Shetland

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Kleine Frechdachse...

4  08.10.2006 (09.10.2006)

Pro:
intelligent, gutmütig, kräftig, klein  * gg *  (man fällt nicht so tief)

Kontra:
nix für Erwachsene, stur

Empfehlenswert: Ja 

Kolgrimma

Über sich: Ach kommt eine Lesung noch bei meinem Brennivin bericht...

Mitglied seit:12.09.2006

Erfahrungsberichte:18

Vertrauende:6

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 53 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Leserschaft und Freunde der Reiter... Auf meiner Suche nach interessanten Themen, bin ich über das Shetland-pony gefallen. Auf meiner Dänemarkreise, habe ich so viele knuffige Shettys gesehen, dass ich dachte ich muss darüber schreiben.

Aber urteilt selbst...

Das Shetlandpony

Exterieur / Gebäude/ Aussehen des Idealpony
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Es sollte eine Größe von 0,78m bis l,07m besitzen. Das Idealbild eines Shetlandponys hat einen langen, trockenen Kopf (trocken = edel, schmal) mit fast quadratischem Maul, große Nüstern und kleine elegante, kleine Ohren. Der starker Hals sollte auf einen kräftigem Rumpf mit wenig Widerrist sitzen. Das Shetlandpony sollte eine kräftige, runde Kruppe, sowie kurze und kräftige Beine mit klaren Gelenken und harten Hufen haben. Die Mähne und der Schweif sollten dick und dicht sein. Das Fell sollte ebenfalls dicht und dick sein, sowie glänzend. Als Fellfarben können alle Pferdfarben vorkommen.

Interieur
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Sie sind gutmütige Reitponys, unter der Vorraussetzung, dass sie eine gute Grundausbildung genossen haben, sonst sind die Kleinen oft frech und nicht ausgelastet. Shetlandponys sind ausdauernde und kräftige Zugpferde (Ein Pony schafft eine Kutsche mit 2-3 Personen). Alles in Allem sind sie sehr genügsam. An ihre Haltung stellen sie keine großen Ansprüche. Ihnen genügt eine Weide mit einem Unterstand und im Winter Heuzufütterung. Daher können sie wie die meisten Pferde sehr robust gehalten werden. Die Shettys sind sehr intelligent und möchten gefördert und gefordert werden. Wenn sie unterfordert sind, machen die Kleinen gerne Blödsinn.

Geschichte des Shetlandponys
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Diese Rasse geht möglicherweise auf die prähistorischen Urformen des eiszeitlichen Wald- und Tundrenponys zurück, die im extrem rauen Klima verkümmerten. Später kamen mit der Besiedlung der inzwischen von der kontinentalen Landmasse abgetrennten Shetland-Inseln auch keltische Ponys und um die Mitte des ersten Jahrtausends nach Christi auch nordische Ponys. Die Pferdchen wurden auf den Inseln als Trag-, Zug- und Reittiere verwendet. Sie gedeihen bei spärlichem Futter und ganzjähriger Weidehaltung im Freien sehr gut. Sie wurden häufig als Grubenpferde verwendet. Und seit 1847 immer häufiger, das seit diesem Jahr die Frauen- und Kinderarbeit unter tage verboten wurde. Das Stutbuch wurde 1890 bgründet.
Die kleinen Ponys erwarben immer beliebter und werden heute oft als Kinder-, Zug- oder Zirkusponys eingesetzt.

Besonderheiten
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Eine Besonderheit des Shetlandponys ist, dass es sich zwar als Kinderpony bewährt hat, jedoch auch als Kutschpferd für Erwachsene.
Inzwischen gibt es sogar einige Blindenponys in den USA (kein Scherz!). AUuch dies Sind Shetlandponys. Ein Nachteil an diesen kleinen, ist, dass sie sehr schnell lernen und dem entsprechend auch schnell Blödsinn erlernen.

Fütterung
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Shettlandponys reicht es im Allgemeinen, wenn sie das fressen, was auf der Weide ist. Bei ihnen ergibt sich jedoch oft das Problem, dass sie zu schnell fett werden. Die kann dann zu Hufrehe (Grasrehe* = zu viel Eiweiß) führen Kraftfutter wie Hafer oder Müsli benötigen sie theoretisch keins. Nur wenn sie täglich gearbeitet werden, sollten sie dazugefüttert werden. Mineralfutter sollten sie wie alle anderen Pferde hinzugefüttert bekommen.

Meine Erfahrungen mit Shettys
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Chicco
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Chicco ist eines Shetty, das eigentlich nur als Beistellpony für ein größeres Pferd da war. Dies war ihm jedoch zu langweilig und daher tauchte er öfters unter dem Weidezaun durch. Daher suchte ich zusammen mit der Besitzerin eine Lösung. Ich beschäftigte mich also von da an alle 2-3 Tage mit ihm. Angefangen haben wir mit der Langzügelarbeit (Langzügel = Mensch geht hinter dem Pony und hat die Zügel genau wie beim Reiten in der Hand), da er schon eingeritten war. Ich brachte ihm alle möglichen Dinge bei. Ich fing mit den Grundgangarten an. Als diese klappten ging ich zu den Seitengängen über. Zwischenzeitlicht schob ich immer mal eine Zirkuslektion ein, wie Steigen, Knien oder liegen. Nach einem halben Jahr ging alles reibungslos und ich suchte eine neue Herausforderung. Somit fing ich an, ihn wie ein Dressurpferd auch am langen Zügel piaffieren (Trab auf der Stelle) und passagieren (Trab bei dem die eine Phase länger ist als die andere) zu lassen. Es klappte alles wunderbar. Inzwischen geht er auch als Kinderpony im Reitunterricht mit. Ich habe leider den Stall gewechselt, da der, wo chicco steht umgezogen ist und ich dort nicht mehr hinkomme.

Silver
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Silver ist ebenfalls ein reinrassiges Shetty. Er steht auf einem großen Reitstall. Ich habe ihn dort während meines Urlaubes kennen gelernt. Bemerkt dass er etwas Besonderes ist, habe ich, als eines der Reiterferienkinder ihn losgelassen hat, bzw. als er sich von dem Kind losgerissen hat. Ich habe ihn für das Mädchen eingefangen. Doch beim fangen gab es einige Probleme, da er sobald ich ihm zu Nahe kam die Ohren angelegt hat und mit gefletschten Zähnen auf mich zu springen wollte. Nach zwei Minuten hatte ich auf mich aufmerksam gemacht und habe ihn durch kontinuierliches Ansprechen klar gemacht, dass ich ihn haben wollte. Silver meinte jedoch, er könne an mir vorbei galoppieren. Bei diesem Galoppsprung bekam ich jedoch seinen Zügel gefasst und schon hatte ich ihn. Ich bracht ihn dann zu der Reitschülerin und sie war glücklich, dass sie jetzt doch am Reitunterricht teilnehmen durfte. Ich kratzte noch die Hufe aus, wobei er jeweils bei Vorderhuf stieg. Die Reitlehrerin sagte mir, ich könne es ruhig sein lassen, doch ich wollte es auch noch machen. Nach dem Unterricht nahm ich ihr dann Silver ab und brachte ihn zurück auf seine Weide. Bei mir war er ein Lamm und bei der Reitschülerin, die ihn zu mir brachte, zickte er total rum. Am nächsten Tag nahm ich mir Silver zum Arbeiten. Er benahm sich vorzüglich und machte von dort an zumindest ei mir keine Zicken mehr. Er weiß ganz genau, bei wem er es sich erlauben darf "blöd" zu sein und bei wem nicht.


So, dass war mal wieder ein Bericht aus dem Reich der Pferde

Ich hoffe er hat euch gefallen


Lg Koli

Anmerkungen:
* Rehe: Giftige Eiweißzersetzungsprozesse sind vermehrt im Blut des Pferdes vorhanden, diese lagern sich dann in den Hufen ab. Symptome: Schweißausbrüche, hohe Temperatur Schmerzen im Hufbereich
Bilder von Shetland
Shetland Bild 21487031 tb
Wenn ich schon so von ihm schwärm, dann sollt ihr ihn auch sehen, Chicco
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
AndreaRo

AndreaRo

13.11.2006 20:18

Die sind echt schlau. In dem Stall, in dem ich früher mein Pferd hatte, war ein kleines shwarzes Shetti. Das hat irgendwie den Dreh rausbekommen, wie es mit dem Mähnenkamm den Elektrozaun anheben und unten durch rennen konnte :-)

Fossibaer2002

Fossibaer2002

28.10.2006 10:00

"Die Shettys sind sehr intelligent und möchten gefördert und gefordert werden. Wenn sie unterfordert sind, machen die Kleinen gerne Blödsinn". Die Shettys sind anscheinend mit Labrador Hunden verwandt. Meine Amy ist genau wie oben beschrieben. :o)

Hautnah

Hautnah

23.10.2006 19:53

nett geschrieben und der Titel -> gut! Bin auch ein Frechdachs, manchmal, da musst den einfach lesen.

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