DROM
04.08.2005
Pro:
Sehr guter Schreibstil, sympathische Charaktere, wird nie langweilig . . . . . .
Kontra:
Rechtschreibung an einigen Stellen, ist aber nicht gravierend
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
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 nikitaoprz
Über sich:
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 97 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Leserinnen und Leser, heute mal ein Bericht über meine kürzliche Lektüre: "Shining" von Stephen King. Über dieses Buch habe ich hier schon einige Berichte gelesen. Und nach einigen Stöbern in der Ciao Kategorie Belletristik - Horror hatte ich schon so viele Berichte gelesen dass ich das Buch eigentlich kaum noch lesen musste. Allerdings fand ich in der Bücherabteilung nichts in der Kategorie Horror, das mich wirklich ansprach. Ich finde die Texte auf der Rückseite von Büchern ohnehin nicht sehr aufschlussreich. Und eigentlich kann ich mir kaum vorstellen ein Buch allein nach diesem Kriterium auszusuchen. So griff ich doch auf die Berichte von Ciao zurück. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen "Teuflische Schwester" von Saul John zu lesen. Leider war dies in der Buchhandlung bereits vergriffen und ich brauchte doch dringend eine Lektüre nach dem ich mein letztes Buch "Wüstenblume" vor kurzem beendet hatte. Genug der Erzählungen. --- Stephen King --- Eigentlich scheue ich mich, viel über diesen Autor zu erzählen, weil ich denke, dass fast jeder diesen Namen kennt. Er gehört zu den meistgelesenen Autoren unserer heutigen Bücherwelt. Bekannt ist er für seine Werke "ES" oder "Carrie" die Geschichte eines Mädchens, das durch den religiösen Fanatismus ihrer Mutter in eine schwere Pubertätspsychose gerät. Zu einigen seiner Werke gibt es die dazugehörige Verfilmung. Doch nicht nur ich bin der Meinung, das Bücher meist viel besser sind, als der Film selber. --- Shining --- Bevor ich beginnen möchte, euch die Story dieses Buches - natürlich nur bruchteilhaft, denn das Buch hat schließlich über 600 Seiten - wiederzugeben, möchte ich erklären, was "Shining" ist. Shining ist eine seltene Gabe, die jemandem mit in die Wiege gelegt wird. Mann kann es auch Hellsehen nennen. Jedoch kann jemand, der das Shining hat, nicht nur die Zukunft sehen sondern auch die Vergangenheit. Dazu muss man sagen, dass nicht alles eintreffen muss, was die entsprechende Person sieht. D. h. man kann sein "Schicksaal" immer noch verhindern. So kann man das Shining als Warnung nehmen. Es geht in diesem Buch um eine Familie, die Torrences. Die Familie besteht aus Jack (dem Vater), Wendy (Winifried, die Mutter) und - die Hauptfigur, Danny (der 5jährige Sohn der beiden). Jack war Alkoholiker nachdem er seinen Job in der Schule verloren hatte, doch als er begriff, dass er damit seine kleine Familie zerstörte, dämmerte es ihm endlich. Er musste damit aufhören!! Seit dem Tag, an dem er seinem Sohn Danny den Arm gebrochen hatte, weil dieser Bier über "Sein Stück", wie er es nannte, geschüttet hatte, wusste er, das jetzt der Punkt gekommen war. Das war als er noch drei Jahre alt war. Jacks Stück war ein Buch, das noch aus zwei Akten bestand und das er fertig schreiben wollte. Jetzt, zwei Jahre später, hatte er endlich einen neuen Job als Hausmeister in einem Publicity Hotel namens "Overlook" in Colorado bekommen. Den Job sollte er die ganze Wintersaison über ausüben. Denn zu dieser Zeit würden keine Gäste in diesem Hotel sein. D. h. er wäre mit seiner Familie ganz alleine. Das Hotel Overlook lag hoch in den Bergen und dort herrschten im Winter solch starke Schneestürme, dass der Schnee hier auch mal 30 cm hoch lag. Sie könnten das Hotel nicht verlassen, da der nächste Ort 40 Meilen weiter lag. Danny, der Sohn von Wendy und Jack, hat das "Shining", die Gabe von der ich vorher erzählt habe. Die Eltern ahnten es immer wieder, aber sie wussten es nicht wirklich. Und immer wieder bekam Danny Alpträume von diesem Hotel in denen immer wieder das Wort DROM erschien und er wusste, dass es ein Fehler wäre, dort hin zu gehen. Aber weil er auch wusste, dass Daddy diesen Job brauchte, hielt er einfach seinen Mund und sagte seinen Eltern nichts über seine grausigen Alpträume. So kam es also dazu, dass die kleine Familie nach Colorado zog und sich für den Winter dort einquartierte. Dort angekommen lernt die Familie Dick Hallorann kennen, der Koch des Hotels, der seinen Winter in Florida verbringen wird. Hallorann ist - wie Danny - hellsichtig und erklärt diesem, dass in dem Hotel manchmal Dinge für Hellsichtige zu sehen sind, die sehr böse sind, die jemandem jedoch nichts tun können. Dazu wünscht er sich von Danny, das dieser ihm verspricht nicht ins Zimmer 217 dieses Hauses zu gehen, weil dort schon einige Hellsichtige Personen schlimme Dinge zu sehen bekommen haben. Danny verspricht es ihm. Dazu muss man sagen, Danny ist ein sehr braver Junge der seine Versprechen eigentlich immer einhält. Dann fährt Hallorann weg und die Familie ist allein im Overlook. Die erste Zeit läuft alles super! Sie verstehen sich besser als jemals zuvor. Doch nach einiger Zeit, scheint etwas nicht zu stimmen. Danny hält sein Versprechen Hallorann gegenüber nicht ein und sieht etwas schreckliches in diesem Zimmer. Dannys Träume werden schlimmer - DROM - immer wieder DROM. Sein Vater Jack bekommt Wahnvorstellungen und fängt an imaginären Martini zu trinken. Er fängt an Dinge zu hören die ihm sagen er solle seine Familie umbringen.......... Wird er das tun? Was sieht Danny im Zimmer 217? Werden Dannys träume über das Hotel zur Wirklichkeit??? Was ist DROM? Wer das wissen möchte, der sollte sich das Buch durchlesen, es lohnt sich wirklich. Es ist super geschrieben und man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe mir das Buch innerhalb von 3 Tagen durchgelesen - es hat über 600 Seiten.--- Zu den Personen im Buch --- DannyDanny ist der Sohn von Wendy und Jack. Er ist erst fünf Jahre alt, doch er ist intelligenter als andere Jungen in seinem alter. Obwohl er noch nicht in die Schule geht kann er bereits lesen. Dazu hat er das "Shining". Er kann Dinge manchmal voraussehen und weiß was seine Eltern denken. Er liebt seinen Vater abgöttisch und würde sich nie von ihm trennen wollen. Andererseits hat er auch irgendwo Angst vor ihm, seit dieser sich vor zwei Jahren nicht unter Kontrolle gehabt hatte und ihm den Arm brach. Danny hat einen imaginären Freund namens Tony, der ihm Dinge zeigt, die er eigentlich nicht wissen kann. So verlor z. B. sein Daddy mal seinen Aktenkoffer und Tony zeigte Danny, wo er diesen hatte. Als er es seinem Vater sagte, ging Jack sofort um nachzusehen, ob das stimmte. Danny hatte Recht. Woher wusste er nur diese unglaublichen Dinge?? Wendy Wendy heißt mit richtigem Namen Winifried. Sie ist mit Jack schon seit sechs Jahren liiert und hatte mit ihm schon manch schwere Zeiten durchgestanden. Sie hat einen tief sitzenden Hass gegen ihre Mutter, die niemals wollte, dass sie Jack heiratete….vielleicht hatte sie ja recht…nein so was darf ich nicht denken. Seit Jack mit der Sauferei aufgehört hatte, konnte sie sich nicht so recht daran gewöhnen….würde er wirklich nicht wieder rückfällig werden? Obwohl das alles schon über ein Jahr her war, roch sie unterbewusst immer noch an ihm um den bitteren Geruch von Alkohol an ihm wahrzunehmen. Sie befürchtete immer wieder, er könnte Danny - ihrem geliebten Sohn - etwas antun.Jack Jack liebte seinen Sohn abgöttisch. Wie auch sein Sohn ihn abgöttisch liebte. Doch obwohl er nicht mehr trank, überkamen ihn ab und zu Wutanfälle. Jacks Vater war selber Säufer und verprügelte ihn regelmäßig. Das hieß aber nicht, dass Jack seinen Vater nicht liebte, im Gegenteil. Er hielt seine Kindheit für normal. Als Jack in Stovington in der Schule als Lehrer arbeitete hatte er noch ein erfülltes Leben, niemals hatte die Familie Geldsorgen gehabt. Doch dann fing er an zu trinken…..er verprügelte einen Schüler und somit wurde er von der Schule geschmissen. Doch statt das Trinken aufzugeben, wurde es nur noch schlimmer. Eines Tages kam er nach Hause und sein dreijähriger Sohn hatte Bier über wichtige Papiere geschüttet. Wut kam in Jack auf und ohne zu überlegen packte er Danny am Arm. Er konnte seine Kraft selber nicht wahrnehmen. Doch schon war es zu spät, Danny find an zu brüllen…..sein Arm war gebrochen. Das war genug. Die Sauferei musste aufhören. Doch anscheinend war dieser Vorfall noch nicht genug……Al Shockley Al war Jacks bester Freund. Kurz nach dem "Unfall" mit Dannys Arm gingen er und Jack wiedermal in eine Bar und betranken sich. Noch am selben Tag fuhren die beiden mit Al´s Jaguar spazieren, als plötzlich ein Fahrrad auf der Straße stand. Al bremste, doch es war schon zu spät, als die beiden das nächste Mal die Augen öffneten, befand sich das Fahrrad bereits völlig zerstört hinter ihnen. Die Speichen standen verbogen in die Luft. Was war nur geschehen???? Hatten sie jemanden überfahren?? Gar getötet?? Jack und Al stiegen aus dem Auto um nach der Leiche zu suchen…….doch nirgendwo war eine zu finden. Wieso um Himmels Willen stand ein Fahrrad mitten auf der Straße??? Ohne Person, die es fuhr? Das war der ausschlaggebende Punkt für Jack und auch für Al, das Saufen aufzugeben.Hallorann (Dick) Dick Hallorann ist angestellter Koch im Hotel Overlook. Er hat die gleiche Fähigkeit wie Danny, nämlich Dinge zu sehen, die andere Menschen nicht sehen konnten. Dinge, die passieren werden und die passiert sind. Mit Danny kann er über weite Entfernungen Gespräche führen. Die durch das "shining" möglich sind. Auch Dick´s Großmutter hatte diese Fähigkeit.---- Leseprobe aus dem Buch ---- "Du wist jetzt deine Abreibung bekommen" grunzte Jack. "Bei Gott, das wirst du. Du kleiner Hund. Du schäbiges kleines Vieh. Bei Gott, jetzt gleich!" Während das Licht über ihm schwankte und die Schatten über ihm tanzten und flatterten, schwang er den Stock und schlug immer wieder zu. Sein Arm hob und senkte sich mechanisch wie eine Maschine. Georges blutige Finger, die er schützend über den Kopf gehalten hatte, glitten herab, und Jack ließ den Stock immer wieder auf Georges Nacken, Schultern, Rücken und Arme niedersausen. Aber der Stock war eigentlich kein Stock mehr; er schien jetzt ein Schläger mit einer Art gestreiftem Griff zu sein. Der Kopf des Schlägers hatte eine harte und eine weiche Seite. Das Ende, mit dem er zuschlug, war von Blut und Haaren verklebt, und das klatschende Geräusch des Schlägers auf der Haut war jetzt zu einem dumpfen Dröhnen geworden, das hallend von den Wänden zurückgeworfen wurde. Seine eigene Stimme hatte den gleichen Klang angenommen, sein körperloses Brüllen. Und dennoch hörte sie sich paradoxerweise schwächer an, undeutlich und lallend….als ob er betrunken wäre. Die kniende Gestalt hob langsam den Kopf, wie um ihn anzuflehen. Sie hatte kein Gesicht, sondern eine Maske von Blut, aus der die Augen angestrengt blickten. Jack hob den Schläger zu einem letzten, pfeifenden Schlag, der nicht mehr zu stoppen war, als er erkannte, dass das Gesicht des Bittenden nicht George gehörte, sondern Danny. Es war das Gesicht seines Sohnes. "Daddy...." Krachend fuhr der Schläger herab. Er traf Danny genau zwischen die Augen und schloss sie für immer. Und irgendwo schien etwas zu lachen...... (!Nein!) Al er aus dem Traum erwachte, stand er nackt über Dannys Bett, mit leeren Händen, der ganze Körper schweißglänzend. Sein letzter Aufschrei hatte nur in seinen Gedanken stattgefunden. Er wiederholte ihn, diemal flüsternd. "Nein. Nein, Danny. Niemals" Er ging auf Beinen, die sich in Gummi verwandelt hatten, zu seinem Bett zurück. Wendy lag in tiefem Schlaf. Die Uhr am Bett zeigte Viertel vor fünf. Bis sieben lag er schlaflos. Dann hörte er, dass Danny sich regte. Jack stand auf und zog sich an. Es war Zeit, nach unten zu gehen. Er musste sich um die Kesselanlage kümmern. --- Meine Meinung --- Stephen King versteht es sehr gut, die Charaktere echt und menschlich darzustellen. Alle Personen sind sehr sympathisch und der Wechsel von Gut und Böse in Jack wird auch sehr realistisch und gut vorstellbar dargestellt. Das Buch ist verständlich und einfach geschrieben. Ich habe nicht den Eindruck, dass es kompliziert zu lesen wäre. Nicht nur für mich. Der Nachteil ist, dass in dem Buch ziemlich viele Rechtschreibfehler zu finden sind. Da fehlt mal bei der das "r" oder statt "Angesicht" wird "Angescht" geschrieben. Es ist nicht gravierend. Jeder weiß eigentlich, was gemeint ist. Im Buch wird schon von Anfang an ein Horror - Szenario aufgebaut. Es passt einfach alles zusammen. Der Anfang ist noch harmlos. Doch im Laufe des Buches schafft es Stephen King die Dinge, die Anfangs normal sind, in Dinge zu verwandeln vor denen man sich gruseln muss. "Shining" wird an keiner Stelle langweilig, auch am Anfang nicht, wo noch nicht so viel passiert. Ich kann dieses Buch nur jedem weiterempfehlen und es bekommt von mir die volle Sternzahl. Ich lese zum ersten Mal Stephen King, ich wusste schon vorher, dass es ein super Autor ist. Doch ich dachte mir auch, dass seine Bücher ziemlich kompliziert geschrieben sind. Jetzt weiß ich, dass das nicht der Fall ist. Das Buch lässt sich sehr gut lesen und man möchte gar nicht mehr aufhören. Es gab schon Bücher für die brauche ich eine Woche, doch dieses Buch nahm mir nur drei Tage in Anspruch. Ich dachte mir anfangs eigentlich nicht, dass es in einem Buch möglich ist, den Horror genauso gruselig aufzubauen, wie in einem Film. Ich dachte mir, was ist mit der Musik? "dum dum dum dum" Die zur Stelle ist und einen fast genauso erschrecken kann wie ein Bild. Oder was ist mit den Bildern? Blutige unheimlich aussehen Kreaturen? Aber bei diesem Buch fällt es einem nicht sehr schwer sich die Dinge vorzustellen. Viel besser als im Film. Eigentlich war ich immer der Fan von Reality Geschichten. Geschichten, die nach wahren Begebenheiten geschrieben sind. So z. B. Wüstenblume oder Aufschrei. Doch Stephen King hat mich in seinen Bann gezogen und ich werden sicherlich noch einige Bücher von ihm lesen!!Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren schon im Voraus!
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14.05.2009 09:57
Prima Bericht, ist wirklich ein spitzen Buch. Kann man immer mal wieder lesen.
15.05.2006 20:30
hübsch zusammen gefasst und doch die wichtigen stellen ausgelassen reizt zum lesen an :)
22.08.2005 16:56
ich habe nur den Film gesehen, das hat mir schon gereicht...LG, Vanessa