennen, der verheiratet ist und ein Kind hat, dessen Familie aber in Berlin lebt. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre.
Coco liebt Mark zwar nicht, braucht ihn aber, sodass sie diese Affäre trotz schlechten Gewissens nicht beenden kann. Als ihr Freund und Lebensgefährte Tiantian im Winter in den Süden zieht, weil er das schlechte Wetter nicht ertragen kann, blüht die Affäre zwischen Coco und Mark auf, bis Coco einen Anruf von Tiantian erhält und erfährt, dass dieser Heroin-abhängig ist. Kurz entschlossen fährt sie ihm nach und bringt ihn nach Hause.
Doch die Affäre zwischen ihr und Mark bleibt nicht unentdeckt....
Meine Meinung: In Deutschland kann man zwar nicht verstehen, wieso dieses Buch sooo viel Aufsehen erregt hat, auch wenn Wei Hui recht offen über Cocos Liebesleben berichtet, aber dennoch bietet Shanghai Baby einen Einblick in die fremde Kultur. Die detaillierten Beschreibungen über ihre Affäre mögen Anlass gegeben haben, das Buch zu verbieten, aber da habe ich schon ganz andere Dinge gelesen. Nun ja, trotzdem ist es interessant zu lesen, dass ein solches Buch in China so viel Aufsehen auf sich ziehen kann.
Das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben und man mag es auch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil man natürlich auf den großen Knall wartet und da wird man auch nicht enttäuscht. Man kann sich teilweise recht gut in die Hauptdarstellerin hineinversetzen, man lebt das Buch teilweise richtig mit.
Meiner Meinung nach ist es eine nette Unterhaltung zwischendurch. Allerdings werde ich das Buch so schnell wohl auch kein zweites Mal lesen. Ich hätte mir noch etwas mehr Informationen über das Leben in China gewünscht, darüber erfährt man so gut wie gar nichts.
Bisher habe ich aus dem asiatischen Raum nur "Die Geisha" von Arthur Golden gelesen, was mich wirklich fasziniert hat. Dort erfährt man sooo viel über die Kultur in Japan, dass das Buch nicht nur ein Lesevergnügen ist, sondern gleichzeitig informativ. Dort lernt man beim Lesen. Das ist bei Shanghai Baby leider nicht der Fall. Deswegen gebe ich auch Abzüge in der Bewertung.
Das Preis- Leistungsverhältnis ist okay, das Taschenbuch kostet etwa 9 Euro, bietet aber auch 300 Seiten Lesevergnügen. Bei Ebay gibt es das Buch sicherlich günstiger. Ich würde nicht nochmal 9 Euro dafür ausgeben.
Fazit: Wenn man die Möglichkeit hat, das Buch etwas billiger zu kaufen und an China und einer recht freizügigen Liebesgeschichte interessiert ist, ist das Buch empfehlenswert. Leider ist es nicht der große Knüller, den ich eigentlich erwartet hatte.
Pro: jedes Kaptiel beginnt mit einem Zitat Kontra: fade, langweilige Story
Da ich im Moment viel auf Geschäftsreisen bin und ich mich im Flugzeug nicht mit den Boardmagazinen oder den Zeitungen beschäftigen will, kann ich im Moment meinen Büchervorrat etwas abtragen. Diesmal soll es mal etwas anderes sein: Ein chinesicher Untergrundroman – ein erotischer Skandalroman… Das Erstlingswerk von Wei Hui erntete grosse Vorschusslorbeeren. Das Buch wurde von der kommunistischen Partei auf den Index gesetzt und es wurden ... ...nun wirklich so anrüchig, dass es auf einen Index gesetzt werden muss? Voller Spannung machte ich mich ans Lesen von „Shanghai Baby“.
Das Buch erzählt die Geschichte von Ni Ke, genannt Coco. Sie hat das Studium an der Fudan-Universität beendet und arbeitet nun im Café Lydi in Shanghai, um etwas Geld zu verdienen. Eigentlich ist sie ja Schriftstellerin, doch ihr Erstlingswerk wurde von der Kritik verrissen, da es als zu anrüchig und sexistisch ...
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Pro: interessante Geschichte und Charaktere Kontra: -
Das Buch "Shanghai Baby" ist der halbbiographische Erstlingsroman der jungen chinesischen Autorin Wei Hui; nachdem es lange Zeit die Bestsellerliste angeführt hatte, wurde es schließlich von der Partei auf den Index gesetzt, woraufhin sogar Bücherverbrennungen stattfanden.
Ich bin auf das Buch durch die Empfehlung eines Freundes aufmerksam geworden und kann nachdem ich es innerhalb von 3 Tagen gelesen habe schon einmal vorweg nehmen, dass es mir ... ...handelt von der jungen Schrifstellerin Coco, die während der Arbeiten an ihrem ersten Roman nach dem Abschluss an der Fudan- Universität in einem Café arbeitet. Dort lernt sie den zarten melancholischen Künstler Tiantian kennen, die beiden verlieben sich ineinander und bereits nach kurzer Zeit zieht Coco in Tiantians Wohnung, die von seiner in Spanien lebenden Mutter finanziert wird.
Die beiden verbindet innige Liebe und tiefes Verständnis füreinander, ...
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Pro: unterhaltsam, interessante kulturelle Vergleiche Kontra: die Liebesgeschichte will nicht so recht prickeln
...WeiHui ist wohl Chinas bekannteste Schriftstellerin. Die 31 Jahre alte Chinesin hat mir ihrem Debüt "ShanghaiBaby" (in Deutschland 2001 veröffentlicht) für einen handfesten Skandal gesorgt. In ihrer chinesischen Heimat fiel der Roman bei der Zensur durch, da er pornografisch und dekadent sei. Das Verbot im eigenen Land ließ Leser in anderen (westlichen) Ländern aufhorchen, "ShanghaiBaby" avancierte zu einem weltweiten Bestseller, in China bleibt das Buch jedoch verboten.
Nun erschien der zweite Roman der Chinesin, es ist eine Fortsetzung zu "ShanghaiBaby." Wieder ist Coco die Protagonistin und Ich-Erzählerin, die den Leser in sympathischer Weiser an ihrem für chinesische Verhältnisse skandalösen Liebesleben teilhaben lässt. Stärker noch als bei "ShanghaiBaby" hat man diesmal das Gefühl, dass die Distanz zwischen Coco und WeiHui...
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.... Die Sprache ist sehr klar, sehr sauber und vor allem sehr harmlos. Wer erwartet, dass Annie Wang Tabus bricht wie ihre chinesische Kollegin WeiHui, deren drastischer Roman "ShanghaiBaby" in ihrer Heimat verboten wurde, wird enttäuscht. Die Ankündigung auf dem Klappentext, "Maos Enkelinnen zwischen Sex, Konfuzius und Prada", erfüllt sich nicht. Das Wort "Sex" wird so gut wie nie in den Mund genommen, höchstens anhand von schwammigen Beschreibungen umrissen. Auch die Sprache ist frei von Kraftausdrücken und dreckig geht es in diesem Buch erst recht nicht zu. un
Die einzelnen Episoden sind sehr kurz und zumeist unspektakulär. Gleiches gilt für die so genannte Handlung. Erst am Ende geht es weniger um Alltagsdinge als um Niunius Leben, was dann schon etwas enttäuschend ist, wenn das Buch als Roman vermarktet wird.
Mit diesem Manko geht einher...
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sehr hilfreich 14.06.2006
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