Shell Clubsmart

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... Und so räume ich erneut meinen Geldbeutel auf, um die neue Clubsmart-Karte von Shell zwischen Payback-, Esprit-, Cinemaxx-, IKEA- und zahllosen weiteren Karten einzureihen. Der Grund, warum ich diese Karte nun seit knapp über einem Jahr täglich mit mir rumschleppe lag auf der Hand: damals ... Bericht lesen





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1-6 von 43 Erfahrungsberichten    
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UND DER TANKWART GRÜSST AUCH WIEDER...
Erfahrungsbericht von Manuel über Shell Clubsmart
16.03.2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: schaden kann's nix  -  große Prämienauswahl  -  schnelle Verfügbarkeit
Kontra: einige Tankstellen bieten keine Rabattsysteme an und sind (auch dadurch) deutlich preiswerter

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Update - die Prämienpunkte für die Shopartikel wurden klammheimlich abgeschafft - nur noch auf einige ausgewählte Artikel gibt es nun einen Punkt pro Euro Umsatz...
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Hurra! Darauf hat die Welt gewartet! Helle Begeisterung breitet sich über den mündigen Verbraucher! Endlich mal wieder eine neue Rabattkarte im ohnehin schon viel zu engen Geldbeutel!
Nichtsdestotrotz will ich mir als fleißiger Konsument und Ankurbler des Wirtschaftskreislaufes die Chance, noch mehr Punkte zu sammeln, nicht entgehen lassen. Und so räume ich erneut meinen Geldbeutel auf, um die neue Clubsmart-Karte von Shell zwischen Payback-, Esprit-, Cinemaxx-, IKEA- und zahllosen weiteren Karten einzureihen.
Der Grund, warum ich diese Karte nun seit knapp über einem Jahr täglich mit mir rumschleppe lag auf der Hand: damals war ich häufig in der Region um den Chiemsee in Bayern unter-wegs, und da man in solch einsamen ländlichen Gegenden nicht an jeder Ecke eine Tankstelle findet, sondern nur eine Shell-Zapfstation, dachte ich mir, wenn ich schon den teuren Sprit tanken muss, dann will ich wenigstens etwas davon haben!

Was ist Clubsmart überhaupt?
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Der erste Weg führt direkt zum Schauplatz des Geschehens: die Anmeldebögen liegen in jeder Shell-Tankstelle aus, nur ein paar Daten ausfüllen, und die Bonuskarte erhält man sofort. Bis man allerdings auch online den vollen Zugriff auf seine Punkte erhält, vergingen bei mir rund acht Wochen. Das kann man aber verschmerzen, mittlerweile sollte es auch schneller gehen.
Eine kleine, handliche Plastikkarte verspricht den Zugang zu traumhaften Prämien, sagenhaften Angeboten und nie zuvor gesehenen Aktionen. Im Endeffekt ist die Rechnung ganz ein-fach: man lässt sein mühsam verdientes Geld an einer der zahllosen Shell-Tankstellen in Deutschland, und darf dafür, ebenso mühsam, Punkt um Punkt sammeln. Ähnlich dem allge-mein bekannten Payback-System erhält man für seinen Punkteberg irgendwann eine Prämie. Sein Punktekonto kann man mit folgenden Aktivitäten füttern:

1 Liter Kraftstoff = 1 Punkt
1 Liter Shell V-Power (Unfug!) = 5 Punkte
1 Euro Shopumsatz auf ausgewählte Artikel = 1 Punkte
1 Euro Umsatz mit Schmierstoffen = 5 Punkte
1 Euro Umsatz für die Waschanlage = 5 Punkte

Wenn ich zum Beispiel mein Auto voll tanke, was rund 45 Litern entspricht, sammle ich dadurch 45 Punkte. Schließlich kaufe ich, da ich der Versuchung nicht widerstehen kann, noch einen Schokoriegel, und im Gegenzug dazu für das Gewissen noch eine Coke Light (zusammen rund EUR 2.-), habe ich wieder zwei Punkte mehr. Auf dem Rückweg zum Auto sehe ich, wie dreckig mein Auto ist, also stopfe ich es in die Waschanlage, was mir nochmals mindestens 25 Punkte bringt.
Von Zeit zu Zeit gibt es kleine Sonderaktionen, z.B. für eine Sammelwut während einer gewissen Zeitspanne gibt es extra Punkte. So als kleinen Anreiz nebenbei…

Der Haken an der Sache
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Merke: auf der Welt gibt es nichts umsonst! Ich habe zwar mein Punktekonto mit diesem Beispiel-Tankstellen-Besuch um 72 Punkte gefüllt, dummerweise habe ich dafür auch (bei einem Benzinpreis von – tagesaktuell – EUR 1,13) knapp EUR 60.- zurückgelassen.
Man kann es aber auch anders rechnen: wenn ich meine gesammelten Punkte gleich umtau-sche, erhalte ich dafür den Schokoriegel (ca. 79 Punkte) kostenlos dazu – damit wird immerhin das tiefe Loch im Geldbeutel einigermaßen versüßt…
Die richtig interessanten Prämien beginnen bei rund 15.000 Punkten. Nein, liebe Freunde, da rede ich nicht mehr von Häkeldeckchen oder mundgeblasenen Gläsersets – in dieser Region fangen Unterhaltungs-Elektronik-Geräte an, wie z.B. Digitalkameras, Fernseher und allerlei weiteren technischen Schnickschnack. Spitzen wir den Bleistift und fangen an, eine kleine Rechnung aufzusetzen:

- Grundprinzip: 15.000 Punkte entsprechen 15.000 Litern Benzin (Autowäschen und kleinere Einkäufe im Shop vernachlässigen wir nun).

- Fazit Nr. 1: nach einiger Zeit erhalten wir eine 15.000 Euro teuere Digitalkamera, im Wert von rund 200 Euro. Geldvernichten einmal anders…
- Fazit Nr. 2: in der Zwischenzeit bin ich bei einem Durchschnittsverbrauch von 8,0 Litern 187.500 Kilometer weit gefahren. Schade, denn während meinen vier Erdumkreisungen hätte ich die Kamera sicher vorher schon gut gebrauchen können…

„Ha, die Rechnung stimmt doch gar nicht“ werden nun einige erboste Shell-Freunde sagen, schließlich muss ich mein Auto so oder so tanken! Stimmt, aber dafür ist eine Markentank-stelle, sei es nun Shell, Aral oder wem man auch immer sein Geld in den Rachen stopfen möchte, vorneweg rund drei Cent teurer…
Also beginnen wir eine neue, schnelle Rechnung: eine 15.000 Punkte-Prämie kostet mich demnach EUR 450.- (15.000 x 0,03 EUR Aufpreis). Es wird also deutlich: der Gewinn an der gesamten Aktion bleibt nach wie vor bei Shell – wer hätte es auch anders gedacht…

Die Prämien
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Der Hochglanz-Clubsmart-Produktkatalog umfasst auf rund 50 Seiten alle erdenklichen Prämien – und es kann niemand behaupten, es sei nichts für ihn dabei! Vom soeben bereits er-wähnten Schokoriegel bis hin zum Rennwochenende in Hockenheim ist alles vertreten.

Für diese Produktauswahl gibt es ein dickes Lob, man erinnere sich nur an andere Prämiensysteme, die sich stets in den Bereichen um dezentfarbige Kaffeegeschirre bis ultramoderne Küchenmaschinen bewegen und selten etwas Innovatives und Kundenfreundliches bieten.
Einige Prämien, um mal eine Dimension des persönlich benötigten Sammeleifers abzugrenzen, seien an dieser Stelle erwähnt:

- einen Gutschein für einen BigMac von McDonalds gibt es für 199 Punkte (faires Angebot!)
- einen Kinogutschein für einen romantischen Abend zu Zweit für 989 Punkte (fein, dann kann man sein Date gleich zu Hause abholen, unterwegs tanken, und wenn man das oft genug macht, ist der Kinobesuch irgendwann reingeholt)
- Grundig Akku-Rasierer für 2.999 Punkte
- Ein 55cm-Fernseher von Philips für schlappe 12.999 Punkte (da kann man aber lange in die Röhre schauen!)
- Bauknecht Waschmaschine oder Trockner für 39.999 Punkte (so eine Mund-wässrig-mach-Prämie!)

Den genauen Punktewert kann man schlecht errechnen, er ist abhängig von der Prämie. Als ungefähre Größe kann man aber annehmen, dass ein Punkt einem Cent entspricht. Für alle Querdenker: das Benzin wird somit einen Cent billiger – vorausgesetzt, man will überhaupt ins Kino oder braucht eine neue Waschmaschine.

Bei über 150 verschiedenen Beigaben gibt es aber auch kleine, feine Prämien wie z.B. Schlüsselanhänger für unter hundert Punkte, so dass man fairerweise recht schnell seine Pünktchen einlösen kann. Viele der „kleinen“ Prämien sind direkt im Shop erhältlich. Das läuft dann ungefähr so: der Kunde (=ich) sagt, er hätte gerne einen Schlüsselanhänger, um mal etwas von seinen Punkten in der Hand zu halten. Der Verkäufer bückt sich, sucht den halben Tresen ab, holt einen Kollegen zu Hilfe, schließlich verschwinden beide im Nirwana unter der Theke, ich überlege schon, mich zu diesem Zeitpunkt heimlich von dannen zu trollen, bis schließlich beide mit hochrotem Kopf ihre Beute, vielmehr meine Beute, freudig entgegenstrecken. Das Prozedere mit der Abrechnung vom Kundenkonto erspare ich an dieser Stelle, ich sage nur soviel: hätte ich mich besser heimlich getrollt…
Größere Prämien werden entweder auf Bestellung an eine beliebig wählbare Tankstelle eures Vertrauens geschickt, oder, wenn sie noch „wertvoller“ ist, gleich zu euch nach Hause. Fein, aber das dauert noch ein bisschen.

Sammelleidenschaft – oder schlichte Abhängigkeit?
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Auf den Winter folgte der Frühling, schließlich der Sommer, und mittlerweile ist es wieder Winter – und mein Punktekonto ist derweil auf über 4.000 Punkte angeschwollen. So langsam fängt die Sache an, Spaß zu machen! Ich bewege mich immerhin schon in Regionen von Kaffeeautomaten, Heckenscheren und Pulsuhren – oder einfacher gesagt: ich könnte mir zwei topaktuelle DVDs bestellen, und hätte immer noch 600 Punkte übrig.
Ich für meinen Teil lasse mein Punktekonto erstmal wachsen, und während ich in Sachen Punktekonto Fünfe gerade sein lasse, habe ich Zeit auszurechnen, was mich der Spaß mittler-weile gekostet hat:
4000 Punkte bedeuten immerhin 4000 Liter Benzin (okay, meine jährliche Fahrleistung liegt derweil auch bei rund 30.000km), das entspräche rund EUR 4400.-, die Shell an mir verdient hat. Jetzt weiß ich auch, warum ich beim Tanken immer meine Wundschutzscheibe blitzblank gewienert bekomme und mich der Tankwart mit einem freudigen Hallo begrüßt!

Ich habe mich selbst erwischt! Ratet doch mal, zu welcher Tankstelle ich fahre, wenn z.B. Shell und eine Aral direkt nebeneinander liegen – richtig, zur Shell-Tankstelle, schließlich will man prächtige Punkte absahnen! Blöd wird es nur, wenn neben der Shell-Tankstelle z.B. eine Jet-Tankstelle liegt – bei denen der Liter Benzin ein Cent preiswerter zu erstehen ist. Nein, mein Auto ist mittlerweile auf Shell programmiert und steuert das Ziel selbsttätig an. Somit ging die kluge Rechnung des Konzerns auf: gebt dem Konsumenten einen Plastikde-ckel, lockt ihn mit Schokoriegeln, DVDs und Heckenscheren, und er wird immer wieder kommen… Und ich bin darauf reingefallen! Und werde dies auch weiterhin, schließlich stehe ich diese Sache durch, bis ich meine goldene Heckenschere erstehen kann!

Volle Kontrolle
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Wer vor lauter Sammeln den Überblick verliert, kann sich jederzeit an der Shopkasse seinen aktuellen Punktestand ausdrucken lassen. Einfacher und bequemer geht es auch per Internet, nach einer kurzen Registrierung unter www.clubsmart.de hat man den gleichen klaren Durchblick wie ich mit meiner blank geputzten Windschutzscheibe. Neben dem aktuellen Kontostand hat man die Möglichkeit im wirklich sehr umfangreichen Produktkatalog zu stöbern und sich neue Motivation auf die nächsthöhergelegene Prämie zu holen.

Das Fazit
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Sagen wir es mal so: wenn man ohnehin eine Shell-Tankstelle zur favorisierten Anlaufstelle für Sprit und Einkäufe nach 20 Uhr erkoren hat, lohnt sich eine Clubsmart-Karte auf jeden Fall. Durch die Tatsache, dass die ersten interessanten Prämien bereits nach wenigen Tankstopps zu erreichen sind, das Handling im Allgemeinen sehr einfach und unkompliziert ist, und eine Plastikkarte mehr oder weniger im Geldbeutel auch nicht auffällt, ist dieses Prämiensystem durchaus empfehlenswert.
Nicht vergessen darf man jedoch, dass Benzin an anderen Tankstellen wie z.B. freien Tankstellen oftmals um einiges preiswerter ist. Diesen Preisunterschied kann kein Punktesystem aufwiegen, zumal man die Ersparnis sofort, ohne Abzüge und ohne Sammeln im eigenen Portemonnaie spürt. Nicht zuletzt werden solche Prämienaktionen, gleich ob von Shell oder Mitbewerbern, immer auf den Kaufpreis umgelegt.
Vielleicht komme ich irgendwann selbst zu dieser Erkenntnis, nichtsdestotrotz meine zwei nächsten Tankstellen beide von Shell sind. Bis dahin werde ich fleißig meine Karte an der Shopkasse zücken, und eisern auf meinen Punkten sitzen – vielleicht hole ich mir irgendwann mal eine Küchenmaschine…

In diesem Sinne © 2005 - Manuel

P.S.: Wer den Schlusssatz mit der Küchenmaschine verstehen will, muss den Text lesen... :-)

   

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