Zu was Einsamkeit doch führen kann...
06.09.2001
Pro:
alles
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 GreatChain
Über sich:
Schützt die Grindwale!
Mitglied seit:04.11.2000
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So...ob mein Freund jetzt die versprochenen CDs bringt oder nicht, dass erfahren wir alle erst diesen Freitag. Bis dahin dürften sich hier noch einige Leute (und auch ich) mit dem Unwissen quälen. Aber GreatChain kann nicht einfach nur hier rumhocken und warten, bis es soweit ist. Er will schreiben, und wenn es das letzte ist, was er tut (nun ja, das sollte ich jetzt vielleicht nicht so laut aussprechen!). Es gibt noch sooo viele King-Bücher, mit denen ich mich auseinandersetzen kann, und diesmal ist "Shining" dran, den Gerüchten zufolgen eines seiner besten Bücher. Dem stimme ich ausnahmsweise sogar zu, es war mein letztes King-Buch (ich werde natürlich noch mehr lesen, also nicht letztes in diesem Sinne) und ich habe es gelesen, während ich mit mit einer fetten Erkältung daheim hockte, ganz alleine, und da kam auch die richtige Stimmung auf. Genug geschwätzt, jetzt mal von der Praktik zur Theorie: Der versoffene Lehrer Jack Torrence hat seinen Job verloren, weil er einem seiner Schüler kräftig aufs Maul gegeben hatte. Dieser hatte nämlich seine Autoreifen aufgeschlitzt. Den Grund kann man sich vielleicht auch ganz gut vorstellen, GreatChain hat auch so gewisse Lehrer, denen er am liebsten nicht nur die Reifen aufschlitzen würde *teuflischgrins*. Egal, zurück zum Thema. Jack ist also gefeuert worden und muss sich eine neue Arbeit suchen. Aber da er Alkoholiker ist, ist es nicht so einfach. Jacks Freude wird aber um so größer, als ihm die Arbeit als Hausmeister eines der bedeutendsten Hotels in der Welt angeboten wird. Das Hotel liegt mitten in den Rocky Mountains, genauer gesagt in Colorado. Es trägt den Namen "Overlook", was das wirklich heisst, weiss ich jetzt nicht, aber wenn man es frei übersetzt, kommt "Überblick" heraus. Der Name passt also auch ganz gut.Jacks Aufgabe besteht darin, von Oktober bis Mai mit seiner Familie ins Hotel zu ziehen und das Hotel während des Winters in Ordnung zu halten, d. h. den Druck des Heizkessels überprüfen, eventuelle Frostschäden beseitigen usw. Jack nimmt die Arbeit mit Begeisterung an, auch seine Frau Wendy und der fünfjährige Sohn Danny sind daran interessiert. Danny hat aber eine besondere Begabung: er kann Sachen sehen, die mal passiert waren und die, die noch passieren werden. Für diese Fälle hat er in seiner Fantasie einen Freund mit dem Namen Tony. Wenn Tony sich dazu entschliesst, Danny irgendwas zu erzählen, lässt er Danny in Trance verfallen und zeigt ihm dann verschiedenes Zeug. In diesem Moment hält Tony es für richtig, Danny von dem Overlook Hotel zu erzählen, da auch Danny bestimmte Dinge nicht sehen kann. Tony warnt Danny lautstark, dort nicht hinzugehen, da alles böse, was dort je geschah, zurückbleibt. Aus Angst verspricht Danny, sich vom Hotel fernzuhalten. So gehen noch einige Wochen vorbei, und Familie Torrence macht sich auf den Weg in ihr neues Zuhause für die nächsten 7 Monate. Dort angekommen lernen sie den Hotelkoch Dick Halorann kennen, wobei der alte Hausmeister Bill Watson Jack und Wendy durch das Hotel führt, und Halorann geht mit Danny raus, um sich mit ihm zu unterhalten, denn er hat bemerkt, dass Danny ebenfalls diese Gabe hat, die Halorann selbst als "Shining" bezeichnet. Er erzählt ihm auch, dass zwei Leute, die das Sching haben, sich per Gedanken unterhalten können. Halorann erzählt Danny, was Overlook für ein Haus ist, was man dort zu sehen bekommt, wenn man das Shining hat. Er sagt Danny auch, wenn er (Danny) in Schwierigkeiten sein sollte, dann soll er ihn ganz laut rufen. Danny verspricht ihm auch, dass er nicht in das Zimmer 217 gehen wird, da Halorann dort schon einige unschöne Sachen zu Gesicht bekam. Halorann hat es eilig, schnell vom Hotel wegzukommen, und verabschiedet sich schnell von den Torrances. Auch Watson fährt dann schliesslich weg und die eigentliche Story beginnt...Bei seinem ersten richtigen Durchgang durch das Hotel schaut Jack auch im Keller vorbei und findet dort alte Zeitungsausschnitte und Notizen über das Hotel. Er erfährt, dass hier schon berühmte Gangsterbosse abgeknallt wurden, Filmdivas Selbstmord begangen haben usw. Er beschliesst, ein Buch über das Hotel zu schreiben. Auch Danny findet es langweilig, dauernd im Zimmer zu hocken und macht sich auf den Weg, das Hotel zu erforschen. Unterwegs hört er ständig Türe quitschen, Kichern und Partymusik. In den Korridoren hat er Visionen von Blut an den Wänden und Schreien wie "Neeein!! Tue es nicht! PENG!", Feuerwehrschläuche rollen sich von selbst auf und sonstiges. Je weiter und länger die Monate vergehen, desto mehr verändert sich das Leben der drei, es ist nun nicht mehr so glücklich, wie am Anfang. Jack übernimmt wieder alle seine Gewohnheiten, die er in der Zeit hatte, als er noch richtig gesoffen hatte. Er wird mürrisch, hält sich nur noch im Keller auf, wühlt nur noch in dem Papierkram rum und scheint nichts anderes mehr im Kopf zu haben. Wendy gefällt es ganz und gar nicht, dass Danny ab und zu leichenblass die Treppe runtergeht, als ob er ein Gespenst gesehen hätte. Wenn sie wüsste, dass er tatsächlich eines gesehen hat....Als dann auch noch der Winter einbricht, und das Hotel völlig eingeschneit, also auch komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist, verschlimmert sich die Lage noch mehr. Keiner der drei will alleine sein, aber jeder hat Angst - vor sich selber und von den Anderen. So langsam verwandelt sich die Idylle in eine angespannte Athmospäre, in diese unerträgliche Ruhe vor dem Sturm, die meist noch übler ist, als der Sturm selbst. Etwas wird wieder zum Leben erweckt, etwas, was nur Leute mit dem Shining sehen können. Und dieses Etwas wird immer stärker, immer aufdringlicher, es ergreift immer mehr Besitz von Jacks Seele und zwingt ihn am Ende sogar noch, hinter Danny und Wendy mit einem Krockett-Schläger hinterherzujagen. Wunderbar - ein eingeschneites Hotel, ein Verrückter und ein Krockett-Schläger - was will man mehr? Was soll noch geschehen, um das Chaos zu vervollständigen? Danny spürt deutlich, dass bald etwas geschieht, dass dieses Etwas in Wirklichkeit die Seelen derer sind, die das große Pech hatten, im Overlook Hotel verendet zu sein. Seit dem Bestehen des Hotels kamen immer wieder Leute um - alle diese Leute sich immer noch hier. Auch Delbert Grady, der auch mal Hausmeister hier war. Damals, vor zehn Jahren drehte er auch durch, und erschlug seine Frau und seine zwei Töchter. Dann knallte er sich selbst mit einer Schrotflinte ab. Jack wird immer mehr in diese "Geistergesellschaft" reingezogen, lernt auch Grady kennen, welcher ihm sagt, dass Wendy und Danny ebenfalls "gebraucht" werden - und Jack versteht das ganz sicher nicht falsch... Das Shining - das Hotel hat es, und etwas anderes beginnt auch zu "scheinen".Fazit: Für mich gehört das Buch in die Top 5, denn wenn so eine Idee auch noch so genial in eine über 600 Seiten dicke Lektüre umwandelt wird, ist es sicher nicht vom Mond gefallen. Man kann richtig diese gottverlassene Lage nachempfinden. Sogar wenn das Hotel ganz normal gewesen wäre, wäre es schon übel genug. Für alle King-Fans, die das Buch nicht kennen: Pfui! Wie konntet ihr nur so ein Buch als ungelesen wissen? Ändert das möglichst schnell! Die beiden Verfilmungen sich auch nicht ohne, wobei die erste (1980) ziemlich frei erzählt wird, dabei aber als einzig wahrer Horrorfilm bezeichnet werden kann, und die andere (1997) fast haargenau dem Buch gleicht, aber nur der Musik wegen als einigermaßen horrormäßig betitelt werden kann. Die fünf Sterne hat sich Buch jedenfalls ehrlich verdient. Preis: 14,88 DM ISBN: 3-404-130-081 Verlag: Lübbe 622 Seiten
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2012, 464 Seiten, Taschenbuch, Englisch
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27.09.2004 21:09
ein besonders hilfreich von mir, da dein bericht mir zur Kaufentscheidung geholfen hat, vielen dank und ich hoffe man liest sich.
03.10.2002 18:58
Schöner Bericht. Hab das Buch auch gelesen, ist schon ein bisschen länger her aber ich fand's auch super. Grüßle Moorhuhn85
11.11.2001 20:09
Knapp s.h., wegen der zwar vorhandenen, doch recht kurzen eigenen Meinung; ich mag's lieber, wenn der Inhalt dafür etwas knapper ist. Aber ich will unbedingt wissen, warum dir ein Buch gefällt und warum nicht... So long, anno