Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Jack Nicholson, nette Verfilmung |
| Kontra: |
Warner DVD - Hülle, DVD könnte besser ausgestattet sein |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Mit "The Shining" gelang Stanley Kubrick eine der erfolgreichsten King Verfilmungen überhaupt. Dennoch war die Verfilmung nicht im Sinne des Kings und Jahre später hat er die Verfilmung seines Romans. War die Verfilmung von Kubrick wirklich so schlecht? - Wohl kaum wenn man den Erfolg des Films bedenkt. Ich hab mir auf jeden Fall die DVD von Warner zugelegt und mal einen genaueren Blick drauf geworfen.
STORY
*°*°*°*°
Jack Torrace hat einen Job als Hausmeister des abgeschiedenen Luxus-Hotels "Overlook" für den Winter angenommen. Gemeinsam mit seiner Familie soll er in der gästelosen Zeit, in der das Hotel eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten ist, dafür sorgen, dass keine Kälteschäden an den Leitungen etc. entstehen. Während ihres Aufenthalts dort möchte er einen Roman schreiben.
Sein Sohn Danny unterhält sich allerdings bereits bei der Ankunft mit einem Angestellten des Hotels, der genau wie er über telekinetische Fähigkeiten verfügt. Dieser erzählt ihm, dass es in dem Hotel spukt und er ein bestimmtes Zimmer auf keinen Fall betreten soll und immer aufmerksam sein soll. Er bietet auch seien Hilfe für Notfälle an.
Als alle weg sind und der erste richtige Schneefall kommt beginnen die Geschehnisse langsam ihren Lauf zu nehmen. Das Haus übt seine Kräfte auf Jack aus, der langsam aber sicher seinen Verstand zu verlieren droht. Seine Familie schwebt in höchster Gefahr und Jack ist nicht das einzig Unheimliche in dem Hotel…..
MEINE MEINUNG
*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°
Also ich muss gleich vorneweg sagen, mir hat die Kubrick Verfilmung schon immer sehr gut gefallen. Alleine Jack Nicholson als psychopatischer Killer und die ganze Atmosphäre in dem Hotel, die immer dicker wird. Es muss doch wirklich schrecklich sein, wenn man mit seiner Familie in einem riesigen Hotel praktisch eingesperrt ist und merkt, dass irgendetwas in dem Haus nicht stimmt. Noch schlimmer, wenn einem der eigene Vater bzw. Ehemann nicht glaubt und sich stattdessen immer seltsamer verhält, bis er sich völlig entfremdet und einem sogar nach dem Leben trachtet.
Die Gruseleffekte z. B. die Zwillinge, die Frau in dem verbotenen Zimmer, die seltsame Party und ihre skurrilen Gäste, all das erzeugt eine wirklich schaurige Stimmung und Jack Nicholson setzt dem ganzen mit einer brillant gespielten Rolle noch die Krone auf. Der Grund warum King die Verfilmung nicht mochte war, dass in seinen Augen die Leistung von Nicholson zu übertrieben war und dadurch das Hotel als der eigentliche Hauptschrecken zu sehr in den Hintergrund tritt. Mag sein, aber ich finde diese "Änderung" nicht unbedingt negativ und denke das Ganze hat auch so seinen Reiz.
Auch wenn der Film vielleicht nicht unbedingt etwas für Splatterfreunde ist, so gibt es doch ein paar recht schockende Szenen, wenn ich nur an die nette Dame in der Badewanne denke und die Szene wenn der verrückte Jack mit der Axt durch die Türe kommt.
Was in dem Film jetzt als psychische Störung von Jack gesehen werden muss und was wirklich auf unerklärte Phänomene zurückgeht bleibt größtenteils dem Zuschauer überlassen. Die Tatsache, dass das Hotel auf ehemaligem Indianergebiet erbaut wurde und somit deren Geister das Hotel heimsuchen hat Kubrick geschickt mit eingebaut bis zum Ende wenn man das Foto sieht… einige Gestalten in dem Haus müssen auch wirklich existent sein, weil Jack ja nicht der einzige ist, der mit ihnen Kontakt aufnimmt, auch Danny spürt ihre Gegenwart an einer Stelle auch auf ziemlich schmerzhafte Weise.
Was ich mir allerdings nicht so wirklich vorstellen kann ist, dass jemand mit telepatischen Fähigkeiten wirklich über 100te von Kilometern mit jemand anderes Kontakt aufnehmen kann, aber mit diesem Phänomen habe ich mich auch noch nie eingehend beschäftigt.
Interessant an dem Film ist schon von Anfang an die ganze Entwicklung. Man sieht diese herrliche aber schrecklich einsame Landschaft und malt sich immer selbst aus, wie es wohl wäre dort ganz alleine einen ganzen Winter zu sein. Man stellt sich vor wie es wäre allein in diesem riesigen Gebäude, in den leeren Gängen und riesigen Hallen und dann beginnen auf einmal die seltsamen Dinge mit Danny und Jack und jeder erlebt seinen eigenen Horror. Jack weil er glaubt verrückt zu werden und durch Zureden der Geister? seine eigene Familie als Verursacher seiner Probleme sieht und es zu seinem Ziel macht sie in ihre Schranken zu weisen.
Danny der von Beginn an zwar gewarnt war, aber durch seine besonderen Fähigkeiten besonders aufnahmefähig für die Ereignisse in dem Haus ist hat es sicherlich besonders schwer, zumal er als Kind ja besonders anfällig für Geisterglauben etc. ist. Vermutlich ist das Ganze aber für Wendy der größte Horror denn sie versteht nicht was mit ihrem Mann passiert und sie weiß nicht genau was in Dannys Kopf vorgeht, dazu kommt der mütterliche Beschützerinstinkt und sie will nur ihren Sohn schützen und möglichst heil rauskommen, möchte aber so lange es geht versuchen auch Jack zu retten, weil er ja ihr Ehemann ist und sie auch an ihm hängt.
Ein wahres Psychospiel, das den Zuschauer mitreißt und bis zur letzten Minute mitfiebern lässt.
DARSTELLER
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Jack Nicholson (Jack Torrance), Shelley Duvall (Wendy Torrance), Danny Lloyd (Danny Torrance), Scatman Crothers (Dick Halloran); Barry Nelson (Stuart Ullman), Philip Stone (Delbert Grady), Joe Turkel (Lloyd, Overlook Barkeeper), Anne Jackson (Doktor), Tony Burton (Larry Durkin), Lia Beldam (junge Frau im Bad), Billie Gibson (alte Frau im Bad); Barry Dennen (Bill Watson), David Baxt (Waldhüter 1), Manning Redwood (Waldhüter 2), Lisa Burns (Grady Tochter),…
JACK: Jack Nicholson (*22.4.1937, Neptune, New Jersey, USA) kennt jeder, da muss ich glaub ich keine sonstigen Filme nennen. Wie bereits gesagt spielt er seine Rolle wirklich fabelhaft und es wundert mich, dass er für die Rolle als Jack Torrance keinen Oscar bekommen hat, aber 3 Oscars reichen ja, der Mensch braucht eh nicht mehr ;-) Hier gibt es nichts mehr hinzuzufügen, sehr ausdrucksstarke Mimik und Gestik machen sein Schauspiel zu einer wahren Augenweide.
WENDY: Shelly Duvall (*7.7.1949, Houston, Texas, USA) spielte z. B. auch in Filmen wie "Roxanne" (1987) oder "Talos, die Mumie" (1998). Natürlich kann hinter der Leistung von Jack Nicholson nur jeder zurückstehen, aber ich finde auch sie zeigt eine großartige Leistung, ihre Angst wirkt nie zu überzogen und zu hysterisch wie in manchen Teenie-filmen sondern man nimmt ihr den Horror wirklich ab.
DANNY: Danny Lloyd hat soweit ich weiß nach diesem Film in keinem anderen mehr gespielt, warum eigentlich? Oder hat er vielleicht doch noch zumindest was Kleines gemacht? Egal, auf jeden Fall fand ich ihn auch gut, nicht wie manche Kinderstars eben kindisch und plump sondern doch überzeugend.
REGISSEUR
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Stanley Kubrick ist sicher einer der umstrittensten aber auch genialsten Regisseure unserer Zeit. Er stammt aus einer jüdisch-amerikanischen Mittelstandsfamilie. Stanley wurde zuerst Fotograf und arbeitete bei einer Zeitung aber diese Arbeit erfüllte ihn nicht und so begann er Filme zu drehen. Erst Dokumentarfilme dann idealistische Filme. Erst als er 1961 nach England übersiedelte hatte er genug Freiheiten das zu drehen was er wollte und mit "Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben" gelang ihm der Durchbruch und er bekam dafür auch mehrere Oscar-Nominierungen. 1998 starb Kubrick nach den Dreharbeiten zu "Eyes wide shut".
Privat war er von 1947 bis 1952 mit seiner ehemaligen Klassenkameradin Taba Metz verheiratet dann von 1952 bis 1958 mit Ruth Sobotka und ab 1958 war er ,mit der Schauspielerin Susan Christian verheiratet.
Einige seiner bekanntesten Filme sind:
2001 - Odyssee im Weltraum (1968)
Uhrwerk Orange (1971)
Shining (1979)
Full metal Jacket (1987)
Eyes wide shut (1999)
HINTERGRUNDINFOS
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Als Kulisse für die Außenaufnahmen des Hotels diente die "Timberline Lodge" auf dem Mt. Hood in Oregon. Die Innenaufnahmen wurden aber alle in den Elstree Studios in London aufgenommen. Auch die Zimmernummer in die der Junge nicht gehen sollte wurde auf Wunsch der "Timberline Lodge" geändert (von 217 im Buch auf 237 im Film) weil sie befürchteten, dass keine Gäste mehr in das Zimmer einchecken würden.
Die Seiten des Buches das Jack schreibt beinhalten alle nur einen Satz, dieser ist aber in den verschiedenen Sprachen jeweils anders, hierzu wurden für jede Fassung eigene Manuskripte gefertigt und die Szene extra gedreht. In der englischen Version liest man da immer wieder: "All work and no play makes Jack a dull boy", auf italienisch lautet der Satz "Il mattino ha l´oro in bocca" (was soviel heißt wie "Morgenstund hat Gold im Mund"), auf Deutsch steht "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen" auf den Skripten und auf Spanisch: "No por mucho madrugar amanece más temprano" (Auch wenn man früh aufsteht wird es nicht früher Abend (oder so ähnlich)
Zum leben erwachende Heckentiere waren in Kubricks Augen zu schwer umsetzbar, deshalb entschied er sich für das Labyrinth
Das Budget für den Dreh belief sich auf $18 Millionen
Stephen King wollte eigentlich Mike Moriarty oder Martin Sheen als Jack Torrace
Kubrick wollte am Ende alle Charaktere töten und als Geister wiederkommen lassen aber King redete ihm das wieder aus
Der Dreh dauerte von May 78 bis April 79
Dies war der erste Film, der sich umfassend der Technik der Steadycam bemächtigte, einem System, das es einer einzigen Person ermöglicht, eine 35mm Kamera auf ihrer Schulter zu führen
Verschiedene Szenen mussten bis zu 50 Mal gedreht werden bis Kubrick zufrieden war
Jacks berühmter Ruf "Here´s Johnny" war eine Anlehnung an die in Amerika sehr bekannte "Johnny-Carson-Show"
Beim Hubschrauberflug am Anfang sieht man nirgends das Heckenlabyrinth, das sich direkt vor dem Eingang befinden muss und durch seine Ausmaße wirklich nicht zu übersehen sein sollte - ein grober Fehler!
FILMINFOS
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OT: The Shining
Land: USA
Jahr: 1990
Regie: Stanley Kubrick
DVD Label: Warner Home Video
Laufzeit: 114.38 Min
FSK: 16
Ländercode: 2 PAL
Bildformat: 1,33:1
Tonformat: DD 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Holländisch, Schwedisch, Englisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Italienisch, Deutsch für Hörgeschädigte
DVD 9 Dual Layer
ZUR DVD
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MENÜ
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Es gibt ein unanimiertes Menü mit ruhiger, leicht bedrohlicher Musik hinterlegt und eine Kapitelwahl mit 35 Kapiteln. Ins Menü gelangt man nur wenn man die Menütaste drückt ansonsten startet beim Einlegen automatisch der Film.
BILD-/TONQUALITÄT
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Für einen Film der nun doch schon einige Jahre auf dem Buckel hat wurde hier ganz gute Arbeit geleistet. Die Farben sind klar, man kann kaum Verschmutzungen oder ähnliches vorfinden, aber leider ist der Film auf Wunsch Kubricks nur in Vollbild auf der DVD (warum eigentlich?). Aus dem ursprünglichen Monoton wurde ein 5.1 Upmix, der aber nie zu übertrieben wirkt sondern alles sehr realistisch untermalt ohne zu überladen zu wirken.
EXTRAS
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Trailer (ca.1:13)
Making of (ca. 33 Min. deutsch untertitelt) - Kubricks 17-jährige Tochter Vivian hat hier was gedreht was wirklich recht gut rüberbringt wie der Film entstanden ist.
Audiokommentar zum Making of
Zwar nicht wirklich viel, aber für Warner doch ganz gut und vor allem das Making of ist wirklich sehenswert und sehr aufschlussreich.
FAZIT
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Ein auf jeden Fall sehenswerter Film und auch die DVD ist für diesen Preis wirklich einen Kauf wert. Bild und Ton sind echt gut und auch ein paar Extras hat Warner uns mit auf den Weg gegeben.
Liebe Grüße vom Wuschel mit dem Shining!
Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!!!!
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