Kugelballett mit Stil
21.09.2007 (19.10.2007)
Pro:
Schußszenen, Effekte, Sprüche
Kontra:
Inhalt, nüchtern betrachtet "Geballer"
Empfehlenswert:
Ja
 DerSaxxxe
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Liebe Leserschaft, vor den endlich an der Tür klopfenden Herbstferien gibt's noch mal einen Filmbericht von mir, damit meine kurze Abstinenz nicht ganz so sehr auffällt. Diesmal geht es um den vor kurzen in den deutschen Kinos erschienenen Film "Shoot ´em Up", ich hoffe wie immer, ich kann Euch einen guten Überblick geben, damit ihr eigenen Herzens sagen könnt: Top oder Flop… Viel Spaß beim Lesen oder Scrollen, beim Bewerten und/oder Kommentieren!
Gliederung: """"""""""""""""" 1. Einleitung
2. Inhalt 3. Meine Meinung über den Film
4. Fazit 1. Einleitung: """"""""""""""""""
"Hans-Ulrich Pönack sprach im Deutschlandradio Kultur von einem "herrlich-ungehörigen Ironie-Meisterwerk des Tabu brechenden, faszinierend-zweideutigen, sehr unterhaltsamen Action-Kinos" das Quentin Tarantino übertreffe und das Zeug zum Kultfilm habe." (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/filme/671489/) heißt es in einer Filmkritik dieses neuen Streifens. Actionfilme haben zumindest in der heutigen Zeit ein schweres Brot zu teilen, sie müssen die immer höher werdenden Erwartungen des Publikums nach exzellenten Effekten und perfekter Visualisierung von roher Gewalt in einem ironischen Gewand befriedigen, die meisten neueren Filme, die sich dieses Vorhabens angenommen haben, scheitern deshalb auch auf der ganzen Linie. Da Quentin Tarantino sich innerhalb der letzten 10 Jahre zum Symbol für einen guten/blutigen Actionfilm entwickelt hat, sind es seine Hits, wie "Kill Bill" oder auch einfach Klassiker, wie "Reservoir Dogs", die heutzutage als Maßstab für einen Vergleich herangezogen werden. Meiner Meinung nach völliger Stuss, gerade da Tarantino viel in seine Filme einbaut, dass man weder als Maßstab, noch als "Action" im wörtlichen Sinn bezeichnen kann. Tarantino ist ein Individualist. Daher nähern wir uns dem Inhalt des Films ohne jegliche Vorteile, geschweige denn mit dem Hintergedanken, Vergleiche anzusetzen. Genau das ist es, was manche Actionfilme ungerecht herunterzieht. Dafür war diese Einleitung da. Bevor jetzt noch ein Hauptsatz kommt, gehen wir lieber zum Inhalt…: 2. Inhalt: """"""""""""
Wie am Titel unschwer zu erkenne ist, sind es die netten kleinen 9mm-Kugeln, die "Shoot ´em Up" auf dem Gewissen haben. Und es stimmt: Der komplette Film dreht sich hauptsächlich darum, Schießszenen in allen möglichen Lebenslagen zu zeigen. Während eine Frau ein Kind bekommt, in der Luft am Fallschirm, ja sogar beim Sex… Smith, ein ehemaliger Militär, sitzt in der Anfangsszene auf einer Bank und möchte seiner Mine nach zu urteilen lieber von der Welt in Ruhe gelassen werden. Er hilft einer Frau und derer kleinem Kind, die an einer Bushaltestelle von der von Hertz angeführten Gang angegriffen werden. Die Frau wird dabei getötet, ihr Kind und Smith werden von den Gangstern gejagt. Sie tauchen bei der Prostituierten Donna Quintano unter, die für das Kind zur Ersatzmutter wird. Es stellt sich heraus, dass Hertz von dem sterbenden Senator Rutledge - der für das Amt des US-Präsidenten kandidieren will - mit der Beschaffung des für eine Transplantation benötigten Knochenmarks des Kindes beauftragt wurde. Soviel zum Inhalt. 3. Meine Meinung über den Film: """""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""
Man braucht zu Anfang den Films nicht mal 2 Minuten warten bis die erste Kugel fliegt, der Film wird also zumindest seinem Name gerecht. Nette Szenen, coole Sprüche, geile Musik im Hintergrund und ein scheinbar unverwundbarer Held. Das ist es, was der Action-Liebhaber während seines Kinoaufenthaltes genießen möchte. Die Sprache ist eigentlich ziemlich im Tarantino-Style, oder anders ausgedrückt gut abgeguckt. Aussagen, wie "Wissen sie, was ich hasse, ich hasse es, dass diese 40jährigen ******* (:P) immer einen Pferdeschwanz tragen, ein Pferdeschwanz macht dich weder hipp, noch cool", um dann dem Gehuldigten eine Kugel in den Kopf zu jagen, machen das klar. Aber auch ein Stückchen Stirb-Langsam-Ironie ist enthalten, so wird nach der Entbindung der Frau (natürlich während eines Schusswechsels) die Nabelschnur natürlich mit einem Schuss durchtrennt. Nun ja, wie gesagt, der Name ist Programm… Dafür dass ich Clive Owen bislang nur in "Inside Man" und "Sin City" erlebt habe, macht er sich als Hauptdarsteller nicht schlecht, das Image des unerschütterlichen Chuck Norris-Abbildes steht ihm gut. Was außerdem ziemlich positiv am Film auffällt, ist die Spontaneität, mit dem sich die Handlung verschiebt (übrigens auch wieder ziemlich Tarantino-like, ich glaube, mittlerweile macht dieser ominöse Vergleich in der Einleitung auch einen Sinn für mich…) und somit einen unglaublich erheiternden Spaßfaktor liefert. Beispiel zum Mitlachen: Clive läuft mit einer Dame die Straße entlang, er beklagt sich irgendwann: "Welches Auto willst du? Ich hab keine Lust mehr zu laufen!", bevor er wahllos in die Scheibe eines Autos schlägt, um es für sich zu beanspruchen. Als er später auf der Autobahn andauernd von einem breiten Benz auf der Überholspur ausgebremst wird, gehen die Nerven mit ihm durch und er überholt, rammt den Benz, der geradewegs in den Graben hineinsaust. Das nenne ich Aggressivität. Effekttechnisch wird hier auf relativ hohem Niveau gearbeitet, man darf sich such während des Films nicht nur auf einfache Deagles, sondern auch ein paar Einsätze von schwereren Geschützen erfreuen. Es gibt eben tausende Wege, jemandem das Blei ins Fleisch zu rammen. Was die Darstellung des Inhalts angeht, so kam es mir während meinem Filmerlebnis vor, als ob ich wirklich nur dort sitze, um mir ein paar erinnerungswürdige Szenen im Kugelhagel anzuschauen. Ein typischer Actionfilm eben. 4. Fazit: """"""""""
Im Nachhinein muss ich dem Film zugestehen, sich aus seinem Genre zumindest in einzelnen Punkten herauszukristallisieren. James Bond und Co. könnten sich in einigen Szenen eine Scheibe abschneiden, wie man angemessene Protzerei und belustigende Gewalt darstellen sollte. Inhaltlich kam mir der Film persönlich wie gesagt eher einem leeren Fass gleich, das macht er aber mit seinem "Der-Name-ist-Programm"-Konzept wett. Was die Gleichgesinnten der letzten Jahre angeht, so ist "Shoot ´em Up" wenigstens empfehlenswerter als die meisten missglückten Versuche einer mitreißenden Actionkomödie. Wenn man sich die verschiedenen Einflüsse des Films anguckt, so könnte man auch zugespitzt das Wort "Sampler" für die unerschütterlichsten Filmzitate der Actiongeschichte verwenden. Das er jedoch einen richtigen Tarantino "übertreffe", kann ich leider immer noch nicht bejahen… Mit diesem Abschlussstatement heißt es nun wieder Goodbye! Ich hoffe, wie immer, ich war schriftlich einigermaßen unterhaltsam und dann noch informativ und wünsche Euch nun Viel Spaß beim Bewerten und/oder Kommentieren! Manu
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21.08.2011 16:28
Fand den auch klasse....
16.08.2011 13:19
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11.06.2008 20:19
In dem Film waren mir einige Schießereien einfach zu abgeredreht...was der Kerl da immer alles vorbereitet haben wollte...